In dieser Hausarbeit steht die Auseinandersetzung mit der Evaluation von Projekten in gewinnorientierten Unternehmen, die mit einem extern vergebenen Beratungsprojekt gekoppelt sind, im Vordergrund. Ziel ist es in der Perspektive des Auftraggebers eine professionelle, transparente und nachvollziehbare Bewertung von Projekten anzuregen, damit Aspekte des generierten Nutzens für das Unternehmen durch das Beratungsprojekt deutlich werden.
Ausgehend von der Vermutung, dass der Begriff Evaluation in der Praxis nicht im wissenschaftlich-forschenden, sondern eher in einem wirtschaftlich geprägten Verständnis genutzt und gedeutet wird soll diese Hausarbeit dazu beitragen theoretische Grundlagen der Evaluationsforschung aufzuzeigen, diese auf die Evaluation von Beratungsprojekten anzuwenden und damit Qualitätsstandards zu sichern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Projekt, Projektbeteiligte und Projektscope
2.2. Evaluation, Evaluationsgegenstände und Verortung in Projekten
3. Qualitätsstandards zur Evaluation von Beratungsprojekten
3.1. Nützlichkeit
3.2. Durchführbarkeit
3.3. Fairness
3.4. Genauigkeit
4. Fragestellungen zur Evaluation von Beratungsprojekten
4.1. Aspekte der Relevanz
4.2. Aspekte der Effektivität
4.3. Aspekte der Effizienz
4.4. Aspekte der Wirksamkeit
4.5. Aspekte der Nachhaltigkeit
4.6. Rückblick auf den Projektverlauf
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit entwickelt eine strukturierte Leitlinie zur Evaluation von externen Beratungsprojekten in gewinnorientierten Finanzunternehmen, um die Qualität der Projektbewertung aus Auftraggebersicht zu sichern und generierten Nutzen transparent zu machen.
- Methodische Grundlagen der Projektevaluation
- Transfer wissenschaftlicher Qualitätsstandards auf die Unternehmenspraxis
- Etablierung spezifischer Fragestellungen für Beratungsvorhaben
- Rolle von Monitoring und Controlling bei der Projektbewertung
- Bedeutung der Nutzerzufriedenheit und Wissenssicherung
Auszug aus dem Buch
2.1. Projekt, Projektbeteiligte und Projektscope
Die DIN ISO 21500:2016-02 definiert ein Projekt wie folgt: „Ein Projekt besteht aus einer einzigartigen Gruppe von Prozessen, die auf eine Zielsetzung ausgerichtete, koordinierte und gesteuerte Vorgänge mit Beginn und Fertigstellungsterminen umfassen“ (DIN ISO 21500, 2016, S. 225). In einschlägiger Literatur (Bea/Scheurer/Hesselmann 2011; Beck 1996; Drees/Lang/Schöps 2015; Kuster et al. 2011; Patzak/Rattay 2014; Stöger 2011) werden von den Autoren Merkmale skizziert, mit denen sich Projekte von Linienaufgaben abgrenzen lassen. Charakteristisch für Projekte sind: klare Zielvorgaben und eine zeitliche Befristung, die Einmalig- und Neuartigkeit der Aufgaben, eine hohe Komplexität im Sinne von gegenseitigen Abhängigkeiten innerhalb des Projektes und Interdisziplinarität, also der Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Fachdisziplinen. (Benkhofer u.a., 2019, e-book)
Projekte sind laut der Definition der oben zitierten Norm einzigartig, aus diesem Grund sind keine allgemeingültigen Kategorien formuliert, sondern vielmehr werden Projekte nach Kriterien klassifiziert wie z. B. dem Projektgegenstand, dem Auftraggeber, dem Vorgehensmodell, dem Umfang, dem Grad der Innovation oder des im Projekt umzusetzenden Change, um damit die Planung und Durchführung positiv zu unterstützen und den Charakter des Projektes zu verdeutlichen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit hinterfragt die Evaluation von Beratungsprojekten und strebt die Entwicklung einer Leitlinie für eine transparente, wertorientierte Bewertung in Unternehmen an.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Projekt, Stakeholder und Projektscope und grenzt die Evaluation von reinem Projektmonitoring ab.
3. Qualitätsstandards zur Evaluation von Beratungsprojekten: Basierend auf Standards der DeGEval werden Anforderungen an Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness und Genauigkeit für Beratungsprojekte in der Finanzbranche spezifiziert.
4. Fragestellungen zur Evaluation von Beratungsprojekten: Hier werden praxisrelevante Evaluationsaspekte – von der Relevanz und Effektivität bis hin zur Nachhaltigkeit – im Kontext von Beratungsprojekten beleuchtet.
5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Evaluationen in der Wirtschaft meist Monitoringcharakter haben und empfiehlt zukünftig eine stärkere Einbindung von Zufriedenheitsbefragungen zur Förderung der Selbstwirksamkeit.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Fachliteratur zum Thema Projektmanagement und Evaluation.
Schlüsselwörter
Evaluation, Beratungsprojekte, Projektmanagement, Finanzunternehmen, Qualitätsstandards, Projektmonitoring, Projektcontrolling, Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Zielerreichung, Stakeholder, Projektabschluss, Unternehmenserfolg, Wissensmanagement, Selbstwirksamkeit.
Hufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evaluation von extern vergebenen Beratungsprojekten in Finanzunternehmen und stellt die Frage, wie deren Erfolg professionell und nachvollziehbar bewertet werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Projekten, die Anwendung von Qualitätsstandards bei Evaluationen sowie die systematische Befragung von Projektaspekten wie Effektivität, Effizienz und Nachhaltigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, eine Struktur für die Bewertung von Beratungsprojekten zu schaffen, die den Auftraggebern hilft, den Nutzen des Projekts für das Unternehmen transparent zu identifizieren.
Welche methodischen Ansätze werden verfolgt?
Die Arbeit stützt sich auf theoretische Grundlagen der Evaluationsforschung, adaptiert diese auf den Unternehmenskontext und nutzt Konzepte wie den Soll-Ist-Vergleich und Ansätze aus der Wirtschaftspraxis.
Was umfasst der inhaltliche Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Adaption von Qualitätsstandards der DeGEval sowie eine detaillierte Ausarbeitung von Fragestellungen für die Projektevaluation.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Evaluation, Beratungsprojekt, Projektcontrolling, Qualitätsstandards, Finanzsektor und Wirkungskontrolle.
Wie unterscheidet sich die Evaluation vom Monitoring in der Praxis?
Während Monitoring kontinuierlich prüft, was in einem Projekt geschieht, zielt die Evaluation darauf ab, zu erklären, warum etwas geschieht, welche Qualität es aufweist und welche Wirkungen erzielt werden.
Welche Rolle spielt die Zufriedenheit der Mitarbeitenden laut Fazit?
Die Autorin hebt hervor, dass die Evaluation durch Zufriedenheitsbefragungen der Mitarbeitenden ergänzt werden sollte, um das Gefühl der Selbstwirksamkeit zu stärken und Projekterfolge nachhaltig zu sichern.
- Citar trabajo
- Martina Hark (Autor), 2023, Und wie hat’s geklappt? Evaluation von Beratungsprojekten in Finanzunternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478020