Als modernes Beraterschlagwort erlangt das SCM immer größere Bedeutung. Unter der Überschrift „Supply Chain Management“ werden immer wieder Konzepte propagiert, die auf einer rigiden Kopplung der Austauschprozesse zwischen vertikal verbundenen Unternehmen basieren.
Das SCM hat sich im Laufe der Jahre zu einer dominierenden Managementdisziplin subjektiver Auslegung entwickelt.
Die Auswirkungen des SCM werden durch die weltweite Auslösung von Unternehmensnetzwerken (Advanced Planning Systems - APS) und Ressourcenplanern (Enterprise Resource Planning Systems - ERP) verdeutlicht.
1. Was bedeutet der Begriff des Supply Chain Managements?
2. In welcher Beziehung steht das Supply Chain Management
zu Advanced Planning Systemen?
3. Welche Denkrichtungen gibt es und wie sind diese in der
Literatur dargestellt?
4. Und wie wird das Supply Chain Management in der Praxis
angewandt?
Die Bearbeitung dieser Fragestellungen ist Gegenstand dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. SCM Überblick
1.1 Integrations- und Koordinationskonzept des SCM
1.2 Reengineering im SCM
1.3 Konfliktsituationen im SCM
1.4 Kennzahlenunterstützung im SCM
1.5 „Listen to the customer“ – Erkennen von Kundenbedürfnissen im SCM
1.6 Informationsfluss im SCM
1.7 Materialfluss im SCM
2. Planungssysteme des SCM
2.1 ERP-Systeme
2.2 Advanced Planning Systems
2.3 Systemintegration
2.4 SAP SCM
3. Begriff des SCM in der Literatur
3.1 Definitionen und Zitate des SCM in der Literatur
3.2 Abgrenzung der engen und weiten Definition des SCM in der Literatur
3.3 Auslegungen des SCM in der Literatur
3.4 Schlagworte des SCM und Fazit
4. Anwendung des SCM in der Praxis
Beispiel 1: SAP SCM – Optimierung durch Zusammenarbeit
Beispiel 2: Cirquent – Mehrwert durch Kundenfokus
Beispiel 3: HHLA – Sicherung der internationalen Transportkette und Kundenorientierung im Rahmen des SCM
Beispiel 4: Internationale Wertschöpfungskette deutscher Lebkuchen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit gibt einen grundlegenden Überblick über das Supply Chain Management (SCM), untersucht dessen theoretische Einordnung in der Literatur und verdeutlicht die praktische Anwendung anhand ausgewählter Unternehmensbeispiele und Softwarelösungen.
- Grundkonzepte und Integrationsmechanismen des Supply Chain Managements
- Einsatz von IT-gestützten Planungssystemen (ERP und APS)
- Definitionen und wissenschaftliche Auslegungen des SCM-Begriffs
- Praktische Anwendungsbeispiele in Software-, Beratungs- und Produktionsumgebungen
Auszug aus dem Buch
1.1 Integrations- und Koordinationskonzept des SCM
Die Versorgungskette (engl.: Supply Chain) beginnt beim Abbau des Rohstoffs und endet mit dem Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung an den Endverbraucher. Alle dazwischen liegenden Wirtschaftssubjekte (Hersteller, Dienstleistungsunternehmen, Großhändler, Spediteure etc.) sind ebenso Elemente der Versorgungskette. Ferner können auch die Zulieferer der Lieferanten und die Kunden der Kunden miteinbezogen werden. Die einzelnen Elemente sind dabei durch Interaktion mit den ihnen vor- bzw. nachgelagerten Gliedern verkettet. Betrachtet werden sowohl Material- als auch Informationsfluss. Der Begriff Supply Chain (SC) umfasst nicht nur die Prozesse innerhalb eines Unternehmens, sondern ebenso alle Geschäftsprozesse zwischen den Partnern der SC untereinander. Entscheidungen sollen also immer die Wertschöpfung der gesamten Kette maximieren und nicht nur die Geschäftsprozesse eines Unternehmens. Daher wird im Englischen auch oft synonym der Begriff Value Chain verwendet. Folglich ist das SCM ein unternehmensübergreifendes Integrationskonzept. Die Organisationen sind hierbei interdependent miteinander verbunden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. SCM Überblick: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des SCM, inklusive Material- und Informationsfluss, das Konzept der Netzwerkintegration sowie Herausforderungen wie den Bullwhip-Effekt.
2. Planungssysteme des SCM: Hier werden technische Hilfsmittel wie ERP- und Advanced Planning Systems (APS) sowie deren Rolle bei der Systemintegration und dem Datenaustausch detailliert vorgestellt.
3. Begriff des SCM in der Literatur: Dieser Teil analysiert verschiedene Definitionen und Denkrichtungen führender Autoren und visualisiert die zentralen Schlagworte des SCM in einem Schlagwort-Kristall.
4. Anwendung des SCM in der Praxis: Anhand konkreter Unternehmensbeispiele wie SAP, Cirquent, HHLA und einem Lebkuchenhersteller wird aufgezeigt, wie SCM-Theorien in realen Geschäftsprozessen umgesetzt werden.
Schlüsselwörter
Supply Chain Management, SCM, Supply Chain, Wertschöpfungskette, Logistik, ERP-Systeme, APS, Systemintegration, Kundenorientierung, Informationsfluss, Materialfluss, Prozessoptimierung, Unternehmensnetzwerke, Kennzahlen, Kollaboration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit liefert einen systematischen Überblick über das Supply Chain Management, indem sie sowohl die theoretischen Begriffsdefinitionen als auch die praktische Anwendung in Unternehmen beleuchtet.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Integration von Geschäftsprozessen, der Einsatz von IT-Planungssystemen, die Bewältigung von Konfliktsituationen in Lieferketten und die Bedeutung von Kundenbedürfnissen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Begriff SCM zu klären, Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis aufzuzeigen und zu verstehen, wie unternehmensübergreifende Koordination Wettbewerbsvorteile schafft.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener Fachpublikationen sowie der Auswertung von Fallbeispielen und Praxisinterviews.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Überblicke, Erläuterungen zu Planungssystemen (ERP/APS), eine Literaturanalyse zur SCM-Definition und praktische Anwendungsbeispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Supply Chain Management, Wertschöpfungskette, Systemintegration, Prozessoptimierung und Kundenorientierung.
Wie unterscheidet der Autor zwischen enger und weiter Definition von SCM?
Die enge Definition fokussiert sich meist auf überbetriebliche Logistikketten und Planung, während die weite Definition zusätzliche Aspekte wie netzwerkweite Produktentwicklung und umfassendes Beziehungsmanagement einbezieht.
Welche Bedeutung haben IT-Systeme wie SAP für das SCM laut Autor?
IT-Systeme dienen als Rückgrat der Koordination; sie ermöglichen die simultane Datenverfügbarkeit und bilden die Basis für eine effiziente Steuerung komplexer Unternehmensnetzwerke.
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- Alexandra Wunderle (Author), 2008, Supply Chain Management - Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144526