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Botticellis Bardi-Altar in Santo Spirito im Florenz der Medici

Titre: Botticellis Bardi-Altar in Santo Spirito im Florenz der Medici

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 30 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Leonie Zug (Auteur)

Art - Histoire de l'art
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das künstlerische Klima Florenz’ im Quattrocento ist ohne den Zusammenhang zu der Bankiersfamilie der Medici nicht zu erklären. Ihr auf humanistischen Grundideen gestütztes Gedankengut war untrennbar mit der Kunst verbunden und zudem war die Förderung derselben eines der wichtigsten Machtinstrumente zur Umsetzung ihrer politischen Ambitionen. Durch Kunstpatronage konnten sie langsam aber sicher ihren Herrschaftsanspruch in der Republik Florenz legitimieren.

Die engen Verbindungen Botticellis zu der einflussreichen Familie sind seit jeher belegt. Schon Giorgio Vasari erwähnte sie in seinen Künstlerviten und ging sogar so weit, die Schaffenskraft des italienischen Malers ganz und gar von dessen Beziehung zu den Medici abhängig zu machen: Aufgeblüht im Gunstkreis der Medici und durch deren Aufträge erlange seine Kunst eine herausragende Qualität, wohingegen seine Abwendung von der Familie und Zuwendung zur Revolution des Benediktinermönchs Girolamo Savonarola um die Jahrhundertwende nur einen Abfall seiner Kunst nach sich ziehen könne und er folglich in Armut verendet sei.

Natürlich ist diese Bewertung Vasaris, welcher selbst treuester Anhänger der Medici war, kritisch zu betrachten. Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass die Familie durch ihre zahlreichen Aufträge und Empfehlungen großen Anteil an der florierenden Kunstwelt der Stadt hatte und den hohen Prestigecharakter der Kunst mit begründete.

In dieser Arbeit geht es nicht um den direkten Bezug zu den Medici, anhand eines von ihnen in Auftrag gegebenen Gemäldes, sondern vielmehr um die Auswirkungen, die ihre Kunstpolitik bei anderen wohlhabenden Familien der Stadt hervorrief und welchen Einfluss dies auf die Kunstwerke der Zeit hatte. Anhand des Bardi-Altars von Botticelli soll gezeigt werden, wie aus der Verschränkung von Kultur und Macht im Florenz der Medici, die Qualität der Kunstwerke gesteigert werden konnte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Bardi-Altar

2.1. Provenienz

2.2. Beschreibung

2.3. Sacra Conversazione – Transformation ins Pflanzliche

2.3.1. Vorbilder und Einflüsse

2.4. Ein Garten zu Ehren Marias

2.5. Das Gefäßmotiv

2.6. Das „Bild im Bild“

3. Die Entstehung

3.1. Die Kunst durch Kunst Macht zu begründen

3.2. Der Auftraggeber: Giovanni d’ Agnolo de’ Bardi

3.3. Der Bestimmungsort: Die Kirche Santo Spirito in Florenz

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Bardi-Altar von Sandro Botticelli und analysiert, wie das Zusammenspiel von Kunstpatronage und Machtansprüchen im Florenz der Medici die Qualität und Konzeption religiöser Kunstwerke beeinflusste. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie wohlhabende Familien durch die gezielte Beauftragung anspruchsvoller Werke ihre gesellschaftliche Stellung legitimierten.

  • Botticellis Bardi-Altar als Beispiel innovativer Ikonografie
  • Die Transformation der Sacra Conversazione durch pflanzliche Symbolik
  • Mäzenatentum als politisches Machtinstrument im Quattrocento
  • Die Konkurrenzsituation unter Patrizierfamilien in Santo Spirito
  • Die Einbindung von Betrachterraum und Zeitebenen in der Renaissance-Malerei

Auszug aus dem Buch

2.2. Beschreibung

In einem prächtigen Garten ereignet sich das Zusammentreffen der Muttergottes mit Kind und den beiden heiligen Johannes. Drei Laubnischen rahmen die Personen ein und unterstützen damit die ruhige, symmetrische Komposition des Andachtsbildes. Maria sitzt aufrecht auf einem Thron, der in eine reich verzierte, marmorne Steinbank eingelassen ist und hält ihr Haupt nach rechts geneigt. Ihr gesenkter Blick richtet sich mit liebevoller Ernsthaftigkeit auf das Kind, zu dessen Stillung sie ihr Gewand öffnet.

Sie trägt einen blauen Mantel mit goldener Borte, welcher in schweren Schüsselfalten bis zum Boden herab fällt und darunter ein rotes Gewand mit parallelen, senkrechten Falten. Beim Öffnen des Gewandes wird der Blick auf ihre Brust und ein leichtes, weißes Untergewand freigegeben. Das längliche Gesicht mit überaus hellem Teint wird gerahmt von gewellten, goldblonden Haarsträhnen und einem hauchdünnen weißen Schleier.

Das Kind auf ihrem Schoße erwidert ihren Blick nicht, sondern schaut aus dem Bild heraus direkt den Betrachter des Bildes an. Sein kleiner, speckiger Körper ist nur von einem weißen Tuch bedeckt. Es besitzt die gleiche helle Hautfarbe Marias und so bilden sie als eine Einheit, einen starken Kontrast zu den herberen Gestalten der beiden Johannes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert den engen Zusammenhang zwischen der Bankiersfamilie Medici und dem künstlerischen Klima in Florenz sowie die Zielsetzung der Arbeit, den Einfluss der mediceischen Kunstpolitik auf andere wohlhabende Familien anhand des Bardi-Altars zu beleuchten.

2. Der Bardi-Altar: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Provenienz und Beschreibung des Werks, wobei insbesondere die botanische Symbolik, der Bildtypus der Sacra Conversazione und die technische Innovation des „Bild im Bild“ analysiert werden.

3. Die Entstehung: Hier werden die Hintergründe der Kunstpatronage sowie die Person des Auftraggebers Giovanni d’ Agnolo de’ Bardi und die Bedeutung des Standorts Santo Spirito für die Konkurrenz unter den Florentiner Patrizierfamilien erörtert.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Bardi-Altar ein exzellentes Beispiel für eine durchdachte Symbolik ist und verdeutlicht, wie durch das Nacheifern der mediceischen Kunstpolitik ein besonderer Ehrgeiz bei anderen Familien geweckt wurde.

Schlüsselwörter

Sandro Botticelli, Bardi-Altar, Florenz, Medici, Kunstpatronage, Quattrocento, Santo Spirito, Sacra Conversazione, Ikonografie, Pflanzenarchitektur, Giovanni d’ Agnolo de’ Bardi, Bild im Bild, Renaissance, Mäzenatentum, Marienverehrung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Bardi-Altar von Botticelli und beleuchtet dessen Rolle als ein durch Kunst und Macht geprägtes Werk im Florenz der Medici-Zeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das Mäzenatentum der Renaissance, die religiöse Bildsprache (insbesondere Pflanzen- und Gefäßmotive) sowie die Konkurrenzsituation florentinischer Patrizierfamilien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die Verschränkung von kulturellem Ehrgeiz und politischem Machtanspruch die Qualität der Kunstwerke im 15. Jahrhundert steigerte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Analyse, die formale Bildbetrachtung mit ikonografischen Deutungen und historischen Kontextualisierungen verbindet.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Mittelpunkt?

Der Hauptteil analysiert die Komposition des Altars, die spezifische botanische Symbolik, die Vorbilder durch die flämische Malerei sowie die sozio-ökonomische Situation in der Kirche Santo Spirito.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Dokument?

Wichtige Schlagworte sind Botticelli, Bardi-Altar, Medici-Patronage, Sacra Conversazione und der Standort Santo Spirito.

Warum spielt die Pflanzendarstellung eine so wichtige Rolle im Bardi-Altar?

Pflanzen dienen als metaphorische Huldigung Marias und der Jungfräulichkeit, wobei jede Pflanze auf spezifische Texte aus dem Alten Testament oder dem Hohelied verweist.

Was macht das „Bild im Bild“ am unteren Rand des Altars so besonders?

Es fungiert als Erweiterung des Bildraums zur Betrachterebene und dient als bewusster Hinweis auf den Leidensweg Christi, was das Werk von traditionellen Darstellungen abhebt.

Fin de l'extrait de 30 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Botticellis Bardi-Altar in Santo Spirito im Florenz der Medici
Université
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften)
Cours
SE Die Kunstpatronage der Medici
Note
1,3
Auteur
Leonie Zug (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
30
N° de catalogue
V148197
ISBN (ebook)
9783668743663
Langue
allemand
mots-clé
botticellis bardi-altar santo spirito florenz medici
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Leonie Zug (Auteur), 2008, Botticellis Bardi-Altar in Santo Spirito im Florenz der Medici, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148197
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Extrait de  30  pages
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