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Staatliche und private Ansätze zur Überwindung der aktuellen Finanzkrise

Titre: Staatliche und private Ansätze zur Überwindung der aktuellen Finanzkrise

Mémoire de Maîtrise , 2009 , 50 Pages , Note: 13 Punkte

Autor:in: Dr. Christian Schwießelmann (Auteur)

Organisation et administration - Divers
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Die Magisterarbeit systematisiert die privaten und staatlichen Ansätze zur Überwindung der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, die sich 2007/2008 von einer nationalen Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten zu einer globalen Krise der Finanzmärkte ausgeweitet hat. In einem ersten Schritt werden die möglichen Ursachen der Krise benannt: Fehlanreize in der Geldpolitik maßgeblicher Notenbanken, Intransparenz moderner Kapitalmärkte, Fehler in der Bankenaufsicht, die prekäre Rolle der privaten Rating-Agenturen, Zahlungsbilanzungleichgewichte und ein allgemeiner Vertrauensschwund. Eine Matrix ordnet in einem zweiten Schritt die staatlichen Maßnahmen zur Krisenbewältigung nach der Eingriffsintensität und dem Eingriffszeitpunkt. Im dritten und letzten Schritt werden private Maßnahmen wie Selbstregulierung sowie Reprivatisierung von Haftung und Risiko diskutiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Finanz- und Wirtschaftskrise

2.1 Ursachen

2.2 Verlauf

2.3 Auswirkungen

3. Staatliche Ansätze zur Krisenbewältigung

3.1 Nachsorge: Staatliche Konjunkturpakete und Fiskalpolitik

3.2 Fürsorge: Staatliche Bankenrettungspakete und Geldpolitik

3.3 Vorsorge: Inter-, supra- und nationale Reformpolitik

4. Private Ansätze zur Krisenbewältigung

4.1 Selbstregulierung: Hilfe zur Selbsthilfe im Bankensektor

4.2 Privatisierung: Haftung und Risiko

5. Fazit und Ausblick

5.1 Fazit

5.2 Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Ursachen, den Verlauf und die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007 und untersucht systematisch staatliche sowie private Ansätze zur Krisenbewältigung. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die komplexen Interdependenzen moderner Finanzmärkte zu entwickeln und zu bewerten, inwieweit regulatorische Maßnahmen oder privatwirtschaftliche Selbsthilfe zur langfristigen Stabilisierung beitragen können.

  • Analyse der Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise
  • Untersuchung staatlicher Interventionen (Konjunkturpakete und Rettungsschirme)
  • Diskussion privater Ansätze (Selbstregulierung und Haftungsprinzipien)
  • Vergleich nationaler und internationaler Regulierungsansätze
  • Reflexion über die Rolle der Finanzmarktstabilität und Reformbedarfe

Auszug aus dem Buch

2.1 Ursachen

Die meisten Analytiker neigen dazu, die Ursachenkette der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise in eine längere Periode von geldpolitischen und anreizökonomischen Fehlentwicklungen einzugliedern. Der durchaus umstrittene US-amerikanische Investmentbanker Georg Soros verortet die Krise gar als „culmination of a superboom that has lastet for more than twenty-five years“.13 Wieder andere haben noch längere Zeitabläufe in den Blick genommen, die mit der wohlfahrtsstaatlichen Überexpansion in Europa und der Umsetzung marktliberaler Gegenkonzepte in Großbritannien und den Vereinigten Staaten Ende der 1970er Jahre beginnen.14

In den Veröffentlichungen über die Finanz- und Wirtschaftskrise dominieren polykausale Erklärungsmodelle, die mit einem ganzen Ursachenbündel aufwarten und auf die Komplexität internationaler Finanzbeziehungen abstellen. Ein eindeutiges Markt- oder Staatsversagen ist nicht zu diagnostizieren. Während aus dem ökonomischen Blickwinkel vor allem falsche Anreizstrukturen für den Kollaps im Finanzsektor verantwortlich sind, fehlen aus juristischer Sicht internationale Regulierungsvorschriften bzw. Regulierungsbehören zur Durchsetzung solcher. Als mögliche Hauptursachen gelten:

1. Fehlanreize in der Geldpolitik maßgeblicher Notenbanken: Insbesondere die Niedrig-Zins-Politik der US-Notenbank, die 1913 als ein teils privatwirtschaftliches, teils staatliches Federal Reserve System (FED) gegründet wurde, ist in die Kritik geraten. Anders als die Europäische Zentralbank ist die amerikanische FED stärker mit der US-Regierung verflochten und mehr dem Wachstumsziel als der Preisstabilität verpflichtet. Unter ihrem langjährigen Vorsitzenden Alan Greenspan (1987 bis 2006) hat sie eine „Politik des leichten Geldes“ verfolgt, um der US-Wirtschaft nach der New-Economy-Krise zur Jahrtausendwende neue Wachstumsimpulse zu geben. Die Expansion der Geldmenge erleichterte die Kreditvergabe und führte zur Absenkung der Vergabestandards. Höhere Liquidität stärkte das Konsumverhalten der Amerikaner und nährte den Wunsch nach Immobilienbesitz. Die steigende Nachfrage führte automatisch zu steigenden Immobilienpreisen. Sie waren der Ausgangspunkt für gefährliche Immobilienspekulationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Finanz- und Wirtschaftskrise und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2. Die Finanz- und Wirtschaftskrise: Detaillierte Analyse der Ursachen, des historischen Verlaufs und der weitreichenden Auswirkungen auf die globale Realwirtschaft.

3. Staatliche Ansätze zur Krisenbewältigung: Untersuchung staatlicher Interventionen, unterteilt in Konjunkturpakete (Nachsorge), Bankenrettung (Fürsorge) und Reformpolitik (Vorsorge).

4. Private Ansätze zur Krisenbewältigung: Diskussion der Rolle von Selbstregulierung im Bankensektor und der Bedeutung des Haftungsprinzips sowie der Risikoprivatisierung.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Krisenbewältigungsstrategien und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im globalen Finanzsystem.

Schlüsselwörter

Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Konjunkturpakete, Bankenrettung, Selbstregulierung, Haftungsprinzip, Geldpolitik, Subprime-Krise, Finanzmarktstabilisierung, Eigenkapitalvorschriften, Rating-Agenturen, Weltwirtschaft, Staatsverschuldung, Systemrisiko, Regulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Hintergründen der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 und bewertet die staatlichen sowie privatwirtschaftlichen Strategien, die zur deren Bewältigung eingesetzt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Ursachenforschung der Krise, die Rolle staatlicher Eingriffe, internationale Regulierungsvorschriften und die Eigenverantwortung der Akteure im Bankensektor.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine systematische Einordnung der verschiedenen Krisenbewältigungsansätze, um deren Wirksamkeit und die Notwendigkeit von Reformen für zukünftige Stabilität zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einem klassischen Dreischritt: Analyse der Ursachen und Auswirkungen, deskriptive Darstellung der Gegenmaßnahmen und schließlich eine zusammenfassende Bewertung samt Ausblick.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in staatliche Maßnahmen (nach Eingriffszeitpunkt) sowie private Ansätze (Selbstregulierung und Haftungsfragen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Finanzkrise, Konjunkturpakete, Bankenrettung, Eigenkapitalvorschriften und Haftungsprinzip stehen im Zentrum der Untersuchung.

Warum spielt das Konzept von "too big to fail" eine so wichtige Rolle?

Es beschreibt das Dilemma, dass große Institute vom Staat gestützt werden müssen, um systemische Dominoeffekte zu vermeiden, was jedoch zu moralischem Fehlverhalten ("Moral Hazard") führen kann.

Wie unterscheidet sich die deutsche Bankenaufsicht von internationalen Ansätzen?

Die Arbeit thematisiert hierbei insbesondere die Doppelstrukturen zwischen BaFin und Bundesbank sowie die Diskussion um Kompetenzbündelungen zur effizienteren Überwachung.

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Résumé des informations

Titre
Staatliche und private Ansätze zur Überwindung der aktuellen Finanzkrise
Université
German University of Administrative Sciences Speyer  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, nationale und internationale Wirtschaftspolitik)
Note
13 Punkte
Auteur
Dr. Christian Schwießelmann (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
50
N° de catalogue
V141601
ISBN (ebook)
9783640559305
ISBN (Livre)
9783640559046
Langue
allemand
mots-clé
Finanzkrise Wirtschaftskrise Krisenbewältigung Krisenüberwindung Thema Finanzkrise
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. Christian Schwießelmann (Auteur), 2009, Staatliche und private Ansätze zur Überwindung der aktuellen Finanzkrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141601
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