Diese Arbeit untersucht die politischen Strategien von König Heinrich I. und analysiert speziell seine Beziehungen zu verschiedenen Fürstentümern durch "amicitiae" (Freundschaftsbündnisse). Der Fokus liegt auf der Überprüfung des Bonner Vertrags von 921, den Heinrich I. mit dem westfränkischen König Karl dem Einfältigen abschloss, und wie treu Heinrich I. diesen Vertrag und andere solcher Bündnisse umgesetzt hat.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Vertrag von Bonn
- Die Königserhebung Heinrich I.
- Amicitia mit anderen Fürstentümern
- Übereinstimmungen der tatsächlichen Herangehensweisen und hat sich Heinrich I. an die vertraglichen Bestimmungen gehalten?
- Zusammenfassung
- Quellenverzeichnis
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht, inwiefern Heinrich I. die im Bonner Vertrag von 921 mit dem westfränkischen König Karl dem Einfältigen geschlossenen Bündnisse einhielt und ob seine Herrschaft von amicitae geprägt war. Sie analysiert den Bonner Vertrag als zentrale Quelle für die amicitia zwischen den beiden Königen und betrachtet weitere Bündnisse zwischen Heinrich I. und anderen Fürstentümern, um die Rolle der amicitia in seiner Politik zu verstehen.
- Der Bonner Vertrag von 921 als Beispiel für amicitia zwischen Heinrich I. und Karl dem Einfältigen
- Die Bedeutung von amicitae für die Herrschaftspolitik Heinrichs I.
- Die Einhaltung der vertraglichen Bestimmungen durch Heinrich I.
- Die Rolle der Quellenlage für die Untersuchung der Regierungszeit Heinrichs I.
- Die politischen Beziehungen Heinrichs I. zu anderen Fürstentümern und zum westfränkischen Reich
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Leitfrage der Arbeit vor und erklärt den Fokus auf den Bonner Vertrag als Schlüsselfaktor für die Analyse von Heinrichs I. Herrschaftspolitik. Das Kapitel 2.1 beschäftigt sich mit dem Bonner Vertrag von 921, analysiert dessen Inhalte und die Bedeutung der amicitia als Bündnisform. Die Untersuchung der Frage, ob Heinrich I. seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt hat und ob er das politische Konzept eines Freundschaftskönigs umsetzte, findet in Kapitel 2.3 statt. Hierbei wird die Rolle der Quellenlage und die Verwendung historiographischer Schriften wie der Sachsen-geschichte von Widukind von Corvey beleuchtet.
Schlüsselwörter
Heinrich I., Bonner Vertrag, Amicitia, Freundschaftskönig, Bündnisse, Ostfranken, Westfranken, Karl der Einfältige, Herrschaft, Politik, Quellenlage, Historiographie, Sachsen-geschichte, Widukind von Corvey.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Bonner Vertrag von 921?
Ein Freundschaftsbündnis ('amicitia') zwischen dem ostfränkischen König Heinrich I. und dem westfränkischen König Karl dem Einfältigen zur gegenseitigen Anerkennung und Friedenssicherung.
Was bedeutet der Begriff 'amicitia' in der mittelalterlichen Politik?
Es handelt sich um ein formales politisches Freundschaftsbündnis, das über rein rechtliche Verträge hinausging und eine moralische Verpflichtung zur Treue beinhaltete.
Hat Heinrich I. den Bonner Vertrag treu eingehalten?
Die Arbeit analysiert kritisch, inwieweit Heinrich I. trotz des Vertrages seine eigenen Machtinteressen im westfränkischen Reich verfolgte.
Warum wird Heinrich I. oft als 'Freundschaftskönig' bezeichnet?
Weil er seine Herrschaft stark auf Bündnisse und Konsens mit den Großen des Reiches sowie anderen Herrschern stützte, statt nur auf Gewalt zu setzen.
Welche Quellen berichten über Heinrich I.?
Eine zentrale Quelle ist die Sachsengeschichte von Widukind von Corvey, die Heinrichs Regierungszeit aus zeitgenössischer Sicht beschreibt.
- Citar trabajo
- Hayat Chargui (Autor), 2022, Heinrich I. und die Macht der "Amicitiae". Eine Analyse des Bonner Vertrags von 921, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1403302