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Anforderungen und Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements

Title: Anforderungen und Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements

Bachelor Thesis , 2009 , 44 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hendrik Heitland (Author)

Health - Miscellaneous
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1986 schuf die Weltgesundheitsorganisation mit der „Ottawa-Charta“ eine Basis für das betriebliche Gesundheitsmanagement, indem auf die vorherrschenden Sichtweisen von Gesundheit und Arbeitsbelastungen reagiert wurde. Diese wurde durch die - auf die EG-Rahmenrichtlinie zum Arbeitsschutz aufbauende - Luxemburger Deklaration zur Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt erweitert. Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement sind allerdings nicht strikt voneinander zu trennen, sondern als sich untereinander ergänzende Systeme anzusehen, für deren Interventionen das Modell der Salutogenese nach Aaron Antonovsky eine wichtige Grundlage zum Verständnis der Entstehung von Gesundheit bildet.

Bei der Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements müssen eine ganze Reihe von hierfür notwendigen Anforderungen beachtet werden. So müssen z.B. der individuelle Bedarf, die jeweiligen Interessenslagen und Perspektiven, diverse rechtliche Rahmenbedingungen, tätigkeitsspezifische gesundheitliche Risiken und Ressourcen sowie innerbetriebliche Anforderungen etc. in das Konzept mit einbezogen werden. Daraufhin kann das Gesundheitsmanagement unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien und den möglichen Handlungsfeldern gestartet werden. Hierbei werden zunächst die Ziele benannt und ein Steuerkreis gebildet, der u.a. den Maßnahmenbedarf analysiert, die Interventionen durchführt und sie anschließend evaluiert.

Durch ein systematisches Review konnten die positiven Auswirkungen von diversen Interventionen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements nachgewiesen werden. Doch auch der betriebswirtschaftliche Nutzen wurde anhand von Senkungen der krankheitsbedingten Fehlzeiten und einer Verringerung der Krankenkosten aufgezeigt. Somit ist ein betriebliches Gesundheitsmanagement als positiv zu bewerten, insofern es gründlich geplant und systematisch durchgeführt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Abstract

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Zum Zusammenhang zwischen Arbeitsschutz, Gesundheitsförder-ung und Gesundheitsmanagement

2.2 Salutogenese nach Aaron Antonovsky

3. Anforderungen an ein betriebliches Gesundheitsmanagement

3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen

3.2 Prävention und Gesundheitsförderung

3.3 Gesundheitliche Risiken und Ressourcen am Arbeitsplatz

3.4 Betriebliche Anforderungen

4. Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements

4.1 Handlungsfelder

4.2 Aufbau und Implementierung

4.3 Betriebliche Wiedereingliederung

4.4 Praxisbeispiele

5. Empirische Ergebnisse

6. Fazit und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), dessen Anforderungen sowie die praktische Umsetzung. Das Hauptziel besteht darin, die Public-Health-Relevanz und den Nutzen von BGM für Unternehmen und Mitarbeiter zu analysieren, wobei die These verfolgt wird, dass eine systematische Implementierung für alle Beteiligten vorteilhaft ist.

  • Grundlagen und theoretische Fundierung (Salutogenese nach Antonovsky)
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und gesetzliche Präventionsvorgaben
  • Analyse gesundheitlicher Risiken und Ressourcen am Arbeitsplatz
  • Methodische Aspekte der betrieblichen Gesundheitsförderung und Eingliederung
  • Empirische Evidenz zur Wirksamkeit und zum betriebswirtschaftlichen Nutzen

Auszug aus dem Buch

2.2 Salutogenese nach Aaron Antonovsky

Der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923 – 1994) führte Anfang der 1970er Jahre eine Untersuchung zu den Aus-wirkungen der Menopause bei zentraleuropäischen Frauen der Geburtsjahrgänge 1914 bis 1923 durch. Eine Gruppe dieser Frauen verschiedener ethnischer Herkunft bestand aus Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager, die Antonovsky auf deren gesundheitlichen Zustand untersuchte. Zwar stellte sich erwartungsgemäß heraus, dass die Kontrollgruppe der Nicht-Inhaftierten in ihrer Gesundheit weitaus weniger beeinträchtig war, „(…) [aber] immerhin 29% (!) der inhaftierten Frauen berichteten trotz dieser traumatischen Erlebnisse über eine relativ gute psychische Gesundheit. Antonovsky fragte sich, wie es diese Frauen geschafft hatten, trotz der extremen Belastungen gesund zu bleiben. Dieser Perspektivenwechsel sollte seine ganze weitere Forschungstätigkeit bestimmen (…)“, in dessen Folge er das Konzept der Salutogenese erarbeitete.

Antonovsky wollte hierdurch einen Paradigmenwechsel im Verständnis des Zusammenhangs von Gesundheit und Krankheit erreichen. Nach seiner Auffassung wurde „Krankheit“ durch zu objektive Parameter definiert, die keinen Raum für das subjektive Empfinden des eigenen gesundheitlichen Zustands lassen. Gesundheit sei demnach niemals eindeutig von Krankheit abzugrenzen, sondern müsse weitere Zwischenschritte zulassen, in denen der eigene gesundheitliche Zustand eigeordnet werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Arbeitsplatzes für die Gesundheit und Einführung in die These, dass Gesundheitsmanagement sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer von Vorteil ist.

2. Grundlagen: Erläuterung der Begriffe Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung sowie Einführung in das Modell der Salutogenese als theoretische Basis.

3. Anforderungen an ein betriebliches Gesundheitsmanagement: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, ökonomischer Anreize und der Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung von Belastungen je nach Branche und Zielgruppe.

4. Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements: Beschreibung des systematischen Prozessablaufs (von der Zieldefinition bis zur Evaluation) sowie Darstellung von Praxisbeispielen aus verschiedenen Settings.

5. Empirische Ergebnisse: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Evidenz zur Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen und deren ökonomischem Nutzen.

6. Fazit und Diskussion: Synthese der Erkenntnisse mit kritischer Würdigung und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Schlüsselwörter

Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitsförderung, Prävention, Arbeitsschutz, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Arbeitsplatz, Public Health, psychische Belastungen, betriebliche Eingliederung, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Fehlzeiten, Gesundheitszirkel, Interventionsstrategien, Arbeitsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption, den rechtlichen Grundlagen sowie der praktischen Umsetzung und Wirksamkeit von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Vernetzung von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung, das Modell der Salutogenese, der Prozess der Implementierung sowie die empirische Bestätigung des betriebswirtschaftlichen Nutzens von Gesundheitsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob ein betriebliches Gesundheitsmanagement einen Nutzen stiftet, wobei der Autor von der These ausgeht, dass es für Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen vorteilhaft ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Review bestehender Studien zur Wirksamkeit von Interventionen sowie auf der Auswertung von Konzepten verschiedener betrieblicher Settings.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Salutogenese), die rechtlichen und betrieblichen Anforderungen sowie den systematischen Prozess der Umsetzung und die Auswertung empirischer Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern zählen unter anderem Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Salutogenese, Arbeitsschutz und Arbeitsfähigkeit.

Warum ist das Modell der Salutogenese nach Antonovsky so wichtig für BGM?

Es dient als fundamentale theoretische Grundlage, um zu verstehen, warum Menschen trotz belastender Faktoren gesund bleiben können, und bietet Ansätze zur Stärkung der persönlichen Widerstandsressourcen im Arbeitskontext.

Welche Rolle spielt das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM)?

Das BEM ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Instrument zur Wiedereingliederung langzeitkranker Mitarbeiter, das aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit als wichtiger Bestandteil in den ganzheitlichen Prozess des BGM integriert werden kann.

Welche Schwierigkeiten ergeben sich bei der Implementierung von BGM in der Praxis?

Herausforderungen sind oft die Akzeptanz durch Führungskräfte und Belegschaft, der Bedarf an finanziellen und personellen Ressourcen sowie die Notwendigkeit, das System individuell auf die spezifischen betrieblichen Strukturen zuzuschneiden.

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Details

Title
Anforderungen und Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
College
University of Bremen
Grade
1,3
Author
Hendrik Heitland (Author)
Publication Year
2009
Pages
44
Catalog Number
V139496
ISBN (eBook)
9783640473168
ISBN (Book)
9783640473298
Language
German
Tags
Anforderungen Umsetzung betrieblichen Gesundheitsmanagements Gesundheitsmanagement betrieblich Gesundheitsförderung Prävention Salutogenese Arbeitsschutz Eingliederungsmanagement Eingliederung Gesundheit Personalführung Management Betrieb Konzern Arbeit Ressourcen Wiedereingliederung Krankenkasse Krankenversicherung Krankenkassen Krankenversicherungen GKV PKV Unternehmen Antonovsky Maßnahmen Interventionen Stress Krankheiten Krankheit WHO Beruf Tätigkeit Tätigkeiten rechtliche Rahmenbedingungen Grundlagen gesetzlich gesetzliche rechtlich Personal präventiv gesundheitsförderlich gesundheitsförderliche präventive Mitarbeiterbefragung Mitarbeiterbefragungen Gesundheitszirkel Pathogenese Erkrankungen Belastungen Mitarbeiter Mitarbeiterinnen Arbeitnehmer Arbeitgeber Arbeitnehmerinnen Burnout Burn-Out Unternehmensleitung Führungskraft Führungskräfte
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Quote paper
Hendrik Heitland (Author), 2009, Anforderungen und Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/139496
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