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Die Europäische Union als entwicklungspolitischer Akteur

Title: Die Europäische Union als entwicklungspolitischer Akteur

Thesis (M.A.) , 2007 , 145 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marcel Kreykenbohm (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Die Bedeutung und die Aufgabenzuweisung an die Nord-Süd-Beziehungen haben seit dem Beginn der Entwicklungszusammenarbeit der fünfziger Jahre zugenommen. Seit den Anschlägen des 11. September 2001 dominieren die so genannten post 9/11 security concerns die einschlägigen sicherheitspolitischen Diskussionen und
haben wie kein anderes soziales Phänomen dazu beigetragen, den entwicklungs- und sicherheitspolitischen Zusammenhang in das Bewusstsein westlicher Entwicklungsstrategien zu verankern. Insbesondere die Europäische Union hat sich in ihren politischen Initiativen und ihren Selbstverpflichtungen ehrgeizige
entwicklungspolitische Ziele gesteckt.

Die Arbeit möchte diese Reformbemühungen und Zielverpflichtungen im Kontext des europäischen Integrationsprozesses analysieren und entsprechend bewerten. Im Zentrum der Analyse wird hierbei die EU-AKP-Kooperation stehen, die durch das neu ausgehandelte Abkommen von Cotonou im Vergleich zu ihren Vorgängerabkommen teils auf eine neue Grundlage gestellt wurde. Letztlich wird
in der Arbeit gezeigt, dass die Grenzen der europäischen Integration im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, gerade wegen der (außen-)politischen Dimension des neuen Cotonou-Abkommens, durch die nationalstaatlichen Souveränitäten der EU-Mitgliedsstaaten, insbesondere spezifischer kolonialhistorisch überkommener Sonderinteressen, gesteckt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Methodisches Vorgehen und Gliederung

2. Entwicklungstheorie: Grundlagen und Begriffe

2.1 Der Paradigmenstreit in der Entwicklungstheorie

2.1.1 Der Entwicklungsbegriff: Kontroversen und Definitionsversuche

2.1.1.1 MDGs: Gemeinsame Entwicklungsziele der Staatengemeinschaft

2.1.1.2 ‚Das Magische Fünfeck’: Ein dynamisches Begriffsverständnis

2.1.2 Der Paradigmenstreit in der Entwicklungstheorie

2.1.2.1 Modernisierungstheorie

2.1.2.2 Dependenzansätze

2.1.2.3 Das Ende der großen Entwicklungstheorien

2.1.3 Nach dem Ende der Dritten Welt: Was macht noch den Entwicklungsstaat aus?

2.2 Auf dem Weg zu einem neuen Entwicklungs- und Sicherheitsverständnis

2.2.1 Entwicklungs- und Sicherheitsbegriffliche Verlaufsgeschichte

2.2.1.1 Entwicklungspolitische Genese: Bipolare Nachkriegsordnung?

2.2.1.2 Zäsur 1989/90: Nord-Süd-Beziehungen nach dem Ost-West-Konflikt

2.2.1.3 Post 9/11: Sicherheitspolitische Erweiterung des Entwicklungsbegriffes

2.2.2 Neuere Sicherheits- und Entwicklungsstrategien

2.2.2.1 Ein neues Sicherheitsverständnis: Die Europäische Sicherheitsstrategie

2.2.2.2 Konditionierte Entwicklungshilfe: Orientierung auf good governance

2.2.3 Entwicklungszusammenarbeit – Ein eigenständiges Politikfeld?

3. Die Entwicklungszusammenarbeit der EU

3.1 Die Europäische Union: Ein Sonderfall in der Akteursanalyse?

3.2 Strukturen der europäischen Entwicklungszusammenarbeit

3.2.1 Vertragliche Grundlagen (EGV-Nizza)

3.2.2 Akteursebenen der Europäischen Entwicklungszusammenarbeit

3.2.2.1 Die Gemeinschaftshilfe und ihre Koordinierungsfunktion

3.2.2.2 Bilaterale Geber – Konkurrenzangebote zur Gemeinschaftshilfe?

3.3 Normativer Handlungsrahmen europäischer Entwicklungszusammenarbeit

3.3.1 Grundsätze der Entwicklungspolitik der Europäischen Gemeinschaft

3.3.2 Pariser Erklärung – Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit

3.3.3 Gemeinsame Wert- und Zielorientierung: The European Consensus

3.4 Konkrete Entwicklungspolitik der EG/EU

3.4.1 Exemplarische entwicklungspolitische Tätigkeit: Die EU-AKP-Kooperation

3.4.1.1 Die Lomé-Abkommen

3.4.1.2 Das Abkommen von Cotonou

3.4.1.3 Bewertung der EU-AKP-Kooperation

3.5 Grenzen der Gemeinschaftshilfe – Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit

3.6 Mögliche Szenarien für die Europäische Entwicklungszusammenarbeit

4. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Integrationsprozess der europäischen Entwicklungszusammenarbeit, um die Akteursqualität der Europäischen Union in diesem Bereich zu bestimmen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Grenzen der sektorspezifischen Integration angesichts nationalstaatlicher Interessen und der Verflechtung mit anderen Politikfeldern wie der Außen- und Sicherheitspolitik.

  • Entwicklungstheoretische Grundlagen und Paradigmenstreit
  • Wechselverhältnis von Entwicklung und Sicherheit (Security-Development-Nexus)
  • Strukturen der europäischen Entwicklungszusammenarbeit und Vertragliche Grundlagen
  • Förderung von "Good Governance" als Instrument und Ziel
  • Analyse der EU-AKP-Kooperation als Fallbeispiel

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Der Entwicklungsbegriff: Kontroversen und Definitionsversuche

„Entwicklung ist […] mehr als der Übergang von Arm zu Reich, von einer traditionellen Agrarwirtschaft zu einer komplexen Stadtgemeinschaft. Sie trägt in sich nicht nur die Idee des materiellen Wohlstands, sondern auch die von mehr menschlicher Würde, mehr Sicherheit, Gerechtigkeit und Gleichheit.“

Um diesem ersten Hinweis nach einer Mehrdimensionalität des Entwicklungsbegriffes näher nachzugehen, gilt es zunächst, die einzelnen Implikationen des Entwicklungsbegriffes näher zu bestimmen, um sich anschließend dem Entwicklungsbegriff als solchen nähern zu können. Während die einzelnen Implikationen des Entwicklungsbegriffes (Entwicklungsstrategien, -theorien, -politiken, -hilfen) in aller Kürze schlüssig definierbar sind, stellt sich für den Entwicklungsbegriff selbst ein raumzeitliches Problem, das es zu lösen gilt.

Zunächst einmal sind Entwicklungsstrategien als Empfehlungen zu verstehen, die Probleme zu lösen, die Entwicklungstheorien zu analysieren versuchen. Entwicklungsstrategien umfassen damit entwicklungspolitische Maßnahmen, wie beispielsweise Weltmarktintegration oder eben Weltmarktdissoziation, um ein angestrebtes Wachstums- oder Transformationsziel zu erreichen. Folglich versuchen Entwicklungstheorien die Ursachen der Unterentwicklung zu erklären um Strategien zu liefern, die auf die Veränderung der gesellschaftlichen Wirklichkeit abzielen. Als Entwicklungspolitik wird schließlich die Implementierung dieser Strategien auf einer Ebene der politischen Handlungen bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Nord-Süd-Beziehungen sowie die Rolle der Entwicklungspolitik im Kontext der Europäischen Sicherheitsstrategie.

2 Entwicklungstheorie: Grundlagen und Begriffe: Dieses Kapitel definiert den Entwicklungsbegriff und analysiert den theoretischen Diskurs zwischen Modernisierungstheorien und Dependenzansätzen sowie das Ende der klassischen Entwicklungstheorien.

3 Die Entwicklungszusammenarbeit der EU: Dieser Hauptteil untersucht die Strukturen der EU-Entwicklungszusammenarbeit, insbesondere die Bedeutung des Drei-Säulen-Modells und die Rolle der Kommission sowie der AKP-Kooperation.

4 Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert die Herausforderungen für eine kohärente europäische Entwicklungspolitik.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Entwicklungszusammenarbeit, Nord-Süd-Beziehungen, Entwicklungstheorie, Modernisierungstheorie, Dependenzansätze, Good Governance, Sicherheit, Sicherheitspolitik, AKP-Kooperation, Cotonou-Abkommen, Integration, Mehrebenensystem, Armutsbekämpfung, Politikkohärenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Europäischen Union als Akteur in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und beleuchtet deren strukturelle Ausgestaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die entwicklungstheoretischen Grundlagen, die Verknüpfung von Entwicklung und Sicherheit sowie die institutionellen Strukturen der europäischen Entwicklungspolitik.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den sektorspezifischen Integrationsprozess der europäischen Entwicklungspolitik zu erklären und die Akteursqualität der EU in diesem Politikbereich kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die verschiedene Integrationstheorien (intergouvernemental, supranational, konstruktivistisch) auf den Gegenstand der Entwicklungspolitik anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Strukturen der EU-Entwicklungszusammenarbeit, die Rolle der Kommission, die vertraglichen Grundlagen und das Fallbeispiel der EU-AKP-Kooperation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind "Good Governance", der "Security-Development-Nexus", Kohärenz, das "Magische Fünfeck" und der europäische Integrationsprozess.

Inwiefern beeinflusst der "Security-Development-Nexus" die EU-Politik?

Der Nexus führt dazu, dass die EU Entwicklungspolitik vermehrt als Teil einer umfassenden Sicherheitsstrategie begreift, um globale Stabilität zu fördern.

Welche Bedeutung hat das Cotonou-Abkommen für die AKP-Staaten?

Das Abkommen stellt eine neue Basis für die Zusammenarbeit dar, indem es politische Konditionalität, "Good Governance" und regionale Freihandelsabkommen stärker in den Vordergrund rückt.

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Details

Title
Die Europäische Union als entwicklungspolitischer Akteur
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Politikwissenschaften)
Grade
2,0
Author
Marcel Kreykenbohm (Author)
Publication Year
2007
Pages
145
Catalog Number
V144150
ISBN (eBook)
9783640543564
ISBN (Book)
9783640543465
Language
German
Tags
Europäische Union Akteur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Kreykenbohm (Author), 2007, Die Europäische Union als entwicklungspolitischer Akteur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144150
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