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Die Erste Intifada und der Friedensprozess von Oslo

Chance für einen dauerhaften Frieden zwischen Israel und Palästina?

Title: Die Erste Intifada und der Friedensprozess von Oslo

Term Paper , 2009 , 10 Pages , Grade: 2

Autor:in: Simone Hembach (Author)

Politics - Region: Near East, Near Orient
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Israelis und Palästinenser leben nebeneinander auf einem Gebiet, das in etwa 2/3 der Fläche der Schweiz umfasst. Beide Völker leben in direkter Nachbarschaft, und dennoch ist die Beziehung zwischen ihnen von einer großen Ungleichheit geprägt. Israel kann aufgrund seiner wirtschaftlichen Stärke und Dominanz in der Region als „Land des Nordens“ betrachtet werden, während die palästinensische Gesellschaft durch ihre schwache Stellung gegenüber der Besatzungsmacht zum „Süden“ gezählt werden kann. Die Dominanz Israels gegenüber den Palästinensern schöpft sich aus u.a. aus der finanziellen Unterstützung vor allem der USA und spiegelt sich nicht nur ökonomisch, sondern mitunter auch auf gesellschaftlicher, sozialer und menschlicher Ebene wider.
Seit der Staatsgründung Israels 1948 und der Besetzung des Westjordanlandes sowie des Gazastreifens kam es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Völkern.
Ich möchte in der folgenden Arbeit versuchen, die ungleiche Beziehung zwischen Israel und Palästina zu untersuchen, wobei ich dazu die Erste Intifada 1987 und den sich anschließenden Oslo-Friedensprozess als Schwerpunktthema genauer betrachten werde. Meine Analyse stützt sich vor allem auf die Werke zweier Autoren: Adel S. Elias, ein in Deutschland lebender Araber mit seinem Werk „Dieser Krieg heißt Frieden. Israel und Palästina – die feindlichen Brüder“ und von Uri Avnery, einem bekannten israelischen Journalisten und Politiker „Zwei Völker, zwei Staaten. Gespräch über Israel und Palästina“.
Ziel und Zweck dieser vergleichenden Buchbesprechung soll sein, die Positionen und Reaktionen der israelischen und palästinensischen Seite im Hinblick auf den Oslo-Friedensprozess darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Israel und Palästina: Ungleiche Beziehungen

2. Kurzer Abriss der Geschichte bis zur Ersten Intifada

3. Die Erste Intifada und ihre Folgen

4. Der Friedensprozess von Oslo

4.1 Kernpunkte des Oslo-Friedensprozesses

4.2. Kritikpunkte der Abkommen

4.3. Bewertung des Friedensprozesses

4.4. Endgültiges Scheitern des Friedensprozesses

5. Schlussbemerkungen

6. Literatur

7. Internetrecherche

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ungleiche Beziehung zwischen Israel und Palästina mit dem Ziel, die Positionen beider Seiten im Kontext der Ersten Intifada und des anschließenden Oslo-Friedensprozesses anhand ausgewählter Literatur vergleichend darzustellen.

  • Analyse der sozioökonomischen Asymmetrie zwischen Israel und Palästina
  • Historische Einordnung der Ersten Intifada als Auslöser für Friedensbemühungen
  • Untersuchung der Kernpunkte und Kritik am Friedensprozess von Oslo
  • Beurteilung der Gründe für das endgültige Scheitern der Friedensbemühungen

Auszug aus dem Buch

3. Die Erste Intifada und ihre Folgen

Das Wort „Intifada“ hat seine Wurzeln im Arabischen und bedeutet in etwa „abschütteln“ oder „sich erheben“ und wurde überraschenderweise schnell in den israelischen Sprachgebrauch übernommen, wodurch die historische Bedeutung, die diesem Ereignis in Israel beigemessen wird, sichtbar wird.

Die Erste Intifada, der Aufstand der Palästinenser in den besetzten Gebieten, wurde durch eine Reihe folgenschwerer Ereignisse ausgelöst: Anfang Dezember 1978 wurde ein israelischer Geschäftsmann von Palästinensern erstochen. Zwei Tage später starben in der Nähe des Ortes Dschebalija vier palästinensische Arbeiter bei einem Zusammenstoß mit einem israelischen LKW, was als Vergeltungsakt interpretiert wurde und den Beginn der Ersten Intifada markierte: Ab diesem Zeitpunkt breitete sich die Intifada von Dschebalija nahe Gaza-Stadt wie ein Lauffeuer im Westjordanland und im Gazastsreifen aus. Steine und Molotow-Cocktails flogen, Reifen brannten, israelische Soldaten gaben scharfe Schüsse ab (vgl. Schreiber 1990: 14ff). Die Todesopfer stiegen in den folgenden Wochen vor allem auf palästinensischer Seite an. War am Anfang von „Unruhen“ in israelischen Medien die Rede, wurde doch bald klar, dass die Situation eskaliert war und massiver Widerstand gegen die Besatzungsmacht zu erwarten war (vgl. ebd.). Israelische Produkte wurden boykottiert, Steuern und Abgaben verweigert, Flugblätter verteilt, etc.... Die Intifada ließ sich nicht mehr stoppen, eine politische Lösung musste her.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Israel und Palästina: Ungleiche Beziehungen: Dieses Kapitel thematisiert die bestehende wirtschaftliche und soziale Asymmetrie zwischen der Besatzungsmacht Israel und der palästinensischen Gesellschaft.

2. Kurzer Abriss der Geschichte bis zur Ersten Intifada: Hier werden die historischen Ursprünge des Konflikts, beginnend bei der zionistischen Bewegung und der Gründung Israels 1948, skizziert.

3. Die Erste Intifada und ihre Folgen: Dieses Kapitel erläutert den Ausbruch und die Eskalation des palästinensischen Aufstands Ende der 1980er Jahre als Reaktion auf die Besatzung.

4. Der Friedensprozess von Oslo: Dieser Abschnitt analysiert die verschiedenen Abkommen zwischen Rabin und Arafat sowie deren Kernpunkte und Kritikpunkte.

4.1 Kernpunkte des Oslo-Friedensprozesses: Zusammenfassung der vereinbarten Ziele wie Selbstverwaltung und Rückzug aus bestimmten Gebieten.

4.2. Kritikpunkte der Abkommen: Diskussion über die mangelnde Festlegung des Endziels und die konträren Erwartungen beider Seiten.

4.3. Bewertung des Friedensprozesses: Darstellung der Wahrnehmung des Friedensprozesses in der israelischen und palästinensischen Bevölkerung.

4.4. Endgültiges Scheitern des Friedensprozesses: Analyse der Stagnation und der Ereignisse, die zur Zweiten Intifada und zum Abbruch der Verhandlungen führten.

5. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Betrachtung der "Vernunftehe" von Oslo und das Fazit der Autoren über die Notwendigkeit eines echten Dialogs.

6. Literatur: Auflistung der für die Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

7. Internetrecherche: Nachweis der ergänzend herangezogenen Online-Ressourcen.

Schlüsselwörter

Israel, Palästina, Erste Intifada, Oslo-Friedensprozess, Nahostkonflikt, Besatzung, Yassir Arafat, Jitzhak Rabin, Selbstverwaltung, Friedensverhandlungen, Westjordanland, Gazastreifen, Zionismus, Zweite Intifada, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Proseminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den ungleichen Machtverhältnissen zwischen Israel und Palästina und analysiert, inwieweit die Erste Intifada und der Friedensprozess von Oslo eine Chance für dauerhaften Frieden darstellten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung des Konflikts, der Aufstand der Palästinenser (Intifada) sowie die verschiedenen Phasen und das letztliche Scheitern der Oslo-Abkommen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist eine vergleichende Buchbesprechung, die die unterschiedlichen Positionen und Reaktionen der israelischen und palästinensischen Seite auf den Oslo-Friedensprozess beleuchtet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse, insbesondere auf die Werke von Adel S. Elias und Uri Avnery, um die Perspektiven beider Konfliktparteien kritisch gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss, die Darstellung der Intifada als Auslöser für Verhandlungen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Oslo-Abkommen, deren Kritik und ihrem Scheitern.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Israel-Palästina-Konflikt, Oslo-Prozess, Intifada, Friedensbemühungen, politische Asymmetrie und Scheitern von Verhandlungslösungen.

Warum wird der Friedensprozess von Oslo im Text als "Vernunftehe" bezeichnet?

Der Begriff verdeutlicht, dass es sich nicht um eine durch gegenseitige Zuneigung oder tiefes Vertrauen getragene Einigung handelte, sondern um eine pragmatische, aber letztlich unbefriedigende politische Zwecklösung.

Welchen Einfluss hatte der Regierungswechsel in Israel auf den Friedensprozess?

Die Wahl von Benjamin Netanjahu im Jahr 1996 führte laut der Arbeit zu einer endgültigen Stagnation des Prozesses, da der im Abkommen festgeschriebene Truppenabzug verzögert und der Status Quo durch Siedlungsausbau verändert wurde.

Welche Rolle spielten radikale Kräfte laut der Analyse?

Adel S. Elias sieht in extremistischen Kräften auf beiden Seiten ein Haupthindernis, da diese einen echten Dialog und eine Annäherung, die für einen dauerhaften Frieden notwendig wären, aktiv behindern.

Wie bewertet Uri Avnery den Oslo-Prozess im Rückblick?

Avnery sah in den Abkommen zwar nicht die ideale Lösung, aber eine notwendige Grundlage für den Beginn eines Dialogs, der für eine friedliche Zukunft zwischen den Völkern unerlässlich sei.

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Details

Title
Die Erste Intifada und der Friedensprozess von Oslo
Subtitle
Chance für einen dauerhaften Frieden zwischen Israel und Palästina?
College
Vienna University of Economics and Business
Grade
2
Author
Simone Hembach (Author)
Publication Year
2009
Pages
10
Catalog Number
V141026
ISBN (eBook)
9783640484140
ISBN (Book)
9783640484300
Language
German
Tags
Erste Intifada Friedensprozess Oslo Chance Frieden Israel Palästina
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Hembach (Author), 2009, Die Erste Intifada und der Friedensprozess von Oslo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141026
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