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Die kognitive Aktivierung in Präsenz- und Distanzunterricht. Eine vergleichende Analyse

Title: Die kognitive Aktivierung in Präsenz- und Distanzunterricht. Eine vergleichende Analyse

Bachelor Thesis , 2023 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Max Kilburg (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Ziel der Arbeit wird es sein, zu ermitteln, inwiefern sich die kognitive Aktivierung im Präsenzunterricht mit der kognitiven Aktivierung im Distanzunterricht vergleichen lässt.

Die Videoanalyse von Präsenz- und Distanzunterricht bildet die Grundlage für diese Arbeit. Dem entsprechend werden die angewandte Methodik sowie die Indikatoren erläutert und auch die Auswahl der Videosequenzen begründet dargelegt. Darauf folgt die Analyse einer Ethikstunde im Präsenzunterricht und einer Religionsstunde im Distanzunterricht anhand der zuvor erläuterten Methodik. Die Arbeit endet mit der Diskussion der erzielten Ergebnisse, einem Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten in diesem Bereich und einem abschließenden Fazit.

Die Coronapandemie hat offengelegt, was eigentlich schon lange bekannt war: Die Digitalisierung des deutschen Schulsystems ist nicht so weit vorangeschritten, wie man es von einer Industrienation wie Deutschland erwarten könnte. Wer deutsche Schulen beispielsweise mit skandinavischen Bildungseinrichtungen verglichen hat, konnte auch schon vor der Pandemie gravierende Rückstände in der Digitalisierung erkennen. Das ganze Ausmaß wurde jedoch erst im Zuge des ersten Lockdowns klar. Der zumeist unerprobte und nicht einheitlich strukturierte Distanzunterricht wies gravierende Mängel in Methodik und digitaler Infrastruktur auf. Welche konkreten Lehren aus der Situation während der Pandemie gezogen werden, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch sicherlich nicht unvernünftig, zukünftig mit vermehrtem Distanzunterricht zu rechnen. Da der klassische Präsenzunterricht in Schulen in den letzten Jahrzehnten häufig anhand von Qualitätsmerkmalen guten Unterrichts überprüft und analysiert wurde, soll die vorliegende Arbeit eben jene Qualitätsmerkmale nutzen, um auch Distanzunterricht zu analysieren und mit Präsenzunterricht zu vergleichen.

Weil es sowohl mehrere Konzepte guten Unterricht als auch verschiedene Basisdimensionen gibt, werden die Basisdimensionen zunächst definiert. Der Schwerpunkt der Analyse erfolgt dann mit Bezug auf die kognitive Aktivierung der Schüler*innen. Zudem wird definiert, was genau unter Distanzunterricht zu verstehen ist und wie sich dieser vom Präsenzunterricht unterscheidet. Distanzunterricht stand in Deutschland vor der Coronapandemie kaum im Vordergrund, weshalb es auch nur verhältnismäßig wenig Forschung auf diesem Gebiet gibt. Die kognitive Aktivierung ist hingegen ein gut erforschtes Feld.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Basisdimensionen guten Unterrichts

2.2 Kognitive Aktivierung als Schwerpunkt

2.3 Distanzunterricht

3. Aktueller Forschungsstand

4. Operationalisierung

4.1 Methodik

4.2 Indikatoren

5. Analyse der Videosequenzen

5.1 Ethikstunde Präsenzunterricht

5.2 Religionsstunde Distanzunterricht

6. Diskussion

6.1 Ziele und Ergebnisse

6.2 Bewertung und Ausblick

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die vergleichende Untersuchung der kognitiven Aktivierung in Präsenz- und Distanzunterricht mittels einer Videoanalyse. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern sich die kognitive Aktivierung in diesen beiden Unterrichtsformen vergleichen lässt.

  • Grundlagen kognitiver Aktivierung und Definitionen von Unterrichtsdimensionen
  • Herausforderungen und Besonderheiten des Distanzunterrichts
  • Methodik der Videoanalyse (niedrig- und hoch-inferente Verfahren)
  • Operationalisierung mittels spezifischer Qualitätsindikatoren
  • Vergleichende Analyse von Unterrichtssequenzen in Ethik (Präsenz) und Religion (Distanz)

Auszug aus dem Buch

Indikator 2: Die Lehrkraft formuliert Aufgabenstellungen problemorientiert und auf einem hohen kognitiven Niveau. (hoch-inferent)

Da dieser Indikator als hoch-inferent eingestuft wird, wird im Folgenden begründet und erläutert, welche Aufgaben der Lehrkraft als problemorientiert und auf hohem kognitiven Niveau bewertet werden. Nachdem die Lehrkraft die Unterrichtsstunde mit einer kurzen Gliederung der Stunde und einer Wiederholung des Wissens vorheriger Stunden begonnen hat, folgt die Erarbeitungsphase. In Form einer Gruppenarbeit – je drei bis fünf Schüler*innen pro Gruppe – sollen die Schüler*innen die Frage „Was sagst du jemandem der sich aus Liebeskummer umbringen will?“ beantworten. Die Lehrkraft verteilt den verschiedenen Gruppen dazu Texte mit Informationen über die fiktive Person, die unter Liebeskummer leidet, aus und stellt eine Audiodatei mit Musik auf den Laptops der Gruppen zur Verfügung. Zudem erklärt sie die genauen Arbeitsschritte. Zunächst soll der Text gelesen werden, dann die Audiodatei angehört werden und danach die Gedanken und Ergebnisse in der Gruppe besprochen und notiert werden. Abschließend sollen die Schüler*innen ihre finale Antwort auf die Frage in Form einer Audiodatei aufnehmen (07:12). Bei der Aufgabe handelt es sich eindeutig um eine problemorientierte Fragestellung. Die Schüler*innen sehen sich mit dem vermutlich für sie unbekannten Problem konfrontiert, einen Menschen vor dessen Suizid retten zu müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung und die Herausforderungen des Distanzunterrichts dar und definiert das Ziel, diesen anhand von Qualitätsmerkmalen mit dem Präsenzunterricht zu vergleichen.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Basisdimensionen guten Unterrichts, konkretisiert das Konzept der kognitiven Aktivierung und erörtert die besonderen Merkmale des Distanzunterrichts.

3. Aktueller Forschungsstand: Hier wird der Forschungsstand zur kognitiven Aktivierung beleuchtet, wobei insbesondere auf das Defizit an konkreter Empirik für den Distanzunterricht und die Problematik repetitiver Aufgaben eingegangen wird.

4. Operationalisierung: In diesem Kapitel werden die niedrig- und hoch-inferenten Verfahren der Videoanalyse erläutert und die spezifischen Indikatoren für die anschließende Untersuchung definiert.

5. Analyse der Videosequenzen: Hier findet die praktische Anwendung der Indikatoren auf das Videomaterial einer Ethikstunde im Präsenzunterricht und einer Religionsstunde im Distanzunterricht statt.

6. Diskussion: Das Kapitel diskutiert die Ergebnisse der Videoanalyse, vergleicht die Leistungen der beiden Unterrichtsformen anhand der Indikatoren und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine einfache Übertragung von Analyseinstrumenten des Präsenzunterrichts auf den Distanzunterricht nur bedingt sinnvoll ist.

Schlüsselwörter

Kognitive Aktivierung, Präsenzunterricht, Distanzunterricht, Videoanalyse, Unterrichtsqualität, Basisdimensionen, Problemorientierung, Hausunterricht, Lehr-Lern-Prozesse, Vorwissen, Fachdidaktik, Online-Unterricht, Schulqualität, Bildungsforschung, Instruktionsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht vergleichend, wie kognitive Aktivierung als Qualitätsmerkmal guten Unterrichts in der Präsenzform und im Distanzunterricht realisiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Basisdimensionen guten Unterrichts, die spezifischen Anforderungen und Belastungen des Distanzunterrichts sowie methodische Ansätze der videobasierten Unterrichtsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu ermitteln, ob und wie sich kognitive Aktivierung im Distanzunterricht mithilfe von Analyseinstrumenten bewerten lässt, die ursprünglich für den Präsenzunterricht entwickelt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine vergleichende Videoanalyse durchgeführt, bei der ein Kombinationsverfahren aus niedrig- und hoch-inferenten Indikatoren genutzt wird, um die Qualität der Aufgabenstellungen zu bewerten.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Den Hauptteil bildet die Operationalisierung der Kriterien und die detaillierte Analyse zweier spezifischer Videosequenzen aus dem Ethik- bzw. Religionsunterricht.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Zentrale Begriffe sind kognitive Aktivierung, Videoanalyse, Präsenzunterricht, Distanzunterricht und Indikatoren zur Unterrichtsqualität.

Warum unterscheidet sich die Begründung der Antworten in den beiden Unterrichtsformen?

Die Analyse zeigt, dass im Präsenzunterricht ein flüssigeres Unterrichtsgespräch stattfand, welches Nachfragen erleichterte, während das stark lehrerzentrierte Format im untersuchten Distanzunterricht weniger Raum für solche Begründungsaufforderungen bot.

Welche Rolle spielt die Gruppenarbeit bei der kognitiven Aktivierung?

Die Gruppenarbeit im Präsenzunterricht wurde als zentrales, aktivierendes Element identifiziert, das im Distanzunterricht aufgrund technischer Hürden und fehlender Interaktionsmöglichkeiten nur schwer in gleicher Weise umsetzbar war.

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Details

Title
Die kognitive Aktivierung in Präsenz- und Distanzunterricht. Eine vergleichende Analyse
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Erziehungswissenschaften/ AG Schulpädagogik)
Grade
2,0
Author
Max Kilburg (Author)
Publication Year
2023
Pages
32
Catalog Number
V1421997
ISBN (PDF)
9783346977595
ISBN (Book)
9783346977601
Language
German
Tags
Kognitive Aktivierung Pädagogik Distanzunterricht Homeschooling Präsenzunterricht Videoanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Max Kilburg (Author), 2023, Die kognitive Aktivierung in Präsenz- und Distanzunterricht. Eine vergleichende Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1421997
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