Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Relaciones y Familia

Familie im Wandel

Von der Wirtschafts- zur Gefühlsgemeinschaft

Título: Familie im Wandel

Trabajo Escrito , 2005 , 17 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Ines Hermeling (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mich mit dem Thema „Familie im Wandel“. Dieser Titel für sich allein ist jedoch noch recht allgemein und unspezifisch gehalten, sodass als Untertitel die Hypothese „Von der Wirtschafts- zur Gefühlsgemeinschaft“ gewählt wurde. Ziel der dieser Arbeit soll sein, die Annahme zu belegen, dass „Familie“ nicht immer die Bedeutung einer emotionalen Gemeinschaft, bestehend aus Vater, Mutter und Kind, hatte, sondern sich erst mit der Industrialisierung der Akzent von einer ökonomischen hin zu einer Gefühlsebene verschoben und bis heute weiterentwickelt hat.
Schon während meiner Recherche stieß ich auf eine Vielzahl von Autoren, die sich allgemein mit dem Thema „Familie“ befassen. Im Rahmen der Hausarbeit werde ich mich jedoch auf diejenige Literatur beschränken, die sich mit dem historischen Wandel von Familie, der Funktion und dem Funktionswandel sowie der veränderten Rollen- und Aufgabenverteilung innerhalb der Familie auseinandersetzt. Dazu gehören: "Familienformen im sozialen Wandel" von Rüdiger Peukert, "Familie heute und Wandel und Kontinuität der Familie in der Bundesrepublik Deutschland" herausgegeben von Rosemarie Nave-Herz, sowie "Die Deutsche Familie" von Ingeborg Weber-Kellermann und "Die Familie" von Friedrich K. Barabas und Michael Erler. Vereinzelt werden im Laufe der Arbeit auch andere Quellen zu Rate gezogen.
Das erste Kapitel behandelt die Familie im zeitgeschichtlichen Wandel. Ein historischer Abriss soll Überblick geben über Struktur und Funktion des ganzen Hauses in vormoderner Zeit bis zur bürgerlichen Kleinfamilie im 20. Jahrhundert. Welche Auswirkungen und Folgen die Industrialisierung auf die Funktion und Binnenstruktur von Familie hatte, soll im zweiten Teil geklärt werden. Weiterhin werde ich in diesem Kapitel auf die Veränderungen der Vater- und Mutter-Rolle, insbesondere in den letzten 50 Jahren, eingehen. Am Ende hoffe ich, die zu Beginn aufgestellte These bestätigen zu können und neue Erkenntnisse über die Thematik gewonnen zu haben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Wandel der Familienformen

2.1 Familie als Produktionsstätte: Das ganze Haus

2.2 Das Leitbild der modernen Kleinfamilie

3. Funktions- und Rollenwandel in der Familie

3.1 Funktionswandel der Familie als Folge der Industrialisierung

3.2 Wandel der Mutter-Rolle

3.3 Wandel der Vater-Rolle

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Wandel der Familienstruktur von der vorindustriellen Wirtschaftsgemeinschaft hin zur modernen Gefühlsgemeinschaft. Dabei soll belegt werden, dass sich die zentralen Funktionen und das Verständnis von Familie maßgeblich durch ökonomische Prozesse, insbesondere die Industrialisierung, gewandelt haben.

  • Historische Entwicklung von Familienformen
  • Einfluss der Industrialisierung auf die Binnenstruktur
  • Funktionswandel der Familie (Reproduktion, Sozialisation)
  • Veränderung der Mutter- und Vaterrollen
  • Die Familie als moderne Gefühlsgemeinschaft

Auszug aus dem Buch

2.1 Familie als Produktionsstätte: Das ganze Haus

Die Bezeichnung das ganze Haus beschreibt die typische Sozialform der vorindustriellen Agrargesellschaft vom Mittelalter bis zur Industrialisierung, die sich ab dem 16. Jahrhundert in Europa vollzog. Im Gegensatz zum heutigen Verständnis von Familie, das sich auf das Zusammenleben von Blutsverwandten bezieht, umfasste das ganze Haus auch „nichtverwandte Angehörige des Hauses, wie Knechte und Mägde auf den Bauernhöfen“.

Wesentliches Kennzeichen dieser Hausgemeinschaft ist laut Barabas /Erler die „gemeinsame Produktion von Gütern, deren Tausch bzw. deren Handel und Konsumption“. Hinsichtlich dieser Aussage kann man Familie sicherlich als Wirtschaftsgemeinschaft auffassen. Der Wohnbereich war zugleich auch Arbeitsstätte, d.h., Haushalt und Produktion bildeten eine untrennbare Einheit. Oberhaupt der Gemeinschaft war der Hausvater. Er vertrat alle Familienmitglieder nach außen; er allein war politisch-rechtlich handlungsfähig und besaß überdies sogar das körperliche Züchtigungsrecht. Ihm war der gesamte Hausstand untergeordnet. Die Hausmutter hingegen hatte keinerlei Rechte; sie kümmerte sich um häusliche Angelegenheiten. Partnerwahl und Eheschließung waren aufgrund des Primats der Produktivität an ökonomischen Gesichtspunkten orientiert. Demnach spielte Emotionalität im Ehe- und Familienleben eine untergeordnete Rolle. In erster Linie ging es um die Sicherung von elementaren Bedürfnissen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema „Familie im Wandel“ und stellt die Hypothese auf, dass ein Funktionswandel von einer ökonomischen hin zu einer emotionalen Gemeinschaft stattfand.

2. Historischer Wandel der Familienformen: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von der vorindustriellen Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft „das ganze Haus“ zum Leitbild der modernen bürgerlichen Kleinfamilie.

3. Funktions- und Rollenwandel in der Familie: Es wird analysiert, wie sich die Aufgaben der Familie durch die Industrialisierung spezialisierten und welche spezifischen Veränderungen die Mutter- sowie die Vaterrolle dabei durchliefen.

4. Schluss: Das Fazit bestätigt die Ausgangsthese und reflektiert über die Stabilität der Familie als emotionale Instanz trotz gesellschaftlicher Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Familie, Funktionswandel, Industrialisierung, Gefühlsgemeinschaft, Wirtschaftsgemeinschaft, Kleinfamilie, Rollenwandel, Mutterrolle, Vaterrolle, Binnenstruktur, Sozialisation, Reproduktion, Emanzipation, Gesellschaft, Generationen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse des Wandels der Familienform von einer ökonomisch geprägten Gemeinschaft zu einer emotionalen Gemeinschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Industrialisierung, der historische Funktionswandel, die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern und der Wandel der Eltern-Kind-Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den historischen Prozess zu belegen, bei dem die Familie ihre frühere Funktion als reine Produktionseinheit verlor und sich zu einem Ort der Intimität und emotionalen Gestaltung entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene soziologische Ansätze und historische Quellen zum Thema Familienformen vergleichend betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den historischen Überblick, die Analyse der funktionalen Differenzierung sowie die detaillierte Betrachtung des Wandels der Mutter- und Vaterrollen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Familienwandel, Industrialisierung, Rollenverteilung, Gefühlsgemeinschaft und Sozialisation beschreiben.

Warum war das „ganze Haus“ eher eine Zweckgemeinschaft?

Aufgrund harter Lebensbedingungen und der Notwendigkeit gemeinsamer Produktion in der Agrargesellschaft standen ökonomische Überlebenssicherung und Produktivität vor emotionaler Nähe.

Was versteht die Autorin unter dem Wandel der Vaterrolle?

Die Autorin beschreibt eine Entwicklung vom autoritären Familienoberhaupt der Vormoderne hin zu einer verstärkten, wenn auch im Vergleich zur Mutter immer noch sekundären, Beteiligung an der Kinderbetreuung in der Moderne.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Familie im Wandel
Subtítulo
Von der Wirtschafts- zur Gefühlsgemeinschaft
Universidad
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Curso
Seminar
Calificación
2,0
Autor
Ines Hermeling (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
17
No. de catálogo
V148321
ISBN (Ebook)
9783640587544
ISBN (Libro)
9783640587513
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziologie Familie das ganze Haus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ines Hermeling (Autor), 2005, Familie im Wandel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148321
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  17  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint