Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire globale - Protohistoire, Antiquité

Die Staatsreligion des Kaisers Theodosius oder wie das Christentum zur Staatsreligion wurde

Titre: Die Staatsreligion des Kaisers Theodosius oder wie das Christentum zur Staatsreligion wurde

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 39 Pages , Note: 1,3

Autor:in: musilia mair (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Der Name und die Person des oströmischen Kaisers Theodosius ist – wie die Geschichte der
Spätantike im Allgemeinen - weitgehend unbekannt. Beschäftigt man sich aber mit den
heidnischen Kulten und ihren Bauwerken, so taucht dieser Augustus vermehrt im
Zusammenhang mit deren Ende und Untergang auf. Auch ich stieß bei den Besichtigungen
Delphis und Olympias zum ersten Mal auf den Namen Theodosius, was mein Interesse in
Bezug auf diesen Kaiser weckte.
In dem Seminar „Der römische Staat und die Christen vom Prozess Jesu bis zu Theodosius“
wurde ein Bogen von den ersten Entstehungsprozessen bis hin zur gesetzlichen Etablierung
des Christentums unter Theodosius gespannt und somit der Ablösungsprozess des Paganismus
durch die christliche Religion skizziert. Hier wird also schon deutlich, dass der Prozess der
Auflösung des Heidentums nicht erst mit Theodosius, sondern schon weitaus vorher begann,
was sich u.a. in dem ersten Christogramm auf der Münze Konstantins manifestiert. Welche
Rolle spielte Theodosius in dieser Entwicklung? Wie verhielt er sich den bestimmten
nichtchristlichen Gruppierungen, sprich Heiden, Häretikern und Juden gegenüber? Wie sah
sein Verhältnis zur Kirche aus und inwieweit mischte er in der Kirchenpolitik mit? Diesen
Fragen möchte ich - nach einem kurzen biografischen Abriss - vor allem unter Einbeziehung
seiner Gesetzgebung im „Codex Theodisianus“1 auf den Grund gehen.
In einem letzten Schritt werde ich die Gegenposition und die Reaktion der Heiden, die vor
allem noch in der westlichen Hälfte des römischen Reiches verbreitet waren, auf diese
Prozesse zu beleuchten versuchen, dies mit Hilfe des Streits um den Victoriaaltar zwischen
Symmachus und dem Mailändischen Bischof Ambrosius.

1 Mommsen, Th. und Krüger, P. (Hrsgg.): Theodosiani libri XVI cum constitutionibus
Sirmondianis et leges novellae ad Theodosianum pertinentes. Codex Theodosianus, Bd. 1, Berlin 1905.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Relevanz Theodosius’

2. Biografie und politisches Leben

3. Die Religionspolitik des Kaisers Theodosius

3.1 Das Christentum als Staatsreligion

3.2 Kirchenpolitik

3.3 Konflikt mit der Kirche

3.3.1 Erster Konflikt

3.3.2 Der Bußakt von Mailand und seine Bedeutung

3.4 Vorgehen gegen „Nichtchristen“ im Sinne Theodosius’

3.4.1 Häretiker

3.4.1.1 „Cunctos populos“

3.4.1.2 CTh XVI 5,6

3.4.1.3 Weitere Maßnahmen

3.4.1.4 Letzter Einigungsversuch

3.4.2 Juden

3.4.3 Heiden

3.4.3.1 Ablehnung des Titels „pontifex maximus“

3.4.3.2 Inkonsequentes Handeln

3.4.3.3 Die Wende 389/390

3.4.3.4 Bedeutung der Gesetze

3.5 Bewertung durch seine Zeitgenossen

4. Der Streit um den Victoriaaltar

4.1 Die III. Relatio des Symmachus’

4.2 Die Reaktion Ambrosius’

4.2.1 Der 17. Brief des Ambrosius

4.2.2 Der 18. Brief des Ambrosius

5. Resümee zu Theodosius

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Religionspolitik von Kaiser Theodosius I. und deren Auswirkungen auf die Entwicklung des römischen Reiches vom Ende des 4. Jahrhunderts bis zum Beginn des 5. Jahrhunderts. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie der Kaiser das Christentum zur Staatsreligion erhob und dabei mit den verschiedenen religiösen Gruppierungen wie Häretikern, Juden und Heiden umging, unter Berücksichtigung seines Spannungsfeldes zwischen kaiserlicher Autokratie und kirchlichem Einfluss.

  • Entwicklung des Christentums zur römischen Staatsreligion
  • Strategien des Kaisers im Umgang mit Häretikern, Juden und Heiden
  • Das schwierige Machtverhältnis zwischen Kaiser und der Kirche (insbes. Ambrosius)
  • Die symbolische und politische Bedeutung des Streits um den Victoriaaltar

Auszug aus dem Buch

3.4.2 Juden

Theodosius’ Verhalten gegenüber Juden war im Ganzen von Toleranz geprägt. Er versuchte ihre Privilegien und Rechtsschutz weitestgehend zu erhalten. Die Siegerstimmung bei der christlichen Bevölkerung führte aber auch zu Verfolgungen der Juden, jedoch schritt Theodosius entschlossen dagegen ein und schützte sie zusätzlich per Erlass. Im Gegensatz zu den Häretikern verordnete er für Juden kein Versammlungsverbot und keine Übereignung ihrer Synagogen an Orthodoxe. Die einzigen Gesetze, die sich gegen sie richteten, war ein Verbot der Polygamie und die Einschränkung des Übertritts der Christen zum Judentum, so durften Juden beispielsweise keine christlichen Sklaven halten und auch keine Eheverbindung mit Christen eingehen. Für Theodosius’ Religionspolitik spielte das Judentum also eine sehr untergeordnete Rolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Relevanz Theodosius’: Einführung in die historische Person des Kaisers und die Zielsetzung der Arbeit unter Einbeziehung des Codex Theodisianus.

2. Biografie und politisches Leben: Überblick über den Lebenslauf des Kaisers bis zur Übernahme der alleinigen Herrschaft über das Imperium.

3. Die Religionspolitik des Kaisers Theodosius: Analyse der kaiserlichen Maßnahmen zur Etablierung des Christentums als Staatsreligion und das Vorgehen gegen religiöse Abweichler.

4. Der Streit um den Victoriaaltar: Untersuchung des Konflikts im Westen anhand der Argumentation des Symmachus und der Antwort des Bischofs Ambrosius.

5. Resümee zu Theodosius: Kritische Würdigung der Herrschaft und der religiösen Politik des Kaisers, inklusive der Entstehung des Beinamens "der Große".

Schlüsselwörter

Theodosius I., Religionspolitik, Christentum, Staatsreligion, Spätantike, Codex Theodisianus, Heiden, Häretiker, Juden, Victoriaaltar, Ambrosius von Mailand, Reichseinheit, Kirchenpolitik, Toleranz, Ketzerei.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Religionspolitik von Kaiser Theodosius I. in der Spätantike und untersucht, wie er das Christentum als Staatsreligion festigte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Gesetzgebung des Kaisers, sein Verhältnis zur Kirche, Konflikte mit Nichtchristen (Heiden, Häretiker, Juden) und den berühmten Streit um den Victoriaaltar.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Beweggründe und die Umsetzung der religionspolitischen Maßnahmen Theodosius’ zu beleuchten und den Prozess der Ablösung paganer Traditionen durch das Christentum darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine historische Analyse von Quellen, insbesondere den Gesetzen des Codex Theodisianus, sowie zeitgenössischen Briefen und Schriften wie der Relatio des Symmachus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Theodosius’ Kirchenpolitik, seinem Vorgehen gegen verschiedene religiöse Gruppen im Osten und den detaillierten Vergleich der Positionen im West-Konflikt um den Victoriaaltar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Theodosius I., Staatsreligion, Religionspolitik, Spätantike, Codex Theodisianus und der Konflikt zwischen Kaiser und Kirche.

Wie verhielt sich Theodosius gegenüber den Juden im Vergleich zu Häretikern?

Während er gegen Häretiker hart vorging und ihre Versammlungen verbot, war sein Verhalten gegenüber Juden weitestgehend von Toleranz geprägt; er schützte sie vor Verfolgungen und beließ ihnen ihre Privilegien.

Was war die Bedeutung des Victoriaaltars für die römische Identität?

Der Altar war das Verbindungsstück zwischen der römischen Religion und dem Staat; er symbolisierte die Sieghaftigkeit Roms, weshalb seine Entfernung von den heidnischen Senatoren als existenzielle Bedrohung wahrgenommen wurde.

Fin de l'extrait de 39 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Staatsreligion des Kaisers Theodosius oder wie das Christentum zur Staatsreligion wurde
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Alte Geschichte)
Cours
Der römische Staat und die Christen vom Prozess Jesu bis zu Theodosius
Note
1,3
Auteur
musilia mair (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
39
N° de catalogue
V14766
ISBN (ebook)
9783638200745
Langue
allemand
mots-clé
Staatsreligion Kaisers Theodosius Christentum Staatsreligion Staat Christen Prozess Jesu Theodosius
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
musilia mair (Auteur), 2003, Die Staatsreligion des Kaisers Theodosius oder wie das Christentum zur Staatsreligion wurde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14766
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  39  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint
  • Révoquer le contrat