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Universeller Präskriptivismus und Fanatismus

Título: Universeller Präskriptivismus und Fanatismus

Trabajo , 2009 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Katharina Oberfeld (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Der Fanatiker stellt für Hares Moraltheorie eine besondere Herausforderung dar, da ihm argumentativ und logisch nur sehr schwer beizukommen ist. Für Hares Moralphilosophie ergaben sich dadurch contraintuitive Konsequenzen die zu großer Kritik an seinem Ansatz einer neutralen Moraltheorie geführt haben.
Diese Schwierigkeiten zeigen sich vor allem in Hares Buch Freedom and Reason (1962), in welchem er der Figur des Fanatikers großen Platz eingeräumt hat. Die Unfähigkeit einen Fanatiker von seiner Argumentation abbringen zu können, hat Hare aber auch in seinem späteren Werk noch entscheidend beschäftigt. So lässt sich anhand dieser Problematik auch die grundsätzliche Veränderung seiner gesamten Theorie vom universellen Präskriptivismus zu einer Form des Präferenzutilitarismus nachvollziehen. Sein Ansatz, dass sich eine anwendbare Moraltheorie allein aus den logischen Eigenschaften der Sprache ergeben kann, wurde durch das Problem des Fanatikers häufig in Frage gestellt. In der vorliegenden Arbeit soll daher zunächst nur kurz auf Hares Grundtheorie des universellen Präskriptivismus eingegangen werden. Anschließend wird das Problem des Fanatiker in Freiheit und Vernunft genauer betrachtet und einige problematischen Stellen diskutiert. In einem dritten Teil wird auf die Veränderungen des Ansatzes in seinem späteren Werk eingegangen. Abschließend soll im Schlussteil noch kurz auf die Bedeutung Hares am Beispiel der Philosophie Peter Singers hingewiesen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie des universellen Präskriptivismus

3. Universeller Präskriptivismus und Fanatismus

3.1 Fanatismus

3.2 Abgrenzung Ideale und Interessen

3.3 Ideale und Grundsätze

3.4. Fanatismus und Toleranz

4. Fortführung des Gedankens in späteren Werken

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen, die der "Fanatiker" für die moralphilosophische Theorie des universellen Präskriptivismus von R. M. Hare darstellt, und analysiert, wie Hare im Laufe seines Werkes – insbesondere durch den Übergang zu einem präferenzutilitaristischen Ansatz – versucht, diese logische Problematik aufzulösen.

  • Grundlagen des universellen Präskriptivismus
  • Die logische Problematik des Fanatikers in "Freiheit und Vernunft"
  • Abgrenzung von Interessen und Idealen
  • Entwicklung und Modifikation der Theorie in "Moral Thinking"
  • Vergleich und Einordnung im Kontext von Peter Singers Ethik

Auszug aus dem Buch

3.1 Fanatismus

Hares Position gegenüber dem Fanatiker ergibt sich aus der Problematik, dass es nicht nur zu Konflikten zwischen unterschiedlichen Interessen kommt, sondern auch zu Konflikten divergierender Ideale. Da Interessen nach Hare nicht universalisierbar sind, können Konflikte durch eine Abwägung der eigenen Handlungsmöglichkeiten und deren Konsequenzen aufgelöst werden. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Wenn das eigene Interesse heute mit Freunden ins Kino zu gehen mit dem Interesse meines Partners, den Abend mit mir zu verbringen, kollidiert, ergeben sich verschiedene Handlungsmöglichkeiten: 1. Beide können versuchen einen Kompromiss zu finden, z.B. kann mein Partner mich ins Kino begleiten und wir unternehmen danach noch etwas zusammen. 2. Ich setze mein Interesse durch und gehe ins Kino, weil ich es nicht vertretbar finde in meiner Freiheit eingeschränkt zu werden. 3. Ich ordne mein Interesse dem meines Partners unter, weil es ein „höheres“ Interesse meinerseits ist, dass es meinem Partner gut geht und ich ihm nicht wehtun möchte. Wenn ich nun zur Lösung meines Dilemmas einen intersubjektiven Standpunkt einnehme und mich in der Lage meines Partners sehe, so werde ich mich wahrscheinlich dafür entscheiden den Abend mit meinem Partner zu verbringen. Schließlich wäre ich selber ja auch unglücklich, wenn mein Partner seine Freunde voranstellen würde und er seine Zeit nicht mit mir verbringen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problematik des Fanatikers als Herausforderung für Hares neutrale Moraltheorie vor und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die methodische Vorgehensweise.

2. Die Theorie des universellen Präskriptivismus: Hier werden die Grundpfeiler von Hares Moraltheorie – die Präskriptivität und die Universalisierbarkeit moralischer Urteile – erläutert.

3. Universeller Präskriptivismus und Fanatismus: Dieses Kapitel analysiert detailliert, warum Fanatiker innerhalb von Hares frühen Werken logisch schwer zu widerlegen sind und diskutiert die schwierige Abgrenzung zwischen Interessen, Idealen, Grundsätzen und Toleranz.

4. Fortführung des Gedankens in späteren Werken: Hier wird der theoretische Wandel Hares zu einer Zwei-Ebenen-Theorie und einer utilitaristischen Argumentation untersucht, um das Fanatiker-Problem logisch aufzulösen.

5. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Stärken und Schwächen von Hares Ansatz zusammen und beleuchtet die Rezeption seiner Überlegungen im Werk von Peter Singer.

Schlüsselwörter

Universeller Präskriptivismus, Fanatismus, R. M. Hare, Moralphilosophie, Universalisierbarkeit, Präferenzutilitarismus, Moral Thinking, Freiheit und Vernunft, Ideale, Interessen, Peter Singer, ethische Theorie, Toleranz, analytische Ethik, Handlungslogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die moralphilosophische Theorie von R. M. Hare, insbesondere im Hinblick auf den Umgang seiner Theorie mit der Figur des Fanatikers.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Logik der moralischen Sprache, die Unterscheidung zwischen Interessen und Idealen sowie der Übergang von einem rein präskriptiven Modell zu einem präferenzutilitaristischen Ansatz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hare die logische Unangreifbarkeit des Fanatikers in seinen frühen Werken durch die Weiterentwicklung seiner Theorie in späteren Jahren zu marginalisieren versucht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die sich kritisch mit den Hauptwerken Hares auseinandersetzt und diese durch Sekundärliteratur und Vergleiche mit anderen Philosophen einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Grundprinzipien des Präskriptivismus, das spezifische Problem des Fanatikers, die Abgrenzung von Idealen gegenüber Interessen und die spätere Entwicklung der Zwei-Ebenen-Theorie diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Universeller Präskriptivismus, Fanatismus, Universalisierbarkeit, Präferenzutilitarismus und Moral Thinking.

Warum stellt der Fanatiker für Hare ein solches Problem dar?

Der Fanatiker akzeptiert die logischen Prinzipien der Moral – Präskriptivität und Universalisierbarkeit –, nutzt diese aber, um inhaltlich verwerfliche oder grausame Positionen als moralisch richtig zu begründen.

Wie unterscheidet sich Hares späterer Ansatz bei der Behandlung von Fanatikern?

Durch die Einführung von "kritischem" und "intuitivem" Denken und die Entwicklung zum Präferenzutilitarismus argumentiert Hare später, dass ein "echter" Fanatiker logisch nicht mehr haltbar ist, da kritisches Denken zwangsläufig zum Utilitarismus führt.

Welchen Einfluss hat Hares Theorie auf Peter Singer?

Peter Singer übernimmt Hares Anstoß zur unparteiischen Interessensabwägung und modifiziert diesen zu einem direkten präferenzutilitaristischen Prinzip, wodurch der Fanatiker für Singer nicht mehr als theoretisches Problem, sondern als schlecht handelnder Mensch erscheint.

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Detalles

Título
Universeller Präskriptivismus und Fanatismus
Universidad
University of Leipzig
Calificación
1,0
Autor
Katharina Oberfeld (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
20
No. de catálogo
V148549
ISBN (Ebook)
9783640709175
ISBN (Libro)
9783640708987
Idioma
Alemán
Etiqueta
Universeller Präskriptivismus Fanatismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Oberfeld (Autor), 2009, Universeller Präskriptivismus und Fanatismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148549
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