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Internet: Innovatives Medium oder "kollektive Vereinsamung"?

Für den Bereich "Internet und Digital Divide"

Title: Internet: Innovatives Medium oder "kollektive Vereinsamung"?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Melanie Buchmayr (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Das Internet und alle seine Funktionen sind innerhalb der letzten 10 Jahre vom Hype zum universellen Arbeits- und Sozialisationsmedium aufgestiegen. Scheinbar grenzenlos ist das Entwicklungspotenzial, das das E-Business zu einem der bis dato schnelllebigsten macht. Nicht nur die unzähligen Möglichkeiten für die Geschäftswelt, sondern auch jene im privaten Bereich, und hier die Sparte des "Social Networking", macht die globale Vernetzung für beinahe jeden attraktiv.
Web 2.0 ist das Schlagwort der Stunde. Seit einigen Jahren geistert es verstärkt durch die Medien. Erstmals geprägt wurde der Begriff des Web 2.0 im Jahr 2004 vom O’Reilly-Verlag. Eine ausgeformte Definition wurde jedoch nicht geliefert. Bis heute ist Web 2.0 vielen Anwendern zwar ein Begriff, wissen aber meist nicht viel damit anzufangen. Und dies wird sich höchstwahrscheinlich auch nicht gravierend ändernd, da die Entwicklungen zu schnell voranschreiten, um den Erklärungsbedarf der uner-fahrenen User decken zu können.
Probleme bereitet den Social Networks auch ihre eigene Unüberschaubarkeit – nicht nur des eigentlichen Zweckes wegen werden die Seiten genutzt, vielfach wird eine Social Networking Seite als Möglichkeit für kriminelle Handlungen gesehen.
Eine exzessive Nutzung des WWW kann in die Abhängigkeit, bis zur Selbstzerstörung führen. "Internet Addiction" wurde vom New Yorker Psychiater Ivan Goldberg im Scherz eingeführt. Der Begriff wurde zu einer Art Selbstläufer als die renommierte New York Times im Februar 1995 einen Artikel zu den Gefahren der Internetsucht veröffentlichte. Dem Thema der Internetsucht und der sozialen Vereinsamung haben sich in Deutschland besonders die Psychologen Nicola Döring von der TU Berlin und Bernad Batinic von der Uni Gießen angenommen. Es wurde untersucht, inwieweit deutsche Internetuser/innen tatsächlich einsamer sind bzw. weniger "reale" soziale Kontakte haben als Nicht-Internet-User/innen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – "Never ending friending"

2. Social Networking – Die beliebtesten Netzwerke im Überblick

2.1. Myspace

2.2. Facebook

2.2.1. Das deutsche Pendant: "StudiVZ"

2.3. Last.fm

2.3.1. Vernetzung der Hörgewohnheiten

2.4. Nutzung und Risiken

3. Onlinesucht

3.1. Definition

3.2. Symptome

3.3. Therapieansätze

4. Videospiele = Vereinsamung?

5. Die Generation 50plus

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der digitalen Vernetzung durch Social Media, dem Phänomen der Internetsucht sowie dem Einfluss von Videospielen auf die soziale Isolation. Ziel ist es, den Wahrheitsgehalt der Hypothese zu prüfen, ob die Internetnutzung tatsächlich zu einer "kollektiven Vereinsamung" führt oder ob sie das reale Sozialleben ergänzt.

  • Entwicklung und Dynamik von Social-Networking-Plattformen
  • Herausforderungen und Risiken bei der Nutzung sozialer Netzwerke
  • Psychologische Aspekte und Therapieansätze bei Internetsucht
  • Einfluss von Videospielen auf das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen
  • Digitale Integration und Mediennutzung der "Generation 50plus"

Auszug aus dem Buch

3.3. Therapieansätze

Wie auch bei anderen Abhängigkeitserkrankungen gilt auch bei der Internetsucht, dass in erster Linie die Ursachen, nicht die Symptome behandelt werden müssen. Da gerade aber die Ursachenfindung bei Süchtigen sich äußerst schwierig gestaltet, kann eine erfolgreiche Therapie lange dauern. Dem gegenüber steht, dass eine Suchttherapie bereits frühzeitig dem symptomatischen abhängigen Verhalten entgegenwirken soll, um weitere durch die Sucht induzierte Schädigungen zu verhindern.

Wenn die Abhängigkeit noch beherrschbar scheint, könnte man versuchen, die Internetnutzung zum Beispiel durch einen Gebührenrechner zu begrenzen. Doch Selbsthilfe erfordert allgemein viel Selbstdisziplin. Zudem werden gerade Beratung und Hilfe vorrangig in dem Medium angeboten, in dem die Störung entstanden ist – dem Internet selbst. Die Anonymität des Internets erhöht dessen Attraktivität eben nicht nur beim Surfen selbst, sondern auch im Hinblick auf Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten.

Professionelle Hilfe ist besonders bei Personen, die eine Neigung zu süchtigem Verhalten haben, notwendig. Durch die unbestreitbare Wichtigkeit des Internets, insbesondere in beruflicher Sicht, ist in der Therapie die Abstinenz vom Suchtmittel nicht das Ziel. Deswegen werden in erster Linie Behandlungen entwickelt, die den Umgang mit dem Internet verändern; z.B. werden zeitliche Grenzen für die Internetnutzung gesetzt oder spezifische Internetseiten, die für die jeweilige Person besonders suchtfördernd sind, vermieden. Besonders wichtig ist es, den Patienten bei der Entwicklung von Alternativen zum süchtigen Verhalten aufzuzeigen, beispielsweise alte Hobbys wieder aufzunehmen, die aufgrund der Internetsucht vernachlässigt wurden oder aber auch Ablenkung durch/Gespräche mit Angehörigen. Hierbei ist es von Bedeutung, dass diese nicht mit Ablehnung reagieren, stattdessen sollten sie den/die Betroffene/n auf Suchtverhalten offen ansprechen und mehr mit ihm/ihr unternehmen, auch wenn er/sie versucht, sich abzuschotten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – "Never ending friending": Die Einleitung thematisiert den Aufstieg des Internets zum universellen Sozialmedium und führt in die zentralen Problemstellungen der Arbeit wie Web 2.0, Social Networks und Internetsucht ein.

2. Social Networking – Die beliebtesten Netzwerke im Überblick: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über bekannte Plattformen wie Myspace, Facebook, StudiVZ und Last.fm sowie deren wirtschaftliche Bedeutung und Risiken.

3. Onlinesucht: Hier werden Definitionen von Internetsucht, Ursachen und Symptome beleuchtet sowie verschiedene professionelle und präventive Therapieansätze diskutiert.

4. Videospiele = Vereinsamung?: Das Kapitel untersucht den Zusammenhang zwischen Gaming und sozialer Isolation bei Kindern und Jugendlichen und beleuchtet das Suchtpotenzial von Onlinespielen.

5. Die Generation 50plus: Es wird analysiert, wie die Generation 50plus das Internet nutzt, um soziale Kontakte zu pflegen und der Vereinsamung aktiv entgegenzuwirken.

6. Resümee: Das Schlusskapitel fasst die wirtschaftlichen und psychologischen Entwicklungen zusammen und reflektiert über die Zukunft des Internets sowie die persönliche Einschätzung der Autorin.

Schlüsselwörter

Internet, Social Networking, Web 2.0, Internetsucht, Soziale Vereinsamung, Online-Kommunikation, Digitale Integration, Generation 50plus, Videospiele, Datenschutz, Mediensoziologie, Nutzerverhalten, Online-Marketing, Psychologie, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Internet als Medium, das sowohl als Instrument gegen Vereinsamung als auch als potenzieller Auslöser für soziale Isolation und Suchtphänomene betrachtet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Social-Networking-Plattformen, das Krankheitsbild der Internetsucht, die Auswirkungen von Videospielen und die spezifische Internetnutzung älterer Generationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, wie sich Web-2.0-Technologien auf das Nutzerverhalten auswirken und ob die reale soziale Integration durch virtuelle Kontakte gestärkt oder gefährdet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Forschungsstudien und Statistiken zur privaten Internetnutzung im deutschsprachigen Raum.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Social-Media-Landschaft, der medizinisch-psychologischen Aspekte von Onlinesucht sowie einer empirischen Betrachtung von Spielverhalten und dem Online-Verhalten der Generation 50+.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Internetsucht, Social Networking, soziale Isolation, Web 2.0 und medienpädagogische Aspekte.

Welche Rolle spielen Social Networks bei der Vereinsamung?

Laut den zitierten Studien dienen sie primär der Pflege bestehender Kontakte und führen nicht zwingend zu Vereinsamung; problematisch wird es erst, wenn virtuelle Kontakte die realen Beziehungen komplett ersetzen.

Wie unterscheidet sich die Nutzung der "Generation 50plus" von jüngeren Usern?

Im Gegensatz zum Klischee der "Technikmuffel" nutzt diese Altersgruppe das Internet sehr zielgerichtet für Informationen und Kommunikation, wobei die digitale Teilhabe für sie eine hohe gesellschaftliche Bedeutung besitzt.

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Details

Title
Internet: Innovatives Medium oder "kollektive Vereinsamung"?
Subtitle
Für den Bereich "Internet und Digital Divide"
College
University of Linz  (Soziologie)
Course
Kultur- und Mediensoziologie: Zentrale Themen
Grade
2,0
Author
Melanie Buchmayr (Author)
Publication Year
2008
Pages
30
Catalog Number
V148153
ISBN (eBook)
9783640587872
ISBN (Book)
9783640587988
Language
German
Tags
Internet Digital Divide Facebook Myspace Last.fm SNS Onlinesucht Social Networking Videospiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Buchmayr (Author), 2008, Internet: Innovatives Medium oder "kollektive Vereinsamung"?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148153
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