In der nachfolgenden Arbeit wird das Finanzverhalten unter Berücksichtigung der individuellen Resilienz bei Privatpersonen untersucht. Die Konzeption ist es, die resultierenden Kenntnisse zu verwenden, um eine mögliche Beeinflussung der Resilienz auf das Finanzverhalten zu eruieren. Ebenso gilt es herauszufinden, ob eine positive Korrelation zwischen dem Finanzverhalten und der Resilienz besteht.
Daneben wird konstatiert, in welchem Ausmaß die Resilienz Einfluss auf die Verhaltenspsychologie beim Umgang mit Finanzen nimmt. Zusammengefasst kann daraus die folgende zentrale wissenschaftliche Fragestellung abgeleitet werden: Welchen Einfluss nimmt die persönliche resiliente Haltung auf das Finanzverhalten von Privatpersonen?
Um die oben genannte Forschungsfrage beantworten zu können, werden zunächst die theoretischen Hintergründe dargelegt. In Kapitel 2 wird erläutert, wie der Begriff Finanzverhalten definiert ist und welche Bedeutungen den zusammenhängenden Determinanten des Finanzverhaltens zukommen. Ebenfalls sollen die Einflussfaktoren des Finanzverhaltens analysiert werden, damit eine Beurteilung und ein Verständnis für die Handlungen gewonnen werden können. Zudem wird beschrieben, was unter der Resilienz und den damit verbundenen Theorien und Erkenntnissen verstanden wird. Basierend auf diesen Kenntnissen werden die finanzielle Resilienz und die Hypothesen für das Forschungsvorgehen abgeleitet.
Anschließend wird im Abschnitt 3 die für die Befragung notwendige Methodik dargelegt. Dabei werden die Datenerhebung, die Stichproben sowie das Erhebungs-Instrument und die Analyse näher erläutert. Die Ergebnisse der empirischen Analyse werden im Kapitel 4 präsentiert. Nach der empirischen Darstellung und Interpretation werden die Ergebnisse dieser Arbeit im Abschnitt 4.5 zusammengefasst und kritisch diskutiert. Das Fazit und der Ausblick für zukünftige Forschungen dient als Schlussbetrachtung dieser Forschungsarbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Finanzverhalten
2.1.1 Definition
2.1.2 Dimensionen im Finanzverhalten
2.1.2.1 Privates Cash-Management und Finanzplanung
2.1.2.2 Verschuldungsverhalten
2.1.2.3 Sparverhalten und Investitionen
2.1.2.4 Versicherungsverhalten
2.1.3 Einflussfaktoren
2.1.3.1 Erziehungs- und Bildungsfaktoren
2.1.3.2 Bedürfnisfaktoren
2.1.3.3 Individuelle Verhaltensfaktoren
2.2 Resilienz
2.2.1 Begriffsbestimmung und Merkmale
2.2.2 Resilienzfaktoren und -kriterien
2.2.2.1 Schutzfaktoren
2.2.2.2 Risikofaktoren
2.2.2.3 Faktorenkomponenten
2.2.3 Finanzielle Resilienz und Ableitung der Hypothesen
3. Material und Methodik
3.1 Durchführung und Datenerhebung
3.2 Erhebungsinstrumente und Skalenmessung
3.2.1 Soziodemografische Daten
3.2.2 Resilienzskala (RS-13)
3.2.3 Erhebung zum Finanzverhalten
3.3 Stichprobenbeschreibung
3.4 Datenaufbereitung und -analyse
4. Ergebnisse
4.1 Auswertung und Interpretation der Hypothese 1
4.2 Auswertung und Interpretation der Hypothese 2
4.3 Auswertung und Interpretation der Hypothese 3
4.4 Auswertung und Interpretation der Hypothese 4
4.5 Auswertung und Interpretation der Hypothese 5
5. Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der persönlichen Resilienz auf das Finanzverhalten von Privatpersonen, um aufzuklären, inwieweit eine resiliente Haltung die psychologische Herangehensweise an Geldfragen und finanzielle Krisensituationen prägt und ob positive Korrelationen zwischen diesen beiden Konstrukten bestehen.
- Analyse des persönlichen Finanzverhaltens in Dimensionen wie Cash-Management, Sparverhalten und Verschuldung.
- Untersuchung des Resilienzbegriffs und dessen Bedeutung für die Krisenbewältigung.
- Ermittlung von Zusammenhängen zwischen individuellen Resilienzfaktoren und Finanzentscheidungen.
- Empirische Überprüfung von Hypothesen mittels einer quantitativen Online-Befragung bei deutschen Privatpersonen.
- Ableitung von Schlussfolgerungen zur Stärkung der finanziellen Resilienz.
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
„Geld verändert die Menschen nicht – aber Geld potenziert, wer und was du bist!“. Dieses Zitat von Will Smith deutet beim Thema Finanzverhalten darauf hin, dass der Umgang mit Geld durch die individuelle Persönlichkeit beeinflusst wird.
Die Beeinflussung der individuellen Persönlichkeit auf das Geldverhalten ist in der Vergangenheit ersichtlich geworden: In unserer Gesellschaft entwickelten sich verschiedenste Denkmuster und Glaubenssätze zum Thema Geld wie z.B. „Schulden sind etwas Schlechtes!“ oder „Geld macht nicht glücklich!“. Verschiedenste Umfragen zeigen mit ihrer ausgewogenen Antwortgewichtung die individuelle Einstellung zu diesen Denkmustern. Daraus resultieren subjektive und teils unbewusste Verhaltenswirkungen beim Umgang mit Finanzen. Durch diese persönlichen Einstellungen ist es evident, dass Privatpersonen individuell und differenziert beim Finanzverhalten reagieren.
Aktuell spiegelt eine Umfrage der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das individuelle Finanzverhalten der Deutschen wider. Mit dieser Datenerhebung aus dem Jahr 2019 repräsentiert die BaFin unter anderem einen Verhaltensüberblick bei erwachsenen Privatpersonen aus Deutschland. Die Ergebnisse zeigten eine diverse Streuung in den Verhaltensweisen beim Geldumgang und suggerieren damit unterschiedliche psychische Einstellungen und Präferenzen zum Thema Geld.
Die persönliche Resilienz leistet einen verantwortlichen Beitrag für diese psychologischen Einstellungen und Verhaltensweisen. In aufkommenden Lebenskrisen und in herausfordernden Situationen entscheidet die Resilienz darüber, wie die Privatpersonen diesen gegenüber begegnen. Aufgrund der in jüngster Vergangenheit entstandenen Umstände, wie die Corona-Krise oder Klimakrise, erlangte der Resilienzbegriff an Aufsehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der individuellen Resilienz und deren Einfluss auf das Finanzverhalten ein, stellt die Problemstellung dar und formuliert die zentrale Forschungsfrage.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die Grundlagen des Finanzverhaltens und des Konzepts der Resilienz detailliert definiert sowie deren theoretische Verschränkung und die daraus abgeleiteten Forschungshypothesen erörtert.
3. Material und Methodik: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der empirischen Datenerhebung mittels einer Online-Umfrage, die Beschreibung der Stichprobe sowie die Vorbereitung der Daten für die statistische Analyse.
4. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die aus der empirischen Untersuchung gewonnenen Daten präzise ausgewertet, interpretiert und im Kontext der aufgestellten Hypothesen diskutiert.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der empirischen Analyse zusammen und bewertet diese im Rahmen der theoretischen Ausgangslage.
6. Fazit und Ausblick: Das Schlusskapitel resümiert die Arbeit und gibt einen Ausblick auf die Relevanz der Resilienzforschung für zukünftige wissenschaftliche Analysen.
Schlüsselwörter
Resilienz, Finanzverhalten, Privatpersonen, Krisenbewältigung, Finanzplanung, Sparen, Investitionen, Versicherungsverhalten, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Finanzerziehung, Psychologie, Geld, SoSci Survey, Korrelationsanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie die psychologische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Privatpersonen deren tägliches Finanzverhalten und ihren Umgang mit Geldformen beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder bilden die Definition und Dimensionen des Finanzverhaltens (Cash-Management, Sparen, Vorsorge) sowie das psychologische Konstrukt der Resilienz inklusive ihrer Schutz- und Risikofaktoren.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es zu ergründen, welchen Einfluss eine resiliente Haltung auf das Finanzverhalten ausübt und ob eine positive Korrelation zwischen einer hohen Resilienz und einem positiven Finanzverhalten besteht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein quantitatives, korrelatives Studiendesign gewählt, bei dem mittels einer Online-Umfrage Daten erhoben und diese anschließend statistisch mit der Software IBM SPSS Statistics ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, in denen Begriffe definiert werden, sowie einen empirischen Teil, der das Vorgehen bei der Datenerhebung beschreibt und die Testergebnisse der Hypothesen präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Resilienz, Finanzverhalten, Krisenbewältigung, finanzielle Bildung, Schutzfaktoren sowie statistische Korrelationsanalyse.
Warum spielt die Resilienz gerade bei Finanzfragen eine Rolle?
Resilienz hilft, in unvorhersehbaren Krisensituationen flexibel zu bleiben, was direkt die Fähigkeit beeinflusst, liquide Mittel zu verwalten und emotionale Fehlentscheidungen im Finanzbereich zu vermeiden.
Welches Ergebnis lieferte die Überprüfung der Haupthypothese?
Die Haupthypothese wurde bestätigt: Es korrelieren eine ausgeprägte Resilienz und ein positives Finanzverhalten positiv, was durch die statistische Auswertung der Daten gestützt werden konnte.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2023, Resilienz und Geldmittel. Welchen Einfluss hat die persönliche resiliente Haltung auf das Finanzverhalten von Privatpersonen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1391198