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Die Wahrnehmung des „Anderen“ bei Alfred Holzbrecher und Paul Mecheril

Gegenüberstellung zweier Konzepte zum Umgang mit Diversität im pädagogischen Handeln

Título: Die Wahrnehmung des „Anderen“ bei Alfred Holzbrecher und Paul Mecheril

Trabajo de Seminario , 2009 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Friederike Knoblauch (Autor)

Pedagogía - Pedagogía intercultural
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Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft. Seit der Wende zum 20. Jahrhundert ist Deutschland eines der wichtigsten Einwanderungsländer in Europa. Hunderttausende von Menschen immigrierten - und immigrieren noch - aufgrund von Aussiedlung, Arbeitsmigration und Flucht.
Das Vorliegen einer heterogenen oder „interkulturellen“ Gesellschaft führt auch in der Pädagogik seit einiger Zeit zur Reflexion über veränderte oder speziell zugeschnittene pädagogische Maßnahmen, um dieser gerecht zu werden. Eine wichtige und grundlegende Frage ist hierbei, wie „Andere“ überhaupt wahrgenommen und definiert werden.
Zwei Autoren, die sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben, sind Alfred Holzbrecher und Paul Mecheril. In dieser Arbeit werden die Theorien der beiden Pädagogen zur Wahrnehmung des und dem pädagogischen Umgang mit dem Anderen skizziert und gegenübergestellt.
Hierzu wird zunächst die Wahrnehmung des Anderen nach Holzbrecher vorgestellt. Dies beinhaltet seine Erklärung zur Entstehung unserer Wahrnehmung von „Anderem“, Annahmen zu Wahrnehmung und Weltbild sowie Konzepte zum Umgang mit Anderen. Daraufhin wird Mecherils Perspektive auf die Wahrnehmung des Anderen vorgestellt, wobei zunächst auf die Sicht und Behandlung von Anderen in Ausländer- und Interkultureller Pädagogik eingegangen wird. Dann werden grundlegende diskursive Richtungen zur Betrachtung und Behandlung des Anderen vorgestellt und schließlich Mecherils Konzept der „Migrationspädagogik“ skizziert, welches Vorschläge zum pädagogischen Handeln in einer heterogenen Gesellschaft anbietet.
Zum Schluss werden beide Konzepte gegenübergestellt und deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herausgearbeitet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Wahrnehmung des Anderen nach Alfred Holzbrecher

2.1 Historische Entstehung unserer Wahrnehmung des Anderen

2.1.1 Konstruktion des „Anderen“ in der Geschichte der Neuzeit

2.1.2 Wahrnehmung des „Anderen“ heute

2.2 Wahrnehmung und Weltbild

2.3 Modi des Fremderlebens

2.4 Das Fremde im Eigenen

3. Paul Mecherils Migrationspädagogik

3.1 Der Andere in der Migrationspädagogik

3.1.1 Natio-ethno-kulturelle Zugehörigkeit

3.2 Der natio-ethno-kulturelle Andere: Von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Pädagogik

3.2.1 Ausländerpädagogik

3.2.2 Interkulturelle Pädagogik

3.3 Der Migrationsandere: Vier diskursive Felder

3.4 Die migrationspädagogische Perspektive

4. Gegenüberstellung der Wahrnehmung des Anderen bei Holzbrecher und Mecheril

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die theoretischen Ansätze von Alfred Holzbrecher und Paul Mecheril zur Wahrnehmung des „Anderen“ sowie zum pädagogischen Umgang mit diesem in einer heterogenen Migrationsgesellschaft vergleichend gegenüberzustellen und kritisch zu hinterfragen.

  • Konstruktcharakter der Wahrnehmung des „Anderen“
  • Vergleich von Ansätzen der Ausländerpädagogik und Interkulturellen Pädagogik
  • Analyse der Migrationspädagogik als dekonstruktiver Ansatz
  • Dezentrierung des Selbst- und Weltbildes im pädagogischen Kontext
  • Spannungsfelder zwischen Anerkennung, Akkulturation und Zugehörigkeitsordnungen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Konstruktion des „Anderen“ in der Geschichte der Neuzeit

Die Ursprünge für den Umgang mit Fremden in Westeuropa verortet Holzbrecher in der Epoche der Neuzeit. Das Denken der Menschen sei damals von diversen Ängsten beherrscht gewesen, wie der Angst vor dem Tod durch Hunger und Krankheit, Angst vor dem Unglauben oder vor dem Ende der Welt. Um die Welt weniger bedrohlich erscheinen zu lassen, habe man begonnen, alles zu kategorisieren und zu schematisieren, um die Welt zu ordnen. Als problematisch betrachtet der Autor dies, da, wenn man eine Kategorie schafft, es immer auch etwas gibt, das aus dieser herausfällt, quasi das „Negative der Kategorie“. Gebe es das Eigene und Vertraute, so sei alles, was nicht vertraut sei, automatisch das Nicht-Eigene, und somit das Fremde und „Andere“.

Laut Holzbrecher war die Neuzeit geprägt durch die Ambivalenz von Angst vor Fremdem und Andersartigem einerseits sowie Faszination und Anziehung andererseits. Dies habe sich beispielsweise in der Kolonisierung niedergeschlagen: Zwar habe man Angst vor dem Seeweg und all seinen Gefahren gehabt und davor, was Einen am Ziel erwartete, doch hätten fremde Länder und Kulturen von jeher anziehend und faszinierend gewirkt (Beispiel: Kolumbus‘ Suche nach Indien). Ein Mittel zur Reduzierung der Angst, so auch im Beispiel der Kolonisierung, sei die Beherrschung des Fremden gewesen, um die Gewalt des Anderen erträglicher zu machen. Das Andere sei somit als das „zu Beherrschende“ gesehen worden.

Ein anderes Mittel sei die Verteufelung beziehungsweise die „Verengelung“ des Andersartigen gewesen. Im Katholizismus beispielsweise sei alles Nicht-Katholische, Nicht-Christliche in der Figur des Teufels verkörpert gewesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz der Migrationsgesellschaft für die Pädagogik und führt in die Theorien von Holzbrecher und Mecheril zum Umgang mit dem „Anderen“ ein.

2. Die Wahrnehmung des Anderen nach Alfred Holzbrecher: Dieses Kapitel expliziert Holzbrechers Verständnis der historischen Konstruktion von Fremdheit sowie die Bedeutung von Weltbildern und Wahrnehmungsmustern.

3. Paul Mecherils Migrationspädagogik: Es werden Mecherils Konzepte der natio-ethno-kulturellen Zugehörigkeit, die Kritik an bestehenden pädagogischen Ansätzen und das Modell der Migrationspädagogik dargelegt.

4. Gegenüberstellung der Wahrnehmung des Anderen bei Holzbrecher und Mecheril: Hier werden die Theorien synthetisiert, Gemeinsamkeiten aufgezeigt und Mecherils weiterführender Ansatz der Dekonstruktion hervorgehoben.

5. Zusammenfassung: Abschließender Überblick über die Ergebnisse des Vergleichs und die Einordnung der Autoren in den pädagogischen Diskurs.

Schlüsselwörter

Migrationsgesellschaft, Andere, Alterität, Konstruktivismus, Identität, Kultur, Ausländerpädagogik, Interkulturelle Pädagogik, Migrationspädagogik, Differenz, Anerkennung, Akkulturation, Zugehörigkeitsordnungen, Dekonstruktion, Kulturalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie in der Pädagogik das „Andere“ wahrgenommen wird, insbesondere im Kontext einer heterogenen Migrationsgesellschaft.

Welche Autoren stehen im Zentrum der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf die theoretischen Positionen von Alfred Holzbrecher und Paul Mecheril.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Konzepte beider Pädagogen zum Umgang mit dem „Anderen“ zu skizzieren und ihre Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Gegenüberstellung fachwissenschaftlicher Konzepte auf Basis einschlägiger Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Holzbrechers Wahrnehmungstheorie und Mecherils Migrationspädagogik sowie deren anschließende komparative Analyse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Migrationsgesellschaft, Konstruktivismus, interkulturelle sowie Migrationspädagogik und der Prozess der Dekonstruktion.

Wie unterscheidet sich Mecherils Ansatz von der Interkulturellen Pädagogik?

Mecheril setzt sich kritisch von der Interkulturellen Pädagogik ab, da diese seiner Ansicht nach kulturelle Differenzen zu stark essenzialisiert, anstatt sie zu dekonstruieren.

Was versteht man bei Holzbrecher unter den „Modi des Fremderlebens“?

Holzbrecher nutzt das Modell von Ortfried Schäffter, um vier Formen der Wahrnehmung zu beschreiben, die von der Assimilation bis hin zum produktiven Umgang mit dem „Fremden als Komplementarität“ reichen.

Was bedeutet Mecherils Forderung nach „Verschiebung der Zugehörigkeitsordnungen“?

Es handelt sich um einen dekonstruktiven Prozess, der darauf abzielt, festgefahrene und klassifizierende Denkweisen aufzubrechen und so einen neuen pädagogischen Freiraum zu schaffen.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Wahrnehmung des „Anderen“ bei Alfred Holzbrecher und Paul Mecheril
Subtítulo
Gegenüberstellung zweier Konzepte zum Umgang mit Diversität im pädagogischen Handeln
Universidad
University of Würzburg
Curso
Diversity - Unterschiedlichkeit als Grundlage interkulturellen Lernens
Calificación
1,3
Autor
Friederike Knoblauch (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
20
No. de catálogo
V143680
ISBN (Ebook)
9783640539383
ISBN (Libro)
9783640540068
Idioma
Alemán
Etiqueta
Interkulturelle Pädagogik Pädagogik Erziehungswissenschaft Interkulturelles Lernen Diversität Diversity Unterschiedlichkeit Anderer Alfred Holzbrecher Paul Mecheril Migrationspädagogik Ausländerpädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Friederike Knoblauch (Autor), 2009, Die Wahrnehmung des „Anderen“ bei Alfred Holzbrecher und Paul Mecheril, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143680
Leer eBook
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