Themenbegründung und Zielsetzung Electronic Commerce spielt im wirtschaftlichen Bereich eine zunehmend wichtige Rolle.
Zahlreiche Intenet Start-Up´s wurden, gelockt durch nicht existente Markteintrittsbarrieren, ins Leben gerufen und von zahlreichen Venture-Capital Gesellschaften an den Markt „gepusht“.
Auch wenn sich der Gründerenthusiasmus der ersten Tage langsam gelegt hat und viele Start-Up´s inzwischen ihren Werdegang beim Insolvenzverwalter besiegelt haben, hat der E-Commerce nichts seiner anfänglichen Potentiale verloren. Große Konzerne haben die Bedeutung von E-Commerce für das Unternehmen unlängst erkannt und mehr oder minder erfolgreich umgesetzt. Die Integration von E-Commerce Aktivitäten in das laufende Unternehmen stellt jedoch vor allem für den Mittelstand eine besondere Herausforderung dar. Es ergeben sich gänzlich neue Anforderungen an die unterschiedlichen Unternehmensbereiche. Mittelständische Unternehmen sehen sich plötzlich mit unbekannten Gegebenheiten konfrontiert. Dies hindert noch einen Großteil sich aktiv am E-Commerce Geschehen zu beteiligen. Ziel dieser Arbeit ist es daher, einen Überblick über die enstehenden Anforderungen zu geben und Möglichkeiten ihrer Bewältigung zu unterbreiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Problemstellung
1.1. Themenbegründung und Zielsetzung
1.2. Vorgehensweise
2. Grundlagen
2.1. Definition und Eingrenzung des Begriffs E-Commerce
2.2. Chancenpotenziale und Vorteile des elektronischen Handels
2.3. Risikofaktoren und Nachteile der E-Commerce Aktivität
3. Anpassung der Unternehmensorganisation an die Besonderheiten des E-Commerce
3.1. E-Commerce im richtigen Umfang
3.2. Notwendige Kernkompetenzen einer E-Organisation
3.2.1. Flexibilität
3.2.2. Dezentralisierung
3.2.3. Direkte Kommunikation
3.3. Organisationsmodelle
3.3.1. Vollintergration
3.3.2. Zentralisierung der E-Commerce Aktivitäten
3.3.3. Hybride Organisation
3.3.4. Spin-off/ Out-Venturing
3.3.5. Anforderungsabhängige Entscheidung für eines der Modelle
3.4. Vorgang der Organisationstransformation
4. Anpassung des Personalmanagements und Human Ressources
5. Unternehmensführung und –kultur
5.1. Anforderungen an Führungskräfte
5.2. Prognoseschwierigkeiten und daraus resultierende Entscheidungsprobleme
5.3. Externe Darstellung des Unternehmens
6. Zusammenfassung und Fazit
6.1. Bereichsübergreifende Anforderungspyramide
6.2. Notwendigkeit des Umdenkens
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht die notwendigen Anpassungsprozesse in Unternehmensorganisation, Personalwesen und Führung, die bei der Integration von E-Commerce-Aktivitäten in bestehende, insbesondere mittelständische Unternehmen, erforderlich werden. Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über diese Anforderungen zu geben und strategische Bewältigungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
- Integration von E-Commerce in den Mittelstand
- Anforderungen an Unternehmensorganisation und -modelle
- Personalmanagement und Anforderungen an Führungskräfte
- Risikomanagement und strategische Entscheidungsfindung
Auszug aus dem Buch
Notwendige Kernkompetenzen einer E-Organisation
Um den Sprung in den E-Commerce zu schaffen, müssen sich Unternehmen in einigen Geschäftsbereichen grundlegend ändern. Die Organisation des gesamten Unternehmens wird dabei zu einer besonderen Herausforderung(Vgl. Heinemann, 2001 S.127-128).Traditionelle Organisationsstrukturen, wie die Stab-Linien- und die Matrixorganisation, müssen neu überdacht und angepasst werden um den Anforderungen des E-Commerce gerecht zu werden(Vgl. Ergenzinger, 2001, S. 99).Dabei stellen sich unternehmensabhängige Ansprüche an die neue Organisation.
Zum einen wird die bestehende Organisation und Kultur des Unternehmens zu berücksichtigen sein. Eine neue, asymmetrische Einführung von E-Commerce Aktivitäten wird in den meisten Fällen in einem Scheitern des gesamten Vorhaben resultieren(Vgl. Beispiel Levis in: Hagedorn/Dach/Hudetz/Kaapke, 2000 S. 25). Zum anderen sind unternehmensabhängige Faktoren wie die nutzbaren Ressourcen, das E-Commerce Entwicklungsstadium der Branche sowie die bisherigen Erfahrungen mit E-Commerce im Unternehmen, der Grad der Verankerung im Vorstand und die allgemeine Unternehmensphilosophie zu berücksichtigen(Vgl. Heinemann, 2001 S.130). Aufgrund dieser individuell abweichenden Faktoren kann es keine allgemein gültige Musterform einer E-Organisation geben.
E-Commerce Aktivitäten verlangen dem Gesamtunternehmen mit seinen einzelnen Bereichen neue Kompetenzen ab. Diese neuen Anforderungen resultieren sowohl aus den Eigenschaften des E-Commerce als auch aus den sich ergebenen neuen Möglichkeiten. Die Literatur ist sich über drei erforderliche Kernkompetenzen einer Erfolg versprechenden E-Organisation weitestgehend einig.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung von E-Commerce und die damit verbundenen Herausforderungen für den Mittelstand.
2. Grundlagen: Definition von E-Commerce sowie Analyse der Chancen, Vorteile und Risikofaktoren für Unternehmen.
3. Anpassung der Unternehmensorganisation an die Besonderheiten des E-Commerce: Untersuchung der notwendigen organisatorischen Strukturen, Kompetenzen und Transformationsmodelle für eine E-Organisation.
4. Anpassung des Personalmanagements und Human Ressources: Erläuterung der Bedeutung von Personalflexibilität und Motivation bei der Implementierung digitaler Strategien.
5. Unternehmensführung und –kultur: Diskussion über Anforderungen an Führungskräfte, Entscheidungsprobleme unter Unsicherheit und die externe Unternehmenswahrnehmung.
6. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Anforderungen in einer Pyramide und Appell an die Notwendigkeit des unternehmerischen Umdenkens.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Integration, Unternehmensorganisation, Mittelstand, Personalmanagement, Führungskräfte, Flexibilität, Digitaler Wandel, New Economy, E-Organisation, Strategische Planung, Risikomanagement, Geschäftsmodelle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die bei der Integration von E-Commerce-Aktivitäten in die Organisationsstruktur, das Personalmanagement und die Unternehmensführung bestehender Unternehmen entstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die organisatorische Anpassung, die Rolle des Personals, die Anforderungen an Führungskräfte sowie die strategische Bewertung von E-Commerce-Modellen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die bei der E-Commerce-Integration entstehenden Anforderungen zu geben und Wege zur Bewältigung dieser Herausforderungen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der existierende Modelle und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Literatur für die praktische Anwendung in Unternehmen ausgewertet und verglichen werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit den notwendigen Kernkompetenzen, verschiedenen Organisationsmodellen wie Vollintegration oder Spin-off, sowie den Anforderungen an das Personal und die Unternehmensführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind E-Commerce-Integration, Unternehmensorganisation, Personalflexibilität, New Economy und strategisches Management.
Warum ist Flexibilität eine so wichtige Kernkompetenz?
Aufgrund der rasanten technologischen Entwicklung und der noch jungen Markterfahrung im E-Commerce müssen Unternehmen in der Lage sein, ihre Geschäftsmodelle und Strukturen extrem schnell an neue Gegebenheiten anzupassen.
Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Integration?
Die Kultur bildet das Fundament; eine asymmetrische Einführung von E-Commerce ohne Berücksichtigung der bestehenden Traditionen führt laut der Arbeit häufig zum Scheitern des Vorhabens.
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- Marcus Gerstmann (Author), 2003, Integration E-Commerce. Anforderungen an die Unternehmensbereiche Organisation, Personal und Führung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14227