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Welche Rolle spielt der Übergangs von Schule zu Beruf für die Bildungskarriere?

Ein Vergleich der Berufsbildungssysteme von Deutschland und Kanada

Title: Welche Rolle spielt der Übergangs von Schule zu Beruf für die Bildungskarriere?

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 37 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jessica Horn (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Im Vorwort der Publikation „Innovationen nationaler Berufsbildungssysteme von Argentinien bis Zypern“ heißt es:
„Im Rahmen von wachsenden internationalen Verpflichtungen und globalem Wettbewerb geben ausländische Entwicklungen bedeutsame Anregungen für Reformen des eigenen Bildungssystems. In Politik, Gesellschaft und Wirtschaft besteht ein zunehmender Informationsbedarf über Berufsbildungssysteme in Partnerländern. Die Erfahrungen bei der Verarbeitung von Anregungen aus dem Ausland machen deutlich, dass die kulturell und historisch gewachsene, gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich bedingte Andersartigkeit der Berufsbildungssysteme unbedingt berücksichtigt werden muss, um eine Einbindung von innovativen Systemelementen und Bildungsmethoden erfolgreich gestalten zu können.“
Der Vergleich mit Berufsbildungssystemen anderer Länder trägt so maßgeblich dazu bei einzelne Systemelemente der Berufsbildung effektiver umzusetzen, da durch das Gegenüberstellen verschiedener Bildungsstrukturen nicht nur innerhalb der deutschen Diskussion um die Weiterentwicklung des Bildungs- und Berufsbildungssystems, sondern auch in der internationalen Debatte, interessante Anregungen unterbreitet werden. Ein Ländervergleich des Berufsbildungssystems ist daher stets als Möglichkeit zur Verbesserung der Ausbildung eines qualifizierten Arbeitskräftepotentials zu verstehen.
Da man diesen Umstand bereits früh als Chance erkannt hat, wurde zu jenem Zweck der gegenseitigen Information über die jeweiligen Berufsbildungssysteme bereits 1978 der Internationale Fachkräfteaustausch (IFKA) gegründet. Waren die Programmziele des IFKA zunächst auf die Persönlichkeitsentwicklung des betrieblichen Ausbildungspersonals und auf die Förderung der Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung ausgerichtet, so ergab sich Ende der neunziger Jahre als Konsequenz aus der gewachsenen Internationalisierung und Globalisierung die Modifizierung jener Programmziele, so dass nun die berufliche Bildung mehr international orientiert sein sollte, die Zertifizierung der im Ausland erworbenen Qualifikationen nicht durch administrative Rahmenbedingungen gehemmt werden sollte und die Vergleichbarkeit und Transparenz von Qualifikationen durch Äquivalenzenbildung gefördert werden sollte. Der Austausch und der Vergleich mit den Berufsbildungssystemen anderer Länder, der jene Programmziele unterstütze, scheint so
selbstverständlich geworden zu sein, um die Innovation der eigenen Berufsbildung voranzutreiben. Dabei soll es keineswegs darum gehen Berufsbildungssysteme im Zuge der Globalisierung zu vereinheitlichen, sondern jene unter Wahrung des kulturell Besonderen zu reformieren.
In diesem Sinne soll die vorliegende Arbeit die Möglichkeiten aufzeigen, welche sich durch eine direkte Gegenüberstellung des Bildungssystems der Bundesrepublik Deutschland und Kanada hinsichtlich seiner Regelung des Übergangs von der Schule in den Beruf ergeben. Zu diesem Zweck sollen zum einen die wirtschaftlichen Strukturen der Länder sowie ihre Berufsbildung im Rahmen des dortigen Bildungssystems einen groben Überblick darüber geben, wie die Besonderheiten der beiden Länder hinsichtlich ihres Berufsbildungssystems und Innovationstransfers zu beurteilen sind. In einer anschließenden Bewertung beider Berufsbildungssysteme soll eine Einschätzung darüber gegeben werden, inwiefern unter Berücksichtigung der gewonnen Erkenntnisse die Möglichkeit zur Verbesserung eines der bestehenden Systeme denkbar ist. Ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung der Berufsbildungssysteme soll dabei der Frage zukommen inwieweit jene so konzipiert sind, dass eine Erfolg versprechende Bildungskarriere eines Individuums zu erwarten ist.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Deutschland

2.1 Eine Einführung in die wirtschaftlichen Strukturen des Landes

2.2 Berufsbildung im Rahmen des deutschen Bildungssystems

2.2.1 Sekundarbereich II:

2.2.1.1 Das duale System

2.2.2 Tertiärbereich:

2.2.2.1 Universität

2.3 Besonderheiten und Problemfelder der beruflichen Bildung in Deutschland - Innovation für andere Länder und Innovationsbedarf

3. Kanada

3.1 Eine Einführung in die wirtschaftlichen Strukturen des Landes

3.2 Berufsbildung im Rahmen des kanadischen Bildungssystems

3.2.1 Sekundarbereich:

3.2.1.1 Senior high school

3.2.2 Tertiärbereich:

3.2.2.1 Community College

3.2.2.2 Universität

3.2.2.3 Lehrlingsausbildung

3.3 Besonderheiten und Problemfelder der beruflichen Bildung in Kanada - Innovation für andere Länder und Innovationsbedarf

4. Bewertung der Berufsbildungssysteme Deutschlands und Kanadas

4.1 Die Qualifizierungsfunktion

4.2 Die Allokationsfunktion

4.3 Die Selektions- und Statusdistributionsfunktion

4.4 Die Absorptions- und Aufbewahrungsfunktion

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, durch eine direkte Gegenüberstellung des Bildungssystems der Bundesrepublik Deutschland und Kanadas die Möglichkeiten zur Optimierung des Übergangs von der Schule in den Beruf zu untersuchen und zu bewerten.

  • Vergleich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beider Länder
  • Analyse der Strukturmerkmale der jeweiligen Berufsbildungssysteme
  • Identifikation von Stärken und Innovationsbedarf im Kontext der globalen Arbeitsmarktanforderungen
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit mittels der Kategorien Qualifizierungs-, Allokations-, Selektions- sowie Absorptionsfunktion

Auszug aus dem Buch

3.2 Berufsbildung im Rahmen des kanadischen Bildungssystems

Zur Erörterung des kanadischen Berufsbildungssystems soll zunächst ein allgemeiner Überblick über das dortige Bildungssystem für ein besseres Verständnis sorgen. Die abgebildete Grafik aus dem Internationalen Handbuch der Berufsbildung zeigt in diesem Sinne, wie das kanadische Bildungssystem aufgebaut ist:

Im Groben ähnelt jenes Bildungssystem dem deutschen System. Nach dem Kindergarten folgt die primäre Schulausbildung bis zum 6. Schuljahr. Danach schließt sich die sekundäre Schulausbildung an, in der die Schüler erstmals einem Prüfungswesen ausgesetzt sind, das sich eng an die vorherrschenden Prüfungsmethoden im tertiären Bereich anlehnt. Dadurch werden Schüler, die entweder wenig Neigung zeigen oder unfähig sind, sich den erhöhten Anforderungen und dem Leistungsdruck anzupassen, von vornherein auf „praktische“, berufsbezogene Kurse und damit auf nicht universitäre Ausbildungswege gelenkt. Sieht man in jenem Fall nach der sekundären Ausbildung vom tertiären Bildungsweg ab, so bietet sich einem immer noch die Möglichkeit als „ungelernter Arbeiter“ direkt in die Arbeitswelt zu wechseln. Im tertiären Bereich eröffnet sich dem Studenten ein hoher Grad an Autonomie. So bestimmt der Student sein Fortschreiten individuell, indem er eine Reihe von Aufgaben löst. Erst wenn er jene erfolgreich absolviert hat, schreitet er zur nächsten Lerneinheit fort.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des internationalen Ländervergleichs von Berufsbildungssystemen als Impulsgeber für Reformen und die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die wirtschaftlichen Strukturen Deutschlands und analysiert das duale System der Berufsausbildung sowie den Tertiärbereich.

3. Kanada: Das Kapitel bietet eine Einführung in die kanadische Wirtschaft und untersucht das Bildungssystem, die Rolle der Colleges, Universitäten und die Lehrlingsausbildung.

4. Bewertung der Berufsbildungssysteme Deutschlands und Kanadas: Hier erfolgt eine kritische Evaluierung beider Systeme anhand ausgewählter funktionaler Kriterien wie Qualifizierung und Allokation.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert, inwiefern Deutschland von kanadischen Reformansätzen profitieren kann.

Schlüsselwörter

Berufsbildung, Ländervergleich, duales System, Kanada, Deutschland, Bildungssystem, Arbeitsmarkt, Qualifizierungsfunktion, Sekundarbereich, Tertiärbereich, Innovationsbedarf, Schulübergang, Berufsausbildung, Wirtschaft, Erwachsenenbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht das Berufsbildungssystem der Bundesrepublik Deutschland mit dem Kanadas, insbesondere im Hinblick auf den Übergang von der Schule in den Beruf.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Struktur der Bildungssysteme, der Innovationsbedarf sowie die funktionale Leistungsfähigkeit beider Länder bei der Integration von Absolventen in den Arbeitsmarkt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten zur Verbesserung bestehender Berufsbildungssysteme aufzuzeigen, indem die Besonderheiten beider Länder gegeneinander abgewogen werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, basierend auf Literaturstudien und statistischen Daten, strukturiert nach funktionalen Elementen wie Qualifizierungs- und Allokationsfunktion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung des deutschen Systems inklusive des dualen Systems und eine Analyse des kanadischen Systems unter Berücksichtigung von Colleges, Universitäten und Lehrlingsausbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Berufsbildung, Bildungssystemvergleich, Arbeitsmarktintegration, duales System und struktureller Wandel.

Warum wird das duale System heute oft kritisch hinterfragt?

Kritiker führen den Bedeutungsverlust praktischer Qualifikationen, das Schrumpfen des Produktionssektors und die Veraltung des traditionellen Konzepts gegenüber neuen wirtschaftlichen Anforderungen an.

Welche Rolle spielen Community Colleges in Kanada?

Sie dienen als zentrale, oft regional orientierte Bildungseinrichtungen, die sowohl berufsorientierte Ausbildungen als auch Vorbereitungskurse für Universitäten anbieten und sich flexibel an wirtschaftliche Bedürfnisse anpassen.

Inwiefern beeinflusst der Föderalismus das kanadische Bildungssystem?

Da die Zuständigkeit bei den Provinzen liegt, existiert keine einheitliche nationale Bildungspolitik, was zu einer hohen Vielfalt, aber auch zu Schwierigkeiten bei der Vergleichbarkeit von Abschlüssen führt.

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Details

Title
Welche Rolle spielt der Übergangs von Schule zu Beruf für die Bildungskarriere?
Subtitle
Ein Vergleich der Berufsbildungssysteme von Deutschland und Kanada
Grade
2,0
Author
Jessica Horn (Author)
Publication Year
2007
Pages
37
Catalog Number
V142573
ISBN (eBook)
9783640538713
Language
German
Tags
Ländervergleich Berufsbildungssystems Bundesrepublik Deutschland Kanada Regelung Schule Beruf Bedeutung Bildungskarriere
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Horn (Author), 2007, Welche Rolle spielt der Übergangs von Schule zu Beruf für die Bildungskarriere?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142573
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