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Atommächte Indien, Pakistan und China

Eine Untersuchung der bilateralen Beziehungen zwischen den drei Staaten im Bezug auf die Atombombensicherheitspolitik

Título: Atommächte Indien, Pakistan und China

Trabajo , 2009 , 18 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Lebende Guy Andre Sorgho (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Die Beziehungen zwischen den drei Atommächten Indien, China und Pakistan sind durch den Machtanspruch und dem Wunsch nach Sicherheit geprägt. Einerseits versucht Indien gegenüber seinem nördlichen Nachbar China einen Status Quo, sowohl im Sicherheitsbereich, als auch auf der wirtschaftlichen Ebene, zu etablieren. Erstaunlicherweise begründet Indien seine Atomtests von 1998 mit der von China dargestellten Gefahr. Eine Gleichziehung mit China im Atomwaffenbereich wäre wichtig und könnte nur das eigene Überleben gegen China bewahren. Deswegen geht Indien, aufgrund des Grenzstreits zwischen den beiden Staaten den sicheren Weg; in dem es ein minimales Abschreckungspotenzial erzeugt, falls China zur Aufnahme des Streits den militärischen Weg wählen würde. Die 1962 erlittene Niederlage gegen China im Grenzstreit veranlasste Indien höchstwahrscheinlich zu diesem Schritt. Im Gegenzug sieht das Reich der Mitte die Annährung zwischen Indien und den USA nicht mit besonderer Freude. Eine militärische Kooperation zwischen Indien und den USA könnte die Sicherheit Chinas dadurch gefährden. Sich gegen diese Gefahr zur Wehr zu setzen, treibt China bei der Modernisierung seiner strategischen Waffen an und parallel hofft China weiterhin, die Oberhand im südasiatischen Kontinent zu beizubehalten.
Angesichts des existierenden Sicherheitsproblems, beziehungsweise des Grenzproblems und der damit verbundenen fünf Kriege zwischen den Akteuren, stellt sich die Frage, wie sich die Nuklearsicherheitspolitik des jeweiligen Landes erklären lässt? Basierend auf der neorealistischen Theorie von Kenneth Waltz versucht diese Arbeit folgende Fragen zu beantworten: warum verschaffen sich Staaten Atombomben und warum haben Staaten kein Vertrauen in das internationale System?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Beziehungen zwischen den Atommächten

2.1 Die Indisch-Pakistanischen Beziehungen

2.2 Die Indisch-Chinesischen Beziehungen

2.3 Die Chinesisch-Pakistanischen Beziehungen

3 Der Machtanspruch durch die Atombombe aus Sicht der neorealistischen Theorie

3.1 Die neorealistische Theorie nach Kenneth Waltz

3.2 Die Grundannahme der neorealistischen Theorie

3.3 Das Sicherheitsdilemma nach Kenneth Waltz

4 Aktuelle Atomkapazität und Politik des jeweiligen Landes

4.1 Indien und seine Atompolitik

4.2 Die Nuklearpolitik Pakistans

4.3 Chinas Atombombenarsenal

5 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen und spannungsreichen bilateralen Beziehungen zwischen den drei Atommächten Indien, Pakistan und China vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen nuklearen Sicherheitspolitik. Ziel ist es, das Verhalten dieser Staaten und ihre sicherheitspolitischen Motivationen durch die Anwendung der neorealistischen Theorie nach Kenneth Waltz zu erklären und zu analysieren, warum diese Staaten trotz der Risiken an Atomwaffen festhalten.

  • Analyse der historischen und aktuellen Konfliktlinien zwischen Indien, Pakistan und China.
  • Untersuchung der nuklearen Abschreckungsstrategien und der politischen Motivationen hinter der Aufrüstung.
  • Anwendung neorealistischer Konzepte wie des Sicherheitsdilemmas auf die südasiatische Region.
  • Bewertung der Stabilitätsrisiken durch das Stabilitäts-/Instabilitäts-Paradoxon.

Auszug aus dem Buch

3 Der Machtanspruch durch die Atombombe aus Sicht der neorealistischen Theorie

Mit der Anschaffung von Nuklearwaffen verfolgen die Atommächte ein Hauptziel. Nämlich die Schaffung einer größeren militärischen Durchschlagskraft; die die eigene Sicherheit gewährleisten kann. Nach Kenneth Waltz sind Atomwaffen dabei die effizientesten Abschreckungsmittel („Deterrence“) unter allen Waffen. Mit der Abschreckungskapazität der Atomwaffen zielt man darauf hin, unerwünschtes Verhalten oder gar einen Angriff des Gegners dadurch zu verhindern, dass dieser mit dem Einsatz von Atomwaffen bedroht wird. Daher soll die Atomwaffenseinsatzbedrohung nur im Falle der Versagung diplomatischer Bemühungen oder im Falle eines unmittelbar bevorstehenden Großangriffs, erfolgen. Ein vernünftiges Verhalten des Gegners angesichts der möglichen Zerstörung seines Landes durch Atomwaffen wird dabei erwünscht: „nuclear weapons dissuade states from going to war more surely than conventional weapons.“

Diese Abschreckungsmethode kann sich auch als negativ erweisen, indem sie Staaten in einen Rüstungswettlauf führen kann. Der Anreiz immer stärker als der Gegner zu sein ist zu hoch und die Sucht nach einer größeren effizienten Zweitschlagkapazität steigt enorm. Diese Bestrebungen führen unaufhaltsam zu Hochrüstung und die Schaffung immer leistungsfähigerer Waffensysteme. Die verhängnisvolle Rüstungsspirale wird immer höher geschraubt: „Nuclear States continue to compete militarily with each state tending to ist security interests as best it can, war is constantly possible.”

Die Beschaffung von Atombomben, dient nicht nur zum Abschreckungseffekt, sondern trägt auch dazu bei, in die Sphäre der Atommächte dieser Welt aufzusteigen. So gesehen erklärte sich Indien nach seinen Atomtests als Atommacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die sicherheitspolitischen Spannungen zwischen Indien, China und Pakistan, die durch Grenzkonflikte und das Streben nach Abschreckung geprägt sind, und führt in die zentrale Forschungsfrage ein.

2 Die Beziehungen zwischen den Atommächten: Dieses Kapitel analysiert die komplexen, oft durch Rivalität und Misstrauen belasteten diplomatischen und militärischen Interaktionen zwischen den drei Staaten.

3 Der Machtanspruch durch die Atombombe aus Sicht der neorealistischen Theorie: Hier wird das theoretische Fundament gelegt, indem die neorealistische Theorie von Kenneth Waltz auf das Streben nach Atomwaffen und das daraus resultierende Sicherheitsdilemma angewandt wird.

4 Aktuelle Atomkapazität und Politik des jeweiligen Landes: Dieser Teil untersucht die spezifische Atompolitik, die historische Entwicklung der Atomprogramme und die aktuelle Kapazität Indiens, Pakistans und Chinas.

5 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Stabilität sowie die Risiken in den Beziehungen der drei Atommächte unter Anwendung des Stabilitäts-/Instabilitäts-Paradoxons.

Schlüsselwörter

Indien, Pakistan, China, Atomwaffen, Nuklearpolitik, Neorealismus, Kenneth Waltz, Sicherheitsdilemma, Abschreckung, Rüstungswettlauf, Südasien, Jammu und Kaschmir, Zweitschlagkapazität, Militärstrategie, Internationale Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die bilateralen Beziehungen zwischen den Atommächten Indien, Pakistan und China und analysiert, wie diese Staaten ihre Sicherheit durch Nuklearwaffen zu maximieren versuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die sicherheitspolitische Rivalität zwischen den drei Staaten, die historische Entwicklung ihrer Atomprogramme und die Auswirkungen dieser Aufrüstung auf die regionale Stabilität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verhalten der drei Staaten im internationalen System zu erklären, insbesondere warum sie Atombomben besitzen und wie sie das Sicherheitsdilemma in ihrer Politik handhaben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt die neorealistische Theorie nach Kenneth Waltz, um die Handlungsweisen der Staaten unter der Annahme eines anarchischen internationalen Systems zu analysieren.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der bilateralen Beziehungen, die theoretische Einordnung durch den Neorealismus sowie eine detaillierte Betrachtung der Atomkapazitäten und -politik der drei Länder.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Nukleare Abschreckung, das Sicherheitsdilemma, das Stabilitäts-/Instabilitäts-Paradoxon, Machtanspruch sowie regionale Grenzkonflikte.

Welche Rolle spielt der Grenzkonflikt um Jammu und Kaschmir?

Der Konflikt ist ein zentraler Treiber der nuklearen Sicherheitspolitik Pakistans und Indien und stellt ein Haupthindernis für die Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern dar.

Wie bewertet der Autor die Rolle Chinas gegenüber Indien und Pakistan?

China wird einerseits als militärischer Bündnispartner Pakistans gesehen, dessen Unterstützung bei der Nukleartechnologie entscheidend war, während das Verhältnis zu Indien durch Rivalität, Grenzstreitigkeiten und Misstrauen geprägt ist.

Was besagt die These zum Stabilitäts-/Instabilitäts-Paradoxon?

Die Arbeit argumentiert, dass die Existenz von Atomwaffen zwar große Kriege verhindert, aber paradoxerweise begrenzte, konventionelle Kriege zwischen den Atommächten begünstigt, da das Risiko einer totalen Eskalation gescheut wird.

Warum wird die indisch-amerikanische Annäherung thematisiert?

Diese Annäherung wird als sicherheitspolitische Herausforderung für China betrachtet, da Peking darin einen Versuch sieht, den Aufstieg Indiens als strategisches Gegengewicht zu nutzen.

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Detalles

Título
Atommächte Indien, Pakistan und China
Subtítulo
Eine Untersuchung der bilateralen Beziehungen zwischen den drei Staaten im Bezug auf die Atombombensicherheitspolitik
Universidad
University of Heidelberg  (Südasien-Institut)
Curso
Indiens Rolle in den Internationalen Beziehungen
Calificación
2,0
Autor
Lebende Guy Andre Sorgho (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
18
No. de catálogo
V144931
ISBN (Ebook)
9783640559589
ISBN (Libro)
9783640560004
Idioma
Alemán
Etiqueta
Atommächte Indien Pakistan China Eine Untersuchung Beziehungen Staaten Bezug Atombombensicherheitspolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lebende Guy Andre Sorgho (Autor), 2009, Atommächte Indien, Pakistan und China, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/144931
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