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Access & Benefit Sharing. Zentraler Konflikt der Convention on Biological Diversity (CBD)

Title: Access & Benefit Sharing. Zentraler Konflikt der Convention on Biological Diversity (CBD)

Presentation (Elaboration) , 2008 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anika Weller (Author)

Politics - Environmental Policy
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Eine kurze Übersicht über das Thema Zugang zu den genetischen Ressourcen (Access), den damit verbundenen Vorteilsausgleich (Benefit Sharing) und Probleme, die sich aus den Regelungen der CBD ergeben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Wie hängt der gerechte Vorteilsausgleich mit der Erhaltung der Biodiversität zusammen?

2. Was sind die wichtigsten Positionen zum Thema ABS?

3. Welche zentralen Probleme ergeben sich beim ABS?

a) Problem 1: Der Zugang zu den genetischen Ressourcen - Access

b) Problem 2: Die Regulierung des Vorteilsausgleichs – Bonn Guidelines

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den zentralen Konflikt des "Access & Benefit Sharing" (ABS) innerhalb der Konvention über biologische Vielfalt (CBD). Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen dem Zugang zu genetischen Ressourcen und einem gerechten Vorteilsausgleich zu analysieren sowie die Interessenlagen der verschiedenen Akteure und die Herausforderungen bei der Regulierung dieses globalen Umweltproblems aufzuzeigen.

  • Grundlagen des gerechten Vorteilsausgleichs im Kontext der Biodiversität
  • Analyse der Akteursinteressen (Geberländer, Nehmerländer, indigene Völker, Biotech-Firmen)
  • Problematik des Zugangs zu genetischen Ressourcen und der "Biopiraterie"
  • Die Rolle der Bonn Guidelines als regulatorisches Instrument
  • Perspektiven für ein verbindliches internationales Regime

Auszug aus dem Buch

b) Problem 2: Die Regulierung des Vorteilsausgleichs – Bonn Guidelines

Benefit Sharing kann auf zwei verschiedene Weisen erfolgen: monetär, also als Ausgleich durch Geld, und nicht-monetär, z.B. durch Beteiligung der Geberländer an Forschungsresultaten der Nehmerländer, Capacity Building oder Technologietransfer. Das Benefit Sharing war einer der Hauptgründe, weshalb die biodiversitätsreichen Länder an der CBD teilnahmen, denn sie erhofften sich dadurch einen Anteil an neuen Forschungen, um später ihre genetischen Ressourcen selbst verwerten zu können, was ihnen neue ökonomische Perspektiven geöffnet hätte. Das Problem dabei waren die IPR, die meist nicht in der Hand der nördlichen Regierungen liegen, sondern bei den Unternehmen selbst, welche die Eigentumsrechte jedoch gesichert sehen wollen und den Technologietransfer in den Süden ablehnen, da die Entwicklung der Technologien große Summen an Geld gekostet habe und diese deshalb nicht ohne weiteres weitergeben werden sollten.

Im Endeffekt konnten sich die Geberländer mit ihrem Interesse am Zugang zu modernen Biotechnologien nicht durchsetzen, weshalb der Technologietransfer im Rahmen des Benefit Sharing keine große Rolle mehr spielt und im Moment eher das Konzept des Joint Research and Development verfolgt wird. Das größte Problem am Benefit Sharing ist dessen Regulierung. Die einfachste Variante des ABS ist eine bilaterale Abmachung, also eine Abmachungen zwischen zwei Vertragsparteien wie z.B. einem Unternehmen aus einem Nehmerland und der Regierung aus einem Geberland. Dabei sind die Unternehmen jedoch im Vorteil, denn sind sie mit den Bedingungen des Handelspartners nicht zufrieden, haben sie immer noch die Möglichkeit zur Nachbargemeinde zu gehen oder eine neue Abmachung mit der Regierung des Nachbarlandes zu schließen. Diese Konkurrenz der biodiversitätsreichen Länder untereinander kann man eindämmen, indem man einen gewissen Rahmen bei den Verhandlungen vorgibt, also ein multilaterales ABS entwirft, das feste Regelungen in Bezug auf PIC und MAT und ABS im allgemeinen enthält.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wie hängt der gerechte Vorteilsausgleich mit der Erhaltung der Biodiversität zusammen?: Dieses Kapitel erläutert die Grundprinzipien der CBD, wonach der Zugang zu genetischen Ressourcen und der gerechte Ausgleich der daraus resultierenden Vorteile als zentrales Ziel zur Förderung der Biodiversität fungieren.

2. Was sind die wichtigsten Positionen zum Thema ABS?: Hier werden die gegensätzlichen Interessen von Geberländern, Nehmerländern, indigenen Bevölkerungsgruppen sowie der Biotech-Wirtschaft im Kontext von geistigen Eigentumsrechten und Selbstbestimmung beleuchtet.

3. Welche zentralen Probleme ergeben sich beim ABS?: Dieser Abschnitt analysiert die Herausforderungen des direkten Zugangs zu genetischen Ressourcen ("Biopiraterie") sowie die Schwierigkeiten bei der verbindlichen Regulierung des Vorteilsausgleichs durch Instrumente wie die Bonn Guidelines.

Schlüsselwörter

Access and Benefit Sharing, CBD, Biodiversität, genetische Ressourcen, Biopiraterie, Bonn Guidelines, geistiges Eigentum, IPR, Capacity Building, indigene Bevölkerung, Geberländer, Nehmerländer, internationales Regime, Nachhaltigkeit, Technologietransfer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Konflikt um den gerechten Vorteilsausgleich (Benefit Sharing) beim Zugang zu genetischen Ressourcen im Rahmen der Konvention über biologische Vielfalt (CBD).

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die globalen Machtverhältnisse zwischen biodiversitätsreichen und -armen Staaten, die Rolle indigener Gemeinschaften, geistige Eigentumsrechte und regulatorische Rahmenwerke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung der Zusammenhänge zwischen Ressourcennutzung und Vorteilsausgleich sowie die Aufarbeitung der Problematik bei der Implementierung wirksamer Schutzmechanismen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse der politischen Rahmenbedingungen der CBD und einer vergleichenden Darstellung der Akteursinteressen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Akteurskonstellationen, die Problematisierung des Zugangs zu genetischem Material und die kritische Würdigung der Bonn Guidelines.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Access and Benefit Sharing (ABS), Biopiraterie, Prior Informed Consent (PIC) und die Transformation von Richtlinien in völkerrechtlich bindende Protokolle.

Welche Rolle spielt die indigene Bevölkerung bei der Nutzung genetischer Ressourcen?

Indigene Völker besitzen oft entscheidendes Wissen über die Eigenschaften biologischer Ressourcen; das Problem besteht darin, dass dieses Wissen ohne rechtliche Anerkennung oder Entschädigung von Unternehmen genutzt wird.

Warum werden die bisherigen Bonn Guidelines kritisiert?

Die Guidelines sind lediglich freiwillig und rechtlich nicht bindend, was aus Sicht der biodiversitätsreichen Länder keinen ausreichenden Schutz vor Ausbeutung und keine verlässliche Teilhabe an Gewinnen bietet.

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Details

Title
Access & Benefit Sharing. Zentraler Konflikt der Convention on Biological Diversity (CBD)
College
University of Kassel  (FB5)
Grade
2,0
Author
Anika Weller (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V146856
ISBN (eBook)
9783640562237
ISBN (Book)
9783656446941
Language
German
Tags
ABS Access and Benefit Sharing CBD Probleme der CBD
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anika Weller (Author), 2008, Access & Benefit Sharing. Zentraler Konflikt der Convention on Biological Diversity (CBD), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146856
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