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Bohlen sucht den Superstar

Fallstudie zum Starbegriff

Titre: Bohlen sucht den Superstar

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: B. A. Bruno Desse (Auteur)

Musicologie - Divers
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Dieter Bohlen ist einer der erfolgreichsten deutschen Musikproduzenten und Mitglied einer der erfolgreichsten deutschen Popbands aller Zeiten. Seine Medienpräsenz ist überragend: Werbung für die Deutsche Bahn, Margarine und Versicherungen, Juror in Deutschland sucht den Superstar, die Mitgliedschaft bei Modern Talking, die sorgsam gepflegte Inszenierung seines Privatlebens sorgen für ständige Aufmerksamkeit in der heutigen Medienlandschaft.
Bohlens herausragende Prominenz ist aber nur eine Kehrseite der Medaille. Schließlich bildet er ja selbst angeblich „Stars“ aus, wenn sie auch aus wissenschaftlicher Sicht nur eine Defizienz des ursprünglichen Begriffs abbilden (selbst wenn sie ähnlich viel Profit abwerfen). Vor allem aber vermarktet der „Pop-Titan“ , wie sich zeigen wird, etwas völlig anderes, als man gemeinhin von einem Star erwartet.
Insofern ist Dieter Bohlen sehr gut geeignet, um in einer Fallstudie das Starphänomen aus populärmusikalischer Sicht zu betrachten. Und gerade weil der Starbegriff, den er sowohl aktiv als auch passiv vertritt, einigen gängigen Parameteren zuwider läuft, ist eine Analyse seiner Person für die Konstituierung dieses ohnehin schimmernden Terminus höchst relevant.
Dazu soll zunächst in einem Einleitungskapitel ein Umriss des popkulturellen Phänomens zwischen den Star, seinem Image und seinen Fans gezeichnet werden. Im Hauptteil wird natürlich die Rolle bei Modern Talking sowie sein bereits erwähntes jahrelanges Wirken in der Musik- und Medienlandschaft mit der Kulmination zu Deutschland sucht den Superstar eine zentrale Stellung einnehmen. Dabei ist die Frage, wie denn nun genau seine künstlerische Leistung aussah, auch wenn sie in der publizistischen wie öffentlichen Diskussion bei Bohlen offenbar ganz besonders schwelt, für das Starphänomen an sich zwar prinzipiell irrelevant – die Frage beim Star ist nicht die, ob das, was wir sehen, hören und fühlen der Wahrheit entspricht, sondern ob es als zusammenhängendes und sowohl faktisch als auch emotional plausibles Ganzes rezipiert wird. Allerdings dringt man besonders beim gewieften Strippenzieher Bohlen über die Herausarbeitung des künstlerisch-marktwirtschaftlichen Zusammenhangs sehr klar zum Kern eines sehr zentralen Aspekts für die Anwendung des Starbegriffs aus: der Ausbildung eines zwar glaubhaften, aber auch physikalisch dingfesten Produktes. In der Analyse der einzigartigen Erfolgsstory von Dieter Bohlen tritt daher für den Starbegriff höchst Interessantes heraus.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Star-, Image- und Fankonstrukte: ein Umriss

2.1. Stars

2.2. Images

2.3. Fans

3. Dieter Bohlen

3.1. Modern Talking

3.2. Vom Pop-Titan zu DSDS

3.3. Bohlens Fans

3.4. Bohlens Image im Überblick

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Dieter Bohlen als Fallstudie, um zu analysieren, inwieweit die Person Bohlen den wissenschaftlichen Kriterien eines "Stars" entspricht. Dabei wird hinterfragt, wie sich der Starbegriff durch Bohlens spezifische Inszenierung, sein Erfolgsrezept und die parasoziale Interaktion mit Fans definieren oder dekonstruieren lässt.

  • Analyse des theoretischen Star- und Imagebegriffs
  • Untersuchung der Karriere von Dieter Bohlen (von Modern Talking bis DSDS)
  • Die Rolle der "Ökonomie der Aufmerksamkeit" bei der Etablierung von Stars
  • Bedeutung der Fans und der parasozialen Interaktion
  • Dekonstruktion des "Pop-Titan"-Images und des Geschäftsmodells

Auszug aus dem Buch

2.1. Stars

Dreh- und Angelpunkt des Star-Systems ist die sog. Ökonomie der Aufmerksamkeit, deren Bedeutung ab Mitte der 1950er Jahre immer weiter zunimmt. Wenn das Angebot die Nachfrage extrem übersteigt, muss das zu verkaufende Produkt dem Konsument überhaupt erst wahrnehmbar und dann in einem zweiten Schritt auch gegenüber anderen präferierbar gemacht werden: so weit, so bekannt aus Marketing und Werbung. „Im Zuge wirtschaftlichen Aufschwungs, erweiterter ökonomischer Vernetzungen und ihren Auswirkungen auf gesellschaftliche Strukturen ging es nicht mehr schwerpunktmäßig um die Optimierung des Produktionsbereiches. Vielmehr rückte der Absatzbereich […] ins Zentrum“. Ab Mitte der 1970er Jahre wird zudem „hohe konstante Qualität als Leistungsanspruch vom Konsumenten vorausgesetzt und stellt keine zentrale Profilierungsstrategie mehr dar.“ Infolge dessen steht nicht mehr die (am Produkt ablesbare) objektive Qualität eines Produktes im Vordergrund, sondern, da diese nun als konstant hoch vorausgesetzt wird, die (vom Konsumenten attribuierten) „subjektiven Ansichten und Vorstellungen von einem Gegenstand“, zu denen „sowohl das subjektive Wissen über den Gegenstand als auch gefühlsmäßige Wertungen“ gehören. In anderen Worten: wichtig ist nicht mehr, um ein banales Beispiel herauszugreifen, ob eine Creme gegen Falten hilft, denn das tun sie nun mehr oder minder alle – wichtig ist, dass sie vom Konsumenten z. B. als „sexy“ oder „natürlich“ empfunden wird. Insofern stellt „nicht die objektive Beschaffenheit einer Ware, sondern einzig die Verbrauchervorstellung die Realität“ dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und Einordnung von Dieter Bohlen als Fallbeispiel für eine popkulturelle Analyse des Starphänomens.

2. Star-, Image- und Fankonstrukte: ein Umriss: Theoretische Herleitung der Konzepte Star, Image und Fans sowie deren Funktion im Kontext der Aufmerksamkeitökonomie.

3. Dieter Bohlen: Detaillierte Fallstudie zur Karriere von Bohlen, beginnend bei Modern Talking über sein Comeback bis hin zu seiner Rolle bei DSDS.

4. Fazit: Zusammenfassende wissenschaftliche Bewertung, die Bohlen aufgrund fehlender diachroner Konstanz und fehlender Bindung an ein musikalisches Produkt eher als "Medienzar" denn als klassischen Star einstuft.

Schlüsselwörter

Dieter Bohlen, Starbegriff, Image, Modern Talking, DSDS, Populärkultur, Ökonomie der Aufmerksamkeit, Parasoziale Interaktion, Identitätskonstruktion, Marketing, Musikindustrie, Medienpräsenz, Pop-Titan, Fans, Selbstinszenierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Dieter Bohlen als Fallstudie, um auf Basis medienwissenschaftlicher Theorien zu prüfen, ob und inwiefern der Begriff "Star" auf seine Person anwendbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Theorie des Starkults, die Konstruktion von Images in der Musikindustrie, die Rolle der Aufmerksamkeitökonomie und die parasoziale Bindung zwischen Stars und Fans.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine wissenschaftliche Dekonstruktion der "Bohlen-Erfolgsstory", um zu analysieren, wie Imagebildung funktioniert, wenn die künstlerische Leistung (Produktion von Musik) in den Hintergrund tritt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Fallstudie, die den Starbegriff anhand von Bohlens Karriereverlauf, seinen medialen Äußerungen und der Fanstruktur kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Bohlens Karrierephasen (Modern Talking, Blue System, DSDS), seine Selbstinszenierung als "Self-Made-Man" und das von ihm verkaufte, tautologische Erfolgsrezept.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Starbegriff, Image, Ökonomie der Aufmerksamkeit, parasoziale Interaktion, Selbstinszenierung und Popkultur.

Warum wird Modern Talking als wichtiger Ausgangspunkt für die Analyse gewählt?

Modern Talking markiert den Beginn des kommerziellen Erfolgs, verdeutlicht aber auch Bohlens anfängliche Rolle im Hintergrund und den Mangel an einem eigenständigen Image in dieser frühen Phase.

Was ist das Ergebnis der Analyse bezüglich des "Stars" Dieter Bohlen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Bohlen kein klassischer Star ist, da ihm die diachrone Konstanz und die notwendige Verbindung zum musikalischen Produkt fehlen; er wird stattdessen als "Medienzar" bezeichnet.

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Résumé des informations

Titre
Bohlen sucht den Superstar
Sous-titre
Fallstudie zum Starbegriff
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft)
Cours
Stars und Starkult
Note
1,3
Auteur
B. A. Bruno Desse (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
24
N° de catalogue
V144083
ISBN (ebook)
9783640530564
ISBN (Livre)
9783640530243
Langue
allemand
mots-clé
Bohlen Superstar Fallstudie Starbegriff
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B. A. Bruno Desse (Auteur), 2009, Bohlen sucht den Superstar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144083
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Extrait de  24  pages
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