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Veränderungsdruck bei Städten und Gemeinden. Gründe für die Einführung eines Change Managements im öffentlichen Dienst

Titre: Veränderungsdruck bei Städten und Gemeinden. Gründe für die Einführung eines Change Managements im öffentlichen Dienst

Dossier / Travail , 2017 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sandro Pfeiffer (Auteur)

Organisation et administration - Administration publique
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Welche Motive und Gründe bewegen Kommunen konkret dazu, Reformen und umfangreiche Modernisierungsprojekte einzuleiten, welche Public Change Management überhaupt erst erforderlich machen?
Im Folgenden wird zunächst eine Begriffsexplikation zur Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes vorgenommen, bevor anhand einschlägiger Literatur die Unterschiede und Parallelen zwischen öffentlichem und privatem Sektor sowie die Sonderstellung der Städte und Gemeinden erarbeitet werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden im Anschluss mit den durch eine quantitative Umfrage erhobenen Daten und deren Analyse verglichen und so der Bezug zur Verwaltungspraxis hergestellt. Ziel der Arbeit ist dabei die Erforschung der Gründe und Ursachen, die Kommunen tatsächlich zur Umsetzung von umfassenden Veränderungen bewegen.

Stete Veränderung ist im privatwirtschaftlichen Sektor längst nicht mehr die Ausnahme, sondern vielmehr zu einer Art Voraussetzung für den Unternehmenserfolg avanciert. „Unternehmen, die sich .. zu zögerlich verhalten, fallen im Wettbewerb zurück und schwächen ihre Position. Wettbewerb und Wandel sind geradezu synonym“ (Krüger 2014). Die zahlreichen Transformationsprozesse sind dabei der unausweichlichen Anpassung der Betriebe an die sich immer schneller verändernden Umweltbedingungen geschuldet. Dies bedeutet, dass sich nur diejenigen Unternehmen dauerhaft im Wettbewerb behaupten können, welche rasch und flexibel mit Veränderungsmaßnahmen darauf reagieren. Vollkommen anders stellt sich die Situation im öffentlichen Dienst dar. Während privatwirtschaftliche Unternehmen die Gewinnmaximierung durch Absatz ihrer Produkte zum Ziel haben und zu diesem Zweck auf Kundenakquise angewiesen sind, nehmen sowohl Staat als auch die Kommunen im föderalen System eine Monopolstellung ein. Auf das jeweilige Hoheitsgebiet beschränkt, stellen zwar alle Städte und Gemeinden (abhängig von der Aufgabenzuweisung im jeweiligen Bundesland) im Grunde dieselben Leistungen zur Verfügung. Eine Konkurrenzsituation zwischen den Kommunen ergibt sich jedoch vordergründig aufgrund einer eindeutigen, auf gesetzlicher Grundlage basierenden Zuweisung der Abnehmer der kommunalen Leistungen, nicht. Damit fehlt der Wettbewerbscharakter, der im privatwirtschaftlichen Sektor zu Innovationsfähigkeit und Veränderungsbereitschaft zwingt. [...]

Extrait


Gliederung

1. Einleitung

2. Verwaltungsreform, Innovation oder Change?

3. Betrachtung des Wandels aus unterschiedlichen Perspektiven

3.1 Allgemeine organisationswissenschaftliche Grundlagen des Wandlungsbedarfs sozialer Systeme

3.2 Unternehmen im Wandel – Zwang zur fortwährenden Transformation

3.3 Kommunen im Wandel – Herausforderung neuer Art

4. Veränderungsdruck in Kommunen – ein Blick in die Praxis

4.1 Vorgehen bei Entwicklung des Fragebogens und Durchführung der Umfrage

4.2 Analyse und Interpretation der erhobenen Daten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe und Motive, die deutsche Kommunen dazu veranlassen, umfassende Modernisierungsprojekte und Change-Management-Prozesse einzuleiten, um den sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden.

  • Vergleich der Wandlungsprozesse in privatwirtschaftlichen Unternehmen und im öffentlichen Dienst
  • Analyse organisationswissenschaftlicher Grundlagen von Veränderungsbedarf
  • Untersuchung der spezifischen Situation von Städten und Gemeinden (Monopolstellung vs. Anpassungsdruck)
  • Empirische Erhebung und Auswertung aktueller Modernisierungsvorhaben in niederbayerischen Kommunen
  • Bedeutung von Digitalisierung und Bürgerservice als Treiber für organisatorischen Wandel

Auszug aus dem Buch

3.2 Unternehmen im Wandel – Zwang zur fortwährenden Transformation

Hohe Flexibilität und Dynamik bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen liegen in der Natur privatwirtschaftlich handelnder Unternehmen. Dies liegt zum einen an der Tatsache, dass diese dem Wettbewerb unterliegen und vor allem die Kunden durch ihr Kaufverhalten indirekt Einfluss auf die Ausgestaltung betrieblicher Vorgänge nehmen. Zum anderen streben Unternehmen im Rahmen des Ziels der Gewinnmaximierung nach höchstmöglicher Effektivität und Effizienz der Arbeitsabläufe. Diese Erkenntnis ist nicht neu. „Neu sind allerdings die Radikalität und die Schnelligkeit der Entwicklungen“ (Doppler/Lauterburg 2014: 22). Unternehmen sind inzwischen darin geübt, sich veränderten Umweltbedingungen wie neuen Kundenwünschen, finanziellen Krisen, oder Erschließung neuer Märkte sehr umfassend und in einer aktuell nie zuvor dagewesenen Geschwindigkeit anzupassen.

Die Ursachen dieser hohen Veränderungsgeschwindigkeit sind zahlreich: Die Geschäftswelt wird alleine durch die der technologischen Weiterentwicklung zu verdankenden Beschleunigung der Geschäftsabläufe unter enormen Veränderungs- und Leistungsdruck gesetzt (Doppler/Lauterburg 2014: 24). Hinzu kommt die Tatsache, dass Grenzen gesprengt werden und eine zunehmende Internationalisierung des Wettbewerbs stattfindet. Auf den hohen Veränderungsdruck wirkt sich zudem erschwerend der Umstand aus, dass sich die Gesellschaft in einem Wandel befindet, in welchem sich Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen der Menschen weiterentwickeln, höhere Ansprüche und Anforderungen an Dienstleister und Industrie gestellt werden und sich die Mentalität der allzeitigen Verfügbarkeit von Information und Medien herausgebildet hat (Doppler/Lauterburg 2014: 25). So sind Restrukturierungs- und Transformationsprozesse regelmäßig erforderlich, um die Organisationen angesichts der Marktentwicklungen neu ausrichten zu können (Fiedler 2005: 484). Hier ist der Kampf um Marktanteile, der über die Faktoren Preis, Qualität und Zeit entschieden wird nicht mehr nur Herausforderung, sondern überlebensnotwendig (Doppler/Lauterburg 2014: 39).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Veränderungsbedarf im privatwirtschaftlichen Sektor im Vergleich zum öffentlichen Dienst und leitet die Forschungsfrage zu den Motiven kommunaler Modernisierung ab.

2. Verwaltungsreform, Innovation oder Change?: Dieses Kapitel differenziert zwischen den Begriffen Verwaltungsreform, Innovation und Change und betont die Bedeutung organisationalen Lernens in diesem Kontext.

3. Betrachtung des Wandels aus unterschiedlichen Perspektiven: Hier werden die theoretischen Grundlagen des organisationstheoretischen Wandels sowie die spezifischen Rahmenbedingungen für Unternehmen und Kommunen analysiert.

4. Veränderungsdruck in Kommunen – ein Blick in die Praxis: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Umfrage sowie die Analyse und Interpretation der empirisch erhobenen Daten aus den Kommunen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Veränderungsdruck durch Digitalisierungsbedarf, Haushaltskonsolidierung und gestiegene Bürgeransprüche zwingend ein professionelles Change Management erfordert.

Schlüsselwörter

Change Management, Öffentlicher Dienst, Kommunalverwaltung, Verwaltungsreform, Digitalisierung, Modernisierung, Organisationswandel, Bürgerorientierung, New Public Management, Haushaltskonsolidierung, Wettbewerb, Transformation, Effizienzsteigerung, Organisationsentwicklung, Verwaltungsmodernisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Gründe und Ursachen für den Veränderungsdruck in deutschen Städten und Gemeinden und analysiert, warum die Einführung von Change-Management-Methoden zur Bewältigung dieses Wandels notwendig ist.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Zentrale Felder sind die Abgrenzung von Verwaltungsreform und Change-Prozessen, die Transformation in kommunalen Verwaltungen sowie die praktische Umsetzung und Motive von Modernisierungsprojekten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erforschung der spezifischen Motive und Ursachen, die Kommunen dazu bewegen, trotz ihrer Monopolstellung und Bestandsgarantie komplexe Modernisierungsvorhaben durchzuführen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Literaturanalyse mit einer quantitativen empirischen Umfrage kombiniert, bei der 13 Kommunen aus niederbayerischen Landkreisen zu ihren Veränderungsmaßnahmen befragt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Wandels, den Vergleich zwischen privatwirtschaftlichen Ansätzen und öffentlicher Verwaltung sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Praxisdaten aus den Kommunen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Public Change Management, Verwaltungsmodernisierung, Digitalisierung und Haushaltskonsolidierung charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung für die befragten Kommunen?

Die Digitalisierung von Dienstleistungen, beispielsweise durch Bürgerserviceportale oder die E-Akte, stellt laut den Umfrageergebnissen das beherrschende Modernisierungsprojekt dar, um sowohl Effizienz zu steigern als auch Anforderungen an moderne Verwaltungen zu erfüllen.

Warum spielt der Wettbewerb bei Kommunen eine besondere Rolle?

Obwohl Kommunen ein Monopol haben, stehen sie unter einem indirekten Wettbewerbsdruck, um Gewerbebetriebe und Einwohner durch attraktive Standortfaktoren und effiziente Verwaltungsprozesse zu binden.

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Résumé des informations

Titre
Veränderungsdruck bei Städten und Gemeinden. Gründe für die Einführung eines Change Managements im öffentlichen Dienst
Université
University of Kassel
Cours
Change Management
Note
1,3
Auteur
Sandro Pfeiffer (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
25
N° de catalogue
V1453326
ISBN (PDF)
9783963564161
ISBN (Livre)
9783963564178
Langue
allemand
mots-clé
Change Management Kommunen Veränderungsmanagement Reform Organisationskultur Verwaltung Public Management Public Administration
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sandro Pfeiffer (Auteur), 2017, Veränderungsdruck bei Städten und Gemeinden. Gründe für die Einführung eines Change Managements im öffentlichen Dienst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1453326
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Extrait de  25  pages
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