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Arbeitskraftunternehmer und Generation Y. Auswirkungen betrieblicher Entgrenzung und Charakteristiken

Titre: Arbeitskraftunternehmer und  Generation Y. Auswirkungen betrieblicher Entgrenzung und Charakteristiken

Dossier / Travail , 2022 , 20 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Liza Albrecht (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Welche Folgen hat die betriebliche Entgrenzung für die räumlichen, zeitlichen, sozialen und technischen Sphären der Beschäftigten und inwiefern bildet sich dadurch der neue Typus des Arbeitskraftunternehmers heraus? Lässt sich der Arbeitskraftunternehmer anhand seiner Arbeitscharakteristiken mit den Beschäftigten der Generation Y vergleichen oder entspricht er einem einzigartigen, unvergleichbaren Typus?

Bis in die 1990er Jahre galt der industrielle oder bürokratische Großbetrieb als Leitprinzip der Betriebsorganisation. Durch die räumliche Trennung zwischen Heim und Betrieb wurde, ebenso wie durch die zeitliche Trennung zwischen Arbeits- und Freizeit, eine inflexible Grenze zwischen der betrieblichen Arbeit und der Sphäre des Privatlebens aufrechterhalten. Am Übergang zur Jahrtausendwende jedoch ergaben sich durch die Technisierung der Arbeit neue Möglichkeiten zur mobilen Arbeit und Heimarbeit, wodurch sich die Praxis der historisch gewachsenen Arbeitsorganisation grundlegend änderte. Die Trennung der beiden Sphären - längst ein allgegenwärtiges Thema der Soziologie - ermöglicht neue Handlungsfreiheiten, flachere Hierarchien und flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten, geht aber auch mit Belastungen, Überforderungen und erhöhtem Druck einher. Dabei bedeutet die Entgrenzung ehemals starrer Strukturen nicht, dass diese irreversibel aufgelöst werden. Vielmehr werden sie verworfen und abgelöst von neuen Grenzen, die die Betroffenen in Form von Bewältigungsmechanismen erschaffen. Durch den Fokus auf Ergebnisorientierung, den die Betriebe im Zuge der Entgrenzung entwickelten, wurde von den Beschäftigten ein zuvor nicht da gewesenes Maß an Selbstorganisation gefordert. Diese und weitere Anforderungen an die Beschäftigten machen die ambivalenten Auswirkungen von Entgrenzung sichtbar.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Gewählter Bezugsrahmen

3. Entgrenzung - Historischer Rahmen und Relevanz des Diskurses

4. Entgrenzung und ihre Auswirkungen

4.1. zeitliche Dimension

4.2. räumliche Dimension

4.3. technische Dimension

4.4. soziale/emotionale Dimension

4.4.1. Heraussbildung des Arbeitskraftunternehmers

5. Gegenüberstellung: Arbeitskraftunternehmer und Generation Y

5.1. Generation Y

5.1.1. historischer Kontext und Relevanz

5.1.2. (Arbeits-)charakteristiken

5.2. Gegenüberstellung

6. Zusammenfassung und Fazit

7. Limitationen

8. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ambivalenten Folgen der betrieblichen Entgrenzung auf die räumlichen, zeitlichen, sozialen und technischen Sphären von Beschäftigten. Zentral ist dabei die Frage, inwieweit der Typus des Arbeitskraftunternehmers als Resultat dieser Entwicklung zu verstehen ist und ob dessen Charakteristiken bei der Generation Y in ähnlicher Weise vorzufinden sind.

  • Dimensionen der betrieblichen Entgrenzung
  • Entwicklung und Merkmale des Arbeitskraftunternehmers
  • Charakteristiken der Generation Y
  • Vergleich der Arbeitsorientierungen und Bewältigungsstrategien
  • Ambivalenz von Chancen und Belastungen durch Entgrenzung

Auszug aus dem Buch

4.4.1. Heraussbildung des Arbeitskraftunternehmers

Der von Pongratz und Voß (1998, 2003) erschaffene Leittypus dieser modernen, durch Entgrenzung hervorgerufenen Arbeitskraft, genannt „Arbeitskraftunternehmer“, erfasst diese Entwicklung in seinem Wesen. Das Subjekt ist in diesem Fall auf sich selbst angewiesen und muss Selbst-Kontrolle, Selbst-Organisation und Selbst-Rationalisierung entwickeln (Gottschall & Voß 2005: 15, Huchler 2011: 29). Der vor dem Beginn der betrieblichen Entgrenzung anzutreffende traditionelle Arbeitnehmer war sozial- und arbeitsrechtlich stark geschützt, gewerkschaftlich vertreten und dazu ausgebildet, „in vorgegebenen Strukturen weisungsabhängig und in zeitlich und räumlich festgelegten Strukturen zu funktionieren“ (Hausinger 2005: 15). Moderne Beschäftigte hingegen, unter dem Einfluss der immer weiter fortschreitenden Entgrenzung, unterliegen anderen Strukturen und somit auch veränderten charakterlichen Anforderungen, allen voran der Notwendigkeit einer hoch entwickelten Selbstorganisation. Voß und Pongratz entwickelten auf diese Beobachtung hin die These, dass ein Übergang zu einem neuen Leittypus von Arbeitskraft stattfinde, der langfristig den traditionellen Arbeitnehmer ablösen werde. Sie bezeichneten diesen Typus als „Arbeitskraftunternehmer“ (ebd., Jurczyk & Voß 2000: 18). Er zeichne sich zusammenfassend durch eine eigengesteuerte Gestaltung seiner gesamten Berufssituation aus, konkretisierbar durch drei Thesen:

1. Selbst-Kontrolle: Die erste These lautet, dass der Arbeitskraftunternehmer seine Arbeit wesentlich mehr organisieren, steuern und kontrollieren muss als der alte Typus. Darüber hinaus muss er die Kompetenz entwickeln, flexibel und ohne permanente direkte Anweisung zu arbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in das Themenfeld der betrieblichen Entgrenzung ein und legt die zentralen Fragestellungen zur Untersuchung der Auswirkungen auf Beschäftigte und zum Vergleich mit dem Arbeitskraftunternehmer dar.

2. Gewählter Bezugsrahmen: Hier werden die Grenzen der Untersuchung abgesteckt, mit Fokus auf Heim- und mobile Arbeit in westlichen Industriegesellschaften ohne geschlechtsspezifische Differenzierung.

3. Entgrenzung - Historischer Rahmen und Relevanz des Diskurses: Es wird der historische Wandel von der industrialisierten Fabrikarbeit bis hin zu modernen, entgrenzten Beschäftigungsformen nachgezeichnet.

4. Entgrenzung und ihre Auswirkungen: Das Kapitel analysiert die Folgen der Entgrenzung anhand von zeitlichen, räumlichen, technischen sowie sozialen/emotionalen Dimensionen.

5. Gegenüberstellung: Arbeitskraftunternehmer und Generation Y: Dieser Abschnitt vergleicht die theoretischen Konzepte des Arbeitskraftunternehmers mit den beobachteten Arbeitswerthaltungen der Generation Y.

6. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenzen der Entgrenzung zusammen und resümiert die Schwierigkeit einer direkten Vergleichbarkeit der untersuchten Beschäftigtengruppen.

7. Limitationen: Die Limitationen beleuchten die Rolle persönlicher Ressourcen und Differenzen in den Ressourcenlagen beim Umgang mit Entgrenzungserscheinungen.

8. Ausblick: Der Ausblick diskutiert Handlungsoptionen für Unternehmen zur aktiven Gestaltung der Arbeitswelt, etwa durch Personalentwicklung oder Präventionsmaßnahmen.

Schlüsselwörter

Betriebliche Entgrenzung, Arbeitskraftunternehmer, Generation Y, Heimarbeit, mobile Arbeit, Leistungsoptimierung, Selbstorganisation, Arbeitszeit, Work-Life-Balance, psychische Belastungen, soziale Isolation, Wissensgesellschaft, Entfremdung, Vereinbarkeit, Flexibilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Folgen der betrieblichen Entgrenzung für die verschiedenen Lebenssphären von Beschäftigten und vergleicht dabei theoretische Typologien wie den Arbeitskraftunternehmer mit der heutigen Generation Y.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die zeitliche, räumliche, technische und soziale Entgrenzung von Arbeit sowie die damit einhergehende Notwendigkeit der Selbstorganisation und -optimierung beim Arbeitnehmer.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, wie betriebliche Entgrenzung die Arbeitnehmer beeinflusst und ob sich der moderne Typus des Arbeitskraftunternehmers in der Generation Y widerspiegelt oder ob hier andere Logiken greifen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse soziologischer und wirtschaftswissenschaftlicher Forschung zum Wandel der modernen Arbeitswelt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Dimensionen der Entgrenzung (zeitlich, räumlich, technisch, sozial), definiert den Begriff des Arbeitskraftunternehmers und stellt diesen der Generation Y gegenüber.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben der Entgrenzung vor allem Selbst-Rationalisierung, Leistungsoptimierung, Flexibilität und die Vereinbarkeit von privatem und beruflichem Leben.

Was ist mit der „Verbetrieblichung der Lebensführung“ gemeint?

Dieser Begriff beschreibt die Notwendigkeit für Beschäftigte, auch private Bereiche rational zu organisieren, um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden.

Wie unterscheidet sich die Generation Y vom Arbeitskraftunternehmer hinsichtlich ihrer Zielsetzung?

Während der Arbeitskraftunternehmer primär durch Leistungsoptimierung getrieben ist, legt die Generation Y stärkeren Wert auf Sinnstiftung, Lebensqualität und Freude an der Tätigkeit.

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Résumé des informations

Titre
Arbeitskraftunternehmer und Generation Y. Auswirkungen betrieblicher Entgrenzung und Charakteristiken
Université
University of Hagen  (Arbeit und Organisation, Gesellschaft und Ökonomie)
Cours
Gesellschaft und Ökonomie
Note
2,3
Auteur
Liza Albrecht (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
20
N° de catalogue
V1458833
ISBN (PDF)
9783389001707
ISBN (Livre)
9783389001714
Langue
allemand
mots-clé
Generation Y Millenials Boomer Arbeitsorganisation Betriebsorganisation Arbeit und Organisation Betriebliche Entgrenzung Home Office Homeoffice Work from home Generationenunterschiede Charakteristiken Generationen Arbeitskraftunternehmer Heimarbeit Mobile Arbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Liza Albrecht (Auteur), 2022, Arbeitskraftunternehmer und Generation Y. Auswirkungen betrieblicher Entgrenzung und Charakteristiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458833
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Extrait de  20  pages
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