Das Ziel dieser Arbeit ist das Darstellen theoretischer Ansätze zur Geschäftsprozess-modellierung und die anschließende praktische Ausarbeitung konkreter Prozesse der readyBau GmbH.
Am Ende der Fallstudie werden verschiede Prozesse aus dem Bereich Einkauf, Vertrieb, Buchhaltung, Produktion und Lager in Form von ereignisgesteuerten Prozessketten vorliegen.
Darüber hinaus werden theoretische Ansätze untersucht und Software-Werkzeuge aktiv eingesetzt.
Im Rahmen einer Fallstudie sollen die Geschäftsprozesse der readyBau GmbH, eine Firma mit dem Unternehmenszweck der Herstellung von Fertig-Häusern, modelliert werden.
Die Ausarbeitung der Geschäftsprozesse erfolgt innerhalb eines dafür gegründeten Projektteams. Für eine zielführende Ausarbeitung der Prozesse ist es notwendig den Gesamtprozess in Arbeitspakete zu gliedern und diese den Projektmitgliedern zur Ausarbeitung zuzuteilen. Des Weiteren wird der Projektverlauf durch regelmäßige Projektmeetings und klar definierte Meilensteine begleitet. Eine Annäherung an das Thema erfolgt durch Schaffung theoretischer Grundlagen im Bereich der Geschäftsprozess-modellierung. Die gewonnen Ergebnisse werden in Form einer Präsentation aufbereitet und bilden somit den Abschluss der Fallstudie.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung dieser Arbeit
1.2 Problematik und Motivation
1.3 Abgrenzung
1.4 Aufbau dieser Arbeit
2 Grundlagen der Prozessmodellierung
2.1 Definition
2.1.1 Prozesse
2.1.2 Geschäftsprozess
2.1.3 Geschäftsprozessmodellierung
2.2 Modelle
2.2.1 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK/eEPK)
2.2.2 Unified Modeling Language (UML)
2.2.3 Petri-Netz
2.3 Tools
2.3.1 Visio
2.3.2 ArgoUML
2.3.3 ARIS (Architektur integrierter Informationssysteme)
3 Herangehensweise bei der Aufnahme bzw. Gestaltung von Geschäftsprozessen
3.1 Erarbeitung einer Zielhierarchie
3.2 Analyse der Prozesskette
3.3 Entwicklung einer Informations- und Organisationsstrategie
3.4 Realisierung der Informations- und Organisationsstrategie
4 Ausgangssituation der readyBAU GmbH
4.1 Beschreibung der Rahmenbedingungen
4.2 Beschreibung des Geschäftsmodells
5 Geschäftsprozesse der readyBAU GmbH
5.1 Übersicht der Geschäftsprozesse
5.2 Einkauf
5.2.1 Der Bestellvorgang bei der readyBau GmbH
5.2.2 Einkaufsprozess Rechnungsprüfung
5.3 Vertrieb
5.3.1 Der Auftragsprozess der readyBau GmbH
5.3.2 Der Rechnungsprozess der readyBau GmbH
5.4 Produktion
5.4.1 Produktionsvorgang
5.4.2 Qualitätssicherung
5.5 Lager
5.5.1 Einlagerung
5.5.2 Versandabwicklung
5.6 Buchhaltung
5.6.1 Aufwandserfassung
5.6.2 Zahlungseingang
6 Kontrollmechanismen / Process Management
6.1 Prozessmanagement
6.2 Prozesscontrolling
6.3 Zertifizierung
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, theoretische Grundlagen der Geschäftsprozessmodellierung darzulegen und diese praktisch auf die spezifischen Geschäftsprozesse der readyBAU GmbH anzuwenden, um so eine methodisch fundierte Prozesslandschaft zu erarbeiten.
- Theoretische Ansätze zur Modellierung von Geschäftsprozessen
- Einsatz und Vergleich von Modellierungstechniken (EPK, UML, Petri-Netze)
- Software-Unterstützung bei der Prozessgestaltung (Visio, ArgoUML, ARIS)
- Praktische Prozessmodellierung für die readyBAU GmbH
- Controlling und Zertifizierung von Geschäftsprozessen
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK/eEPK)
Ereignisgesteuerte Prozessketten (kurz: EPK) sind grafische Darstellungen, die für die Analyse und Modellierung von Geschäftsprozessen in den 90er Jahren vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Saarland unter Leitung von August-Wilhelm Scheer im Rahmen des ARIS (Architecture of Integrated Information Systems)-Konzeptes entwickelt wurden.
Aufgrund hoher Akzeptanz und stark wachsender Bedeutung „prozessorientierter Organisationsstrukturen“ dienen EPKs zunehmend als Grundlage für ein integriertes Geschäftsprozessmanagement. Weite Verbreitung dieser Methodik ist auch darauf zurückzuführen, dass die SAP AG diese Technik zur Modellierung der kompletten R/3-Prozesse verwendet.
Ereignisgesteuerte Prozessketten können für folgende Aufgaben eingesetzt werden:
• Evaluation und Implementierung von Standardsoftware
• Darstellung von Abläufen bei Eigenentwicklungen
• Prozessoptimierung beim Business Process Reengineering
• Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen im Rahmen des Process Performance Management
• Veranschaulichung von Abläufen bei Anwenderschulungen
• Geschäftsprozessmodellierung (Standard in kleinen und mittleren Unternehmen)
• Prozesskostenrechnung
• Modellierung von BPEL-Prozessen
• Simulation von Workflows
• Prozessdokumentation nach ISO 900x
Die Modellierung von Geschäftsprozessen folgt einer gewissen Aufbaulogik. Dabei werden Prozesse als eine Abfolge von Funktionen und Ereignissen betrachtet, wobei Funktionen durch Ereignisse ausgelöst werden und als Ergebnis von Funktionen wiederum Ereignisse entstehen. Somit repräsentieren Ereignisse entweder das Auslösen oder den Abschluss einer Tätigkeit, wo hingegen eine Funktion die aktive Tätigkeit darstellt. Ereignisse und Funktionen treten somit immer alternierend auf, so können niemals zwei Ereignisse oder Funktionen direkt aufeinander folgen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Geschäftsprozessmodellierung theoretisch zu beleuchten und praktisch auf die readyBAU GmbH anzuwenden.
2 Grundlagen der Prozessmodellierung: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe sowie verschiedene Modellierungsmethoden (EPK, UML, Petri-Netze) und Software-Tools.
3 Herangehensweise bei der Aufnahme bzw. Gestaltung von Geschäftsprozessen: Es wird der methodische Ansatz beschrieben, von der Zielhierarchie über die Prozessanalyse bis hin zur Organisationsstrategie.
4 Ausgangssituation der readyBAU GmbH: Dieses Kapitel beschreibt die Rahmenbedingungen und das Geschäftsmodell des Unternehmens, um den Kontext für die Modellierung zu setzen.
5 Geschäftsprozesse der readyBAU GmbH: Hier werden die konkreten Geschäftsprozesse des Unternehmens in den Bereichen Einkauf, Vertrieb, Produktion, Lager und Buchhaltung detailliert dargestellt.
6 Kontrollmechanismen / Process Management: Der Abschnitt behandelt das Prozessmanagement, das Prozesscontrolling und die Zertifizierung als Instrumente zur Qualitätssicherung.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse aus der theoretischen Analyse und der praktischen Anwendung des Business Process Engineerings zusammen.
Schlüsselwörter
Geschäftsprozessmodellierung, Prozessmanagement, readyBAU GmbH, EPK, UML, Petri-Netze, Prozesscontrolling, ARIS, Visio, ArgoUML, Business Process Reengineering, Prozesslandkarte, Fertighausbau, Geschäftsprozess, Effizienzsteigerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem „Business Process Engineering“ und zeigt auf, wie Geschäftsprozesse systematisch modelliert, analysiert und optimiert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen der Modellierung, der Einsatz spezifischer Software-Werkzeuge sowie die praktische Anwendung auf ein Fallbeispiel.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Darstellung theoretischer Ansätze zur Prozessmodellierung sowie deren praktische Umsetzung anhand von konkreten Prozessen der Firma readyBAU GmbH.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden methodische Ansätze wie die Prozessanalyse, Funktions- und Zielhierarchien sowie grafische Modellierungstechniken wie EPKs und UML-Diagramme angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorgehensweise, die Beschreibung der Ausgangssituation bei readyBAU und die detaillierte Modellierung der verschiedenen Unternehmensprozesse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Prozessmodellierung, EPK, readyBAU, Prozessmanagement, Controlling, Workflow-Analyse und Unternehmensstrategie.
Wie wird der Einkaufsprozess bei readyBAU abgebildet?
Der Prozess umfasst die Bedarfsmeldung aus der Produktion, die Lieferantenauswahl, den Angebotsvergleich bis hin zur Bestellung und der nachgelagerten Rechnungsprüfung im ERP-System.
Welche Rolle spielt das ARIS-Haus in dieser Arbeit?
Das ARIS-Konzept dient als Rahmenkonzept, um Prozesse durch verschiedene Sichten (Organisation, Daten, Leistung, Funktion, Steuerung) ganzheitlich zu strukturieren und zu modellieren.
Warum ist die Zertifizierung für readyBAU relevant?
Die Zertifizierung (z.B. nach ISO 9000:2000) dient als Qualitätsnachweis, kann den Imagegewinn fördern und ist in bestimmten Industriezweigen eine notwendige Voraussetzung für den Marktzugang.
Wie unterstützt das gewählte Modell die Prozessanalyse?
Durch die visuelle Darstellung mittels Prozesslandkarten und Vorgangsketten lassen sich Schwachstellen, redundante Datenerfassungen und Optimierungspotenziale in den Abläufen präzise identifizieren.
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- F. Heidenstecker (Autor), S. Bonkhoff (Autor), A. Eichmann (Autor), 2009, Business Process Engineering, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142200