Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos

Kritische Analyse der Bilanzierung latenter Steuern im Einzelabschluss nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Título: Kritische Analyse der Bilanzierung latenter Steuern im Einzelabschluss nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Trabajo Universitario , 2009 , 28 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Simone Geyer (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Am 26.03.2009 wurde das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Der Bundesrat stimmte am 03.04.2009 dem Gesetz zu, und die Verkündigung des Gesetzes fand am 28.05.2009 statt.

Ziel des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ist es, eine moderne Bilanzierungsgrundlage zu schaffen, mit der das deutsche Bilanzrecht an die internationalen Rechnungslegungsge-pflogenheiten angepasst wird. Das BilMoG soll losgelöst von IFRS, als eigenständiges Regelwerk angewendet werden können. Inhaltlich soll das BilMoG zwar vollwertig mit IFRS, aber für die Unternehmen eine kostengünstigere Variante sein. Zudem werden durch das BilMoG bestimmte aktualisierte Richtlinien der EU in das deutsche Bilanzrecht umgesetzt.

Die Neufassung des HGB ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit der HGB-Abschlüsse mit IFRS-Abschlüssen. Des Weiteren soll durch das BilMoG die Informationsfunktion der handelsrechtlichen Abschlüsse deutlich verstärkt werden.

Eine der wesentlichsten und mit einem deutlich erhöhten Bilanzierungsaufwand verbundenen Neuregelungen des BilMoG stellt die Neufassung des § 274 HGB zur Abgrenzung latenter Steuern dar. In der Praxis der Jahresabschlusserstellung hat man sich in der Vergangenheit nur selten mit den latenten Steuern befasst, da aufgrund des Maßgeblichkeitsprinzips eine so genannte Einheitsbilanz mit Ausnahme weniger Einzelfälle möglich war. Die Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit sowie die zunehmende Durchbrechung des Maßgeblich-keitsprinzips führt jedoch künftig verstärkt zu einem Auseinanderfallen von Steuer- und Handelsbilanz, weshalb die Bedeutung der latenten Steuern deutlich zunehmen wird.

In dieser Arbeit wird die Bilanzierung der latenten Steuern im Einzelabschluss nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz untersucht. Gang dieser Untersuchung wird zunächst eine Begriffsdefinition sein, wobei die Entstehungsursachen und Ziele latenter Steuern aufgezeigt werden. Im Folgenden stehen der Ansatz, die Ermittlungskonzepte, die Bewertungsmethoden sowie der Ausweis latenter Steuern im Mittelpunkt dieser Arbeit. Abschließend werden einige Sonderfälle der latenten Steuerabgrenzung aufgezeigt, gefolgt von einer zusammenfassenden Schlussbetrachtung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - Problemstellung und Gang der Untersuchung

2. Grundlagen der Steuerabgrenzung

2.1 Definition, Entstehung und Ziel latenter Steuern

2.2 Rechtliche Normierungen

3. Ansatz latenter Steuern

3.1 Ansatz von aktiven latenten Steuern

3.2 Ansatz von passiven latenten Steuern

4. Ermittlung latenter Steuern

4.1 Abgrenzung latenter Steuern nach dem Timing-Konzept

4.2 Abgrenzung latenter Steuern nach dem Temporary-Konzept

5. Bewertung latenter Steuern

5.1 Bewertungsmethoden

5.2 Steuersatz zur Bewertung latenter Steuern und Abzinsungsverbot

6. Ausweis latenter Steuern

6.1 Ausweis in Bilanz, GuV und Saldierung

6.2 Anhangangaben

7. Ausschüttungs- und Ergebnisabführungssperre

8. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge

9. Latente Steuern aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG

10. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Bilanzierung latenter Steuern im Einzelabschluss vor dem Hintergrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Ziel ist es, die Auswirkungen der Umstellung auf das Temporary-Konzept und die damit verbundenen Änderungen bei Ansatz, Bewertung und Ausweis kritisch zu untersuchen sowie die erhöhten Anforderungen an die Bilanzierungspraxis aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Definition latenter Steuern
  • Wechsel vom Timing-Konzept zum Temporary-Konzept
  • Bewertungsmethoden und Ansatz von Verlustvorträgen
  • Ausweisvorschriften und Ausschüttungssperren
  • Implikationen für die Unternehmensbilanzierung

Auszug aus dem Buch

4.2 Abgrenzung latenter Steuern nach dem Temporary-Konzept

Das Temporary-Konzept ist im Gegensatz zum Timing-Konzept bilanzpostenorientiert. Ausgangspunkt für die Berechnung latenter Steuern sind hierbei die Differenzen zwischen den Handels- und Steuerbilanzposten. Es werden alle Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede in die Berechnung latenter Steuern miteinbezogen, wenn sie in der Zukunft entweder zu einer Steuerbelastung oder einer Steuerentlastung führen; selbst dann, wenn die Differenzen erfolgsneutral entstanden sind und nur bei ihrer Auflösung in der Zukunft zu Ergebnisdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz führen.

Anders als beim Timing-Konzept werden die quasi zeitlich unbegrenzten Differenzen beim Temporary-Konzept in die Steuerabgrenzung miteinbezogen, die erst bei ihrer Auflösung zu Ergebnisdifferenzen führen. Auf den Zeitpunkt der Umkehrung kommt es beim Temporary-Konzept nicht an. Der Zeitpunkt kann beispielsweise auch erst bei Liquidation des Unternehmens liegen. Permanente Differenzen sind nach wie vor nicht in die Bilanzierung latenter Steuern miteinzubeziehen. Aus diesen Gründen ist das Temporary-Konzept umfassender als das Timing-Konzept.

Im Rahmen des BilMoG erfolgte ein Wechsel vom bisher gültigen Timing-Konzept auf das Temporary-Konzept. Aus der Neufassung des § 274 Abs. 1 HGB ergibt sich eindeutig, dass die Basis für die Erfassung latenter Steuern die Differenzen der Wertansätze zwischen den Handels- und Steuerbilanzposten sind. Die Umstellung der Ermittlungsmethode in § 274 HGB erfolgte offensichtlich aufgrund des generellen Bemühens des Gesetzgebers, das HGB an IFRS anzupassen. Da anstelle der bisherigen Differenzen der Aufwands- und Ertragsposten nun auf die Differenzen der Bilanzposten abzustellen ist, ergibt sich hieraus nach Hahn eine andere Erfassungssystematik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung - Problemstellung und Gang der Untersuchung: Diese Einleitung führt in die Neuregelungen des BilMoG ein und erläutert die wachsende Bedeutung latenter Steuern durch die Durchbrechung des Maßgeblichkeitsprinzips.

2. Grundlagen der Steuerabgrenzung: Dieses Kapitel definiert latente Steuern als Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz und ordnet sie rechtlich in das HGB ein.

3. Ansatz latenter Steuern: Hier werden die Voraussetzungen für die Aktivierung und Passivierung latenter Steuern sowie deren zielgerichtete Bilanzierung erläutert.

4. Ermittlung latenter Steuern: Das Kapitel vergleicht das bisherige Timing-Konzept mit dem durch das BilMoG eingeführten Temporary-Konzept und verdeutlicht deren unterschiedliche Erfassungssystematiken.

5. Bewertung latenter Steuern: Es werden die Liability- und die Deferred-Methode gegenübergestellt und die Bewertung mittels unternehmensindividueller Steuersätze sowie das Abzinsungsverbot behandelt.

6. Ausweis latenter Steuern: Dieses Kapitel beschreibt die Darstellung aktiver und passiver latenter Steuern in Bilanz und GuV sowie die notwendigen Anhangangaben.

7. Ausschüttungs- und Ergebnisabführungssperre: Hier wird erläutert, warum Erträge aus der Aktivierung latenter Steuern einer Ausschüttungssperre unterliegen, um den Gläubigerschutz zu gewährleisten.

8. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge: Das Kapitel behandelt die erstmals gesetzlich verankerte Möglichkeit, latente Steuern auf Verlustvorträge unter Beachtung des Vorsichtsprinzips zu aktivieren.

9. Latente Steuern aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG: Hier wird die Behandlung von Anpassungsbuchungen bei der Umstellung auf das BilMoG und die Interpretation der Übergangsvorschriften analysiert.

10. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont den gestiegenen administrativen Aufwand für Unternehmen.

Schlüsselwörter

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, Latente Steuern, Temporary-Konzept, Timing-Konzept, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Maßgeblichkeitsprinzip, Liability-Methode, Verlustvorträge, Ausschüttungssperre, § 274 HGB, Steuerabgrenzung, Bilanzierung, Rechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Bilanzierung latenter Steuern im deutschen Einzelabschluss.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören der Wechsel der Ermittlungskonzepte, die Bewertungsmethoden, der Ausweis in der Bilanz sowie Sonderfragen wie die Bilanzierung von Verlustvorträgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie das BilMoG die handelsrechtliche Rechnungslegung beeinflusst und welche neuen Herausforderungen und Gestaltungsspielräume für Unternehmen bei der Ermittlung latenter Steuern entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin nutzt eine analytische Literaturrecherche, um die gesetzlichen Neuregelungen und deren Auslegung in der Fachpraxis theoretisch zu fundieren und anhand von Beispielen zu veranschaulichen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Steuerlatenzermittlung, den Vergleich der Konzepte (Timing vs. Temporary), Bewertungsfragen sowie die spezifische Behandlung von Verlustvorträgen und Übergangseffekten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie BilMoG, Temporary-Konzept, Latente Steuern, HGB-Bilanzierung und steuerliche Verlustvorträge gekennzeichnet.

Warum wurde das Timing-Konzept durch das Temporary-Konzept abgelöst?

Die Ablösung erfolgte, um das deutsche Bilanzrecht stärker an die internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) anzupassen und eine bilanzorientierte Systematik zu etablieren.

Welche Bedeutung hat das Abzinsungsverbot für die Bewertung?

Durch das gesetzlich fixierte Abzinsungsverbot sind auch passive latente Steuern explizit von einer Abzinsung ausgeschlossen, was die Bewertung vereinfacht, aber keine Diskontierung zukünftiger Steuerlasten erlaubt.

Was ist bei der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge zu beachten?

Aufgrund des Vorsichtsprinzips ist eine Aktivierung nur zulässig, wenn ein Ausgleich durch künftige Gewinne innerhalb eines Prognosezeitraums von fünf Jahren zumindest wahrscheinlich ist.

Welche Rolle spielt die Ausschüttungssperre?

Da die Aktivierung latenter Steuern zu einer Erhöhung des Handelsbilanzergebnisses durch fiktive Erträge führen kann, dient die Ausschüttungssperre dem Schutz der Gläubiger, indem sie verhindert, dass solche unsicheren Erträge ausgeschüttet werden.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Kritische Analyse der Bilanzierung latenter Steuern im Einzelabschluss nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
Universidad
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Calificación
1,7
Autor
Simone Geyer (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
28
No. de catálogo
V146207
ISBN (Ebook)
9783640589296
ISBN (Libro)
9783640589791
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kritische Analyse Bilanzierung Steuern Einzelabschluss Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simone Geyer (Autor), 2009, Kritische Analyse der Bilanzierung latenter Steuern im Einzelabschluss nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146207
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  28  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint