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Depression in der modernen Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel von Ava Reeds Roman "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen"

Título: Depression in der modernen Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel von Ava Reeds Roman "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen"

Tesis (Bachelor) , 2021 , 38 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Jessica Trümpler-Pohl (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die vorliegende Bacheloratbeit stellt sich die Frage, inwiefern erzähltheoretische Strukturen bekannter Narratologen wie Gérard Genette, Wolf Schmid, Matías Martínez und Michael Scheffel die literarische Darstellung von Depression unterstützen und sie das Hineinfühlen in depressive Figuren und das Nachempfinden einer Depressionserkrankung ermöglichen. Ziel dieser Arbeit ist die Analyse der Erzählstruktur in Ava Reeds Roman "Alles, Nichts, Und ganz viel dazwischen" und deren Bedeutung für die Darstellung von Depression.

Der erste Teil dieser Arbeit widmet sich der allgemeinen Definition von Depressionen, der Erläuterung auftretender Symptome und möglicher Begleiterscheinungen und der Einordnung der psychischen Störung in ein Klassifikationssystem. Ein besonderer Blick gilt in diesem Kapitel der Entstehung einer Depression im Kindes- und Jugendalter, um dann einen Zusammenhang zwischen der Darstellung von Depressionen und der modernen Kinder- und Jugendliteratur mit ihren besonderen Erzähltechniken herzustellen.

Im Hauptteil erfolgt die Analyse der Erzählstruktur anhand Gérard Genettes Einteilung auf zwei Ebenen: einmal auf der Ebene des ‚discours‘, womit das ‚Wie‘ der Erzählung gemeint ist, und auf der Ebene der ‚histoire‘, dem dargestellten Erzählinhalt. Auf dieser Grundlage wird herausgearbeitet, welche erzähltheoretischen Parameter ein Hineinfühlen in die depressive Figur ermöglichen, wie das Thema der Depression in den Text eingebettet wird und auf welche Art und Weise der Erzähler agiert. Auf der Ebene des Erzählinhalts werden die Aspekte der Handlung, der Figuren und des Raumes herangezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Definition Depression

2.1.1. Depressionen im Kindes- und Jugendalter

2.2. Kinder- und Jugendliteratur

2.2.1. Moderne Kinder- und Jugendliteratur

2.2.2. Moderne Erzähltechniken

2.2.3. Realistisches Erzählen

3. Die Analyse des discours in Ava Reeds ‚Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen‘

3.1. Fiktionalität – Faktualität

3.1.1. Die narrative Instanz

3.1.2. Die Stellung des Erzählers

3.1.3. Der Zeitpunkt der Narration

3.2. Der Modus

3.2.1. Die Distanz

3.2.2. Die Fokalisierung

3.2.3. Die Perspektive

3.3. Die Zeit

3.3.1. Die Dauer

3.3.2. Die zeitliche Ordnung der Erzählung

3.4. Die Analyse der histoire in Ava Reeds Roman ‚Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen‘

3.5. Die Thematik

3.6. Die Handlung

3.7. Die Figuren

3.8. Der Raum

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Erzählstruktur in Ava Reeds Roman „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ unter narratologischen Gesichtspunkten, um aufzuzeigen, wie literarische Mittel das Hineinfühlen in betroffene Figuren und das Verständnis für die Erkrankung Depression unterstützen.

  • Erforschung der literarischen Darstellung von Depression in der Jugendliteratur.
  • Anwendung narratologischer Konzepte nach Gérard Genette zur Analyse von „discours“ und „histoire“.
  • Untersuchung der psychologischen und erzähltheoretischen Parameter für Emphatiebildung.
  • Analyse von Erzähltechniken wie Ich-Perspektive, Tagebucheinträgen und Fokalisierung.
  • Diskussion der Bedeutung von Authentizität in realistischer Jugendliteratur.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die narrative Instanz

Erzähltexte erzählen nicht unmittelbar, sondern verweisen auf einen Erzählakt, in dem ein fiktiver Erzähler als Urheber der Erzählung auftritt und seinem fiktiven Adressaten eine Geschichte erzählt.75 Der Erzähler stellt damit diejenige Instanz dar, die zwischen einem Autor und einem Leser vermittelt.76 Neben den Ebenen der Autor- und Erzählkommunikation taucht in Ava Reeds Roman eine dritte, fakultative Ebene, die Figurenkommunikation auf.77 Diese manifestiert sich immer dann, wenn eine der erzählten Figuren als Sprech- oder Erzählinstanz auftritt.78

Leni und Matti, die beiden Hauptfiguren des Romans stellen die zentralen Vermittlungsinstanzen in dem von Ava Reed produzierten Erzähltext dar, indem sie aus ihrer Sicht über sich erzählen. Die beiden Ich-Erzähler weisen im Roman eine explizite Darstellung auf, die sich in der Selbstpräsentation der Erzählinstanz, in der Selbstbeschreibung der Personen und in der Erzählung des eigenen Lebens zeigen und damit einen hohen Grad an Persönlichkeit preisgeben.79 Leni erzählt aus ihrem Leben, was sie gerne macht und was sie gerne mag, wer ihre Freundinnen sind und was sie beschäftigt.80 Ins Zentrum ihrer Erzählung rückt sie besonders ihre Depressionserkrankung, ihre traurige Stimmung und ihre Gedanken und Gefühle, die ihrer Depression Ausdruck und eine Stimme verleihen.81 Es sind vor allem die Erzähler, die auch als Figur in ihrer Geschichte auftreten, die im Laufe der Geschichte einen nahezu persönlichen Charakter gewinnen.82

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Thematisierung psychischer Erkrankungen in moderner Jugendliteratur ein und stellt die narratologische Untersuchungsbasis für den ausgewählten Roman dar.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert das Krankheitsbild der Depression im Kindes- und Jugendalter und verortet die erzähltheoretischen Grundlagen der modernen Kinder- und Jugendliteratur.

3. Die Analyse des discours in Ava Reeds ‚Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen‘: Dieser Hauptteil untersucht detailliert die erzähltechnischen Gestaltungsmittel wie Fiktionalität, Zeitstruktur, Modus und Fokalisierung im Roman.

4. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die analysierten erzähltheoretischen Parameter durch ihre spezifische Inszenierung erfolgreich Empathie für die depressive Hauptfigur erzeugen und ein tieferes Verständnis für die Erkrankung ermöglichen.

Schlüsselwörter

Depression, Jugendroman, Ava Reed, Narratologie, Erzähltheorie, Gérard Genette, Ich-Erzähler, Jugendliteratur, psychische Erkrankung, Identifikation, Fiktionalität, Erzählstruktur, Realismus, Therapie, Krankheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht die erzähltheoretische Struktur des Jugendromans „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ von Ava Reed, um zu analysieren, wie das komplexe Thema Depression literarisch dargestellt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die psychologische Definition von Depressionen, die Rolle realistischer Jugendliteratur, Fragen der Narratologie wie Erzählinstanz und Modus sowie die Bedeutung des Raums für die Charakterisierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es herauszuarbeiten, wie spezifische Erzählparameter es den Lesenden ermöglichen, sich in die depressive Protagonistin hineinzufühlen und die Erkrankung sowie deren Leidensweg authentisch nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine erzähltheoretische Analyse auf Basis der Konzepte von Gérard Genette angewandt, insbesondere durch die Trennung von „discours“ (Erzählweise) und „histoire“ (Erzählinhalt).

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine tiefgehende Analyse von Fiktionalität, Erzählinstanz, Zeitgestaltung, Modus, Thematik, Handlungsaufbau, Figurenführung und der räumlichen Gestaltung im Roman von Ava Reed.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Depression, Narratologie, Jugendroman, Identifikation, Realismus und Erzählstruktur.

Welche Rolle spielen die Tagebucheinträge im Roman?

Die Tagebucheinträge fungieren als Bewusstseinsstrom-Technik, die einen unverwechselbaren, persönlichen Einblick in Lenis Gefühlswelt ermöglicht und die Authentizität des Erlebens für die Lesenden verstärkt.

Wie wird die Bedeutung der zweiten Hauptfigur Matti bewertet?

Matti dient als Spiegelung im Erzählverlauf; durch seine parallele, aber krankheitsspezifisch andere Leidensgeschichte wird das Verständnis für psychiatrische Behandlungen und die Häufigkeit solcher Erfahrungen bei Jugendlichen unterstrichen.

Final del extracto de 38 páginas  - subir

Detalles

Título
Depression in der modernen Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel von Ava Reeds Roman "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen"
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Calificación
3,0
Autor
Jessica Trümpler-Pohl (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
38
No. de catálogo
V1382595
ISBN (PDF)
9783346927996
ISBN (Libro)
9783346928009
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kinder- und Jugendliteratur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jessica Trümpler-Pohl (Autor), 2021, Depression in der modernen Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel von Ava Reeds Roman "Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1382595
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