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Entstehung und Folgen der Schriftkultur

Título: Entstehung und Folgen der Schriftkultur

Trabajo , 2009 , 27 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anne-Kathrin Wilde (Autor)

Estudios de África - Otros
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Nichts gebrauchen wir alltäglicher als die Schrift. In westlichen Gesellschaften erlernt man sie spätestens im Schulalter. Ohne sich über die Entstehung, sowie die eigentliche Bedeutung einer Schriftkultur Gedanken zu machen, wird sie verwendet. Doch die Schrift ist nicht plötzlich entstanden, viel mehr steckt ein jahrtausende alter Entwicklungsprozess dahinter, der Gegenstand dieser Arbeit sein soll.
Zu Beginn jedoch steht die Frage: Was ist eigentlich Schrift? Ausgehend von der Möglichkeit Gesprochenes dauerhaft fixieren zu können, wird hier auf verschiedene Schriftformen und Schriftsysteme eingegangen. Für das weitere Verständnis der diversen Schriftsysteme, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, ist es wichtig die Unterschiede zwischen Logogrammen, Phonogrammen und Piktogrammen zu kennen, die hier näher erläutert werden sollen (siehe Kapitel 1). Anschließend wird der Themenbereich Oralität und Literalität angesprochen, ein sehr weiter Bereich, der die Gegensätze oder auch Gemeinsamkeiten von Mündlichkeit und Schriftlichkeit verdeutlichen soll (siehe Kapitel 2). Im Hauptteil folgt dann die chronologische Auflistung der Entstehung der Schriftarten von der Keilschrift, den Hieroglyphen, dem Phönizischen Alphabet, bis hin zum griechischen Alphabet. Anschließend soll auf James Goodys und Ian Watts Text „Entstehung und Folgen der Schriftkultur“ (1986) mitunter kritisch eingegangen werden, der unter anderem Ausgangspunkt für den Inhalt dieser Arbeit sein soll. Goody und Watt, vertreten eine sehr westliche Sicht bezüglich der Bedeutung von Schriftlichkeit für eine Kultur (siehe Kapitel 3). In Kapitel 4 spielt die Verwendung von Schrift eine wichtige Rolle. Mit Beispielen aus Afrika folgen hier vor allem die Themenschwerpunkte Schrift und Religion, sowie Schrift und Kunst. Afrika, der vermeintlichen „oralen Kultur“, standen im Laufe der Zeit diverse Systeme zum Schreiben zur Verfügung. Dabei bestanden diese Schriftsysteme nicht nur nebeneinander, sie beeinflussten sich auch gegenseitig und konkurrierten miteinander. Die Entstehung afrikanischer Schriften soll in dieser Arbeit erläutert werden, weil es sich hier um einen speziellen Fall handelt, der abermals die Frage Was ist Schrift? verdeutlichen soll.
Die Erfindung von Schrift hat positive, sowie auch negative Auswirkungen auf verschiedene Gesellschaften. In Kapitel 5 geht es um die Chancen aber auch die Hürden, die eine (Schrift-)kultur zu meistern hat. Abschließend folgt ein Fazit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Schrift?

2. Oralität und Literalität

3. Entstehung und Folgen der Schriftkultur

3.1 Vorläufer der Schrift: Höhlenmalerei und Keilschrift

3.2 Die Hieroglyphen

3.3 Das griechische Alphabet

4. Die Verwendung von Schrift

4.1 Die Bedeutung von Schriftlichkeit für eine Kultur

4.2 Die Entwicklung und Verwendung afrikanischer Schriften als Beispiel

5. Folgen der Schriftkultur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die historische Entstehung von Schriftsystemen und analysiert kritisch die soziokulturellen Auswirkungen der Schriftlichkeit. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich das Verhältnis zwischen oralen Traditionen und literalisierten Gesellschaften definiert und welche Rolle indigene Schriften im kulturellen Gedächtnis spielen.

  • Definition und Klassifizierung von Schriftsystemen (Logogramme, Phonogramme, Piktogramme).
  • Chronologische Analyse der Schriftentstehung (von Höhlenmalereien bis zum griechischen Alphabet).
  • Kritische Auseinandersetzung mit eurozentristischen Sichtweisen auf schriftlose Kulturen.
  • Untersuchung afrikanischer Schriftsysteme als Beispiel für kulturelle Identitätsbildung.
  • Reflektion der Folgen der Schriftkultur für Denkmuster und Wissensvermittlung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Vorläufer der Schrift: Höhlenmalerei und Keilschrift

Dürscheid bezieht sich auf Haarmann, der behauptet, dass die Höhlenmalereien von vor über 40000 Jahren die ersten Zeugnisse einer Verschriftlichung seien:

„Wenn der Magier das Bild eines Rentiers an die Höhlenwand malte, so bedeutete dies, dass er das abgebildete Tier bannte, und damit befand es sich in der Gewalt des Menschen. Man hat an vielen Stellen Bilder mit Absplitterungen gefunden, die von Pfeilschüssen herrühren. Daher weiß man, dass in den Höhlen rituelle „Jagden“ stattfanden. Man „erlegte“ das Bild, und dies war die beste Einstimmung auf das, was der moderne Mensch die „eigentliche Jagd“ nennen würde.“36

Diese Höhlenmalereien aus Europa, Afrika, Asien, Südamerika, Australien und Ozeanien folgten dem semasiographischen Prinzip indem lediglich Bedeutungen „verschriftlicht“ wurden. Die Zeichen verwiesen also in erster Linie auf bestimmte Ereignisse, wie diese jedoch versprachlicht werden sollten, war sekundär. Außerdem handelt es sich bei den Höhlenmalereien nicht um ein festgelegtes Zeichensystem, das zum Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht.

Auch die Zählsteine aus Mesopotamien oder die Kaurimuscheln (siehe Kapitel 1) in der Verwendung für administrative Zwecke, gelten als Vorreiter der Schrift. Harald Haarmann versucht in seinem Buch Universalgeschichte der Schrift (1990) sämtliche veraltete Anschauungen über die Entstehung der Schrift zu revidieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist Schrift?: Das Kapitel definiert Schrift als Kommunikationssystem und unterscheidet verschiedene Zeichenarten wie Piktogramme, Ideogramme, Logogramme und Phonogramme.

2. Oralität und Literalität: Hier werden die Begriffe Mündlichkeit und Schriftlichkeit theoretisch hergeleitet und deren Einfluss auf die menschliche Kognition und soziale Organisation diskutiert.

3. Entstehung und Folgen der Schriftkultur: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von frühen bildhaften Darstellungen über die Keilschrift und Hieroglyphen bis hin zur demokratisierenden Kraft des griechischen Alphabets nach.

4. Die Verwendung von Schrift: Die Autorin hinterfragt die eurozentristische Sichtweise auf „orale Kulturen“ und analysiert anhand afrikanischer Beispiele die komplexe Rolle von Schrift für Identität und Religion.

5. Folgen der Schriftkultur: Das abschließende inhaltliche Kapitel beleuchtet die ambivalenten Auswirkungen der Schriftlichkeit auf das Gedächtnis, das Denken und die moderne Wissensverbreitung.

Schlüsselwörter

Schriftkultur, Oralität, Literalität, Schriftsysteme, Piktogramme, Keilschrift, Hieroglyphen, griechisches Alphabet, afrikanische Schriften, Kulturtechnik, Wissensarchivierung, eurozentristisch, Kommunikation, Identitätsbildung, Zeichensystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung der Schrift als Kulturtechnik und reflektiert deren tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung von Gesellschaften und Denkmustern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Abgrenzung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit, die Typologie von Schriftsystemen sowie die kulturgeschichtliche Bedeutung des Schreibens in verschiedenen Weltregionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Schrift von frühen Vorläufern bis zum Alphabet nachzuvollziehen und den westlich geprägten Begriff der "Schriftkultur" kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und kulturwissenschaftliche Analyse, die auf etablierten Theorien der Schriftlinguistik und Ethnologie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische historische Betrachtung der Schriftentstehung sowie eine Untersuchung zur Verwendung von Schrift, insbesondere am Beispiel afrikanischer Schriftsysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Literalität, Oralität, Schriftsysteme, Kulturtechnik, kulturelles Gedächtnis und die kritische Distanz zur Eurozentrik.

Warum spielt die afrikanische Schriftentwicklung eine so große Rolle im Text?

Afrika dient als Fallbeispiel, um die fälschliche Kategorisierung als rein "orale Kultur" zu widerlegen und die Vielfalt indigener Schriftentwicklungen und deren Funktionen jenseits westlicher Standards aufzuzeigen.

Inwiefern beeinflusst Schrift laut der Arbeit unser Denken?

Die Arbeit zeigt auf, dass Schrift nicht nur Sprache fixiert, sondern auch analytisches Denken fördert, jedoch gleichzeitig eine Abhängigkeit von externen Medien schafft, die das menschliche Gedächtnis verändern kann.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Entstehung und Folgen der Schriftkultur
Universidad
University of Bayreuth
Curso
Schrift und Kunst in Afrika
Calificación
2,0
Autor
Anne-Kathrin Wilde (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
27
No. de catálogo
V144370
ISBN (Ebook)
9783640539048
ISBN (Libro)
9783640539697
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schrift Schriftkultur Hieroglyphen Keilschrift Oralität Literalität Vai afrikanische Schriften griechisches Alphabet
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anne-Kathrin Wilde (Autor), 2009, Entstehung und Folgen der Schriftkultur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144370
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