Rezension zu:
Heinz-Hermann Krüger/Werner Helsper (Hrsg.)
Einführung in Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft
Verlag Barbara Budrich, Opladen & Farmington Hills 2006
(347 Seiten)
Der Sammelband „Einführung in die Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft“ herausgegeben von Heinz-Hermann Krüger und Werner Helsper gehört zur, aus vier Bänden bestehenden, Schriftenreihe „Einführung in die Erziehungswissenschaft“. An diesem ersten Band haben 25 Autorinnen und Autoren mitgearbeitet, welche aus verschiedenen Universitäten Deutschlands stammen. Die Herausgeber lehren beide als Professoren an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Werner Helsper arbeitet besonders an den Schwerpunkten Sozialisationstheorie, Professionstheorie, sowie Schul- und Jugendforschung, Heinz-Hermann Krüger dagegen an Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaften, Bildungsforschung, als auch an Kindheits- und Jugendforschung.
Inhaltsverzeichnis der Rezension
1. Einleitung und Zielsetzung
2. Struktur des Sammelbandes
2.1 Kapitel I: Pädagogisches Handeln in den Antinomien der Moderne
2.2 Kapitel II: Grundbegriffe pädagogischen Handelns
2.3 Kapitel III: Die Orte pädagogischen Handelns
2.4 Kapitel IV: Gesellschaftliche Bedingungen pädagogischen Handelns
2.5 Kapitel V: Individuelle Voraussetzungen pädagogischen Handelns
2.6 Kapitel VI: Die Reflexion pädagogischen Handelns
3. Kritische Würdigung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Rezension zielt darauf ab, den Sammelband "Einführung in Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft" aus der Perspektive eines Lehramtsstudenten im ersten Fachsemester kritisch zu prüfen und seine Eignung als Einführungswerk für Studienanfänger zu bewerten.
- Grundlagen der Erziehungswissenschaft und Pädagogik
- Strukturelle Anordnung der Themenfelder pädagogischen Handelns
- Verständlichkeit und didaktische Aufbereitung wissenschaftlicher Texte
- Eignung des Werkes für die universitäre Lehre und das Selbststudium
Auszug aus dem Buch
Das umfangreichste Kapitel ist das zweite.
Es umfasst zehn Aufsätze die sich mit den Begriffen Pädagogisches Handeln, Bildung, Erziehung, Sozialisation, Unterricht, Lernen, Diagnose, Beratung, Hilfe und Organisation, Management, Planung auseinandersetzen. Die Autoren folgen dabei einer ähnlichen Abfolge, bei welcher versucht wird erst einmal die Begriffe des jeweiligen Themas zu differenzieren und zu definieren.
Danach werden sie in einen größeren Zusammenhang eingeordnet, eventuell die Geschichte und Entwicklung des Begriffs dargestellt und vor allen Dingen seine Bedeutung und Relation für und zur Pädagogik dem Leser nahegebracht. Besonders für dieses Kapitel wären mehr Beispiele oder schematische Darstellungen begleitend für die Lektüre sehr dienlich gewesen.
Die Orte pädagogischen Handelns erläutern sechs Artikel in Kapitel drei. Dabei werden die Räume Familie, Schule, vor- und außerschulische Einrichtungen, Betrieb, Erwachsenenbildung/Weiterbildung, als auch die Entgrenzung des Pädagogischen behandelt. Die Texte folgen auch hier der schon erläuterten Abfolge, wobei der Blickpunkt verstärkt auf den Wandel gerichtet wird. Da diese Themen für den Leser greifbarer erscheinen, kann er, im Vergleich zu den im vorherigen Kapitel behandelten Grundbegriffen, schneller Zugang zu ihnen finden. Besonders hervorheben möchte ich den Artikel von Klaus Harney über den Betrieb. Dieser fiel mir besonders positiv durch mehrere erklärende Einschübe auf, welche dem Textverständnis sehr förderlich waren.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel I: Pädagogisches Handeln in den Antinomien der Moderne: Der Autor beleuchtet die grundlegenden Widersprüche pädagogischen Handelns, wie etwa das Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz.
Kapitel II: Grundbegriffe pädagogischen Handelns: In zehn Beiträgen werden zentrale erziehungswissenschaftliche Kernbegriffe definiert, historisch kontextualisiert und in ihren pädagogischen Bezugsrahmen eingeordnet.
Kapitel III: Die Orte pädagogischen Handelns: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Institutionen wie Familie oder Schule und thematisiert den historischen Wandel sowie die Entgrenzung pädagogischer Wirkungsfelder.
Kapitel IV: Gesellschaftliche Bedingungen pädagogischen Handelns: Der Fokus liegt hier auf dem sozialen Wandel, Generationenfragen und der Bedeutung der Lebenslaufforschung für die heutige Pädagogik.
Kapitel V: Individuelle Voraussetzungen pädagogischen Handelns: Hier werden die kognitiven und individuellen Lernvoraussetzungen, einschließlich Intelligenz und Begabung, theoretisch und methodisch fundiert dargelegt.
Kapitel VI: Die Reflexion pädagogischen Handelns: Den Abschluss bildet die Betrachtung der Nachbardisziplinen sowie der Wandel der Teildisziplinen der Erziehungswissenschaft.
Schlüsselwörter
Erziehungswissenschaft, Pädagogisches Handeln, Sozialisation, Bildungsforschung, Lehramt, Studienanfänger, Didaktik, Theorie-Praxis-Transfer, Lernvoraussetzungen, Wissenschaftliche Rezension, Grundbegriffe, Moderne Pädagogik, Fachliteratur, Erziehung, Bildungsverständnis
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist eine wissenschaftliche Rezension des Sammelbandes "Einführung in Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft" aus der Sicht eines Erstsemesters.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Das Spektrum reicht von theoretischen Grundbegriffen der Erziehung bis hin zu den gesellschaftlichen Bedingungen und individuellen Lernvoraussetzungen im pädagogischen Kontext.
Was ist das primäre Ziel dieser Rezension?
Das Ziel ist die Prüfung, ob der Sammelband als verständliches und hilfreiches Einführungswerk für Studienanfänger der Erziehungswissenschaft geeignet ist.
Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?
Der Rezensent strukturiert seine Kritik entlang der Kapitelabfolge des Buches und bewertet sowohl die inhaltliche Tiefe als auch die sprachliche Zugänglichkeit.
Was wird im Hauptteil der Rezension behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Inhaltsanalyse der sechs Kapitel des Sammelbandes, ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Schreibstil und der Didaktik der Autoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Rezension?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pädagogisches Handeln, Studierbarkeit, Fachdidaktik und erziehungswissenschaftliche Grundbegriffe beschreiben.
Wie bewertet der Autor den Sprachstil des Sammelbandes?
Der Rezensent empfindet den Sprachstil als zu abstrakt und mit Fremdwörtern überladen, was das Verständnis für Studienanfänger unnötig erschwert.
Für welche Zielgruppe empfiehlt der Rezensent das Buch?
Das Buch wird primär für die Nutzung im Rahmen von begleiteten Lehrveranstaltungen wie Seminaren empfohlen, eher weniger zur eigenständigen Lektüre ohne Hilfestellung.
- Quote paper
- Christian Hochmuth (Author), 2009, Rezension zu Helsper/Krüger: Einführung in Grundbegriffe und Grundfragen der Erziehungswissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143234