Angesichts der absehbaren Verknappung von Fachkräften sowie der Verschiebung der Altersstruktur der Erwerbstätigen wird insbesondere aus Produktivitätsgründen die Gesunderhaltung der Beschäftigten zu einer der zentralsten Aufgaben des betrieblichen Gesundheitsmanagements werden. Dabei geht es nicht allein um die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmer, deren Fehlzeiten tendenziell steigen, sondern um die Förderung der Gesundheit und Arbeitgeberattraktivität über alle Mitarbeitergenerationen hinweg. Denn physisch und psychisch gesund zu sein, bedeutet schließlich, Tätigkeiten in der Arbeit und in der Freizeit ausführen zu können, die zur individuellen Zufriedenheit und zum Lebensglück beitragen.
Die Entwicklungen des demographischen Wandels stellt die Politik, die Wirtschaft und die Gesellschaft deshalb vor große Herausforderungen, welchen frühzeitig begegnet werden sollte, damit unsere sozialen Systeme weiterhin getragen werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 Veränderung der Erwerbstätigenstruktur in der Bundesrepublik Deutschland
1.1 Veränderung der Altersstruktur
1.2 Arbeitsfähigkeit
1.3 Das „Haus der Arbeitsfähigkeit“
2 Work – Ability – Index (WAI)
2.1 Einordnung des WAI – Gesamtwertes
2.2 Nutzen des WAI
3 Diskussion
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit thematisiert die Herausforderungen des demografischen Wandels in Deutschland und untersucht den Work-Ability-Index (WAI) als zentrales Instrument zur Erfassung und Förderung der Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitern innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
- Demografischer Wandel und Veränderung der Altersstruktur
- Konzeptionelle Grundlagen der Arbeitsfähigkeit
- Das Modell des „Hauses der Arbeitsfähigkeit“
- Funktionsweise und Nutzen des Work-Ability-Index (WAI)
- Integration des WAI in das betriebliche Gesundheitsmanagement
Auszug aus dem Buch
1.3 Das „Haus der Arbeitsfähigkeit“
Ein Modell, welches eine integrierte Betrachtung von individuellen, betrieblichen und gesellschaftlichen Faktoren, welche den Menschen in seiner Arbeitsfähigkeit beeinflussen, aufzeigt, ist das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ (siehe Abbildung 1). Basis dieses Modells sind Erfahrung und wissenschaftliche Studien des finnischen Instituts für Arbeitsmedizin, welches früher unter der Leitung Professor Juhani Ilmarinens stand.
Entscheidend bei diesem Modell ist, dass alle Faktoren in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen und das Fundament sicher steht. Bei Problemen der Arbeitsfähigkeit muss in jedem dieser Stockwerke oder aber der Umwelt nachgesehen und gegebenenfalls Ordnung geschaffen werden.
Im Zusammenhang mit dem Haus der Arbeitsfähigkeit steht der Work-Ability-Index (WAI), welcher als Messinstrument die Arbeitsfähigkeit von Erwerbstätigen erfasst.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Veränderung der Erwerbstätigenstruktur in der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel analysiert den demografischen Wandel sowie die abnehmende Erwerbstätigenzahl und führt das Konzept der Arbeitsfähigkeit sowie das Modell des „Hauses der Arbeitsfähigkeit“ ein.
2 Work – Ability – Index (WAI): Hier wird das Instrument des WAI als Fragebogen erläutert, seine Dimensionen beschrieben und der Nutzen für Individuen und Unternehmen dargelegt.
3 Diskussion: Dieser Abschnitt ordnet den WAI in die vier Säulen des betrieblichen Gesundheitsmanagements ein und reflektiert die Möglichkeiten sowie Grenzen der Arbeitsfähigkeitsförderung vor dem Hintergrund des Rentenalters.
Schlüsselwörter
Arbeitsfähigkeit, Work-Ability-Index, WAI, demografischer Wandel, betriebliches Gesundheitsmanagement, Altersstruktur, Erwerbstätigkeit, Prävention, Gesundheitsförderung, Haus der Arbeitsfähigkeit, Arbeitsschutz, Leistungsfähigkeit, Beschäftigungsfähigkeit, Fachkräftemangel, Wiedereingliederung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten angesichts einer alternden Gesellschaft und schrumpfender Erwerbstätigenzahlen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der demografische Wandel, das Modell des „Hauses der Arbeitsfähigkeit“ und der praktische Einsatz des Work-Ability-Index (WAI).
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Arbeitgeber durch gezielte Instrumente wie den WAI die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter sichern und somit deren Verbleib im Erwerbsleben fördern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Diskussion theoretischer Modelle und deren praktischer Einordnung in das betriebliche Gesundheitsmanagement.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Veränderung der Erwerbstätigenstruktur, erläutert die Funktionsweise des WAI und diskutiert dessen Anwendung in betrieblichen Kontexten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Arbeitsfähigkeit, betriebliches Gesundheitsmanagement, WAI und der demografische Wandel.
Was genau ist das „Haus der Arbeitsfähigkeit“?
Es ist ein integratives Modell, das individuelle, betriebliche und gesellschaftliche Faktoren betrachtet, um das Gleichgewicht der Arbeitsfähigkeit eines Menschen abzubilden.
Welchen Nutzen bietet der WAI für Unternehmen?
Der WAI ermöglicht es Unternehmen, frühzeitig Handlungsbedarf bei der Mitarbeitergesundheit zu erkennen, Absentismus zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
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- Anonym (Autor), 2022, Work-Ability-Index. Veränderung der Erwerbstätigenstruktur in der Bundesrepublik Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458080