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Die Ökologiebewegungen "Earth Day" und "Fridays For Future". Ausdrucksformen der Protestbewegungen und Rückführung auf generationsspezifische Merkmale

Titel: Die Ökologiebewegungen "Earth Day" und "Fridays For Future". Ausdrucksformen der Protestbewegungen und Rückführung auf generationsspezifische Merkmale

Hausarbeit , 2021 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Liza Albrecht (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Hausarbeit soll in einer Gegenüberstellung der beiden Ökologiebewegungen "Earth Day" und "Fridays For Future" herausgearbeitet werden, um die Frage zu beantworten, wie sich die Protestbewegungen unterscheiden und ob diese Ausdrucksformen sinnbildlich den Sozialcharakter der Kohorten Baby Boomer und (späte) Generation Z widerspiegeln können.

Das Ausmaß des Klimawandels ist durch immer wiederkehrende Phänomene der Erderwärmung wie Waldbrände, Hitzesommer und Überschwemmungen, - um nur einige Folgen zu nennen -, allgegenwärtig. Die Ursachen dieser Erscheinungen sind menschlicher Natur und durch den möglichen Einsatz von Maschinen und Großtechnologien, in klimatechnisch positiver oder negativer Hinsicht, heute mehr als je zuvor ein relevantes Thema. Gerade die Jugendlichen leiden emotional unter diesen Umweltbedrohungen und agieren in der Gewissheit, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel jetzt umgesetzt werden müssen, um noch wirksam zu sein. Die von der Wissenschaft zur Verfügung gestellten Informationen, die die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels zeigen, zeichneten bereits in den 1960ern ein alarmierendes Bild von der Zerstörung des Lebensraums. Knapp 55 Jahre später, im Dezember 2015, bemühen sich die Regierungen von 195 Ländern im Pariser Klimaabkommen u.a. darum, die globale Klimaerwärmung auf maximal 1,5 °C, gemessen an der vorindustriellen Zeit, zu begrenzen und bis zum Jahr 2035 die CO2-Emissionen zu senken.

Durch das in den Folgejahren sichtbare Nicht-Einhalten des Abkommens stiegen nicht nur die Erderwärmung und die ausgestoßene Menge an Treibhausgasen, sondern auch die Angst und Frustration der Jugendlichen und damit Ihre Forderungen an die Politik, noch stärker und schneller zu agieren.

Politische Entscheidungen werden vor allem in Demokratien maßgeblich durch die öffentlichen Kundgebungen der Bürger in Form von Protesten geformt. Denn besonders dann, wenn ihr Anliegen nicht ausreichend durch politische Akteure vertreten wird, sind Proteste "ein Mittel der Artikulation und Behauptung von Interessen". Dabei bedienen sich die Proteste unterschiedlichen Mobilisierungsformen und -ursachen, die "als Sinnbild für die gesamte junge Generation gelten" und Rückschlüsse auf den Sozialcharakter einer Kohorte zulassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Historischer Kontext und Relevanz

2.1. von Ökologiebewegungen allgemein

2.2. von Generationenforschung allgemein

3. Charakteristiken der unterschiedlichen Generationen und Ursachen

3.1. Generation Baby Boomer

3.2. Generation Z

4. Ausdrucksformen der beiden Umweltbewegungen

4.1. Friday For Future (FFF)

4.2. Earth Day

5. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Unterschiede in den Ausdrucksformen der ökologischen Protestbewegungen „Earth Day“ (1970) und „Fridays For Future“ (2019) und analysiert, inwieweit diese Bewegungen soziale Charakteristiken der Generationen „Baby Boomer“ und „Generation Z“ widerspiegeln.

  • Vergleichende Analyse der historischen und soziologischen Hintergründe von Protestbewegungen.
  • Untersuchung generationsspezifischer Werte und Verhaltensmuster bei Baby Boomern und der Generation Z.
  • Analyse von Mobilisierungsformen, Organisationsstrukturen und Medieneinsatz.
  • Diskussion der Wirksamkeit und des Einflusses politischer Forderungen auf Entscheidungsträger.

Auszug aus dem Buch

3.1. Generation Baby Boomer

Die Generation der Baby Boomer bezeichnet die Kohorte der zwischen ca. 1946 und 1964 Geborenen, die zu ihrer Bezeichnung kam, weil es in der Nachkriegszeit einen Aufschwung der Geburtenzahlen gab. Diese Generation war geprägt vom wirtschaftlichen Hoch, wuchs jedoch in sozialer und politischer Hinsicht in unsicheren Zeiten auf, u.a. wegen dem Vietnamkrieg. Die Baby Boomer wuchsen, - zumindest in den USA -, während des wirtschaftlichen Hochs der Nachkriegszeit auf, in der es jedoch soziale und politische Unruhen gab, u.a. wegen des Vietnam-Kriegs. In den USA erlebten sie in jungen Jahren Massenproteste gegen politische Behörden, und waren als junge Erwachsene Teil der Völkerrechts- und Hippiebewegung (Radut 2021: 95ff.). Zu der Zeit der Earth Day Aktivitäten 1970 befanden sich die Baby Boomer größtenteils noch auf dem College oder der High School und hatten somit zu einem entscheidenden Zeitpunkt ihrer persönlichen Entwicklung Teilhabe an der Bewegung (Dietz 2020: 307).

Auch in Deutschland zeigte sich die Generation der Baby Boomer machtbewusst und progressiv, indem sie politische und wirtschaftliche Strukturen in den Ost- und Weststaaten setzte. Heute dominieren die einflussreichen Vertreter dieser Kohorte die Regierungsparteien sowie wirtschaftliche Einrichtungen, wodurch sich auch die Forderungen der jüngsten Generation Z an sie als Verantwortliche richten (Hurrelmann, Albrecht 2020: 229f.). Denn obwohl die Generation der Baby Boomer politisch aktiv war, agieren sie systembezogen und folgen in ihren Handlungen oft der Disziplin und starren, rigiden Konzepten. Daraus ergibt sich auch das Charakteristikum der Baby Boomer, dass sie Probleme mit Veränderungen haben, die sie nicht selbst implementiert haben (Radut 2021: 108, 120).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die Problematik des Klimawandels ein und leitet die Forschungsfrage über den Vergleich der zwei sozialen Bewegungen her.

2. Historischer Kontext und Relevanz: Es erfolgt eine Einbettung in den historischen Kontext der Umweltbewegungen sowie eine theoretische Fundierung der Generationenforschung als soziologisches Analyseinstrument.

3. Charakteristiken der unterschiedlichen Generationen und Ursachen: Dieser Teil differenziert die Merkmale der Baby Boomer und der Generation Z hinsichtlich ihrer sozioökonomischen Prägung und ihren Werten.

4. Ausdrucksformen der beiden Umweltbewegungen: Hier werden die spezifischen Protestformen, Organisationsstrukturen und Mobilisierungsstrategien von Fridays For Future und des Earth Day detailliert gegenübergestellt.

5. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das Schlusskapitel synthetisiert die Ergebnisse und diskutiert die langfristige Bedeutung politischen Engagements durch junge Menschen für die demokratische Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Fridays For Future, Earth Day, Generation Z, Baby Boomer, Protestbewegung, Generationenforschung, Sozialcharakter, Umweltschutz, Historischer Kontext, Aktivismus, Greta Thunberg, Politische Partizipation, Nachhaltigkeit, Generationsvertrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen den beiden Ökologiebewegungen „Earth Day“ von 1970 und „Fridays For Future“ von 2019 und setzt diese in Bezug zu den charakteristischen Merkmalen ihrer jeweiligen Generationen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Protestbewegungen, der Soziologie von Generationen, dem historischen Kontext von Umweltkämpfen und der Mobilisierung durch digitale Medien versus klassische Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu beantworten, wie sich die Protestbewegungen in ihren Ausdrucksformen unterscheiden und ob diese Unterschiede den Sozialcharakter der Kohorten Baby Boomer und Generation Z widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt einen vergleichenden Ansatz, der auf soziologischen Theorien (insb. Karl Mannheim) und der Literaturanalyse zu historischen Protestbewegungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Generationsmerkmale sowie eine tiefgehende empirische und deskriptive Gegenüberstellung der beiden Bewegungen hinsichtlich ihrer Entstehungsursachen, Mobilisierung und Resonanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe umfassen Generation Z, Baby Boomer, Klimabewegung, Protest, gesellschaftlichen Wandel und soziologische Kohortenanalyse.

Warum wird Greta Thunberg als zentrales Rollenmodell der Generation Z identifiziert?

Sie gilt als Gesicht der FFF-Bewegung und ihre radikale Wissenschaftsorientierung sowie mediale Präsenz dienen gemäß der Arbeit als Antriebsfaktor für die politische Selbstwirksamkeit ihrer Generation.

Welcher zentrale strukturelle Unterschied wird zwischen den beiden Bewegungen hervorgehoben?

Während der Earth Day stärker „von oben“ durch Etablierte und Politikeliten initiiert wurde, zeichnet sich FFF durch eine homogene, von Jugendlichen getragene Bewegung aus, die sich stärker durch digitale Netzwerke organisiert.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ökologiebewegungen "Earth Day" und "Fridays For Future". Ausdrucksformen der Protestbewegungen und Rückführung auf generationsspezifische Merkmale
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Soziologie und Kultur)
Veranstaltung
Diagnose der Gesellschaft, Protestbewegungen
Note
2,0
Autor
Liza Albrecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
23
Katalognummer
V1458835
ISBN (PDF)
9783389001684
ISBN (Buch)
9783389001691
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Protestbewegungen Ökologiebewegungen Earthday Fridays For Future FFF Thunberg Neubauer GenZ Gen Z Generation Z Baby Boomer Generationenvergleich Charakteristiken Generationen Umweltproteste Umweltbewegungen Protestformen Demonstrationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Liza Albrecht (Autor:in), 2021, Die Ökologiebewegungen "Earth Day" und "Fridays For Future". Ausdrucksformen der Protestbewegungen und Rückführung auf generationsspezifische Merkmale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1458835
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Leseprobe aus  23  Seiten
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