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Die Stillung des Sturmes. Eine Exegese zu Mk 4,35-41

Titre: Die Stillung des Sturmes. Eine Exegese zu Mk 4,35-41

Exégèse , 2015 , 41 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Alina Schulz (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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In der Perikope von der Stillung des Sturmes wird unter Beweis gestellt, dass Jesu Wort stärker war als die Naturgewalten und er in der Lage war, seine Jünger durch ein Wunder zu retten. In dieser Wundererzählung wird also exemplarisch über das berichtet, was Christen durch die Bibel vermittelt werden soll: Gott und Jesus Christus sind in der Not und im Leid bei ihnen, um sie zu retten. Heute, da die Gefahr von Naturkatastrophen immer größer wird und die Menschen durch starke Erdbeben (zum Beispiel in Haiti 2010) und Tsunamis (zum Beispiel 2014 auf den Philippinen) bedroht werden, kann die Erzählung von der wunderbaren Stillung des Sturmes Hoffnung und Trost spenden. Doch nicht nur in akuter Gefahr kann die Perikope den Christen Halt geben – sie zeigt ihnen auch, dass Jesus in allen „Stürmen ihres Lebens“ bei ihnen ist.

In der vorliegenden Arbeit wurde eine vollständige Exegese des Bibeltextes zur Sturmstillungserzählung durchgeführt.

Der Text liegt im Neuen Testament in dreifacher Ausführung in den synoptischen Evangelien vor. Gemäß der Zweiquellentheorie bietet das Markusevangelium die primäre Fassung, sodass hier der Schwerpunkt dieser Exegese liegt. Es soll zunächst der Wortlaut der Wundererzählung aufgeführt und kritische Stellen der Übersetzung erläutert werden. Im Anschluss wird der Text als solcher analysiert, wobei der Fokus auf der Abgrenzung und der Kontexteinordnung sowie der sprachlichen Struktur liegt. Diese Ergebnisse werden dann in der Literarkritik aufgenommen: Der Text wird auf seine Kohärenz untersucht, außerdem findet ein synoptischer Vergleich statt. Mögliche Erklärungen zu den Inkonsistenzen der Wundererzählung bietet die Überlieferungsgeschichte, auf deren Grundlage dann zu der Frage übergegangen werden soll, welcher Gattung der Text zuzuordnen ist. Hier spielen außerdem Parallelen und der Sitz im Leben eine Rolle. Im Anschluss an die Traditions- und Motivgeschichte folgt schließlich die Redaktionskritik, die Aufschluss über die Intention des Evangelisten geben soll. Den Abschluss dieser Exegese bilden eine kurze Ausführung über die Wirkungsgeschichte der Sturmstillungserzählung und eine hermeneutische Reflexion.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übersetzungsvergleich

3. Textanalyse

3.1 Abgrenzung und Einordnung in den Kontext

3.2 Sprachliche Struktur

4. Literarkritik

4.1 Kohärenz des Abschnittes

4.2 Synoptischer Vergleich

5. Überlieferungsgeschichte

6. Formkritik

6.1 Gattungsbestimmung

6.2 Parallelen

6.3 Sitz im Leben

7. Traditions- und Motivgeschichte

8. Redaktionskritik

8.1 Parallelen im Markusevangelium

8.2 Die Intention des Evangelisten

9. Wirkungsgeschichte

10. Hermeneutische Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Perikope von der „Stillung des Sturmes“ (Mk 4,35–41) einer eingehenden historisch-kritischen Exegese zu unterziehen, um deren theologische Aussageintention sowie die redaktionelle Bearbeitung durch den Evangelisten Markus herauszuarbeiten und ihre heutige hermeneutische Relevanz zu beleuchten.

  • Wissenschaftliche Exegese der Sturmstillungserzählung im Markusevangelium.
  • Literarkritische Untersuchung von Tradition und Redaktion.
  • Synoptischer Vergleich mit den Fassungen bei Matthäus und Lukas.
  • Formkritische Gattungsbestimmung und Analyse des Sitzes im Leben.
  • Wirkungsgeschichte und hermeneutische Reflexion für die Gegenwart.

Auszug aus dem Buch

3.2 Sprachliche Struktur

Sprachlich weist der Text einige Besonderheiten auf, die an dieser Stelle erläutert werden sollen. Dabei finden die syntaktische, die semantische, die narrative und die pragmatische Ebene Beachtung. Erzählerisch lässt er sich in vier Sequenzen unterteilen: Auf die Einleitung (VV. 35-36) und die Schilderung der Notsituation (VV. 37-38) folgt die Wundertat (V. 39); die Reaktionen auf diese (VV. 40-41) schließen die Perikope ab. Zunächst fällt auf, dass die Tempora der Erzählung häufig wechseln (siehe Kap. 2). Laut Gnilka handelt es bei den auftretenden Zeiten im griechischen Text um das Präsens, das Imperfekt und den Aorist. Dies unterstützt den Erzählstil: in Verbindung mit den auftretenden Verben lassen die wechselnden Zeitformen die Darstellung sehr lebendig wirken. Beispielhaft sei hier Vers 37 genannt: Das unvermittelte Aufkommen des Sturmes wird im Präsens geschildert, welches den Leser der Perikope in die Gleichzeitigkeit des Sturmes und des sich mit Wasser füllenden Bootes versetzen lässt.

Durch das Imperfekt („die Wellen schlugen in das Boot“) und die passivische Formulierung an dieser Stelle („sodass sich das Boot schon füllte“) wird der Eindruck eines Augenzeugenberichtes erweckt, welcher die Bedrohlichkeit der Situation zum Ausdruck bringt. Der Aorist setzt in Vers 39 ein, was nach Gradl die Entschiedenheit des Wirkens Jesu und die Unabänderlichkeit der Ereignisse betont.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Wundererzählung ein und verdeutlicht die Aktualität der Perikope in einer rational geprägten Welt.

2. Übersetzungsvergleich: Hier wird der Urtext analysiert und ein Vergleich verschiedener exegetischer Übersetzungen vorgenommen, um eine fundierte Basis für die weitere Exegese zu schaffen.

3. Textanalyse: Dieses Kapitel widmet sich der Abgrenzung sowie der inhaltlichen und sprachlichen Struktur der Perikope.

4. Literarkritik: Es erfolgt eine Untersuchung zur Kohärenz des Textes und ein synoptischer Vergleich mit den parallelen Erzählungen bei Matthäus und Lukas.

5. Überlieferungsgeschichte: Dieser Teil betrachtet die möglichen Vorstufen und Traditionsstränge, die der markinischen Erzählung zugrunde liegen.

6. Formkritik: Hier werden die Gattung bestimmt, formgeschichtliche Analogien untersucht und der ursprüngliche Sitz im Leben der Gemeinde erörtert.

7. Traditions- und Motivgeschichte: Dieses Kapitel analysiert die herangezogenen Motive vor ihrem alttestamentlichen und religionsgeschichtlichen Hintergrund.

8. Redaktionskritik: Es werden die redaktionellen Eingriffe des Evangelisten Markus sowie seine spezifische Intention bei der Gestaltung des Textes herausgearbeitet.

9. Wirkungsgeschichte: Dieser Abschnitt skizziert die christliche und metaphorische Rezeptionsgeschichte der Sturmstillung.

10. Hermeneutische Reflexion: Zum Abschluss werden Möglichkeiten der Vermittlung der Perikope im pädagogischen Kontext und ihre lebensrelevante Bedeutung für die Gegenwart reflektiert.

Schlüsselwörter

Wundererzählung, Sturmstillung, Markusevangelium, Exegese, Literarkritik, Redaktionskritik, Jünger, Glaube, Christologie, Schöpfermacht, Rettungswunder, Hermeneutik, Religionspädagogik, Seesturm, Formkritik.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Exegese der Perikope von der „Stillung des Sturmes“ im Markusevangelium und untersucht deren Aufbau, Bedeutung und redaktionelle Gestaltung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die literarkritische Analyse, die formgeschichtliche Gattungsbestimmung, die Absicht des Evangelisten sowie die hermeneutische Rezeption.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Zusammenwirken von traditionellem Material und redaktioneller Bearbeitung durch Markus aufzuzeigen und die christologische Aussage der Erzählung zu erschließen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine historisch-kritische Methode angewandt, die Textanalyse, Literarkritik, Überlieferungsgeschichte, Formkritik und Redaktionskritik umfasst.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil analysiert detailliert die syntaktischen und narrativen Strukturen, vergleicht diese mit Matthäus und Lukas und untersucht das Spannungsfeld zwischen der Wunderhandlung und dem Glaubensmangel der Jünger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wundererzählung, Christologie, Redaktionskritik, Glaube und die Darstellung Jesu als Wundertäter.

Wie unterscheidet sich die Fassung bei Markus von der des Matthäus?

Während Markus den Fokus auf das Jüngerunverständnis legt, wandelt Matthäus die vorwurfsvolle Frage der Jünger in eine Bitte um und deutet die Jünger als die nachfolgende Gemeinde.

Warum spielt die Bootsfahrt eine zentrale Rolle für die Deutung?

Das Boot dient als Ort des Geschehens, der sowohl historisch als auch im übertragenen Sinne als „Schiff der Kirche“ interpretiert wird, in dem die Gläubigen die Gegenwart Jesu erfahren.

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Résumé des informations

Titre
Die Stillung des Sturmes. Eine Exegese zu Mk 4,35-41
Université
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Theologie und Religionspädagogik)
Cours
Methoden der Exegese
Note
1,0
Auteur
Alina Schulz (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
41
N° de catalogue
V1459932
ISBN (PDF)
9783389004067
ISBN (Livre)
9783389004074
Langue
allemand
mots-clé
exegese markusevangelium sturmstillung neuestestament literarkritik überlieferungsgeschichte formkritik traditionsgeschichte motivgeschichte redaktionskritik wirkungsgeschichte hermeneutik jesus zweiquellentheorie wundererzählug wundergeschichte perikope
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alina Schulz (Auteur), 2015, Die Stillung des Sturmes. Eine Exegese zu Mk 4,35-41, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1459932
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