Der sinkende Organisationsgrad von Handwerksinnungen und Kreishandwerkerschaften und die Auflösung von Innungen und Kreishandwerkerschaften erwecken den Eindruck, dass sich diese von der Handwerksordnung vorgesehenen Organisationsformen überlebt haben könnten. Ihr Aufgabenkatalog und ihre Einsatzmöglichkeiten sind aber unverändert aktuell, wenn sie gelebt werden. Diese Möglichkeiten und deren Voraussetzungen werden hier dargestellt. Der Text ist als Ergänzung von Veröffentlichungen des Autors im Gewerbearchiv 2009 und 2010 anzusehen.
Inhaltsverzeichnis
- Aufgaben der Gliederungen der Handwerksorganisation
- Interessenwahrnehmung und öffentliche Aufgaben
- Freiwillige und Pflichtmitgliedschaft
- Grundsatz der Leistungsfähigkeit, § 52 Abs. 2 HwO
- Aktueller Zustand - Leistungsstärken und Leistungsschwächen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die Überlebensfähigkeit von Innungen und Kreishandwerkerschaften im deutschen Handwerk. Er untersucht die Herausforderungen, denen diese Organisationen im 21. Jahrhundert gegenüberstehen, und beleuchtet die Faktoren, die ihre Leistungsfähigkeit beeinflussen.
- Der Wandel der Aufgaben von Innungen und Kreishandwerkerschaften
- Die Bedeutung von Pflicht- vs. Freiwilliger Mitgliedschaft
- Die Rolle der Leistungsfähigkeit im Rahmen der Handwerksordnung
- Die Herausforderungen durch Mitgliederschwund und fehlende Innovationsfähigkeit
- Die Konkurrenzsituation zwischen Innungen, Kreishandwerkerschaften und Landesinnungsverbänden
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit den Aufgaben der Gliederungen der Handwerksorganisation, insbesondere mit den Funktionen von Innungen, Kreishandwerkerschaften und Handwerkskammern. Es beleuchtet die unterschiedlichen Aufgabenbereiche und die rechtlichen Grundlagen ihrer Tätigkeit.
Das zweite Kapitel analysiert den aktuellen Zustand der Innungen und Kreishandwerkerschaften und untersucht ihre Leistungsfähigkeit. Es beleuchtet die Herausforderungen durch Mitgliederschwund, fehlende Innovationsfähigkeit und die Konkurrenz durch Landesinnungsverbände.
Schlüsselwörter
Handwerksorganisation, Innungen, Kreishandwerkerschaften, Handwerkskammern, Interessenvertretung, Selbstverwaltung, Pflichtmitgliedschaft, Freiwillige Mitgliedschaft, Leistungsfähigkeit, Mitgliederschwund, Innovationsfähigkeit, Konkurrenz, Landesinnungsverbände, Handwerksordnung.
Häufig gestellte Fragen
Sind Handwerksinnungen heute noch zeitgemäß?
Obwohl der Organisationsgrad sinkt, bleibt ihr Aufgabenkatalog aktuell. Innungen sind wichtig für die Interessenvertretung und die Selbstverwaltung des Handwerks, sofern sie aktiv gelebt werden.
Was ist die Aufgabe einer Kreishandwerkerschaft?
Sie dient der Wahrnehmung der Gesamtinteressen des selbstständigen Handwerks sowie der Erfüllung öffentlicher Aufgaben innerhalb eines Bezirks.
Was bedeutet der Grundsatz der Leistungsfähigkeit nach § 52 HwO?
Dieser Grundsatz besagt, dass handwerkliche Organisationen finanziell und personell so ausgestattet sein müssen, dass sie ihre gesetzlichen Aufgaben dauerhaft erfüllen können.
Warum lösen sich manche Innungen auf?
Häufige Ursachen sind Mitgliederschwund, mangelnde Innovationsfähigkeit oder die Konkurrenzsituation zu Landesinnungsverbänden, was die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit gefährdet.
Was unterscheidet Pflichtmitgliedschaft von freiwilliger Mitgliedschaft?
Während die Mitgliedschaft in der Handwerkskammer eine Pflichtmitgliedschaft ist, erfolgt der Beitritt zu einer Innung auf freiwilliger Basis, was die Organisationen vor Herausforderungen bei der Mitgliederbindung stellt.
- Citar trabajo
- Wolfram Dürr (Autor), 2010, Überlebensfähigkeit von Innungen und Keishandwerkerschaften?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148350