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Die soziale Wohnungspolitik des Bundes

Von der quantitativen Wohnbauförderung zur qualitativen Wohnraumförderung

Title: Die soziale Wohnungspolitik des Bundes

Seminar Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Sebastian Herlt (Author)

Politics - Miscellaneous
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Diese Hausarbeit untersucht anhand von ausgewählten Faktoren, ob es tatsächlich zu einem signifikanten Rückzug des Bundesstaates gekommen ist und welche Ursachen diesen Policy-Wandel begründet haben.
Im besonderen Fokus steht dabei der soziale Aspekt der Wohnungspolitik. Dazu wird im ersten Abschnitt die staatliche Wohnraumförderung vor und nach der Reform des II. WoBauGe kurz beschrieben, um die Unterschiede und Akzente zwischen den Ausrichtungen der Gesetzeswerke zu verdeutlichen. Es wird zudem exemplarisch auf das Bund-Länder Programm ,,Soziale Stadt" eingegangen.

Im zweiten Teil werden wichtige wohnungspolitische Kennzahlen herangezogen, um die aktuellen Problemlagen zu skizzieren und daraus den objektiven Problemdruck abzuleiten, welcher zum Policywechsel beigetragen hat. Dazu werden die Wohnungsmarktsituation und zukünftige Entwicklungen beschrieben. Zudem werden im dritten Kapitel der Wandel des bundesstaatlichen Leitbildes vom sozialen Wohlfahrtsstaat zum aktivierenden Gewährleistungsstaat untersucht. Daraus lassen sich wichtige Erkenntnisse über die veränderte Rolle des Bundesstaates in der Wohnungspolitik ableiten und dessen zugedachte Position in diesem Politikfeld. Die Ergebnisse sind im letzen Teil der Arbeit zusammengeführt und sollen die These vom neoliberalen Rückzug des Bundesstaates aus der Wohnungspolitik noch einmal kritisch reflektieren. Andere Gründe, die für einen Politikfeldwechsel sprechen, aber im Rahmen dieser Hausarbeit nicht geleistet werden kann, sind zum Beispiel das Streben der Bundesländer nach stärkerer Autonomie, die hohen Kosten der Förderung oder eine veränderte Akteursstruktur im Politikfeld.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wohlfahrtsstaatliche Wohnungspolitik in Deutschland

3. Situation und Trend am Wohnungsmarkt

4. Staatsverständnis im Wandel

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht den Wandel der deutschen Wohnungspolitik vom sozialen Wohnungsbau zur qualitativen Wohnraumförderung und geht der Frage nach, ob dieser Prozess als ein signifikanter Rückzug des Bundesstaates aus diesem Politikfeld zu interpretieren ist.

  • Wohlfahrtsstaatliche Rahmenbedingungen und deren historischer Wandel
  • Die Umstellung von Objekt- auf Subjektförderung
  • Der Einfluss der Föderalismusreform auf die wohnungspolitische Zuständigkeit
  • Die Rolle des Programms "Soziale Stadt" in der integrierten Stadtentwicklung
  • Transformation vom fürsorgenden Wohlfahrtsstaat zum aktivierenden Gewährleistungsstaat

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Ein gutes Wohnniveau ist ein wesentlicher Indikator für den Lebensstandart des Einzelnen. Nicht nur aus diesen Gründen war die Wohnungspolitik schon relativ früh ein wichtiges Politikfeld in Deutschland. Sie tragen darüber hinaus auch wesentlich zu einem guten sozialen Klima in unserer Gesellschaft bei. Schon vor, aber spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte eine große Wohnraumknappheit. Von den 10.6 Mio. Wohnungen, die es 1939 auf dem Gebiet der späteren Bundesrepublik gab, wurden im Krieg 2,25 Mio. (entsprechend 21%) total zerstört oder so stark beschädigt, dass sie nicht nutzbar waren. Infolgedessen wurde von der staatlichen Wohnungspolitik primär eine Bewältigung der Kriegsschäden gefordert. Schon immer war die deutsche Wohnungspolitik auch ein Kernstück des wohlfahrtsstaatlichen Systems. Aus einer Tradition der Wohnungsreform und des öffentlichen Wohnungsbaus der Weimarer Republik und seinen hohen qualitativen Ergebnissen des modernen Bauens, entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg zwei Entwicklungsstränge. Ein staatlicher Massenwohnungsbau in der DDR und der soziale Wohnungsbau der Bundesrepublik. Der soziale Wohnungsbau war durch ein Nebeneinander von Miet- und Genossenschaftswohnungen und der Förderung des Wohnungseigentums für gesetzlich definierte Bevölkerungsgruppen gekennzeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland ein und formuliert die Forschungsfrage zum Wandel der Wohnungspolitik sowie den Rückzug des Bundesstaates.

2. Wohlfahrtsstaatliche Wohnungspolitik in Deutschland: Es wird die historische Ausgestaltung der Wohnungsförderung erläutert, insbesondere der Übergang von der Objektförderung hin zur Subjektförderung und die damit verbundenen ordnungspolitischen Maßnahmen.

3. Situation und Trend am Wohnungsmarkt: Hier werden aktuelle Marktentwicklungen und demografische Herausforderungen analysiert, die den Anpassungsdruck auf die wohnungspolitischen Instrumente verdeutlichen.

4. Staatsverständnis im Wandel: Dieses Kapitel beleuchtet den theoretischen Wechsel vom fürsorgenden Wohlfahrtsstaat zum aktivierenden Gewährleistungsstaat und dessen Auswirkungen auf das Regierungshandeln im Bereich Wohnen.

5. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, wie die Bundesländer den Rückzug des Bundes durch eigene Kompetenzen und Strategien kompensieren.

Schlüsselwörter

Wohnungspolitik, Sozialer Wohnungsbau, Wohnraumförderungsgesetz, Objektförderung, Subjektförderung, Wohlfahrtsstaat, Gewährleistungsstaat, Föderalismusreform, Stadtentwicklung, Soziale Stadt, Wohnungswirtschaft, Modernisierung, Grundbedürfnis, Bestandsförderung, Mietwohnungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der sozialen Wohnungspolitik des Bundes in Deutschland, insbesondere den Wandel von einer quantitativen Wohnbauförderung hin zu einer qualitativen Wohnraumförderung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind der historische Wandel der Wohnungspolitik, die Transformation der staatlichen Leitbilder, der Einfluss der Föderalismusreform und die Neuausrichtung der Förderinstrumente.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu untersuchen, ob die Veränderungen in der Wohnungspolitik tatsächlich als ein neoliberaler Rückzug des Bundesstaates gewertet werden können oder welche anderen Ursachen den Policy-Wandel begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, gestützt auf Dokumentenanalysen (Gesetzestexte, Stellungnahmen) sowie die Auswertung von Fachpublikationen und wohnungspolitischen Kennzahlen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Förderinstrumente, die Betrachtung der Wohnungsmarktsituation und den theoretischen Wandel des staatlichen Leitbildes vom Wohlfahrtsstaat zum aktivierenden Staat.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Soziale Wohnungspolitik", "Subjektförderung", "Gewährleistungsstaat" und "Soziale Stadt" definieren.

Welche Rolle spielt die Föderalismusreform für die Wohnungspolitik?

Die Reform führte dazu, dass der Bund wesentliche Steuerungskompetenzen an die Länder abgab, wodurch diese nun eine größere Autonomie und Verantwortung für die Wohnraumförderung tragen.

Was versteht der Autor unter einem "aktivierenden Gewährleistungsstaat"?

Dies ist ein Leitmodell, bei dem der Staat nicht mehr primär selbst als Versorger auftritt, sondern als kooperativer Vermittler und Initiator fungiert, der Hilfe zur Selbsthilfe leistet und auf Eigenverantwortung der Bürger setzt.

Inwiefern hat sich die Zielsetzung der Wohnraumförderung verändert?

Der Fokus hat sich von der bloßen Schaffung von neuem Wohnraum ("Quantität") hin zur Bestandserhaltung, energetischen Anpassung und quartiersbezogenen Stadtentwicklung ("Qualität") verschoben.

Wird der Rückzug des Bundes als negativ bewertet?

Die Arbeit reflektiert diesen Rückzug kritisch und stellt fest, dass er zwar stattfindet, aber durch die Länder kompensiert wird, wobei auch ein neues Rollenverständnis des Bundesstaates zum Ausdruck kommt.

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Details

Title
Die soziale Wohnungspolitik des Bundes
Subtitle
Von der quantitativen Wohnbauförderung zur qualitativen Wohnraumförderung
College
University of Potsdam  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Course
Wohnungspolitik in Deutschland
Grade
1,7
Author
Bachelor of Arts Sebastian Herlt (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V148591
ISBN (eBook)
9783640590285
ISBN (Book)
9783640589951
Language
German
Tags
Wohnungspolitik Gewährleistungsstaat Aktivierender Staat Wohnungsmarkt Sozialpolitik Wohlfahrtsstaat Wohnbauförderung Bundespolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Sebastian Herlt (Author), 2009, Die soziale Wohnungspolitik des Bundes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148591
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