Chancengleichheit

Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen


Hausarbeit, 2009
10 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtliche Grundlagen

3. Definitionen des Begriffs Chancengleichheit

4. Frauen in Führungspositionen

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Sämtliche Medien, die heute über strukturell benachteiligte Mitglieder unserer Ge- sellschaft diskutieren, fordern immer wieder Chancengleichheit für eben diese.1 Nach dem ersten Hören zu urteilen könne man meinen, dies sei eine vernünftige Forderung, nur was steckt eigentlich hinter diesem so vielsagenden Begriff und wie denken der Staat und die Wissenschaft darüber? Aufgrund dieser Diskussion, die immer wieder im medialen und gesellschaftlichen Interesse steht, werde ich im Folgenden eine Definitionsanalyse des Begriffs Chancengleichheit durchführen, wobei ich meine Argumentation hauptsächlich auf Gesetzestexte und Definitionen von Wissenschaftlern des Allgemeinwissens sowie der Sozialwissenschaft stützen werde. Nach der Untersuchung der allgemeinen Definitionen für Chancengleich- heit werde ich exemplarisch auf Chancengleichheit im Zusammenhang mit Frauen in Führungspositionen eingehen und darlegen, inwiefern Frauen Führungspositio- nen bekleiden und wo die hauptsächliche Barriere liegt, dass es vergleichsweise wenig Frauen in Führungspositionen gibt. Im Fazit werde ich unter anderem eine Einschätzung abgeben, ob Chancengleichheit in Deutschland bereits Alltag ist oder immer noch eine idealistische Wunschvorstellung.

2. Rechtliche Grundlagen

Verschiedene Gesetzestexte liefern Anregungen um über Gleichheit von Chancen und Perspektiven zu diskutieren. Im Folgenden möchte ich nun verschiedene Gesetzestexte vorstellen, die dem Begriff Chancengleichheit einen Rahmen aufzeigen, an dem sich die Wissenschaft orientiert.

Der deutsche Staat hat mit Schaffung des Grundgesetzes den Grundstein für den Begriff der Chancengleichheit gelegt. In Art. 3 GG steht geschrieben, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind und der Staat die tatsächliche Durchsetzung und Gleichberechtigung von Frauen und Männern fördert sowie auf die Beseitigung aller bestehenden Nachteile hinwirkt.2 Dieser Zusatz der tatsächlichen Durchsetzung und Gleichberechtigung gilt erst seit dem 15.11.1994, zu dem sich die Verfassungskommission unter dem Druck eines breiten Frauenbündnisses damals durchrang.3

Zusätzlich zielt der Staat auf Arbeitsförderung, insbesondere der „Gleichstellung von Frauen und Männern als durchgängiges Prinzip"4, der „Beteiligung von Frauen an Mallnahmen der aktiven Arbeitsförderung"5 mit dem Ziel „einer gleichberechtig-ten Teilhabe am Arbeitsmarkt"6 sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie7, ab. Des Weiteren bietet die Agentur für Arbeit Hilfe zur Herstellung von Chancengleichheit am Arbeitsmarkt unter dem Aspekt der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.8

In Betrieben sollen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sowie das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) für Chancengleichheit sorgen. Gemäß § 75 l BetrVG und § 1 AGG sollen Benachteiligungen von Personen aus Gründen des Geschlechts, der Abstammung, der Religion, des Alters, der ethnischen Herkunft, etc. unterbleiben.9

3. Definition des Begriffs Chancengleichheit

Die nun folgenden Definitionen orientieren sich an den eben genannten gesetzlichen Vorgaben und grenzen somit den Spielraum einer Definition für Chancengleichheit etwas ein.

[...]


1 Vgl. Mayer-Kuckuck, Finn: Mythos Chancengleichheit ± Soziale Herkunft schlägt Leistung. Online:http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,306425,00.html, Download v. 14.07.2009

2 Vgl. Beck, H. (Hrsg.): 1. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 (zuletzt geändert am 28.08.2006) Art. 3, München 2008, S. 1

3 Vgl. Helwig, Giesela: Frauen und Politik, in: Andersen, Uwe, Wichard Woyke (Hg.): Handwörterbuch des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland. 5., aktual. Aufl., Opladen 2003, S. 191

4 Beck, H. (Hrsg.): Sozialgesetzbuch (SGB) lll vom 24.03.1997 § 1, München 2008, S. 240

5 ebd.

6 ebd.

7 Sozialgesetzbuch (SGB) lll vom 24.03.1997 § 8. Online: http://www.bundesrecht.juris.de/sgb_3/__8.html Download v. 14.07.2009; Riegraf, Birgit: Frauenförderung ± Alibi oder Aufbruch zur Chancengleichheit?, Berlin 1993, S.115

8 Vg. Sozialgesetzbuch (SGB) lll vom 24.03.1997 § 385. Online:

http://www.bundesrecht.juris.de/sgb_3/__385.html Download v. 14.07.2009

9 Vgl. Beck, H. (Hrsg.): Betriebsverfassungsgesetz (zuletzt geändert am 25.09.2001) § 75 l, München 2008, S. 592 Beck, H. (Hrsg.): Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (vom 14.08.2006) § 1, München 2008, S. 65

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Chancengleichheit
Untertitel
Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
10
Katalognummer
V143561
ISBN (eBook)
9783640544653
ISBN (Buch)
9783640544967
Dateigröße
495 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es handelt sich um eine Hausarbeit, die die rechtlichen Grundlagen der Chancengleichheit zwischen Mann und Frau in der Bundesrepublik Deutschland erläutert, verschiedene Definitionsansätze der Sozialwissenschaften vergleichend darstellt sowie einen Exkurs in das Thema "Frauen in Führungspositionen" bietet.
Schlagworte
Chancengleichheit, HWR Berlin, Gather, Gleichstellung
Arbeit zitieren
Damian Barsch (Autor), 2009, Chancengleichheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143561

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