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Der "Ordo Decurionum"

Titre: Der "Ordo Decurionum"

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 18 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Joana Metzner (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Städtewesen sollte Gebiete und Menschen in das römische Leben
integrieren und zwar auf politischer, sozialer und wirtschaftlicher Ebene. Somit konnten ungünstige Faktoren aufgelockert und sogar beseitigt werden. Dafür wurden Ämter geschaffen, denn mit diesen waren nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte und finanzielle Anreize verbunden, welche das Leben außerhalb Roms sonst nicht geboten hätte.2
Wichtig hierbei war jedoch, dass den Städten ein gewisses Maß an libertas, an innenpolitischer Selbständigkeit, verliehen wurde. Zwar waren die Städte des Römischen Imperiums der Stadt Rom nachempfunden, doch im Einzelnen verfügten sie über eine Verwaltung, welche der jeweiligen Stadt entsprach.
Aus diesem Grund wurde die Administration auch nur da neu aufgebaut, wo sie noch nicht vorhanden war. Die Selbstverwaltung der Städte sollte so von statten gehen, dass sie dem Reich diente. Erst in der Spätantike kam es verstärkt zu eingriffen in die Autonomie der Städte und das vor allem durch die Institutionen des curators und defensors.3
[...]
1 Rupprecht, G.: Untersuchungen zum Dekurionenstand in den Nordwestlichen Provinzen des römischen Reiches, 1975, S. 33.
2 Vgl. Ebd. S.39.
3 Rupprecht, G.: Untersuchungen zum Dekurionenstand in den Nordwestlichen Provinzen des römischen Reiches, 1975, S. 41.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der ordo decurionum in der hohen Kaiserzeit

2.1 Soziale Struktur und Herkunft

2.1.1 Qualifikation zum Dekurionenamt

2.1.2 Rechtliche Grundlagen

2.1.3 Ämter und Zuständigkeiten

3 Wandel in der späten Kaiserzeit: von der Selbstbestimmung zur Zwangsverpflichtung des Dekurionenstandes

3.1 Ämter der Dekurionen

3.2 Munera und Steueraufkommen

3.3 curator rei publicae und der defensor

4 Plinius der Jüngere – exemplarisches Beispiel für den rechtlichen Wandel im Dekurionenrat

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den sozio-politischen Wandel des Dekurionenstandes im Römischen Reich von der hohen Kaiserzeit bis zur Spätantike, wobei insbesondere die Transformation von einer autonomen städtischen Elite hin zu einer zwangsverpflichteten Verwaltungsschicht unter staatlicher Kontrolle analysiert wird.

  • Struktur und Qualifikationsvoraussetzungen des ordo decurionum.
  • Die Entwicklung der städtischen Ämter und deren rechtliche Rahmenbedingungen.
  • Der Übergang von der freiwilligen Selbstverwaltung zur Zwangsrekrutierung.
  • Die Auswirkungen kaiserlicher Eingriffe durch Institutionen wie den curator und den defensor.
  • Die Fallstudie des Plinius der Jüngere als Spiegelbild des administrativen Wandels.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Qualifikation zum Dekurionenamt

Um überhaupt Dekurione werden zu können, mussten einige Grundvoraussetzungen erfüllt gewesen sein.

Man musste als Vorraussetzung das Bürgerrecht der jeweiligen Gemeinde mitbringen, hinzu kam, dass derjenige, der sich für das Amt qualifizieren wollte, im Besitz der vollen Ehrenbürgerrechte sein und über ein Vermögen von ungefähr 100000 Sesterzen verfügen musste. Der Grund weswegen ein solch hohes Vermögen von Nöten war, wurde schon weiter oben geschildert.

Des Weiteren musste man, wie zuvor schon erwähnt und deutlich am Album von Canusium gemacht, vor der Wahl in das Dekurionenamt die Magistratur bekleidet haben. Weiterhin musste man von Geburt an freier Bürger sein, einen guten Leumund genießen und in etwa 25-30 Jahre alt sein. Was das Alter betraf, so gab es bis in die Spätantike immer wieder verschiedene Regeln, so dass hier keine Einheitliche Aussage gemacht werden kann. Zu guter Letzt durfte man keinem unehrenhaften Gewerbe nachgegangen sein und nachgehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den ordo decurionum als lokales Führungselement unter staatlicher Aufsicht und formuliert die Forschungsfrage zum Wandel des Dekurionenstandes.

2 Der ordo decurionum in der hohen Kaiserzeit: Dieses Kapitel erläutert die politisch-soziale Rolle der lokalen Führungselite und die strengen Zugangsvoraussetzungen durch Zensus und Vorämter.

2.1 Soziale Struktur und Herkunft: Hier wird die Zusammensetzung des ordo beleuchtet, die durch Heterogenität und den Bedarf an vermögenden Repräsentanten geprägt war.

2.1.1 Qualifikation zum Dekurionenamt: Dieses Kapitel spezifiziert die notwendigen Bedingungen wie Bürgerrecht, Vermögensnachweis, Leumund und Mindestalter.

2.1.2 Rechtliche Grundlagen: Die rechtliche Verankerung des Rats der Dekurionen und die Modalitäten der Wahl sowie Sonderehrungen stehen hier im Fokus.

2.1.3 Ämter und Zuständigkeiten: Das Kapitel beschreibt die Aufgaben der wichtigsten städtischen Magistrate, wie duoviri und aediles, sowie deren Verantwortung für Ordnung und öffentliche Spiele.

3 Wandel in der späten Kaiserzeit: von der Selbstbestimmung zur Zwangsverpflichtung des Dekurionenstandes: Der Übergang von honor zu munus sowie die zunehmende staatliche Zwangsrekrutierung infolge wirtschaftlicher Krisen bilden den Kernpunkt.

3.1 Ämter der Dekurionen: Dieses Kapitel analysiert die Verschiebung der administrativen Hierarchie hin zur Dominanz des curators in der spätantiken Stadtverwaltung.

3.2 Munera und Steueraufkommen: Hier wird die finanzielle Überlastung der Dekurionen durch munera patrimoniorum und die daraus resultierenden Fluchtbewegungen aus dem Stand untersucht.

3.3 curator rei publicae und der defensor: Das Kapitel behandelt die Einführung neuer Kontrollinstanzen und Schutzämter durch die Kaiser zur Sicherung der städtischen Verwaltung.

4 Plinius der Jüngere – exemplarisches Beispiel für den rechtlichen Wandel im Dekurionenrat: Am Beispiel der Provinz Bithyen wird veranschaulicht, wie durch kaiserliche Statthalter die lokale Autonomie schrittweise beschnitten wurde.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz über den Funktionsverlust der städtischen Autonomie und die Umwandlung der Eliten in ausführende Organe des spätantiken Zentralstaates.

Schlüsselwörter

Dekurionenstand, ordo decurionum, Römische Kaiserzeit, Spätantike, Stadtverwaltung, Selbstverwaltung, munera, curator, defensor, Plinius der Jüngere, Zensus, Magistrate, Bürgerrecht, Imperium Romanum, Sozialgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung und Transformation des Dekurionenstandes in römischen Städten von der hohen Kaiserzeit bis zur Spätantike.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der sozialen Struktur des ordo decurionum, den rechtlichen Voraussetzungen für das Amt, der administrativen Entwicklung und dem schleichenden Verlust der städtischen Autonomie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Charakter des Dekurionenstandes von einer selbstbestimmten städtischen Führungselite in eine zwangsverpflichtete Verwaltungsschicht unter staatlicher Regie wandelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung historischer Quellen sowie der Untersuchung von Inschriften und Alben, wie etwa dem Album von Canusium.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der hohen Kaiserzeit, der Analyse des Wandels in der Spätantike sowie einer konkreten Fallstudie zum Statthalter Plinius dem Jüngeren.

Durch welche Schlagworte lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die wesentlichen Begriffe umfassen Dekurionenstand, Autonomie, munera, curator, defensor und den rechtlichen Wandel im Römischen Reich.

Warum war ein hohes Vermögen für den Zugang zum Dekurionat erforderlich?

Da die Ämter unentgeltlich ausgeübt wurden und die Dekurionen öffentliche Bauvorhaben sowie Spiele aus privaten Mitteln finanzieren mussten, war ein beträchtlicher Zensus notwendig.

Was hat es mit der Einführung des "defensor" auf sich?

Der defensor wurde als Beschwerdeinstanz für die Plebs gegen die Übergriffe der Mächtigen eingeführt, verlor jedoch schnell an Unabhängigkeit, da die städtische Elite Einfluss auf dessen Wahl nahm.

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Résumé des informations

Titre
Der "Ordo Decurionum"
Note
2,3
Auteur
Joana Metzner (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
18
N° de catalogue
V141887
ISBN (ebook)
9783640741205
Langue
allemand
mots-clé
Ordo Decurionum
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Joana Metzner (Auteur), 2008, Der "Ordo Decurionum", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141887
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Extrait de  18  pages
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