Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Environmental Policy

Die Bedeutung internationaler Regime am Beispiel des Klimaschutzregimes

In wie weit ist das internationale Klimaschutzregime als ein Erfolg zu werten, bei der Bewältigung des Problems der globalen Klimaerwärmung?

Title: Die Bedeutung internationaler Regime am Beispiel des Klimaschutzregimes

Term Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B.A. Alexander Schabowski (Author)

Politics - Environmental Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der anthropogene Treibhauseffekt, als globales Umweltproblem, destabilisiert das Weltklima. Zunehmende ökologisch-ökonomische Interdependenzen, die Komplexität physikalisch-chemischer Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, die Langfristigkeit und Ubiquität der Wirkungen und die wahrscheinliche Irreversibilität von Umweltschädigungen machen die Problembewältigung dringend notwendig. Bei hoher Akteuranzahl kann dies nur noch im Rahmen von internationaler Kooperation sinnvoll und nachhaltig geschehen. Die anarchische Struktur des internationalen Systems macht eine dauerhafte Kooperation von Nationalstaaten jedoch unwahrscheinlich. Welche Institutionen und Instrumentarien sind also geeignet Staaten anzuhalten Umweltbelastungen dauerhaft zu reduzieren?
Eine Alternative bieten internationale Regime, die das Verhalten der Regime-Akteure binden und an Kriterien einer „kollektiven Rationalität“ orientieren. Am Beispiel des Klimaschutzregimes soll die Entstehung und Funktion dieser Form der internationalen Zusammenarbeit beleuchtet werden. Hierbei wird untersucht, in wie weit ein Regime geeignet ist, das Problem der Klimaerwärmung durch THG nachhaltig zu bearbeiten.
Ausgangspunkt und theoretischer Rahmen der Arbeit bildet die Regimetheorie als Erklärungsansatz für internationale Kooperationen. Entlang der daraus gewonnenen Elemente soll die Entwicklung und Funktion von internationalen Umweltregimen erläutert werden. Im Folgenden soll die Entwicklung und Funktionsweise des internationalen Klimaregimes nachgezeichnet werden, mit besonderem Augenmerk auf die Verhandlungen zur Klimarahmenkonvention, sowie auf das Kyoto-Protokoll als wesentlichen Meilensteinen der Entwicklung. Das vorletzte Kapitel skizziert in Umrissen den Post-Koyoto-Prozess um das bis dato gezeichnete Bild der Umsetzungsfortschritte zu aktualisieren. Während sich die theoretische Analyse im zweiten Kapitel hauptsächlich auf wissenschaftliche Literatur stützt, konzentriert sich die Betrachtung im dritten Kapitel wegen des aktuellen Charakters auf Medienberichte und Veröffentlichungen involvierter Akteure und Gremien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Regimetheorie als Theorie der internationalen Beziehungen

2.1 Entwicklung und Struktur von Regimen

2.2 Die Entwicklung und Struktur von Umweltregimen

3 Das internationale Klimaregime

3.1 Entstehungszusammenhänge

3.2 Die Klimarahmenkonvention (1992)

3.3 Das Kyoto-Protokoll (1997)

3.3 Die Post-Kyoto-Entwicklung

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit internationaler Regime bei der Bewältigung globaler Umweltprobleme am Beispiel des Klimaschutzregimes. Dabei wird analysiert, inwieweit das bestehende internationale System in der Lage ist, durch Kooperation und verbindliche Regelwerke das Problem der globalen Klimaerwärmung nachhaltig zu adressieren.

  • Grundlagen der Regimetheorie in den internationalen Beziehungen
  • Strukturelle Merkmale und Entwicklungsprozesse von Umweltregimen
  • Die Entstehungsgeschichte und Funktionsweise des internationalen Klimaregimes
  • Analyse des Beitrags von Klimarahmenkonvention und Kyoto-Protokoll zur Emissionsreduktion
  • Bewertung des Erfolgs des Klimaregimes angesichts der globalen Erwärmung

Auszug aus dem Buch

3.1 Entstehungszusammenhänge

Eines der dringendsten globalen Probleme, denen sich die internationale Umweltpolitik stellen muss, betrifft die durch Menschen verursachte Klimaerwärmung.28 Die anthropogen emittierten Spurengase stören den Wärmehaushalt der Erde, indem sie teilweise die Wärmerückstrahlung in den Weltraum blockieren und damit einen zusätzlichen Treibhauseffekt bewirken.

Die genauen Auswirkungen werden noch erforscht, jedoch herrscht mittlerweile Konsens darüber, dass die Folgen ohne eine Intervention gravierend ausfallen werden. Zum einen bewirkt der Temperaturanstieg das Abschmelzen der Polkappen und damit ein Anstieg des Meeresspiegels. Zusammen mit der Zunahme von Wirbelstürmen und damit einhergehenden Gefahr von Flutkatastrophen bedrohen sie weltweit die Meeresküsten und damit das Leben von mehr als 30 Prozent (%) der Weltbevölkerung. Einige Staaten, wie zum Beispiel Bangladesh, sind aufgrund ihrer geographischen Lage in ihrer ganzheitlichen Existenz bedroht. Weitere nunmehr als sicher geltende Auswirkungen29 wären die generelle Zunahme von Wetterextremen, Trockenheit und Bodenerosion mit der Folge von permanenten Ernteausfällen.30

Den größten Anteil an der Klimaerwärmung, mit ca. 50 %, trägt das Kohlendioxid bei. Da es als genereller Nebeneffekt wirtschaftlicher Aktivität betrachtet werden kann, korreliert die Ausstoßmenge stark mit dem Bruttosozialprodukt. Somit sind die westlichen Industrienationen Hauptverursacher dieses Problems. Der Anteil der Schwellen- und Entwicklungsländer wird, der ökonomischen Entwicklung der Industrieländer folgend, jedoch stark anwachsen.31

Ein weiteres Problem bei der Suche nach den Verursachern ergibt sich aus dem Umstand, dass bei einigen Gasen die Emission grundsätzlich kontrolliert werden kann, während dies bei anderen nur mittelbar über die Produktion möglich ist. So sind die industriell wenig entwickelten Länder durch ihre agrar-ökonomische Ausrichtung Hauptverursacher der klimaschädlichen Methan Emissionen (CH4) und stehen ebenfalls in der Verpflichtung diesen Ausstoß zu reduzieren.32

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das globale Problem der Klimaerwärmung, erläutert die Notwendigkeit internationaler Kooperation und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit auf Basis der Regimetheorie.

2 Die Regimetheorie als Theorie der internationalen Beziehungen: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen internationaler Regime als informelle Gehäuse zur Konfliktregulierung und Lösung von Kooperationsproblemen zwischen Staaten.

2.1 Entwicklung und Struktur von Regimen: Hier werden die Entstehungsbedingungen von Regimen sowie deren definitorische Merkmale und Strukturmerkmale wie Dauerhaftigkeit und Transparenz dargelegt.

2.2 Die Entwicklung und Struktur von Umweltregimen: Das Kapitel beschreibt den typischen Phasenverlauf der Entstehung von Umweltregimen von der Problemformulierung bis zur Implementierung und Erfolgskontrolle.

3 Das internationale Klimaregime: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung und Entwicklung des spezifischen Klimaschutzregimes im Kontext globaler klimapolitischer Herausforderungen.

3.1 Entstehungszusammenhänge: Das Kapitel beleuchtet die ökologischen Hintergründe der Klimaerwärmung sowie die Interessenkonflikte zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern.

3.2 Die Klimarahmenkonvention (1992): Hier werden die Verhandlungen zur UNFCCC sowie die Ziele und die institutionelle Basis der internationalen Klimapolitik analysiert.

3.3 Das Kyoto-Protokoll (1997): Das Kapitel behandelt die Einführung verbindlicher Reduktionsziele sowie die flexiblen Mechanismen wie Emissionshandel und Joint Implementation.

3.3 Die Post-Kyoto-Entwicklung: Es wird der Stand des Ratifizierungsprozesses nach 2002 sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung und die Blockadehaltung wichtiger Akteure untersucht.

4 Zusammenfassung: Abschließend erfolgt eine Bilanzierung des Klimaregimes unter Berücksichtigung der theoretischen Anforderungen und des tatsächlichen Erfolgs bei der globalen Emissionsreduktion.

Schlüsselwörter

Regimetheorie, internationale Kooperation, Klimaschutzregime, UNFCCC, Kyoto-Protokoll, Treibhauseffekt, internationale Beziehungen, Emissionshandel, Industrienationen, Entwicklungsländer, globale Erwärmung, Transaktionskosten, Umweltpolitik, Nachhaltigkeit, Implementierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung internationaler Regime zur Bewältigung globaler Umweltprobleme und fokussiert sich dabei kritisch auf das internationale Klimaschutzregime.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Regimetheorie, der strukturelle Aufbau von Umweltregimen, die Verhandlungsprozesse zur Klimarahmenkonvention sowie die Mechanismen des Kyoto-Protokolls.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit das internationale Klimaschutzregime als erfolgreich bei der Bewältigung der globalen Klimaerwärmung bewertet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der Regimetheorie sowie auf eine fallorientierte Betrachtung, die durch Medienberichte und offizielle Dokumente untermauert wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entstehungsgeschichte des Klimaregimes, die Klimarahmenkonvention von 1992, die konkreten Vorgaben des Kyoto-Protokolls und die anschließende Post-Kyoto-Entwicklung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind internationale Regime, Klimaschutzregime, UNFCCC, Kyoto-Protokoll, Emissionshandel, Kooperationsprobleme und die Rolle der Industrienationen.

Warum war der Ozon-Regime-Ansatz laut dem Autor für das Klimaregime nur bedingt hilfreich?

Der Autor führt an, dass beim Ozon-Regime ein unstrittiger Ursache-Wirkungs-Zusammenhang und ein kleiner Verursacherkreis vorlagen, was beim deutlich komplexeren und kostenträchtigeren Klimaschutz nicht gegeben war.

Welche Rolle spielt die "Blockadehaltung" der USA laut der Analyse?

Die USA fungieren als weltgrößter CO2-Produzent, deren Widerstand gegen verbindliche Reduktionsziele aufgrund befürchteter wirtschaftlicher Kosten als zentrales Hindernis für den Erfolg des Regimes identifiziert wird.

Wie bewertet der Autor den Erfolg des Klimaregimes im Fazit?

Der Autor zieht eine ambivalente Bilanz: Stichtagsorientiert wird das Regime als Misserfolg gewertet, verlaufsorientiert wird jedoch ein positiver Beitrag zur Etablierung eines ersten verbindlichen Regelkonstrukts gesehen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Die Bedeutung internationaler Regime am Beispiel des Klimaschutzregimes
Subtitle
In wie weit ist das internationale Klimaschutzregime als ein Erfolg zu werten, bei der Bewältigung des Problems der globalen Klimaerwärmung?
College
University of Hagen  (Kultur- und Sozialwissenschaften)
Course
Konflikt und Kooperation in den internationalen Beziehungen
Grade
1,0
Author
B.A. Alexander Schabowski (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V140371
ISBN (eBook)
9783640474196
ISBN (Book)
9783640473830
Language
German
Tags
Bedeutung Regime Beispiel Klimaschutzregimes Klimaschutzregime Erfolg Bewältigung Problems Klimaerwärmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Alexander Schabowski (Author), 2008, Die Bedeutung internationaler Regime am Beispiel des Klimaschutzregimes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140371
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint