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Schulabsentismus, Peerbeziehungen und Bullying. Analyse und Zusammenhänge im schulischen Kontext

Title: Schulabsentismus, Peerbeziehungen und Bullying. Analyse und Zusammenhänge im schulischen Kontext

Examination Thesis , 2023 , 73 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, inwieweit Peerbeziehungen und Bullying einen Einfluss auf den Schulabsentismus bei Schüler:innen haben. Diese Fragestellung soll durch die Untersuchung von verschiedenen Aspekten und Perspektiven beantwortet werden, um ein umfassendes Verständnis des Themas zu erlangen. Es wird gezeigt werden, wie die Dynamiken in den Peerbeziehungen sowie das Phänomen Bullying die Schulbeteiligung beeinflussen können. Für eine zielführende Untersuchung müssen demnach verschiedene zentrale Forschungszweige miteinander verknüpft werden und hinsichtlich ihrer theoretischen Grundlagen untersucht werden. Die Schulabsentismusforschung wurde in den vergangenen 20 Jahren durch Ricking (2009; 2014; 2016 u.a.) und Stamm (2008; 2009) entscheidend geprägt. Aktuelle Werke liefern Rotthaus (2019) und Kiniger (2021). Das wissenschaftliche Interesse am Thema Bullying wurde seit den 1970er Jahren im internationalen wissenschaftlichen Diskurs durch Olweus (2011) vorangebracht. Die Ansätze wurden im deutschsprachigen Raum durch Scheithauer et al. (2003), Teuschel/Heuschen (2016) und Wachs et al. (2016) aufgegriffen. Die Verknüpfung dieser Werke soll den Grundstein dieser Arbeit legen. Zusätzlich zu den Werken werden verschiedene theoretische Ansätze untersucht. Aus Sicht der Soziologie kann Schulabsentismus durch die Verletzung der Schulpflicht als abweichendes Verhalten verstanden werden, sodass sich dadurch die Möglichkeit eröffnet, verschiedene Theorien zur Erklärung heranzuziehen. Dazu zählen unter anderem das Modelllernen, die Theorie der differentiellen Assoziation, die Kontrolltheorie und weitere.

Die Arbeit gliedert sich in drei entscheidende Abschnitte, wobei der erste die Auseinandersetzung mit dem Phänomen Schulabsentismus umfasst. Dazu wird der Begriff definiert und in seinen Formen aufgeschlüsselt, woran sich die Anwendung verschiedener Theorien abweichenden Verhaltens auf das Phänomen anschließt. Nachfolgend wird der Forschungsstand der Peers skizziert, sodass die Brücke zwischen Peerbeziehungen, Schulabsentismus und Bullying geschlagen werden kann. Letztlich wird Bullying als Phänomen betrachtet, welches ebenfalls die Betrachtung der verschiedenen Subformen umfasst. Zusätzlich werden Erklärungsansätze und Folgen untersucht, um abschließend ein Fazit mit Bezug zur eingangs formulierten Fragestellung ziehen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schulabsentismus

2.1 Begriff und Definition

2.2 Formen von Schulabsentismus

2.2.1 Schulverweigerung

2.2.2 Schulphobie

2.2.3 Schulangst

2.2.4 Schulschwänzen

2.2.5 Fernhalten

2.2.6 Dropout

2.3 Risikofaktoren für Schulabsentismus

2.4 Wirkungsbereiche von Schulabsentismus

2.5 Theoretische Zugänge zu Schulabsentismus

2.5.1 Das Modelllernen

2.5.2 Die Theorie der differentiellen Assoziation

2.5.3 Die Kontrolltheorie

2.5.4 Der Sozialökologische Ansatz

2.5.5 Die Anomietheorie

2.5.6 Die Subkulturtheorien

2.5.7 Der Labeling Approach (Etikettierungsansatz)

2.5.8 Die Individuelle Defizittheorie

2.5.9 Die Institutionelle Defizittheorie

2.6 Forschungsstand

3. Peers

4. Bullying

4.1 Begriff und Definition

4.2 Cyberbullying

4.3 Erklärungsansätze

4.4 Folgen von Bullying

4.5 Forschungsstand

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Peerbeziehungen und Bullying auf das Phänomen Schulabsentismus bei Sekundarschülern. Ziel ist es, durch die Verknüpfung soziologischer und psychologischer Theorien das komplexe Geflecht aus sozialen Dynamiken, Gruppendruck und institutionellen Faktoren zu durchdringen, um ein umfassendes Verständnis der Entstehungsbedingungen von Schulabwesenheit zu gewinnen.

  • Multikausale Analyse von Schulabsentismus als Bewältigungsstrategie
  • Die Rolle der Peergroup als Sozialisationsinstanz und Risikofaktor
  • Einfluss von Bullying und Cyberbullying auf das Fernbleiben vom Unterricht
  • Forschungskontext: SEASA-Projekt und aktuelle PISA-Daten
  • Theoretische Fundierung durch soziologische und psychologische Ansätze

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Schulverweigerung

Für Seelinger (2016) ist Schulverweigerung ebenso wie für Ricking/Hagen (2016) eine Unterkategorie des Schulabsentismus. Schulverweigerung sei für sie durch eine prozesshafte Entwicklung charakterisiert. Eine prozesshafte Entwicklung zeichnet sich im Kontext der Schulverweigerung durch einen langsamen Rückzug aus der Schule aus, der Schritt für Schritt erfolgt und nicht innerhalb kurzer Zeit. Seelinger (2016) unterscheidet zwischen der aktiven und passiven Schulverweigerung. Die aktive Schulverweigerung bezeichnet das bewusste Fernbleiben der Schule. Passive Schulverweigerung hingegen zeichnet sich durch die körperliche Anwesenheit in der Schule aus, beinhaltet jedoch das bewusste Verweigern und Missachten von Arbeitsaufträgen, das gezielte Stören im Unterricht oder einer grundsätzlich fehlenden Teilhabe am Unterrichtsgeschehen (Seelinger 2016, S. 26 ff). Die Differenzierung in aktive und passive Schulverweigerung wird auch von Rotthaus (2019, S. 114) verwendet, um allerdings den Begriff Schulvermeidung zu beschreiben. Demnach zeichnet sich hier ein synonymer Gebrauch der Begriffe Schulverweigerung und Schulvermeidung ab, welche eine Differenzierung im deutschsprachigen Raum nicht zulässt. Stamm (2008) hingegen definiert den Begriff ohne die Differenzierung in aktive und passive Schulverweigerung. Sie beruft sich hierfür auf die Erkenntnisse von Schulze et al. (2000) und (Reissig) 2001. Schulverweigerung umschreibe Kinder und Jugendliche mit enormen emotionalen Verhaltensproblemen, die - mit Wissen der Eltern - nicht mehr imstande seien, zur Schule zu gehen und in diesem Zusammenhang auffällige psychogene oder psychosomatische Veränderungen zu zeigen (vgl. Stamm 2008, S. 79).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Schulabsentismus ein und verknüpft das Phänomen mit dem aktuellen Forschungsbedarf im Kontext sozialer Dynamiken wie Peerbeziehungen und Bullying.

2. Schulabsentismus: Das Kapitel definiert den Absentismus als multikausales Phänomen, untergliedert ihn in Subformen und beleuchtet theoretische Erklärungsansätze sowie Risikofaktoren.

3. Peers: Hier wird die Bedeutung von Gleichaltrigen als Sozialisationsinstanz und ihre ambivalente Rolle für das schulische Wohlbefinden sowie die Leistungsbereitschaft analysiert.

4. Bullying: Dieses Kapitel widmet sich der Definition, den Erscheinungsformen sowie den schwerwiegenden psychischen und sozialen Folgen von Bullying und Cyberbullying für Opfer und Täter.

5. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen, interdisziplinären Blicks auf alle Wirkungsräume des Schülers zur wirksamen Bekämpfung von Absentismus.

Schlüsselwörter

Schulabsentismus, Schulverweigerung, Schulschwänzen, Peerbeziehungen, Bullying, Cyberbullying, Sozialisationsinstanz, Schulabbruch, Risikofaktoren, Wirkungsräume, Feldtheorie, Mobbing, Prävention, Intervention, Entwicklungspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das komplexe Phänomen der Schulabwesenheit von Schülern. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf dem Einfluss von sozialen Beziehungen zu Gleichaltrigen und der Rolle von Bullying als Ursache oder Folge für diesen Absentismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Differenzierung verschiedener Absentismus-Formen, die Bedeutung der Peergroup für die Identitätsentwicklung, psychologische und soziologische Erklärungsmodelle sowie die Auswirkungen von physischem und digitalem Bullying.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwieweit Peerbeziehungen und Bullying einen direkten Einfluss auf das Fernbleiben von Schülern vom Unterricht ausüben und wie diese Faktoren theoretisch begründet werden können.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer fundierten Auswertung aktueller deutschsprachiger und internationaler Fachliteratur und empirischer Studien wie dem SEASA-Projekt und PISA basiert.

Welche Theorien bilden das Gerüst des Hauptteils?

Im Hauptteil werden diverse Ansätze wie das Modelllernen nach Bandura, die Theorie der differentiellen Assoziation, die Kontrolltheorie, der sozialökologische Ansatz, die Anomietheorie, Subkulturtheorien sowie der Labeling Approach kritisch auf ihre Anwendbarkeit auf Schulabsentismus geprüft.

Was sind die wesentlichen Charakteristika der Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch eine interdisziplinäre Sichtweise aus, die pädagogische Erfahrungen mit soziologischen und psychologischen Theorien verknüpft, um die multikausale Entstehung von schulvermeidendem Verhalten zu erklären.

Wie unterscheidet sich die individuelle von der institutionellen Defizittheorie laut dem Text?

Die individuelle Defizittheorie fokussiert auf persönliche Eigenschaften und das Verhalten des Schülers als Ursache (z.B. Lustgewinn/Sensation Seeking), während die institutionelle Defizittheorie nach Möglichkeiten sucht, wie die Schule selbst durch ihre Struktur und "Haltekraft" das Absentismusrisiko minimieren kann.

Warum wird Cyberbullying gesondert thematisiert?

Cyberbullying unterscheidet sich durch seine Allgegenwärtigkeit (kein Schutzraum), die Anonymität der Täter und die technologische Verbreitungsgeschwindigkeit grundlegend vom traditionellen Bullying, weshalb es eine eigenständige Herausforderung für Prävention und Intervention darstellt.

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Details

Title
Schulabsentismus, Peerbeziehungen und Bullying. Analyse und Zusammenhänge im schulischen Kontext
College
Martin Luther University  (Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung)
Grade
2,5
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
73
Catalog Number
V1399966
ISBN (eBook)
9783346948076
ISBN (Book)
9783346948083
Language
German
Tags
Schulabsentismus Schulverweigerung Schulphobie Schulangst Dropouts Peers Bullying Mobbing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Schulabsentismus, Peerbeziehungen und Bullying. Analyse und Zusammenhänge im schulischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1399966
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