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Ernährungspolitik. Potenzielle Instrumente und Maßnahmen zur Reduktion des Fleischkonsums in Deutschland

Title: Ernährungspolitik. Potenzielle Instrumente und Maßnahmen zur Reduktion des Fleischkonsums in Deutschland

Term Paper , 2022 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Social Studies (General)
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Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz sind politische Themen, die seit den letzten Jahren vermehrt den Diskurs bestimmen und politischen Handlungsbedarf fordern.

Die Auswirkungen von übermäßigem Fleischkonsum und der damit verbundenen Massentierhaltung vereinen all diese gesamtgesellschaftlichen Problemfelder, doch wurde auf der politischen Handlungsebene bislang zu wenig unternommen. Im Gegenteil, Deutschland avancierte in den vergangenen Jahren von einem Fleischimporteur zu einem Fleischexporteur. Die damit verbundene steigende Fleischproduktion wirkt sich negativ auf das Klima, die Umwelt und die Gesundheit der Menschen aus. „Nitratbelastung des Grundwassers, überdüngte Böden, der Ausstoß klimaschädlicher Gase sowie steigende Gesundheitskosten“ sind nur ein Teil der externalisierten Kosten und Probleme, welche gesamtgesellschaftlich kompensiert werden müssen.

Es gilt daher, transparent zu machen, welche ökonomischen Instrumente dafür geeignet sind, um den Fleischkonsum in Deutschland zu reduzieren. Ferner soll auch das allumfassende ernährungspolitische Spektrum einer Betrachtung unterzogen werden, um im Anschluss daran festzustellen, welche strategische Vorgehensweise eine Reduktion des Fleischkonsums innerhalb Deutschlands bewirken kann.

In dieser Arbeit werden daher zunächst im ersten Kapitel die gesundheitlichen Probleme sowie die Klima- und Umweltfolgen von zu hohem Fleischkonsum und Produktion zusammengefasst. Im anschließenden Kapitel werden zentrale Varianten des ökonomischen Instrumentariums zur Reduktion des Fleischkonsums aufgegriffen. Im Anschluss daran wird die ernährungspolitische Strategie in der Form eines ernährungspolitischen Mix mit Bezug auf die Fragestellung der Arbeit, also mit welchen Maßnahmen und Instrumenten der Fleischkonsum der deutschen Bevölkerung reduziert werden kann, dargelegt sowie eine eingrenzende Selektion adäquater ökonomischer Instrumente getroffen und mögliche praktische Umsetzungen der einzelnen ernährungspolitischen Instrumente ausgearbeitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auswirkungen von übermäßigem Fleischkonsum

2.1 Gesundheitliche Auswirkungen

2.2 Auswirkungen auf Klima und Umwelt

3. Ökonomisches Instrumentarium zur Senkung des Fleischkonsums

4. Ernährungspolitischer Mix

4.1 Entscheidungsunterstützende Maßnahmen

4.2 Entscheidungslenkende Maßnahmen

4.3 Entscheidungslenkende Maßnahmen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Reduktion des Fleischkonsums in Deutschland, um gesundheitliche Risiken zu minimieren sowie die Klima- und Umweltbelastungen durch die Fleischproduktion zu senken. Ziel ist die Entwicklung eines langfristig angelegten ernährungspolitischen Instrumenten-Mix, der staatliche Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und gesellschaftlichen Akzeptanz bewertet.

  • Gesundheitliche Folgen des Fleischkonsums und Massentierhaltung
  • Ökologische Auswirkungen, inklusive Klimabilanz und Nitratbelastung
  • Analyse ökonomischer Steuerungsinstrumente (Steuern, Abgaben, Subventionen)
  • Stufenmodell ernährungspolitischer Maßnahmen (Entscheidungsunterstützung bis hin zu Verboten)
  • Herausforderung der gesellschaftlichen Akzeptanz bei staatlichen Eingriffen

Auszug aus dem Buch

2. Auswirkung von übermäßigem Fleischkonsum

Seit 1991 ist der Fleischkonsum in Deutschland insgesamt tendenziell gesunken. Eine deutlich zu erkennende Reduktion ist vor allem seit 2018 festzustellen. Während der Konsum 2018 insgesamt noch bei 7.467,2 Millionen Tonnen Schlachtgewicht lag, sank dieser kontinuierlich bis 2021 auf 6.789,7 Mio. Tonnen.

Trotz dieser positiven Entwicklung liegt der Pro-Kopf-Konsum der Deutschen noch deutlich über der empfohlenen Menge der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) von maximal 300-600 Gramm pro Woche. Während 2019 der Pro-Kopf-Konsum bei 58,1 kg im Jahr lag, verringerte dieser sich 2021 nur leicht auf 55 kg, was etwas mehr als 1 kg Fleisch pro Kopf in der Woche entspricht. Abgepackte Wurst aus dem Kühlregal, Frischfleisch von der Theke und Frischwurst offen an der Theke gekauft sind die beliebtesten Konsumformen von Fleisch in Deutschland. Über 64% der Befragten in einer Umfrage gaben an, diese Produkte mehrmals pro Monat zu konsumieren. In der Kategorie ‚abgepackte Wurst‘ sind es sogar 68%.

Doch nicht nur der zu hohe Pro-Kopf-Konsum von Fleisch ist kritisch zu betrachten, sondern ebenso der hohe Anteil von verarbeitetem Fleisch. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kategorisieren verarbeitetes Fleisch in der ersten Gruppe krebserregender Substanzen ein, da eine krebserregende Wirkung hinreichend in Studien nachgewiesen wurde. Somit ist verarbeitetes Fleisch derselben Gruppe zugewiesen, wie z.B. Tabak, Alkohol, Asbest oder Röntgen und UV-Strahlung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den politischen Handlungsbedarf hinsichtlich des Fleischkonsums und leitet die Untersuchung ökonomischer Steuerungsinstrumente sowie ernährungspolitischer Strategien ein.

2. Auswirkungen von übermäßigem Fleischkonsum: Dieses Kapitel analysiert die gesundheitlichen Risiken durch zu hohen Fleischverzehr sowie die negativen ökologischen Folgen der Massentierhaltung.

3. Ökonomisches Instrumentarium zur Senkung des Fleischkonsums: Es werden verschiedene ökonomische Instrumente wie Steuern und Abgaben diskutiert, die den Fleischpreis erhöhen und somit indirekt den Konsum reduzieren sollen.

4. Ernährungspolitischer Mix: Dieses Kapitel entwickelt ein Modell aus verschiedenen Maßnahmenkategorien, das Akzeptanz in der Bevölkerung sucht und schrittweise von Information zu regulatorischen Eingriffen führt.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass ein konsistenter, langfristiger Instrumenten-Mix notwendig ist, um den Fleischkonsum auf das empfohlene Maß zu senken, wobei die gesellschaftliche Akzeptanz durch begleitende Informationsmaßnahmen gesichert werden muss.

Schlüsselwörter

Fleischkonsum, Massentierhaltung, DGE, Ernährungspolitik, Ökonomische Instrumente, CO2-Bilanz, Gesundheitsrisiken, Steuern, Abgaben, Tierwohlabgabe, Lenkungswirkung, Ernährungspolitischer Mix, Nachhaltigkeit, Fleischproduktion, Akzeptanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die negativen Auswirkungen des hohen Fleischkonsums und der Massentierhaltung auf Gesundheit, Klima und Umwelt und evaluiert politische Strategien zu dessen Reduzierung.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Die zentralen Felder sind die gesundheitlichen und ökologischen Folgen des hohen Fleischverzehrs, ökonomische Steuerungsmöglichkeiten und die Akzeptanz ernährungspolitischer Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die Konstruktion eines sinnvollen, langfristigen ernährungspolitischen Instrumenten-Mixes, der den Fleischkonsum in Deutschland auf ein gesundheitlich und ökologisch vertretbares Maß senkt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung aktueller Studien, insbesondere des Forums ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS), um ökonomische Instrumente zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet zunächst die Auswirkungen von Fleischproduktion und -konsum, stellt dann ökonomische Instrumente vor und erarbeitet schließlich einen strukturierten ernährungspolitischen Maßnahmenkatalog.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?

Kernbegriffe sind Fleischkonsum, Ernährungspolitik, Nachhaltigkeit, Steuerungsinstrumente und gesellschaftliche Akzeptanz.

Warum wird verarbeitetes Fleisch im Werk als besonders kritisch eingestuft?

Verarbeitetes Fleisch wurde von der WHO in die höchste Kategorie krebserregender Substanzen eingestuft, was vergleichbar mit Risikofaktoren wie Tabak oder Alkohol ist.

Warum ist das Konzept des „ernährungspolitischen Mix“ für den Autor entscheidend?

Da harte staatliche Eingriffe wie Steuern oder Verbote oft auf Widerstand in der Bevölkerung stoßen, müssen diese durch sanftere Instrumente wie Monitoring oder Informationskampagnen flankiert werden.

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Details

Title
Ernährungspolitik. Potenzielle Instrumente und Maßnahmen zur Reduktion des Fleischkonsums in Deutschland
College
University of Cologne
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
17
Catalog Number
V1449040
ISBN (PDF)
9783963556906
ISBN (Book)
9783963556913
Language
German
Tags
Ernährungspolitik, Fleischkonsum, Nachhaltigkeit, Deutschland, Klimawandel, Vegan, Fleisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Ernährungspolitik. Potenzielle Instrumente und Maßnahmen zur Reduktion des Fleischkonsums in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1449040
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