Als Vorraussetzung für die Erreichung von Wettbewerbsvorteilen sind heutzutage die an Vielzahl vorhandenen Finanzierungsmöglichkeiten anzusehen. Ist die Erfüllung eines komplexen Kaufvorgangs teuer, so bedarf es im Regelfall einer Absatzfinanzierung. Ein international agierendes Unternehmen, welches absatzfördernde Finanzierungs-möglichkeiten im Rahmen von Lieferantenkrediten und dem immer populärer werdenden Leasing einsetzt, refinanziert sich oftmals ebenfalls durch die Aufnahme von Krediten. Somit wird die Absatzfinanzierung als solches, in der hier vorliegenden Ausarbeitung, stets als zweiseitige Finanzierungsmöglichkeit verstanden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Konditionenpolitik
3 Kreditpolitik
4 Binnenhandel
4.1 Inlandszahlungsverkehr
4.2 Zahlungsarten im Binnenhandel
4.2.1 Überweisung
4.2.2 Scheckzahlung
4.3 Absatzfinanzierung im Binnenhandel
4.4 Instrumente der kurzfristigen Absatzfinanzierung
4.4.1 Kontokorrentkredit
4.4.2 Geldmarktkredit
4.4.3 Wechseldiskontkredit
4.4.4 Lieferantenkredit
4.4.5 Akzeptkredit
4.5 Instrumente der mittel- und langfristigen Absatzfinanzierung
4.5.1 Investitionsdarlehen
4.5.2 Leasing
5 Außenwirtschaftsverkehr
5.1 Dokumente im Außenwirtschaftsverkehr
5.2 Risiken im Außenwirtschaftsverkehr
5.3 Auslandszahlungsverkehr
5.4 Zahlungsarten
5.4.1 Überweisung
5.4.2 Scheckzahlungen
5.4.3 Wechselzahlung
5.5 Spezifische Erscheinungsformen der Absatzfinanzierung
5.6 Instrumente der kurzfristigen Absatzfinanzierung
5.6.1 Vorauszahlung
5.6.2 Zahlung durch Nachnahme
5.6.3 Dokumenteninkasso
5.6.4 Dokumentenakkreditiv
5.6.5 Vergleich zwischen Dokumentenakkreditiv und Dokumenteninkasso
5.6.6 Exportfactoring
5.7 Instrumente der mittel- und langfristigen Absatzfinanzierung
5.7.1 Bestellerkredit
5.7.2 Lieferantenkredit
5.7.3 Forfaitierung
5.7.4 Exportleasing
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht absatzfördernde Finanzierungsmöglichkeiten als Marketinginstrument in international agierenden Unternehmen. Ziel ist es, die Notwendigkeit dieser Finanzierungsinstrumente bei komplexen Vertragsabschlüssen im inländischen sowie grenzüberschreitenden Warenwirtschaftsverkehr aufzuzeigen und deren Beitrag zur Kundenbindung sowie Vertriebsunterstützung zu analysieren.
- Grundlagen der Konditionen- und Kreditpolitik im Marketing
- Finanzierungsinstrumente im Binnenhandel (kurz-, mittel- und langfristig)
- Risiken und Zahlungsabsicherung im Außenwirtschaftsverkehr
- Spezifische Außenhandelsinstrumente wie Exportfactoring, Forfaitierung und Exportleasing
Auszug aus dem Buch
4.4.1 Kontokorrentkredit
„Ein Kontokorrent (laufende Rechnung) liegt vor, wenn Unternehmungen unter sich und/oder mit Banken derart in Geschäftsverbindung stehen, dass die daraus entstehenden beiderseitigen Ansprüche und Leistungen nebst Zinsen in Rechnung gestellt und in regelmäßigen Zeitabschnitten durch Verrechnung und Feststellung eines für den einen oder anderen Teil sich ergebenden Überschusses ausgeglichen wird.“ Die rechtlichen Grundlagen für die Gewährung von Kontokorrentkrediten sind mit §§607ff BGB und §§ 355 ff HGB gegeben. Er lässt in anderen Worten Verfügungen innerhalb einem vereinbarten Kreditrahmen auf dem laufenden Konto des Kunden zu. Somit kann er bedarfsgerecht und variabel in Anspruch genommen werden. Die Zinsberechnung erfolgt in der Regel quartalsweise und nur aus dem in Anspruch genommenen Saldo. Der derzeitige Zinssatz (Stand: November 2009) liegt zwischen 12 und 17%.
Der Kontokorrentkredit zeichnet sich dadurch aus, dass das kreditnehmende Unternehmen innerhalb einer festgelegten Kontokorrentlinie den Kredit mit wechselnden Beträgen in Anspruch nehmen kann, aber auch ein Überschreiten dieses Kreditlimits ist möglich. Somit erweist sich aus der Sicht des Unternehmens der Kontokorrentkredit zwar als eine sehr flexible Form der Kreditgewährung, aber auch demnach einen angemessenen Preis hat der meist über anderen Kreditarten liegt. Ein weiteres Problem ergibt sich bei der Planung der Finanzierungskosten. Neben der Schwierigkeit der exakten Schätzung der jeweiligen Schulden besteht das Problem, dass in der Regel auch die Zinssätze variabel sind, d.h. dass die zu zahlenden Zinssätze in ihrer Höhe entsprechend der häufig unbestimmten Laufzeit des Kontokorrentkredits nicht fest sind, sondern Änderungen in Abhängigkeit von der Bankenrefinanzierung unterworfen sein können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit von Absatzfinanzierung als Marketinginstrument zur Kundenbindung und Vertriebsunterstützung ein.
2 Konditionenpolitik: Das Kapitel erläutert die Schnittstelle zwischen Marketing-Mix und der Konditionenpolitik als flexibles Instrument der Preisgestaltung.
3 Kreditpolitik: Hier werden die Grundlagen des Kreditgeschäfts sowie die Bedeutung der Bonitätsprüfung und Kreditsicherheiten für Unternehmen dargelegt.
4 Binnenhandel: Dieses Kapitel behandelt den Inlandszahlungsverkehr sowie verschiedene Finanzierungsinstrumente wie Lieferantenkredite, Darlehen und Leasing für mittelständische Unternehmen.
5 Außenwirtschaftsverkehr: Der Schwerpunkt liegt auf spezifischen Risiken, Dokumenten und Finanzierungslösungen im internationalen Handel, einschließlich Factoring, Forfaitierung und Exportleasing.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Erkenntnisse über die Bedeutung absatzfördernder Finanzierung als notwendiges Mittel zur Wettbewerbsvorteilsgenerierung und Risikominimierung.
Schlüsselwörter
Absatzfinanzierung, Finanzierungsmöglichkeit, Absatzförderung, Risiko, Kredit, Kreditinstitut, Darlehen, Exporteur, Importeur, Außenhandel, Kontokorrentkredit, Lieferantenkredit, Leasing, Factoring, Forfaitierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Rolle von Finanzierungsmöglichkeiten als Marketinginstrument für international agierende Unternehmen zur Absatzförderung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Finanzierung von Warenexporten, die Absicherung von Risiken im Außenhandel und der Einsatz von Krediten zur Vertriebsunterstützung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Analyse der Notwendigkeit und der Anwendung von Absatzfinanzierungsinstrumenten zur Stärkung der Marktposition und Kundenbindung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse sowie praxisnahe Fallbeispiele und finanzwirtschaftliche Vergleichsrechnungen, um die Vorteilhaftigkeit verschiedener Finanzierungsarten zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl nationale Kreditinstrumente (wie Kontokorrentkredit, Leasing) als auch spezifische Außenhandelsinstrumente (wie Akkreditiv, Factoring, Forfaitierung) detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Absatzfinanzierung, Kreditpolitik, Exportleasing, Delkredere und Risikomanagement charakterisieren.
Warum spielt die Absatzfinanzierung eine Rolle im Marketing?
Sie dient als akquisitorisches Instrument, um durch kundenorientierte Zahlungsbedingungen (z.B. Zahlungsziele) Wettbewerbsvorteile zu generieren und Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden.
Wie unterscheidet sich Factoring von der Forfaitierung?
Während sich Factoring primär auf kurzfristige Forderungen und Dienstleistungsfunktionen konzentriert, wird die Forfaitierung als mittel- bis langfristiges Instrument zur regresslosen Finanzierung großer Einzelforderungen genutzt.
Was ist das besondere Risiko beim Cross-Border Leasing?
Cross-Border Leasing basiert oft auf der Ausnutzung unterschiedlicher steuerlicher Gesetzgebungen zwischen Ländern, was durch regulatorische Änderungen im Importland, wie in der Arbeit am Beispiel USA erläutert, zu einer Gefährdung der Steuervorteile führen kann.
- Quote paper
- Sebastian Hinze (Author), 2010, Absatzfördernde Finanzierungsmöglichkeiten als Marketinginstrument in international agierenden Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146390