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Die Demontage linker Heldenmythen in Alki Zeis Roman 'Die Verlobte des Achilles' und die Reaktionen in Griechenland Ende der 80er Jahre

Título: Die Demontage linker Heldenmythen in Alki Zeis Roman 'Die Verlobte des Achilles' und die Reaktionen in Griechenland Ende der 80er Jahre

Trabajo de Seminario , 2008 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Neogriego (Griego moderno)
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In ihrem 1987 erschienenen Roman 'Die Verlobte des Achilles' verarbeitet die Autorin Alki Zei, die selbst in der Widerstandsbewegung gegen die deutsche Besatzung sowie für linke Kampftruppen im anschließenden Bürgerkrieg aktiv war, Erlebnisse aus den Jahren ihrer politischen Illegalität und dem Exil (Zei 1991:328). Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den linken Heldenmythen, die während dieser Zeit entstanden sind. Ziel ist es dabei, zu untersuchen, inwieweit die Autorin solche Heldenbilder in ihrem Roman auflöst und somit demontiert. Im Anschluss daran werden die Reaktionen, die das Werk Ende der 80er Jahre in Griechenland hervorgerufen hat, näher beleuchtet.
Diesbezüglich lässt sich sagen, dass Alki Zei in der Tat verschiedene Formen sozialistischer Helden relativiert. Sie geht dabei jedoch nicht auf hochmütige Art mit der Linken Bewegung ins Gericht (Romiosini-Verlag). Vielmehr spürt man, dass sie all diese Dinge in sich trug und ein persönliches Bedürfnis hatte, sie herauszulassen (Torossi 1997:9). Sie spricht dabei als erste offen über eine Thematik, die eine gesamte griechische Generation beschäftigt und zutiefst berührt, was die vielfältigen und kontroversen Reaktionen erklärt. Alki Zei vermag es nicht, eine endgültige Antwort auf die Fragen, was richtig oder falsch ist und was man hätte besser oder anders machen sollen, zu geben. Doch „Alki Zei hat mit ihrem Werk Bahnbrechendes geleistet” (Romiosini-Verlag).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politische Hintergründe

2.1 Besatzung

2.2 Bürgerkrieg

2.3 Antikommunismus

2.4 Militärjunta

3. Der linke Heldenmythos

3.1 Helden im Allgemeinen

3.2 Der sozialistische Heldenmythos

4. Demontage linker Heldenmythen im Roman

4.1 Stalin

4.2 Löwe von Denfert

4.3 Achilles

5. Reaktionen in Griechenland Ende der 80er Jahre

5.1 Gründe für die Außergewöhnlichkeit

5.2 Reaktionen

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie die Autorin Alki Zei in ihrem Roman "Die Verlobte des Achilles" sozialistische Heldenmythen dekonstruiert und welche Reaktionen dieses Werk Ende der 1980er Jahre in der griechischen Gesellschaft hervorrief.

  • Politische Hintergründe der griechischen Geschichte nach 1945
  • Theoretische Grundlagen zur Definition von Helden und Heldenmythen
  • Analyse der Demontage linker Heldenfiguren im literarischen Werk
  • Untersuchung des gesellschaftlichen Diskurses und der Reaktionen auf den Roman

Auszug aus dem Buch

4.3 Achilles

Ganz besonders deutlich wird die Demontage am Beispiel des linken Widerstandskämpfers Achilles, mit dem Eleni verlobt und später auch verheiratet ist.

Zu Beginn des Romans wird dieser als „revered guerilla leader“ (Tziovas 2003:228) und „vorbildliche[r] Genosse“ (Anastasiadis 2006:475), als «θρύλος» und «εμπνευσμένος [...] οδηγγητής» (Tsaknias 1990:64) dargestellt, „der für [Eleni] und seine Kameraden ein Held ist“ (Bogdanou 2000:1, Tziovas 2003:235). Dies wird vor allem durch die Tatsache deutlich, dass nur die Aussage «Το είπε ο Αχιλλέας» (Zei 1987:25,26,36) ohne jedes weitere Hinterfragen als Rechtfertigung ausreicht. Doch im Laufe des Romans und mit dem Fortlaufen der Geschichte verliert Achilles diese Eigenschaften mehr und mehr, bis aus ihm schließlich nur noch «ένα ανδρείκελο» geworden ist, «ένα άψυχο ‘δόντι’ στα γρανάζια του κομμουντικού μηχανισμού» (Tsaknias 1990:64). Es wird mehr und mehr deutlich, dass er den Befehlen der Partei blind gehorcht (Nazou 1996) und ist so „epitome of blinkered thought; for him, all issues are black or white, and he has unquestioning faith in the Communist leadership. He is unable to see any faults in the Soviet system, and loyally accepts its treatment of him” (Tziovas 2003:243).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, die Autorin Alki Zei und die zentrale Fragestellung der Dekonstruktion linker Heldenbilder.

2. Politische Hintergründe: Überblick über die historische Entwicklung Griechenlands von der Besatzungszeit über den Bürgerkrieg bis zur Militärjunta.

3. Der linke Heldenmythos: Theoretische Auseinandersetzung mit der soziologischen Bedeutung von Helden und den spezifischen Attributen des sozialistischen Helden.

4. Demontage linker Heldenmythen im Roman: Analyse der Entmythologisierung der Figuren Stalin, Löwe von Denfert und Achilles durch sprachliche und stilistische Mittel.

5. Reaktionen in Griechenland Ende der 80er Jahre: Darstellung des literarischen Erfolgs des Romans und der gesellschaftlichen Kontroversen, die sein Inhalt auslöste.

6. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung von Alki Zeis Werk für die griechische Literatur.

Schlüsselwörter

Alki Zei, Die Verlobte des Achilles, Heldenmythos, Kommunistische Partei Griechenlands, Bürgerkrieg, Widerstandsbewegung, Literaturanalyse, Entmythologisierung, politische Geschichte, Identitätsfindung, Stalinismus, griechische Literatur, Sozialistischer Held, Gesellschaftskritik, 1980er Jahre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Autorin Alki Zei in ihrem Roman "Die Verlobte des Achilles" die bis dahin unantastbaren Heldenmythen der griechischen Linken dekonstruiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die griechische Geschichte nach 1945, die soziologische Konstruktion von Helden sowie die literarische Auseinandersetzung mit politischer Ideologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu untersuchen, mit welchen Mitteln die Autorin Heldenbilder auflöst und wie diese kritische Perspektive die Leser und die griechische Gesellschaft erreichte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Roman in einen historischen und soziologischen Kontext einbettet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den politischen Hintergründen, den theoretischen Aspekten des Heldentums und der detaillierten Untersuchung der Romanfiguren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Heldenmythos, politische Literatur, Dekonstruktion, griechischer Bürgerkrieg und sozialistische Ideologie beschreiben.

Warum wird die Figur des "Löwen von Denfert" als Beispiel für die Demontage angeführt?

Er dient als Paradebeispiel für die Entlarvung einer Partei-Funktionärsfigur, deren Handeln und Doppelmoral die Ideologie der kommunistischen Führung infrage stellen.

Welche Bedeutung hat die Figur des Achilles für den Roman?

Achilles repräsentiert den Wandel vom idealisierten Widerstandskämpfer hin zu einem gebrochenen Individuum, das blind an einer untergegangenen Ideologie festhält.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Demontage linker Heldenmythen in Alki Zeis Roman 'Die Verlobte des Achilles' und die Reaktionen in Griechenland Ende der 80er Jahre
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Allgemeine Sprach- und Kulturwissenschaft, Arbeitsbereich Neugriechisch)
Curso
Alki Zei und Mimika Cranaki: Das Motiv der Migration vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse in Griechenland nach 1945
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
16
No. de catálogo
V147785
ISBN (Ebook)
9783640577781
ISBN (Libro)
9783640577446
Idioma
Alemán
Etiqueta
Griechenland Bürgerkrieg Besatzung Literatur Spaltung Grichenland recht links
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2008, Die Demontage linker Heldenmythen in Alki Zeis Roman 'Die Verlobte des Achilles' und die Reaktionen in Griechenland Ende der 80er Jahre, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147785
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