Auf den folgenden Seiten wird ein Unterrichtskonzept vorgestellt, das für Projekttage entworfen wurde, die in der 7. Klasse eines Gymnasiums durchgeführt werden könnten. Virtueller Hintergrund dieser Planung ist, dass die entsprechende Schule, in ihrem Schulprogramm die „Selbstorganisation des Lernens“ als gemeinsame didaktische Orientierung implementieren will und für die neue 7. Klasse Einführungstage zur Vermittlung von Lernstrategien plant.
Die auf dieser Grundlage entwickelte idealtypische Struktur besteht aus sechs 90-minütigen Einheiten, von denen jeweils zwei pro Tag abgehalten würden, zwischen denen jeweils eine etwa 30-minütige Pause liegt. Von diesen aufeinander aufbauenden Sitzungen wird weiter unten eine, nämlich die erste, im Detail vorgestellt. Der im Folgenden präsentierte systematische Aufbau des Unterrichtsblocks orientiert sich eng an dem von GONSCHOREK u.a. vorgeschlagenen Modell und weicht lediglich an einigen Punkten von diesem ab.
Im Kontext dieses Entwurfs wird davon ausgegangen, dass die Projekttage nicht unmittelbar am Beginn des Schuljahres liegen, sondern etwa vier Wochen danach, sodass die SuS nicht nur miteinander in Berührung gekommen sind, sondern sich darüber hinaus auch mit ihrem Deutsch-, der gleichzeitig Klassenlehrer ist, ein wenig vertraut machen konnten, unter dessen Leitung die Projekttage abgehalten werden. Außerdem haben sie in diesen ersten Wochen des Schuljahres erfahren, dass es im Kontext der Projekttage darum gehen wird, ihre Fähigkeit zu lernen weiterzuentwickeln. Zwar kennen sie keine Einzelheiten, gehen aber nicht völlig unvorbereitet in diese Zeit.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. SACHANALYSE
3. BESCHREIBUNG DER LERNVORAUSSETZUNGEN
3.1 Klasseninterne Bedingungen
3.2 Innerschulische Bedingungen
4. DIDAKTISCHE ANALYSE
5. KOMPETENZBEZOGENE LERNZIELE
6. GROBPLANUNG DER EINZELNEN STUNDEN
7. VERLAUFSPLANUNG UND METHODENBEGRÜNDUNG
8. STRUKTURSKIZZE
9. REFLEXIONS- UND EVALUATIONSMÖGLICHKEITEN
10. SCHLUSSWORT
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und theoretische Fundierung eines Unterrichtskonzepts für Einführungstage in der 7. Klasse eines Gymnasiums, um Schülerinnen und Schüler durch die Vermittlung von Lernstrategien zur Selbstorganisation des Lernens zu befähigen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie komplexe theoretische Ansätze des selbstregulierten Lernens in praxisnahe, motivierende Unterrichtseinheiten übersetzt werden können, die den individuellen Lernprozess der SuS nachhaltig unterstützen.
- Grundlagen des selbstregulierten Lernens und psychologische Lerntypen
- Methoden der Informationsverarbeitung (Wiederholungs-, Elaborations- und Organisationsstrategien)
- Didaktische Strukturierung von Projekttagen zur Förderung der Lernkompetenz
- Entwurf eines Würfelspiels zur spielerischen Auseinandersetzung mit Lernszenarien
- Einführung von Reflexions- und Steuerungsinstrumenten wie dem Lerntagebuch und Portfolio-Ansätzen
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Auf den folgenden Seiten wird ein Unterrichtskonzept vorgestellt, das für Projekttage entworfen wurde, die in der 7. Klasse eines Gymnasiums durchgeführt werden könnten. Virtueller Hintergrund dieser Planung ist, dass die entsprechende Schule, in ihrem Schulprogramm die „Selbstorganisation des Lernens“ als gemeinsame didaktische Orientierung implementieren will und für die neue 7. Klasse Einführungstage zur Vermittlung von Lernstrategien plant.
Die auf dieser Grundlage entwickelte idealtypische Struktur besteht aus sechs 90-minütigen Einheiten, von denen jeweils zwei pro Tag abgehalten würden, zwischen denen jeweils eine etwa 30-minütige Pause liegt. Von diesen aufeinander aufbauenden Sitzungen wird weiter unten eine, nämlich die erste, im Detail vorgestellt. Der im Folgenden präsentierte systematische Aufbau des Unterrichtsblocks orientiert sich eng an dem von GONSCHOREK u.a. vorgeschlagenen Modell und weicht lediglich an einigen Punkten von diesem ab.
Im Kontext dieses Entwurfs wird davon ausgegangen, dass die Projekttage nicht unmittelbar am Beginn des Schuljahres liegen, sondern etwa vier Wochen danach, sodass die SuS nicht nur miteinander in Berührung gekommen sind, sondern sich darüber hinaus auch mit ihrem Deutsch-, der gleichzeitig Klassenlehrer ist, ein wenig vertraut machen konnten, unter dessen Leitung die Projekttage abgehalten werden. Außerdem haben sie in diesen ersten Wochen des Schuljahres erfahren, dass es im Kontext der Projekttage darum gehen wird, ihre Fähigkeit zu lernen weiterzuentwickeln. Zwar kennen sie keine Einzelheiten, gehen aber nicht völlig unvorbereitet in diese Zeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Es wird ein Unterrichtskonzept für Einführungstage in der 7. Klasse vorgestellt, das die Selbstorganisation des Lernens als zentrales didaktisches Ziel verfolgt.
2. SACHANALYSE: Das Kapitel bietet eine theoretische Auseinandersetzung mit der Begrifflichkeit des selbstregulierten Lernens und ordnet verschiedene Lernstrategiekategorien kognitionspsychologisch ein.
3. BESCHREIBUNG DER LERNVORAUSSETZUNGEN: Es erfolgt eine Analyse der klasseninternen Zusammensetzung sowie der innerschulischen Rahmenbedingungen, die als Ausgangslage für die Unterrichtsplanung dienen.
4. DIDAKTISCHE ANALYSE: Der Unterrichtsgegenstand wird hinsichtlich seiner Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung sowie seiner Exemplarität nach dem Modell von Klafki bewertet.
5. KOMPETENZBEZOGENE LERNZIELE: Die Lernziele werden in fachliche, methodische, soziale und personale Bereiche unterteilt, um eine präzise output-orientierte Planung zu ermöglichen.
6. GROBPLANUNG DER EINZELNEN STUNDEN: Ein tabellarischer Überblick verdeutlicht den strukturellen Aufbau der sechs Unterrichtseinheiten und deren inhaltliche Schwerpunkte.
7. VERLAUFSPLANUNG UND METHODENBEGRÜNDUNG: Die erste Unterrichtseinheit wird detailliert in ihren Phasen analysiert, wobei Methodenwahl und Sozialformen begründet werden.
8. STRUKTURSKIZZE: Dieser Abschnitt bietet eine überschaubare Kurzfassung des geplanten Ablaufs der ersten 90-Minuten-Einheit.
9. REFLEXIONS- UND EVALUATIONSMÖGLICHKEITEN: Es werden Instrumente wie das Lerntagebuch und das Portfolio eingeführt, die der steten kritischen Reflexion und Steuerung des Lernprozesses dienen.
10. SCHLUSSWORT: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Einführungstage lediglich einen ersten Impuls setzen können, der einer prozessbegleitenden Fortführung im Fachunterricht bedarf.
Schlüsselwörter
Selbstorganisiertes Lernen, Lernstrategien, Unterrichtsentwurf, Selbstregulation, Kognitionspsychologie, 7. Klasse, Gymnasialpädagogik, Kompetenzentwicklung, Lernvoraussetzungen, Didaktische Analyse, Lerntypen, Portfolio-Arbeit, Wissenserwerb, Ressourcenmanagement, Schulpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein praxisnahes Unterrichtskonzept für Einführungstage an einem Gymnasium, um die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler zur Selbstorganisation ihres Lernens zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Vermittlung von Lernstrategien, die Analyse von Lernvoraussetzungen und die theoretische Verankerung des selbstregulierten Lernens im Schulkontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit einem methodischen Grundstock, um ihren eigenen Lernprozess bewusst steuern und optimieren zu können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende theoretische Sachanalyse sowie eine didaktische Planung nach Klafki und Gonschorek, die durch eine Verlaufsplanung für die Unterrichtspraxis ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Lernvoraussetzungen, die didaktische Begründung der Inhalte, die Formulierung von Lernzielen sowie eine detaillierte Verlaufsplanung eines 90-minütigen Unterrichtsblocks.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Selbstorganisation, Lernstrategien, Kompetenzorientierung und reflektiertes Lernen gekennzeichnet.
Warum wird das Würfelspiel im Entwurf eingesetzt?
Das Würfelspiel dient als spielerischer Anknüpfungspunkt, um die abstrakten Themen des selbstorganisierten Lernens konkret fassbar zu machen und unterschiedliche Lernszenarien direkt in die Unterrichtspraxis zu übersetzen.
Welche Rolle spielt das Portfolio?
Das Portfolio fungiert als zentrales Steuerungsinstrument, das den Lernverlauf über die Projekttage hinaus dokumentiert und als Grundlage für die Lehrer-Schüler-Interaktion sowie die individuelle Evaluation dient.
- Citation du texte
- Fritz Hubertus Vaziri (Auteur), 2009, Lernstrategien im Kontext der Selbstorganisation des Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142283