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Probleme von Kennzahlen in der Unternehmensbewertung

Liegt das Wesentliche im Verborgenen?

Title: Probleme von Kennzahlen in der Unternehmensbewertung

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 35 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maximilian Henke (Author)

Business economics - Controlling
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Die Realisierung einer nachhaltigen Wertsteigerung ist eines der prominentesten langfristigen Unternehmensziele, vielleicht sogar das prominenteste überhaupt. Es bedarf also nicht nur in Veräußerungssituationen sowie bei anstehenden Änderungen der Eigentumsverhältnisse der Ermittlung eines greifbaren Werts, etwa als Ausgangspunkt für die konkreten Verhandlungen, die Entwicklung des Unternehmenswerts kann vielmehr auch als probates Instrument der
Unternehmensführung sowie der strategischen Unternehmensausrichtung dienen. Der Wert eines Unternehmens ist definiert als die Gesamtheit der zukünftig entnehmbaren Überschüsse1. Folglich drückt er aus, was ein potentieller zukünftiger Eigner maximal in den Erwerb des Unternehmens zu investieren bereit ist. Keine Unternehmung gleicht einer anderen, ebenso unterschiedlich sind die subjektiven Wahrnehmungen und Interessen betroffener Individuen. Kennzahlen haben sich bei der Darstellung abstrakter betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge bewährt. In der Praxis muss eine Unternehmensbewertung aber nicht nur zutreffend, sondern auch handhabbar sein. Das Ergebnis muss mit anderen Worten in einem vernünftigen Verhältnis zum für den Vorgang der Bewertung zu investierenden Aufwand stehen.
Die wissenschaftliche Literatur beschäftigt sich im Zusammenhang mit Fragen der Unternehmensbewertung regelmäßig nur mit Großunternehmen, sehr oft sogar nur mit börsennotierten Unternehmen. Zur Frage, was ein kleines oder mittelgroßes Unternehmen wert ist, findet sich demgegenüber nur wenig. Dies mag daran liegen, dass die diskutierten
Verfahren der Unternehmensbewertung methodisch ohne weiteres auch auf die erwähnten Klein- und Mittelunternehmen anwendbar sind, fraglich ist jedoch deren Handhabbarkeit für diese Unternehmen. Um hierauf eine Antwort geben zu können, müssen die diversen
Bewertungsverfahren und vor allem die diesen zugrundeliegenden Kennzahlen untersucht werden. Die vorliegende Arbeit stellt im Folgenden dar, welche Schwierigkeiten es bei der Handhabung quantifizierter, individueller und schwer zu normierender Werte gibt. Neben dieser Problematik zeigt sie Schwachstellen bei der Bewertung nach herkömmlichen Verfahren auf; beleuchtet werden hierbei praxisrelevante Varianten. Eingegangen wird insbesondere auf den Antagonismus vergangenheitsorientierter Kennzahlen und vergangenheitsbezogener Fakten einerseits sowie zukunftsgewandter
Unternehmenswertprognosen andererseits.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung und Problemstellung

2 Begrifflichkeiten und Definitionen

2.1 Klein- und Mittelunternehmen

2.2 Kennzahlen

2.2.1 Cash Flow

2.2.2 EBIT

2.2.3 Multiples

2.3 Businessplan

3 Allgemeines zur Unternehmensbewertung

3.1 Funktionen der Unternehmensbewertung

3.2 Standardisierung

3.3 Eignerbezogenheitsprinzip

3.4 Typisierung und Objektivierung

4 Bewertungsverfahren

4.1 Multiplikatormethode

4.2 DCF- Methode

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Problematik von Kennzahlen in der Unternehmensbewertung, insbesondere mit Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Ziel ist es, die Schwierigkeiten bei der Anwendung quantifizierter, individueller Werte aufzuzeigen und die Schwachstellen gängiger Bewertungsverfahren sowie die Abhängigkeit der Ergebnisse von zukunftsorientierten Businessplänen kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen der Definition von KMU und ihre Bedeutung in der Wirtschaft.
  • Analyse relevanter Kennzahlen wie EBIT und Cash Flow für Bewertungszwecke.
  • Darstellung der Funktionen und Prinzipien der Unternehmensbewertung.
  • Kritische Würdigung der Multiplikatormethode und des DCF-Verfahrens.
  • Die zentrale Rolle des Businessplans als Basis für eine seriöse Unternehmensbewertung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Multiplikatormethode

Die Multiplikatormethode wird in der Praxis sehr häufig verwendet. Der Unternehmenswert wird ermittelt als Produkt einer Bezugsgröße des Bewertungsobjekts und eines Multiple, auch Multiplikator genannt (vgl. oben). Häufig wählt man als Bezugsgröße das Ergebnis vor Zins und Steuern, englisch EBIT, teilweise auch EBITDA und andere. Im Folgenden wird vom EBIT ausgegangen. Im Wesentlichen unterscheidet man nach Umsatz- sowie EBIT Multiplikator, wobei der der Umsatzmultiplikator generell weniger volatil ist. EBIT Multiplikatoren sind durch Bilanzpolitik und Manipulation anfällig für Verzerrungen.

Die Stärke des Multiplikatoransatzes ist zugleich dessen Schwäche. Einerseits sind bei vergangenheitsorientierter Vorgehensweise rasch Ergebnisse zu erreichen, welche auch ohne längere Erläuterung aussagekräftig sind, wodurch die Methode eine hohe Praxistauglichkeit erreicht (Voraussetzung hierbei ist, dass bereits ein Multiple ermittelt wurde), andererseits sind an Vergangenheitswerten orientierte Ergebnisse unpräzise. Subjektbezogene Besonderheiten wie Personalstruktur oder Umfeld des Unternehmens finden im Bewertungsergebnis keine Berücksichtigung. Abhängigkeit gegenüber Lieferanten oder Abnehmern, Fertigungstiefe, eine prominente Stellung des Eigentümers und andere teils maßgebende Faktoren werden ausgeblendet. Das Ergebnis einer multiplikatorbasierten Bewertung wird komprimiert in einer einzigen Zahl ausgedrückt, es ist daher gut handhabbar. Implizite Annahmen, die zu diesem Ergebnis führen, sind einem Dritten jedoch nicht transparent. Bewertungsspielräume können so manipulativ ausgenutzt werden.

So bleibt der Multiplikatoransatz ein geeignetes Instrument zur groben Orientierung. Für den Berateralltag wird er vor allem deshalb geschätzt, da hier die Ergebnisse im Vordergrund stehen und nicht die dahinterstehende Wissenschaft. Häufig wird das Multiplikatorverfahren in Kombination mit dem DCF-Verfahren gebraucht, es dient dann zu dessen Plausibilisierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung und Problemstellung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung nachhaltiger Wertsteigerung und verdeutlicht die methodischen Herausforderungen bei der Bewertung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen.

2 Begrifflichkeiten und Definitionen: Dieses Kapitel definiert den KMU-Begriff und untersucht betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie Cash Flow, EBIT und Multiples als Grundlage für den Bewertungsprozess.

3 Allgemeines zur Unternehmensbewertung: Hier werden die Funktionen der Unternehmensbewertung sowie zentrale Konzepte wie Standardisierung, Eignerbezogenheit und Typisierung diskutiert.

4 Bewertungsverfahren: Das Kapitel bietet eine detaillierte Analyse der Multiplikatormethode sowie der DCF-Methode, inklusive ihrer Stärken, Schwächen und praktischen Anwendbarkeit.

5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit unterstreicht, dass eine Unternehmensbewertung maßgeblich von der Qualität der im Businessplan enthaltenen Geschäftsprognose abhängt.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Kennzahlen, KMU, Multiplikatormethode, DCF-Verfahren, Businessplan, EBIT, Cash Flow, Unternehmenswert, Standardisierung, Objektivierung, Eigenkapital, Finanzierung, Wertermittlung, Bilanzpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und praktischen Herausforderungen, die bei der Unternehmensbewertung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) auftreten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Eignung und Problematik betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, die Abgrenzung von KMU sowie die kritische Analyse gängiger Bewertungsverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie schwierig es ist, objektive Unternehmenswerte für KMU zu ermitteln, und welche Rolle der Businessplan in diesem Prozess einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und vergleicht Methoden der Unternehmensbewertung (insbesondere Multiplikator- und DCF-Verfahren) anhand von Beispieldaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition von KMU, relevante Kennzahlen, grundlegende Bewertungsprinzipien sowie die Funktionsweise und Schwächen der Multiplikatormethode und des DCF-Ansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Unternehmensbewertung, KMU, Kennzahlen (wie EBIT/Cash Flow), Multiplikatoren, DCF-Verfahren und Businessplanung.

Warum ist die Standardisierung bei der KMU-Bewertung so wichtig?

Standardisierung dient der Komplexitätsreduktion, um individuelle Sachverhalte vergleichbar zu machen und Manipulationen durch intransparente Verfahren entgegenzuwirken.

Welchen Einfluss hat das Eignerbezogenheitsprinzip in KMU?

In KMU verschmelzen persönliche und betriebliche Interessen oft, da der Eigentümer häufig auch die Führungskraft ist, was die Trennung von privater und betrieblicher Sphäre bei der Bewertung erschwert.

Inwieweit spielt der "Hockeystick-Effekt" eine Rolle?

Der Effekt beschreibt die Tendenz zu optimistischen Zukunftsprognosen im Businessplan, welche die Qualität des Bewertungsergebnisses bei DCF-Verfahren maßgeblich beeinflussen können.

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Details

Title
Probleme von Kennzahlen in der Unternehmensbewertung
Subtitle
Liegt das Wesentliche im Verborgenen?
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Grade
1,7
Author
Maximilian Henke (Author)
Publication Year
2009
Pages
35
Catalog Number
V146713
ISBN (eBook)
9783640818082
ISBN (Book)
9783640821624
Language
German
Tags
probleme kennzahlen unternehmensbewertung liegt wesentliche verborgenen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Henke (Author), 2009, Probleme von Kennzahlen in der Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146713
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