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Amoena und Amandus

Zur Bedeutung des Einklangs von Natur und Gemüt für den sequentiellen Textverlauf in der Literatur der frühen Neuzeit, exemplarisch untersucht entlang der Stationen des Schäferromans

Título: Amoena und Amandus

Redacción Científica , 2010 , 10 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Michael Schwark (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
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In seinem 2008 erschienenen Studienbuch über die Literatur der Frühen Neuzeit erkennt Andreas Keller im Zuge der Diskussion der Naturerfahrung und des Naturbegriffs eine den Texten der Epoche immanente Analogie zwischen Natur und Gemüt. Anhand eines Textes von Siegmund von Birken aus dem Jahr 1670 verweist
er auf zwei rhetorische Prinzipien, „[…] das zielbestimmte Bewegen in reihenweise gekoppelten Etappen und das stationenweise Innehalten an vorgegebenen Punkten zwecks Gedankenvertiefung.“. In diesen Prinzipien verortet Keller die Funktion der
rhetorischen Tröstung. Der Protagonist versteht nach Absolvierung des Parcours „[…] die Natur nicht mehr als inkongruentes und andersartiges Gegenüber, sondern als den heilsgeschichtlichen Zeichenkosmos, in dem er selbst aufgeht und aus dem er Trost durch das erkannte göttliche Wirken schaffen darf.“.
Lässt sich ein ähnlicher Rezeptionsprozess auch in dem 32 Jahre älteren, anonym überlieferten Text „Amoena und Amandus“ wiederfinden? Sicherlich können die benannten rhetorischen Prinzipien im Rahmen des vorliegenden Aufsatzes aufgrund
seiner Kürze nicht analytisch nachvollzogen werden. Es soll aber zunächst geprüft werden, inwieweit der entsprechende Text Natur und Gemüt entlang seines Erzählflusses instrumentalisiert und wie beide Begrifflichkeiten gegeneinander aufgestellt werden. Dabei ist insbesondere interessant, ob diese Analogie, insofern
sie sich nachweisen lässt, den sequentiellen Textverlauf mitbestimmt. Als Natur soll neben der ihn umgebenden Landschaft auch weitestgehend der Leib des Menschen, also seine Körperlichkeit, und aus ebendieser entspringende, emotional motivierte körperliche Handlungen verstanden werden. Unter Gemüt hingegen werden alle geschilderten Zustände des Inneren, alle Gefühlsbeschreibungen, alle emotionalen Einstellungen der Figuren betrachtet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erster Textteil

3. Zweiter Textteil

4. Dritter Textteil

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung der Analogie von Natur und Gemüt in der Literatur der frühen Neuzeit, exemplifiziert am anonymen Schäferroman „Amoena und Amandus“. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit diese Analogie den sequentiellen Textverlauf mitbestimmt und in welcher Weise Natur (Landschaft, Körperlichkeit) und Gemüt (Gefühlszustände) instrumentell aufeinander bezogen werden.

  • Analytische Untersuchung der Verbindung von Naturerfahrung und emotionalen Zuständen.
  • Bedeutung von Traumsequenzen als Spiegel innerer Konflikte und göttlicher Vorsehung.
  • Funktion von körperlichen Anzeichen wie Blicken, Gesten und körperlichem Befinden für die Handlungsdynamik.
  • Vergleich der Darstellung von Liebe und Liebesleiden im Kontext frühneuzeitlicher Literaturkonventionen.
  • Didaktische Funktion der Stationen des Romans im Hinblick auf die Läuterung der Protagonisten.

Auszug aus dem Buch

Zur Bedeutung des Einklangs von Natur und Gemüt für den sequentiellen Textverlauf in der Literatur der frühen Neuzeit, exemplarisch untersucht entlang der Stationen des Schäferromans

In seinem 2008 erschienenen Studienbuch über die Literatur der Frühen Neuzeit erkennt Andreas Keller im Zuge der Diskussion der Naturerfahrung und des Naturbegriffs eine den Texten der Epoche immanente Analogie zwischen Natur und Gemüt. Anhand eines Textes von Siegmund von Birken aus dem Jahr 1670 verweist er auf zwei rhetorische Prinzipien, „[…] das zielbestimmte Bewegen in reihenweise gekoppelten Etappen und das stationenweise Innehalten an vorgegebenen Punkten zwecks Gedankenvertiefung.“. In diesen Prinzipien verortet Keller die Funktion der rhetorischen Tröstung. Der Protagonist versteht nach Absolvierung des Parcours „[…] die Natur nicht mehr als inkongruentes und andersartiges Gegenüber, sondern als den heilsgeschichtlichen Zeichenkosmos, in dem er selbst aufgeht und aus dem er Trost durch das erkannte göttliche Wirken schaffen darf.“.

Lässt sich ein ähnlicher Rezeptionsprozess auch in dem 32 Jahre älteren, anonym überlieferten Text „Amoena und Amandus“ wiederfinden? Sicherlich können die benannten rhetorischen Prinzipien im Rahmen des vorliegenden Aufsatzes aufgrund seiner Kürze nicht analytisch nachvollzogen werden. Es soll aber zunächst geprüft werden, inwieweit der entsprechende Text Natur und Gemüt entlang seines Erzählflusses instrumentalisiert und wie beide Begrifflichkeiten gegeneinander aufgestellt werden. Dabei ist insbesondere interessant, ob diese Analogie, insofern sie sich nachweisen lässt, den sequentiellen Textverlauf mitbestimmt. Als Natur soll neben der ihn umgebenden Landschaft auch weitestgehend der Leib des Menschen, also seine Körperlichkeit, und aus ebendieser entspringende, emotional motivierte körperliche Handlungen verstanden werden. Unter Gemüt hingegen werden alle geschilderten Zustände des Inneren, alle Gefühlsbeschreibungen, alle emotionalen Einstellungen der Figuren betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein und definiert den methodischen Rahmen der Untersuchung zur Analogie von Natur und Gemüt.

2. Erster Textteil: Dieses Kapitel analysiert die Einführung der Figuren und die erste Traumsequenz als Ausdruck des Zusammenspiels von Natur und Gemütszuständen.

3. Zweiter Textteil: Hier liegt der Fokus auf dem Prozess des Verliebens und der Verwendung von Körperlichkeit als Medium der Handlungssteuerung.

4. Dritter Textteil: Der dritte Teil beleuchtet die Zusammenführung der Protagonisten und die Bedeutung der Natur als Reflexionsraum für Liebesleid und Verzweiflung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert den Wert der Untersuchung für weitere Forschungen zur frühneuzeitlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Frühe Neuzeit, Schäferroman, Amoena und Amandus, Natur, Gemüt, Körperlichkeit, Analogie, Liebesdiskurs, Traumsequenz, Didaxe, Literaturgeschichte, Affektdarstellung, Emotionsgeschichte, Rhetorik, Siegmund von Birken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von Natur und Gemüt in dem anonymen Schäferroman „Amoena und Amandus“ und untersucht, wie dieses Verhältnis die Erzählstruktur des Textes beeinflusst.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verschränkung von Naturbildern mit menschlicher Körperlichkeit, der Funktion von Träumen als Konfliktindikatoren sowie dem didaktischen Gehalt der Liebesgeschichte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, ob die analogische Betrachtung von Natur und Gemüt ein strukturgebendes Element für den sequentiellen Verlauf der Handlung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text entlang seiner Stationen untersucht und moderne literaturtheoretische Ansätze (nach Andreas Keller) auf das Werk anwendet.

Welche Inhalte werden im Hauptteil thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Traumsequenzen, die Interpretation von körperlichen Anzeichen (wie Blickkontakt oder Gestik) und die Analyse von Naturbildern in kritischen Wendepunkten der Erzählung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Natur, Gemüt, Körperlichkeit, Schäferroman, Frühe Neuzeit und die Analyse von Affekten und Liebeskonzepten.

Warum spielt die Körperlichkeit eine zentrale Rolle für die Analyse?

Der Autor argumentiert, dass körperliche Symptome wie Appetitlosigkeit oder Gesichtszüge im Roman als „Anker“ dienen, um seelische Zustände der Figuren für den Leser sichtbar und interpretierbar zu machen.

Welche Rolle nimmt der Traum in „Amoena und Amandus“ ein?

Träume fungieren im Text als zentrale Wendepunkte: Sie dienen entweder als göttliche Vorsehung, die den Willen der Charaktere bricht, oder als Spiegelbild der inneren Zerrissenheit und Distanz zum geliebten Gegenüber.

Warum wird der Erzählfokus im späteren Verlauf der Arbeit stärker auf Amandus gelenkt?

Die Arbeit zeigt auf, dass Amandus als derjenige fungiert, der nach seiner Belehrung durch die Figur Philippus sein gesamtes Liebeskonzept transformieren muss, womit er zum primären moralischen Akteur wird.

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Detalles

Título
Amoena und Amandus
Subtítulo
Zur Bedeutung des Einklangs von Natur und Gemüt für den sequentiellen Textverlauf in der Literatur der frühen Neuzeit, exemplarisch untersucht entlang der Stationen des Schäferromans
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Curso
Literatur der Frühen Neuzeit
Calificación
1,0
Autor
Michael Schwark (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
10
No. de catálogo
V148413
ISBN (Ebook)
9783640586233
ISBN (Libro)
9783640586073
Idioma
Alemán
Etiqueta
frühe neuzeit amoena und amandus martin opitz barock schäferroman schäferliteratur gemüt natur naturschilderung metaphorik frühneuzeitliche literatur analogie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Schwark (Autor), 2010, Amoena und Amandus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148413
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