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Die religiösen Einflüsse in Rembrandts Selbstbildnissen

Título: Die religiösen Einflüsse in Rembrandts Selbstbildnissen

Trabajo , 2009 , 28 Páginas

Autor:in: Julia Grubitzch (Autor)

Arte - Pintura
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Seit dem Bildersturm der Reformation wurden traditionelle biblische Themen als „katholisch“ abgelehnt. Die meist protestantischen Bürger der Niederlande wollten ihre Religiosität und Lebensführung verewigt sehen. Dies führte, wie schon beschrieben, zur Ausprägung neuer Bildgattungen. In großer Zahl entstanden Einzelporträts und Gruppenbildnisse, auf denen die Familie, Mitglieder einer Handwerkergilde, das Ratskollegium dargestellt wurden. In Stillleben wurde das alltägliche Leben des Bürgertums mit wertvollem Interieur dargestellt. Die dabei verwandten Vanitas-Motive rechtfertigten die Zurschaustellung von Luxus und Macht durch ihre mahnende Botschaft vor dem Tod.
Der ikonographische Bezug in Rembrandts Selbstbildnissen ist das Thema dieser Ausarbeitung. Welche Symbole oder Darstellungsweisen identifizieren das Thema eines Werkes und welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang Rembrandts Selbstbildnisse? Spannend sind die ikonographischen Motive auch insofern, da sie exemplarisch für die Schwierigkeit zwischen Deutung und Missdeutung von Bildern stehen. Was ist hinter der Fassade des scheinbaren Selbstbildnisses zu erblicken? Was möchte er ausdrücken? Warum wählte er gerade jenes Bildsujet und diese Darstellungsweise? Was will Rembrandt dem Betrachter mitteilen? Die Arbeit zieht als Beispiele die „Kreuzaufrichtung“, das „Selbstbildnis als Apostel Paulus“ und das „Selbstbildnis mit Saskia“ heran. Versucht werden soll, erste Einblicke und Eindrücke zu vermitteln, eine vollständige Lösung der Fragen ist hier nicht möglich.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung- Das Goldene Zeitalter

2. Rembrandts Ikonographie

3. Forschungsstand

4. Die Kreuzaufrichtung

5. Selbstbildnis als Apostel Paulus

6. Selbstbildnis mit Saskia

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ikonographische Bedeutung von Rembrandts Selbstbildnissen, wobei die zentrale Forschungsfrage darauf abzielt, welche religiösen Einflüsse und symbolischen Darstellungsweisen den Werken zugrunde liegen und wie sich der Künstler selbst in einen biblischen Kontext einbettet.

  • Analyse von Rembrandts Rolle in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts
  • Untersuchung des ikonographischen Gehalts ausgewählter Selbstbildnisse
  • Die Auseinandersetzung mit dem protestantischen Glauben und der Sündenproblematik
  • Vergleich der künstlerischen Selbstdarstellung mit biblischen Charakteren
  • Die Funktion des Selbstporträts als Mittel der Identifikation und Bekenntnis

Auszug aus dem Buch

4. Die Kreuzaufrichtung

Bei der „Kreuzaufrichtung“ handelt es sich um das erste von fünf Werken, die sich der Passion Christi widmen. Die Passions-Serie ist zwischen 1632/ 1633 und 1639 entstanden und befindet sich heute in der Alten Pinakothek in München. Diese Serie gilt als Auftragsarbeit für den Statthalter Prinz Frederik Hendrik von Oranien. Constantijn Huygens, Sekretär des Prinzen, vermittelte Aufträge zwischen Rembrandt und dem Hof in Den Haag. Auch für die Passionsserie stand er als Vermittler und Agent zwischen dem Maler und dem Statthalter. Die „Kreuzaufrichtung“ entstand 1632/33. Die Serie gilt als eine seiner wichtigsten und bedeutendsten Werke. Rembrandt hat sich mehrfach in Bildern mit biblischen Themen dargestellt. Aber wohl nirgends so auffällig wie in diesem Bild. Dargestellt ist die Aufrichtung des Kreuzes mit dem gekreuzigten Jesus Christus. Mehrere Menschen helfen, das schwere Holzkreuz aufzustellen. Der sterbende Jesus Christi blickt gen Himmel, eine Röntgenaufnahme hat jedoch bewiesen, dass er in einer früheren Bildfassung dem Betrachter zugewandt war. Im Hintergrund stehen an dem Geschehen unbeteiligt wirkende Betrachter. Einer der Henker Christi ist eindeutig als Rembrandt zu identifizieren. Rembrandt setzt sich in das Zentrum des Bildes. Er wirkt wie durch ein himmlisches Licht angestrahlt, während sein Umfeld im Dunkeln bleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung- Das Goldene Zeitalter: Erläutert die sozioökonomischen Bedingungen des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden, die als Grundlage für die wirtschaftliche und kulturelle Blüte der Malerei dienten.

2. Rembrandts Ikonographie: Analysiert den Umgang des Künstlers mit klassischen akademischen Regeln und seine Fähigkeit, biblische Narrative durch Hell-Dunkel-Gestaltung und psychologische Tiefe neu zu interpretieren.

3. Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die akademische Auseinandersetzung mit Rembrandts Werk, insbesondere im Hinblick auf seine Rolle als Sünder und die Interpretation seiner Selbstbildnisse.

4. Die Kreuzaufrichtung: Untersucht das spezifische Gemälde als Auftragsarbeit und analysiert Rembrandts bewusste Inszenierung seiner eigenen Person in der Rolle eines Henkers.

5. Selbstbildnis als Apostel Paulus: Beleuchtet die Darstellung Rembrandts in der Rolle des Heiligen und setzt diese in Bezug zur calvinistischen Lehre und zur Tradition des "portrait historié".

6. Selbstbildnis mit Saskia: Hinterfragt die Interpretation des Werkes, das sowohl als Zeugnis ehelichen Wohlstands als auch als Allegorie auf das Gleichnis vom Verlorenen Sohn gelesen werden kann.

7. Schlussbetrachtung: Führt die Analyse zusammen und konstatiert, dass Rembrandt seine Selbstbildnisse nutzt, um seinen persönlichen Glauben und die menschliche Fehlbarkeit zu reflektieren.

Schlüsselwörter

Rembrandt, Selbstbildnis, Ikonographie, Goldene Zeitalter, Kreuzaufrichtung, Apostel Paulus, Saskia, Protestantismus, Calvinismus, Verlorener Sohn, Malerei, Kunstgeschichte, Bekenntnisbild, Barock, Symbolik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die religiösen Einflüsse in ausgewählten Selbstbildnissen von Rembrandt van Rijn und untersucht, wie der Künstler biblische Motive nutzt, um seine eigene Rolle zu reflektieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Ikonographie des 17. Jahrhunderts, die calvinistische Glaubensprägung, die Darstellung des Sünders und die Identifikation des Künstlers mit biblischen Figuren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum Rembrandt sich in biblischen Szenen selbst porträtierte und welche Bedeutung diese Selbstinszenierungen für sein künstlerisches Bekenntnis haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Methoden der Ikonographie und Bildanalyse unter Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur und zeitgenössischer theologischer Hintergründe.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu drei spezifischen Werken: der „Kreuzaufrichtung“, dem „Selbstbildnis als Apostel Paulus“ und dem „Selbstbildnis mit Saskia“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rembrandt, Ikonographie, Selbstbildnis, Protestantismus und die Rolle des Sünders charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Rembrandts Darstellung der „Kreuzaufrichtung“ von der Rubens?

Während Rubens Christus göttlich und übernatürlich inszeniert, stellt Rembrandt ihn menschlicher und leidender dar, um ein stärkeres Mitleid beim Betrachter zu evozieren.

Welche Bedeutung hat das Schwert im „Selbstbildnis als Apostel Paulus“?

Das Schwert dient als ikonographisches Attribut des Apostels Paulus und symbolisiert sowohl das Märtyrertum als auch das Wort Gottes im Sinne eines geistigen Kampfes.

Warum wird das „Selbstbildnis mit Saskia“ heute oft anders gedeutet?

Früher wurde es als rein privates Zeugnis ehelichen Glücks interpretiert, während die neuere Forschung eine allegorische Verbindung zum Gleichnis vom Verlorenen Sohn betont.

Inwiefern beeinflussten Schicksalsschläge Rembrandts Werk?

Der Tod seiner Frau Saskia und finanzielle Krisen werden als mögliche Faktoren für eine zunehmende Introvertiertheit und die starke Identifikation mit biblischen Figuren wie Paulus gesehen.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Die religiösen Einflüsse in Rembrandts Selbstbildnissen
Universidad
Martin Luther University
Autor
Julia Grubitzch (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
28
No. de catálogo
V143102
ISBN (Ebook)
9783640526284
ISBN (Libro)
9783640526024
Idioma
Alemán
Etiqueta
Einflüsse Rembrandts Selbstbildnissen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Grubitzch (Autor), 2009, Die religiösen Einflüsse in Rembrandts Selbstbildnissen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143102
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