Der Begriff Infrastruktur setzt sich aus dem lateinischen Wort „infra“ , was soviel
wie „unten“, „unterhalb“, „darunter“ und dem Wort „strucuts“, übersetzt „(er)bauen“,
„errichten“, zusammen. Semantisch betrachtet ist diese „die Gesamtheit der
materiellen, institutionellen und personellen Gegebenheiten, die der arbeitsteiligen
Wirstchaft (Unternehmen, Haushaltungen, Behörden) zur Verfügung stehen.“
(NUHN, HESSE (2006): S.20)
Das Land Slowenien, über dessen Infrastruktur im Verlauf der Arbeitet berichtet
wird, ist seit dem 25. Juni 1991 eine parlamentarische Republik und EU-Mitglied
seit dem 1. Mai 2004. Mit einer Fläche von 20.273 km2 ist Slowenien etwa so groß
wie das deutsche Bundesland Sachsen-Anhalt (20.447 km2). Es ist somit ein sehr
kleines Land. So befinden sich etwa Flugzeuge, die auf der Flugroute „Upper Blue
Five“ von Frankfurt oder München nach Istanbul, Sydney oder anderen Städten
Slowenien überqueren, im Durchschnitt 3,75 Minuten im Flugraum des Landes.
Der Umfang Sloweniens beträgt nur 3,7 % des Umfangs von Frankreich, dem
größten Flächenstaat der EU, ist aber um das achtfache größer als Luxemburgs,
dem reichsten EU-Mitglied. Die Länge der Staatsgrenzen beträgt 1.370 km, wobei
318 km davon im Norden an Österreich grenzen, 102 km an Ungarn im Osten,
670 km an Kroatien im Süden und 280 km an Italien im Westen. Im Osten grenzt
Slowenien mit einer Meeresküstenlänge von 46,6 km an die Adria. Die größten
slowenischen Städte sind Ljubljana, die Landeshauptstadt mit 260.000
Einwohnern, Maribor, Celje und Kranj. Slowenien an sich hatte im Dezember 2006
eine Einwohnerzahl von 2.010.377, was einer Besiedlungsdichte von 99,1
Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht (vgl. KOMMUNIKATIONSAMT DER
REGIERUNG DER REPUBLIK SLOWENIEN (2007): S.8). In der folgenden Abbildung 1
wird ein Überblick über die oben beschriebene Topographie gegeben: [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Begriffsdefinitionen und Fakten über Slowenien
2. Sloweniens Weg in die EU
3. Infrastruktur Sloweniens
3.1 Energieversorgung
3.2 Verkehr
3.2.1 Schieneninfrastruktur
3.2.2 Luftverkehrsinfrastruktur
3.2.3 Straßeninfrastruktur
3.2.4 Maut
3.2.5 Modal Split
3.3 ehemalige und geplante Infrastrukturkonzepte
3.3.1 Infrastrukturausbau durch nationale Mittel
3.3.1.1 Finanzierung
3.3.1.2 Konzepte
3.3.2 Infrastrukturausbau durch Mittel der EU
3.3.2.1 Finanzierung
3.3.2.2 Konzepte
4. Infrastruktur als Werkzeug des internationalen Wettbewerbs
5. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand der Infrastrukturentwicklung in Slowenien unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen sowie der Bedeutung infrastruktureller Projekte für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes im europäischen Kontext.
- Energieversorgung und Importabhängigkeit Sloweniens
- Verkehrsinfrastruktur (Schiene, Luftverkehr, Straße)
- Finanzierungsmodelle nationaler und EU-geförderter Infrastrukturprojekte
- Slowenien als Logistikdrehkreuz im internationalen Wettbewerb
Auszug aus dem Buch
3.2.4 Maut
Sloweniens Autobahnen sind mautpflichtig, wobei die Höhe der Abgaben mit der dem Gewicht des Fahrzeugs steigt. So unterscheidet man zwischen zwei Arten der Mauterhebung:
• Zeitbasierende Maut: Vignettensystem für Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 3.500 kg
• Distanzbasierende Maut: offenes und geschlossenes Mautsystem für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3.500 kg
Beim Vignettensystem wird, was den zu zahlenden Preis angeht, unterschieden zwischen PKWs und Motorrädern. In der folgenden Tabelle 4 sind die unterschiedlichen Vignettenarten und deren Preis aufgezeigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begriffsdefinitionen und Fakten über Slowenien: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Infrastrukturbegriffs sowie eine geografische und wirtschaftliche Vorstellung des Landes.
2. Sloweniens Weg in die EU: Das Kapitel beschreibt die politische und wirtschaftliche Transformation Sloweniens von 1990 bis zum EU-Beitritt 2004.
3. Infrastruktur Sloweniens: Eine detaillierte Analyse der Energieversorgung, der verschiedenen Verkehrsträger sowie der nationalen und EU-geförderten Infrastrukturkonzepte.
4. Infrastruktur als Werkzeug des internationalen Wettbewerbs: Die Arbeit erläutert, wie Slowenien seine Infrastruktur strategisch nutzt, um die Wettbewerbsposition im europäischen Transitverkehr zu stärken.
5. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Schlüsselwörter
Slowenien, Infrastruktur, Verkehrspolitik, EU-Beitritt, Energieversorgung, Autobahnbau, Schienennetz, Logistik, Wettbewerbsfähigkeit, Maut, TEN-T, Kohäsionsfonds, Modal Split, Wirtschaftsentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beleuchtet den Entwicklungsstand und die strategische Planung der Infrastruktur in Slowenien im Kontext der europäischen Integration.
Welche Themenfelder sind zentral?
Die Schwerpunkte liegen auf Energieversorgung, Verkehrsinfrastruktur, Finanzierungsstrategien und der Bedeutung der Infrastruktur für den internationalen Wettbewerb.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den infrastrukturellen Status quo Sloweniens aufzuzeigen und zu analysieren, wie das Land seine Lage als Transitland strategisch für wirtschaftliche Vorteile nutzt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Es handelt sich um eine deskriptive geographische Analyse unter Auswertung statistischer Daten und Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Energieabhängigkeit, verschiedene Verkehrsinfrastrukturen, Mautsysteme sowie den Ausbau durch nationale Mittel und EU-Fördermittel.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Infrastrukturentwicklung, Verkehrskorridore, EU-Finanzierung und Logistikdrehkreuz charakterisiert.
Wie ist die Situation der Energieversorgung?
Slowenien ist stark von Energieimporten abhängig, nutzt jedoch im Bereich der Stromerzeugung das Kernkraftwerk Krsko und zunehmend erneuerbare Energien wie Wasserkraft.
Wie beeinflusst Infrastruktur den Wettbewerb mit Kroatien?
Slowenien priorisiert den Ausbau der eigenen Korridore, um eine attraktive Logistikdrehscheibe zu bleiben, was teilweise die Wettbewerbsposition kroatischer Häfen beeinflusst.
Welche Rolle spielt das NMPC-Programm?
Das National Motorway Construction Programme ist ein zentrales Instrument zur systematischen Entwicklung und Finanzierung des slowenischen Autobahnnetzes.
Was ist die Bedeutung des Karawankentunnels?
Der Karawankentunnel stellt ein zentrales Nadelöhr im internationalen Verkehr dar und unterliegt speziellen Mautregelungen.
- Citar trabajo
- Ramona Orth (Autor), 2009, Slowenien – Stand und Konzepte der Infrastrukturentwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141775