Wenn ein Staat ein Atomprogramm unterhält steht er grundsätzlich unter starker internationaler Beobachtung. Insbesondere, wenn dieser Staat als sogenannter „Rogue“ oder Schurkenstaat gilt. Sowohl Nordkorea, als auch der Iran sind sogenannte Schurkenstaaten und unterhalten ein massives Atomprogramm. Während über Nordkorea bekannt ist, dass die Bombe bereits existiert, so ist das im Iran noch nicht der Fall. Dabei ist der Iran nicht nur für Europa und die USA eine Herausforderung, vielmehr ist es eine Herausforderung für die gesamte Staatengemeinschaft.
Seit Jahren lässt der Iran die internationale Staatengemeinschaft über sein Atomprogramm im Unklaren. Obwohl die iranische Führung behauptet nur eine friedliche Nutzung der Nukleartechnologie zu beabsichtigen, gibt es begründete Zweifel ob es wirklich nur friedlichen Zwecken dient.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Neorealismus nach Kenneth Waltz
- Proliferation und der Atomwaffensperrvertrag
- Die Proliferation
- Der Atomwaffensperrvertrag (NPT)
- Das Atomprogramm des Iran
- Das Atomprogramm unter dem Shah
- Das Atomprogramm 1979 - 2005
- Das Atomprogramm seit dem Amtsantritt von Ahmadinejad
- Die Motive des Atomprogramms
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit untersucht das iranische Atomprogramm aus neorealistischer Perspektive. Sie analysiert die möglichen Motive für das Programm und hinterfragt, inwieweit es der nationalen Sicherheit dient. Zudem werden die Auswirkungen des Programms auf den Nahen und Mittleren Osten betrachtet.
- Die neorealistische Theorie nach Kenneth Waltz
- Proliferation und der Atomwaffensperrvertrag
- Das iranische Atomprogramm und dessen historische Entwicklung
- Die Motive des iranischen Atomprogramms
- Die Auswirkungen des Programms auf die Region und die internationale Sicherheit
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt das iranische Atomprogramm in den Kontext der internationalen Politik und erläutert die Problematik von Staaten mit Atomwaffenprogrammen, insbesondere im Fall von „Schurkenstaaten“.
- Der Neorealismus nach Kenneth Waltz: Dieses Kapitel erklärt die Grundprinzipien des Neorealismus und zeigt, wie die Theorie die internationalen Beziehungen unter dem Aspekt der Macht und Anarchie analysiert.
- Proliferation und der Atomwaffensperrvertrag: Der Abschnitt beleuchtet die Problematik der Proliferation von Massenvernichtungswaffen und die Rolle des Atomwaffensperrvertrags (NPT) in diesem Zusammenhang.
- Das Atomprogramm des Iran: Dieses Kapitel beschreibt die Entwicklung des iranischen Atomprogramms in drei Phasen, beginnend mit der Zeit des Shahs von Persien, über die islamische Revolution bis hin zum heutigen Tag.
- Die Motive des Atomprogramms: Dieser Abschnitt untersucht die möglichen Hintergründe und Motive, die das iranische Engagement im Bereich der Nukleartechnologie antreiben.
Schlüsselwörter
Iran, Atomprogramm, Neorealismus, Kenneth Waltz, Proliferation, Atomwaffensperrvertrag (NPT), nationale Sicherheit, Naher Osten, Mittlerer Osten, internationale Politik, Macht, Anarchie, „Black-Box“, Staaten, Hegemonie, „Balance-of-Power“, „Rogue State“
Häufig gestellte Fragen
Aus welcher theoretischen Perspektive wird das iranische Atomprogramm analysiert?
Die Arbeit nutzt den Neorealismus nach Kenneth Waltz als theoretischen Rahmen, um das Verhalten des Iran im internationalen System zu erklären.
Was sind die Kernannahmen des Neorealismus in Bezug auf den Iran?
Der Neorealismus geht davon aus, dass Staaten in einem anarchischen System nach Sicherheit und Macht streben. Das Atomprogramm wird hier als Mittel zur Sicherung der nationalen Existenz gesehen.
Welche Rolle spielt der Atomwaffensperrvertrag (NPT)?
Die Arbeit untersucht die Spannungen zwischen den Verpflichtungen des Iran aus dem NPT und dem tatsächlichen Fortschritt seines Nuklearprogramms sowie die Problematik der Proliferation.
Wie hat sich das Programm seit der Zeit des Schahs verändert?
Das Programm begann unter dem Schah mit westlicher Unterstützung, kam nach der Revolution 1979 fast zum Erliegen und wurde später, insbesondere unter Ahmadinejad, massiv intensiviert.
Warum wird der Iran oft als „Schurkenstaat“ (Rogue State) bezeichnet?
Dieser Begriff wird im Kontext der internationalen Beobachtung verwendet, da der Iran die Staatengemeinschaft über die friedliche Nutzung seiner Technologie im Unklaren lässt und regionale Stabilitätsinteressen bedroht.
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- Mehran Zolfagharieh (Autor), 2009, Das iranische Nuklearprogramm aus neorealistischer Sicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144382