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Integrative Beschulung in der Schweiz

Theoretische Aspekte, Entwicklungstendenzen und Entwicklungsmodelle

Title: Integrative Beschulung in der Schweiz

Scientific Essay , 2010 , 16 Pages

Autor:in: Apl. Professor Dr. Christel Rittmeyer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Es wird gezeigt, dass es neben den Arbeiten der in der wissenschaftlichen Fachöffentlichkeit bekannten Autoren Haeberlin und Bächtold aus den 90er Jahren auch in der Gegenwart eine Reihe von Schweizer Wissenschaftlern oder hier tätigen Wissenschaftlern gibt, die wichtige Beiträge zur Auseinandersetzung mit dem Terminus Integration und Inklusion geleistet haben und zu diesem Themenbereich forschen: insbesondere Bless, Strasser und Hoyningen-Süess sowie Liesen.
Wie in Deutschland ist in der Schweiz - offenbar noch akzentuierter - eine zweigleisige und in sich gegenläufige Entwicklung festzustellen: neben integrativer Beschulung nimmt die Zahl der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu.
Außerdem geht es in diesem Beitrag um die soziale Position von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten und sozial-emotionalem Förderbedarf in integrativen Zusammenhängen. Es wird dargelegt, dass sie weiterhin unbefriedigend ist und wie Strategien der Verbesserung aussehen könnten.
Abschließend wird auf aktuelle Formen des gemeinsamen Unterrichts in der Schweiz eingegangen und kurz das Kaskadenmodell beschrieben, das zukünftig noch mehr Beachtung nicht nur in der Schweiz finden sollte und von daher einen hohen Anregungscharakter haben könnte.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Überblick

3. Zur Terminologie: Was bedeutet „Integrative Pädagogik“?

4. Warum „Integration“?

5. Erforschte Wirkungen der Integration

6. Lösungsstrategien für Probleme bei der Integration (Literaturbeiträge)

6.1 Schüler mit Beeinträchtigungen im Lernen

6.1.1 Lösungsvorschläge aus der Literatur

6.2 Forschungsbeiträge zur Förderung von Schülern mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung

7. Erfordernisse (zukünftiger) Integrations-/Inklusionsforschung

8. Lösungsmöglichkeiten nach eigenen praktischen Erfahrungen

9. Besonderheiten bei der Umsetzung von Integration in der Schweiz

9.1 Besondere pädagogische Maßnahmen für Schüler mit Beeinträchtigungen und Behinderungen und integrativer Unterricht in der Schweiz

9.2 Neuordnung der Schuleingangsstufe

9.3 Neugestaltung des Finanzausgleichs

9.4 Das Kaskadenmodell: ein übersichtlicher und die Integration unterstützender Organisationsrahmen

10. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen kompakten Überblick über den Stand der integrativen Pädagogik in der Schweiz. Das primäre Ziel ist es, theoretische Grundlagen, aktuelle Entwicklungstendenzen sowie Lösungsstrategien für Herausforderungen im integrativen Schulalltag zu beleuchten und das schweizerische Kaskadenmodell als Organisationsrahmen vorzustellen.

  • Terminologische Abgrenzung von Integration und Inklusion
  • Wissenschaftliche Wirkungsanalyse integrativer Unterrichtsformen
  • Strategien zur Förderung sozialer Interaktionen bei Schülern mit Lernproblemen
  • Implementierung organisatorischer Rahmenbedingungen in der Schweizer Bildungslandschaft
  • Evaluation zukünftiger Forschungserfordernisse für das Schulwesen

Auszug aus dem Buch

Lösungsmöglichkeiten nach eigenen praktischen Erfahrungen

Die in der Literatur beschriebenen Möglichkeiten eignen sich auch nach meinen praktischen Erfahrungen für die Arbeit in sehr heterogenen Gruppen. Sie sind jedoch nicht vollständig, denn es gibt noch weitere Einwirkungsmöglichkeiten. Ich denke hierbei vor allem an Instrumentarien wie Verhaltensprotokollbögen zur Förderung der Selbstreflexion, des Aufbaus von Selbststeuerung und der Unterstützung. Diese sollten mit Abmachungen (Verträgen) verbunden werden, die bei Erfüllung soziale Verstärker gewähren (z. B. eigene oder gemeinsame attraktive Aktivitäten außerhalb des Unterrichts) (vgl. EGGER-AGBONLAHOR und MIELAND).

Konkret handelt es sich dabei z. B. um Bögen, auf denen Schritte in Richtung aufzubauendes Verhalten festgehalten werden. Die Rückmeldung wird dem Schüler von der Lehrkraft in individuell vereinbarten und notwendigen Zeitabständen gegeben. Zielperspektive und eine gut realisierbare Zeiteinheit ist der einzelne Schultag. Die Vereinbarungen sowie die Rückmeldungen erfolgen – und dies erscheint mir besonders hervorhebenswert - im geschützten Rahmen, d. h. nicht vor der gesamten Klassengruppe und bei Bedarf auch einzeln.

Je nach individuellen Voraussetzungen und anzustrebendem Ziel werden die Erziehungsberechtigten gebeten, täglich durch Unterschrift mitzuteilen, dass sie von dem schulischen Verhalten Kenntnis genommen haben. Sie erhalten überdies die Möglichkeit, zu relevanten Aspekten des Verhaltens am Nachmittag oder Abend selbst Eintragungen vorzunehmen (Verhalten zuhause, z. B. Erledigung der Hausaufgaben). Diese Eintragungen werden wiederum am anderen Tag von der Lehrkraft abgezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Zielsetzung, Integration in Europa sowie ein Überblick über die Struktur des Beitrags.

2. Überblick: Kurze Zusammenfassung der Themenfelder wie Terminologie, Begründungen, Forschungsergebnisse und Entwicklungsmodelle.

3. Zur Terminologie: Was bedeutet „Integrative Pädagogik“?: Definition von Integration und Abgrenzung zum Inklusionsbegriff unter Einbezug relevanter Wissenschaftler.

4. Warum „Integration“?: Darlegung der ethischen, rechtlichen und empirischen Begründungen für den integrativen Unterricht.

5. Erforschte Wirkungen der Integration: Darstellung wissenschaftlicher Untersuchungsergebnisse zu verschiedenen Wirkungsvariablen der Integration anhand eines Schemas.

6. Lösungsstrategien für Probleme bei der Integration (Literaturbeiträge): Diskussion sozialer Schwierigkeiten von Schülern mit Beeinträchtigungen und Ansätze zur Verbesserung des Klassenklimas.

7. Erfordernisse (zukünftiger) Integrations-/Inklusionsforschung: Benennung von Anforderungen an eine interdisziplinäre und methodisch innovative Forschung.

8. Lösungsmöglichkeiten nach eigenen praktischen Erfahrungen: Vorstellung praxisnaher Instrumente wie Verhaltensprotokolle und Verträge zur Unterstützung in heterogenen Gruppen.

9. Besonderheiten bei der Umsetzung von Integration in der Schweiz: Analyse der schweizerischen Situation hinsichtlich Sonderschulungen, Reformen der Eingangsstufe und des Finanzausgleichs.

10. Zusammenfassung: Resümee über die aktuelle Entwicklung der schulischen Integration und Ausblick auf das Kaskadenmodell.

Schlüsselwörter

Integrative Pädagogik, Integration, Inklusion, Schweiz, Sonderschulung, Lernschwierigkeiten, Kaskadenmodell, soziale Interaktion, Schulentwicklung, Förderbedarf, Regelklasse, Heilpädagogik, Bildungsreform, Schulische Eingangsstufe, Finanzausgleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den aktuellen Status und die theoretischen Hintergründe der integrativen Pädagogik speziell im schweizerischen Bildungssystem.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Terminologie, wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, Lösungsansätzen für soziale Integrationsprobleme und organisationsstrukturellen Besonderheiten in der Schweiz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Überblicks über integrative Ansätze, um Entwicklungsprozesse und Herausforderungen im schweizerischen Schulwesen besser beurteilen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die theoretische Diskurse und empirische Forschungsergebnisse zusammenführt und um praktische Erfahrungen des Autors ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begründung von Integration, die Analyse ihrer Wirkungen, die Vorstellung von Lösungsstrategien für soziale Barrieren sowie die Darstellung schweizspezifischer Modelle wie das Kaskadenmodell.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind integrative Pädagogik, Inklusion, Kaskadenmodell, soziale Entwurzelung, sonderpädagogischer Förderbedarf und Schulentwicklung.

Was ist das Kaskadenmodell im Kontext der Schweizer Bildung?

Es ist ein übersichtliches Organisationsmodell für Basel, bei dem Ressourcen gestuft nach Grund- und Förderangeboten zugewiesen werden, um eine effiziente Integration zu ermöglichen.

Warum wird im Text die Bedeutung von Verhaltensprotokollen betont?

Diese dienen in der Praxis als Instrumente zur Förderung der Selbstreflexion bei Schülern und unterstützen die Kommunikation zwischen Lehrkraft und Eltern, um ein einheitliches Erziehungsverhalten zu fördern.

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Details

Title
Integrative Beschulung in der Schweiz
Subtitle
Theoretische Aspekte, Entwicklungstendenzen und Entwicklungsmodelle
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Author
Apl. Professor Dr. Christel Rittmeyer (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V147547
ISBN (eBook)
9783640586103
ISBN (Book)
9783640586363
Language
German
Tags
Inklusion Integration Schweiz Wirkungen der Integration Lösungsstrategien für Probleme bei der Integration Inklusionsforschung Kaskadenmodell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Apl. Professor Dr. Christel Rittmeyer (Author), 2010, Integrative Beschulung in der Schweiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147547
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