Partizipation ist grundlegende Voraussetzung für gelingende und nachhaltige sozialräumliche Entwicklungsprozesse.
Im Rahmen der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit ist auf diesem Hintergrund ein Partizipationskonzept für ein Projekt im Rahmen bilateraler Entwicklungszusammenarbeit entwickelt worden.
Hierbei wurden die rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen der Partizipation ebenso berücksichtigt, wie die partizipationsorientierte Projektorganisation und spezifische Formen, Verfahren und Intensitäten der Partizipation.
Inhaltsverzeichnis
1. Projektbezeichnung
2. Arbeitsfeld
3. Projektgebiet
4. Projektziele
5. Laufzeit
6. Durchführungsorganisation
7. Partnerorganisationen
8. Finanzierung
9. Partizipation und vertragliche (organisationsspezifische) Rahmenbedingungen
10. Partizipation und gesellschaftliche Rahmenbedingungen
11. Partizipativer Forschungsansatz und theoretische Grundlage
12. Partizipationsorientierte Projektorganisation
13. Projektphasen der Partizipation
14. Formen, Verfahren und Intensitäten der Partizipation
15. Prozess der Partizipation
16. Partizipative Phase 1: Projektimplementierung
17. Partizipative Phase 2: Datenerhebung und Beteiligungsanalyse
18. Partizipative Phase 3: Umsetzung
19. Partizipative Phase 4: Evaluierung
20. Projektende
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit entwickelt ein strukturiertes Partizipationskonzept für ein bilaterales Entwicklungsprojekt in Rumänien mit dem Ziel, eine nachhaltige und umweltgerechte Landnutzung durch die Einbindung der lokalen Bevölkerung zu fördern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die methodische Umsetzung partizipativer Forschung unter Berücksichtigung der spezifischen politischen, soziokulturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Transformationslandes.
- Entwicklung eines partizipativen, transdisziplinären Forschungsansatzes
- Anwendung von Beteiligungs- und Stakeholder-Analysen
- Implementierung von partizipativen Methoden wie "Planning for Real"
- Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit und des Wissenstransfers
- Strukturierung von Projektphasen und Leitprojekten
Auszug aus dem Buch
15. Prozess der Partizipation:
Der partizipative Projektprozess soll sich im Wesentlichen am Systems Engineering, einem methodischen, interdisziplinären Ansatz der Aktionsforschung zur strategischen Entwicklung bedürfnisorientierter Problemlösungen orientieren. Gemäß dieser Methode legt das wissenschaftliche Kernteam im Rahmen des gesamten Projektverlaufes immer wieder Zielsetzungen, methodische Vorgehensweisen und Abläufe der jeweiligen, zur Anwendung kommenden, partizipativen Verfahren fest, nimmt jeweils nach Durchführung mit den Betroffenen, lokalen und regionalen Akteuren eine Evaluierung vor, analysiert die Ergebnisse im Anschluss und integriert die neu gewonnen Erkenntnisse in den weiteren, partizipativen Managementzyklus.
„Analysieren“, „Planen“, „Implementieren“ und „Evaluieren“ stellen somit zentrale, sich wiederholende Arbeitsschritte eines Teams aus Wissenschaftlern und Vertretern der Praxis dar, die gemeinsam Wissen generieren, indem sie eng zusammen arbeiten, hierdurch Handlungswissen und Theoriewissen miteinander verbinden, bedürfnisorientiert weiterentwickeln, um, durch Aufbau von Methodenkompetenz auf Forscherseite und Entwicklung von selbstbestimmtem Handeln auf Praktikerseite, Projektziele gemeinsam zu erreichen (Wikipedia 2008: Systems Engineering; Freyer 2004: S.36f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Projektbezeichnung: Benennt das fiktive Projekt „Kargis*“ in Balance“.
2. Arbeitsfeld: Definiert den Bereich der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit zur ländlichen Regionalentwicklung.
3. Projektgebiet: Beschreibt das Dorf „Karg“ in Rumänien mit seinen geografischen und demografischen Daten.
4. Projektziele: Umreißt die Erarbeitung eines Landnutzungskonzepts und die Förderung interkultureller Forschung.
5. Laufzeit: Legt eine geplante Projektdauer von drei Jahren fest.
6. Durchführungsorganisation: Stellt den Verein Regenbogen e.V. als federführende NGO vor.
7. Partnerorganisationen: Erwähnt die Unterstützung durch zwei lokale rumänische Partnerorganisationen.
8. Finanzierung: Skizziert die hälftige Aufteilung zwischen EU-Fördermitteln und Vereinsspenden.
9. Partizipation und vertragliche (organisationsspezifische) Rahmenbedingungen: Listet relevante internationale Abkommen wie die Agenda 21 und die Aarhus-Konvention auf.
10. Partizipation und gesellschaftliche Rahmenbedingungen: Analysiert den Wandel in Rumänien und dessen Einfluss auf partizipative Gestaltung.
11. Partizipativer Forschungsansatz und theoretische Grundlage: Begründet die Wahl eines transdisziplinären Forschungsansatzes.
12. Partizipationsorientierte Projektorganisation: Beschreibt die Struktur des Kernteams und die Einbindung von Arbeitsgruppen.
13. Projektphasen der Partizipation: Unterteilt das Projekt in vier zeitlich aufeinanderfolgende Implementierungs-, Erhebungs-, Umsetzungs- und Evaluationsphasen.
14. Formen, Verfahren und Intensitäten der Partizipation: Definiert Kriterien zur Auswahl geeigneter Beteiligungsmethoden.
15. Prozess der Partizipation: Erläutert die methodische Orientierung am Systems Engineering für den Projektmanagementzyklus.
16. Partizipative Phase 1: Projektimplementierung: Fokussiert auf Öffentlichkeitsarbeit und den Aufbau eines Projektzentrums.
17. Partizipative Phase 2: Datenerhebung und Beteiligungsanalyse: Beschreibt die Situationsanalyse und den Einsatz von Beteiligungs- und Experteninterviews.
18. Partizipative Phase 3: Umsetzung: Behandelt die Gründung einer Steuerungsgruppe und die Durchführung von Leitprojekten.
19. Partizipative Phase 4: Evaluierung: Erklärt den Einsatz von Selbstevaluationsmethoden nach Abschluss der operativen Phase.
20. Projektende: Zieht ein Fazit über die Bedeutung der gewählten Vorgehensweise für nachhaltige Entwicklungsprozesse.
Schlüsselwörter
Partizipation, Entwicklungszusammenarbeit, Rumänien, Nachhaltigkeit, Landnutzung, Aktionsforschung, Transdisziplinarität, Systems Engineering, Beteiligungsanalyse, Leitprojekte, Stakeholder, Öffentlichkeitsarbeit, Planung, Regionalentwicklung, Transformationsland.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit präsentiert ein Konzept zur partizipativen Entwicklung eines umweltgerechten Landnutzungsmodells in einer ländlichen Region Rumäniens im Kontext der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind partizipative Forschungsmethodik, ländliche Regionalentwicklung, Organisationsentwicklung in Transformationsländern sowie interkultureller Wissenstransfer.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Erarbeitung eines umsetzungsorientierten Konzeptes für eine dauerhaft nachhaltige Landnutzung unter aktiver Einbindung der betroffenen Bevölkerung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein transdisziplinärer Forschungsansatz gewählt, der sich an Methoden der Aktionsforschung und des Systems Engineering orientiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Projektphasen: Implementierung, Datenerhebung, Umsetzung durch Leitprojekte und die abschließende Evaluierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Partizipation, Transdisziplinarität, Stakeholder-Analyse, Nachhaltige Entwicklung und Aktionsforschung.
Welche Rolle spielt der Verein Regenbogen e.V.?
Der Verein agiert als durchführende deutsche NGO, die für die Planung, Koordination und wissenschaftliche Leitung des Projekts „Kargis in Balance“ verantwortlich ist.
Warum wird die Methode „Planning for Real“ im Projekt eingesetzt?
Diese Methode wird eingesetzt, um insbesondere schwer erreichbare Gruppen wie Kinder aktiv am Planungsprozess zu beteiligen und durch Modellbau eine spielerische, anschauliche Form der Problemanalyse zu schaffen.
Wie soll die Beteiligung der lokalen Bevölkerung in Rumänien sichergestellt werden?
Durch die Einrichtung eines Projektzentrums, die Durchführung von Informationsveranstaltungen und die Gründung einer lokalen Steuerungsgruppe (erweiterter Gemeinderat) sollen Vertrauen und Akzeptanz aufgebaut werden.
Was ist die Funktion der „kommunalen Steuerungsgruppe“?
Sie dient als organisatorische Einheit zur Unterstützung bei der Planung, Umsetzung und Evaluierung der Leitprojekte und fungiert als Bindeglied zwischen Wissenschaftlern und lokalen Entscheidungsträgern.
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- Klaudia Gabriele Geisler (Autor), 2008, Partizipationskonzept für ein Projekt im Rahmen bilateraler Entwicklungszusammenarbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141076