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Prager Einzelhandel im Transformationsprozess

Lokale Akteure im Standortentscheidungsprozess

Titre: Prager Einzelhandel im Transformationsprozess

Mémoire (de fin d'études) , 2009 , 122 Pages , Note: 1

Autor:in: Paulina Holbreich (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie Economique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Fokus dieser Diplomarbeit soll auf den Transformationsprozessen liegen, die diejenige Branche betreffen, die nach Pütz am schnellsten auf Veränderungen reagiert, nämlich die Einzelhandelsbranche in Prag. Als Folge des wirtschaftspolitischen
Wandels erlebte dieser Wirtschaftszweig bedeutende Umstrukturierungen, die durch Auswirkungen auf Immobilienmärkte, Angebots- und Nachfragesituation, sowie die räumliche Struktur der Stadt Prag, besonders gekennzeichnet war.
Die Abschaffung sozialistischer Planungsministerien und der zunächst schleppende
Aufbau neuer Institutionen und Kapazitäten führte in den 90er Jahren zu administrativen
Lücken, die erst nach und nach geschlossen werden konnten. Mangelnde
Kompetenzverteilung und Durchsetzungskraft sowie eine mangelnde Konzeptplanung
in der Prager Stadtplanung ließen internationalen Handelsgesellschaften und Projektentwicklungsunternehmen
zunächst weitgehend freie Hand bei ihrer Standortplanung.
Im Zuge der fortschreitenden Konsolidierung der Reformen ab Anfang 2000 und mit
der Ausarbeitung eines langfristigen strategischen Stadtentwicklungskonzepts, begannen
sich die Akteurskonstellationen im Prager Einzelhandel zu verändern.
Der handlungsgeographische Ansatz, der räumliche Muster und Strukturen durch die
Erforschung von zu Grunde liegenden Handlungen und Entscheidungsprozessen soll der vorliegenden Arbeit aufgrund der oben geschilderten Ausgangssituation als methodische Basis dienen. Dem entsprechend stehen die Bedeutung de am Transformationsprozess beteiligten Akteursguppen sowie ihre Einflussnahme auf Standortentscheidungsprozesse im Einzelhandel im Mittelpunkt der Untersuchung, wobei Veränderungen der räumlichen Einzelhandelstruktur sowie deren Auswirkungen
auf die stadtplanerischen Konzepte ebenfalls wesentliche Analysegegenstände sind.

Extrait


Inhalt

1 EINFÜHRUNG

1.1 PROBLEMSTELLUNG

1.2 FORSCHUNGSLEITENDE FRAGESTELLUNGEN

1.3 METHODISCHES VORGEHEN UND AUFBAU DER ARBEIT

1.4 STAND DER LITERATUR UND DATENLAGE

2 PROBLEMHINTERGRUND UND THEORIE

2.1 DEFINITIONEN UND THEORIEN DER TRANSFORMATIONSFORSCHUNG

2.1.1 System- und Modernisierungstheorien

2.1.2 Kultur- und Akteurstheorien

2.2 ÖKONOMISCHE UND GESELLSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER TRANSFORMATION

2.2.1 Wirtschaftliche Veränderungen in der Tschechischen Republik

2.2.2 Privatisierung und Kommerzialisierung des Prager Immobilien- und Bodenmarktes

2.2.3 Institutioneller Umbau

2.2.4 Sozioökonomische und demographische Veränderungen

2.3 EINFLUSSFAKTOREN AUF DEN EINZELHANDEL IN DER PLAN- UND MARKTWIRTSCHAFT

2.3.1 Merkmale des Einzelhandels in marktwirtschaftlichen Systemen

2.3.2 Merkmale des Einzelhandels in planwirtschaftlichen Systemen

2.3.3 Systeme im Vergleich

3 ENTWICKLUNG DES PRAGER EINZELHANDELS

3.1 RAUM-ZEITLICHE TRANSFORMATIONSPHASEN IM EINZELHANDEL (NACH PÜTZ)

3.1.1 Umbruchphase

3.1.2 Wachstumsphase

3.1.3 Orientierungsphase

3.1.4 Modernisierungsphase

3.2 MODELL DES WANDELS DER STANDORTSTRUKTUR IN PRAG

3.3 INTERNATIONALISIERUNGS- UND MODERNISIERUNGSPROZESSE IM PRAGER EINZELHANDEL

3.3.1 Strukturwandel im Einzelhandel

3.3.2 Internationalisierung und Filialisierung

4 DARSTELLUNG DER FALLBEISPIELE IN PRAG

4.1 AUSWAHL DER OBJEKTE UND METHODISCHES VORGEHEN

4.1.1 Räumliche Lage und Kurzportrait „Vinohradský Pavilon“

4.1.2 Räumliche Lage und Kurzportrait „Centrum Černý Most“

4.1.3 Räumliche Lage und Kurzportrait „Palladium“

4.1.4 Räumliche Lage und Kurzportrait „Arkadý Pankrác“

4.2 SHOPPINGCENTER GENERATIONEN UND ZWISCHENFAZIT

5 DER PRAGER EINZELHANDEL UND SEINE AKTEURE IM TRANSFORMATIONSPROZESS

5.1 VERÄNDERUNGEN RÄUMLICHER STRUKTUREN

5.1.1 Strategien und Konzepte der Prager Stadtadministration

5.1.2 Entwicklungstrends und Handlungsstrategien

5.2 AKTEURE IM PRAGER EINZELHANDEL

5.2.1 Stadtadministration

5.2.2 Internationale Handelsunternehmen

5.2.3 Projektentwickler

5.2.4 Immobiliendienstleister

5.3 EINFLUSSMÖGLICHKEITEN UND KONFLIKTFELDER UNTER DEN AKTEUREN

5.3.1 Developerunternehmen und Administration

5.3.2 Handelsunternehmen und Immobiliendienstleister

5.3.4 Ergebnisse der Analyse

5.4 ERWEITERUNG RAUM-ZEITLICHER TRANSFORMATIONSPHASEN

5.4.1 Umbruchphase ab 1989

5.4.2 Wachstumsphase ab 1992

5.4.3 Orientierungsphase ab 1996

5.4.4 Modernisierungsphase ab 2000

5.4.5 Konsolidierungsphase ab 2007

6 RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wandlungsprozesse der Akteurskonstellationen bei Standortentscheidungsprozessen im Prager Einzelhandel während der Systemtransformation. Ziel ist es zu analysieren, wie Macht und Kompetenzen zwischen Stadtverwaltung, Investoren und Einzelhändlern verteilt sind und welchen Einfluss diese Dynamiken auf die räumliche Stadtstruktur Prags ausüben.

  • Transformation des Prager Einzelhandels nach 1989
  • Einfluss von Projektentwicklern und Investoren auf die Stadtplanung
  • Rolle internationaler Handelsunternehmen in Transformationsprozessen
  • Vergleichende Analyse von Einkaufszentren und Stadtstruktur
  • Handlungsspielräume der Stadtadministration in einem liberalisierten Marktumfeld

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Umbruchphase

In der ab ca. 1989 begonnenen Umbruchphase finden noch vor dem Einsetzen der Privatisierung umfangreiche interne Restrukturierungsprozesse statt. Es kommt zu einer Überlagerung alter, sozialistischer Standort- und Strukturmuster mit typischen Einzelhandelsstrukturen der Transformation. Wohnortnahe Betriebe zur Deckung des Grundbedarfs und zentralörtlich angeordnete Betriebe zur Deckung des mittel- und langfristigen Bedarfs herrschen vor.

Privater Einzelhandel existiert nur in den kleinen Geschäften in den alten, vor Beginn der sozialistischen Phase entstandenen Quartieren. Eine starke Konzentration der staatlichen Betriebe minimiert den Kontrollaufwand. In den sozialistischen Großwohnsiedlungen, dominiert durch Plattenbauweise, herrscht Unterversorgung aufgrund mangelnden Angebots. Staatliche Kontrolle des Warensortiments und der Preise bedingen einen geringen Entscheidungsfreiraum der verantwortlichen Akteure vor Ort. Das führt zu geringer Differenzierung, es herrschen traditionelle Betriebsformen vor (vgl. 2.3.2).

Im Laufe erster Liberalisierungsmaßnahmen kommt es durch steigende Nachfrage nach Konsumgütern zur massiven Zunahme privater Einzelhandelsaktivitäten, jedoch vorerst ohne Erschließung neuer Standortlagen. Transformationsspezifische Betriebsformen bilden sich aus. Es kommt zur Differenzierung im Einzelhandel. Der Markthandel ist eine dieser transformationsspezifischen Einzelhandelsformen. Er profitiert von seiner Flexibilität, da dieser nicht standortgebundenen ist. Auch Kiosk- und Budenhandel gehört zu diesen speziellen Verkaufsformen. Diese Sektoren des Einzelhandels wachsen in dieser Zeit wesentlich schneller als der Ladenbezogene Einzelhandel. Auch kommt es zum „Warenhaushandel“, bei dem ungenutzte Flächen in den staatlichen Kaufhäusern an private Unternehmer vermietet werden (vgl. Pütz, 1998).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung stellt die Problemstellung und Forschungsfragen dar und erläutert das methodische Vorgehen sowie den Aufbau der Diplomarbeit.

2 PROBLEMHINTERGRUND UND THEORIE: Hier werden theoretische Grundlagen der Transformationsforschung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Unterschiede zwischen Plan- und Marktwirtschaftssystemen beleuchtet.

3 ENTWICKLUNG DES PRAGER EINZELHANDELS: Dieser Teil beschreibt die raum-zeitlichen Transformationsphasen sowie den Wandel der Standortstruktur in Prag seit 1989.

4 DARSTELLUNG DER FALLBEISPIELE IN PRAG: Vier spezifische Einzelhandelsobjekte in Prag werden detailliert untersucht und verschiedenen Shoppingcenter-Generationen zugeordnet.

5 DER PRAGER EINZELHANDEL UND SEINE AKTEURE IM TRANSFORMATIONSPROZESS: Die Analyse konzentriert sich auf die Akteurskonstellationen, Einflussmöglichkeiten und Konfliktfelder zwischen Stadtverwaltung, Investoren und Händlern.

6 RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Prager Einzelhandel.

Schlüsselwörter

Transformation, Einzelhandel, Prag, Stadtplanung, Standortentscheidung, Akteurskonstellation, Projektentwicklung, Immobilienmarkt, Systemwechsel, Marktwirtschaft, Einzelhandelsstruktur, Shoppingcenter, Investoren, Stadtentwicklung, Transformationstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Transformationsprozessen im Prager Einzelhandel nach dem Ende des sozialistischen Systems und untersucht, wie sich Standortentscheidungen unter veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind der Wandel der Akteursbeziehungen, der Einfluss von ausländischen Investoren, die Rolle der Stadtplanung bei der Standortvergabe und die strukturelle Entwicklung der Einzelhandelslandschaft in Prag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie sich die Konstellationen der beteiligten Akteure – von Stadtverwaltung bis zu privaten Projektentwicklern – geformt und gewandelt haben, um den Einzelhandel an der räumlichen Struktur Prags auszurichten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen handlungsgeographischen Ansatz, kombiniert mit Experteninterviews bei relevanten Akteuren sowie einer detaillierten Stakeholderanalyse, um die Macht- und Kompetenzverteilung empirisch zu erfassen.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Rahmenbedingungen, die zeitlichen Phasen der Transformation des Einzelhandels sowie konkrete Fallbeispiele, die als Basis für die Akteursanalyse dienen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Transformationsprozess, Standortentscheidung, Akteurskonstellation, Einzelhandelsstruktur und Projektentwicklung.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Stadtverwaltung in der Transformation?

Die Stadtverwaltung wandelte sich von einer zentralen Planungsinstanz in der Planwirtschaft hin zu einem beratenden Gremium in einer durch Kooperation (Governance) geprägten Marktwirtschaft.

Welche Erkenntnisse ergeben sich aus den Fallbeispielen?

Die Beispiele wie das "Palladium" oder das "Centrum Černý Most" verdeutlichen, wie unterschiedliche Generationen von Einkaufszentren die Stadtstruktur beeinflussen und welche Bedeutung Standortentscheidungen der Projektentwickler für die heutige Polyzentralität Prags haben.

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Résumé des informations

Titre
Prager Einzelhandel im Transformationsprozess
Sous-titre
Lokale Akteure im Standortentscheidungsprozess
Université
University of Hamburg  (Geographisches Institut)
Note
1
Auteur
Paulina Holbreich (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
122
N° de catalogue
V143141
ISBN (ebook)
9783640532827
ISBN (Livre)
9783640533190
Langue
allemand
mots-clé
Prag Einzelhandel Transformation Stakeholderanalyse Retail
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Paulina Holbreich (Auteur), 2009, Prager Einzelhandel im Transformationsprozess , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143141
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Extrait de  122  pages
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