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Das Deutsche Kaiserreich in der ersten Globalisierungsphase

Der Einfluss globaler Vernetzung auf die Migrations- und Siedlungspolitik in den preußischen Ostprovinzen im Zeitraum von 1880 bis 1914

Título: Das Deutsche Kaiserreich in der ersten Globalisierungsphase

Trabajo de Seminario , 2022 , 31 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia - Europa
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Diese Seminararbeit untersucht die "Ausländerpolitik" und den Umgang mit der polnischen Bevölkerung in den Ostprovinzen des Deutschen Kaiserreichs von 1880 bis 1914 aus einer globalgeschichtlichen und transnationalen Perspektive. Sie analysiert, wie die fortschreitende globale Vernetzung und das Bewusstsein darüber das Handeln politischer Akteure beeinflussten, insbesondere im Hinblick auf Migration und die Regulierung polnischer Bevölkerungsgruppen. Dabei wird untersucht, ob und inwiefern die Migrationspolitik in den preußischen Ostprovinzen Ähnlichkeiten mit der kolonialen Politik in Übersee aufweist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen für die Betrachtung

3 Auswirkungen der ersten Globalisierungsphase auf die Ausländerpolitik im Osten des Deutschen Kaiserreiches

3.1 Die Integration des Deutschen Kaiserreiches in die sogenannte erste Globalisierungsphase

3.2 Die systemischen Zwänge des globalen Marktes und der Arbeitskraftmangel im Osten des Reiches

3.3 Der Umgang mit polnischen Bevölkerungsgruppen in den Ostprovinzen aus einer globalen Perspektive

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ausländerpolitik und den Umgang mit der polnischen Bevölkerung in den preußischen Ostprovinzen im Zeitraum von 1880 bis 1914 unter Anwendung einer globalgeschichtlichen und transnationalen Perspektive.

  • Analyse der Integration des Deutschen Kaiserreiches in die erste Globalisierungsphase.
  • Untersuchung der systemischen Zwänge des globalen Arbeitsmarktes und deren Auswirkungen auf den Osten des Reiches.
  • Erforschung der diskursiven Verknüpfung von polnischer Migration und kolonialen Vorstellungswelten.
  • Bewertung des Einflusses globaler Vernetzungen auf die preußische Migrationspolitik und Migrationsregime.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die systemischen Zwänge des globalen Marktes und der Arbeitskraftmangel im Osten des Reiches

Wie bereits herausgearbeitet, war der landwirtschaftliche Arbeitsmarkt im Untersuchungszeitraum im preußischen Osten im großen Maße von internen und transnationalen Massenwanderungen betroffen. Er war, so Klaus J. Bade: „[...] Hauptausgangsraum der überseeischen Auswanderung, der internen Abwanderung in die Städte und die industriellen Ballungsräume Mittel – und Westdeutschlands und [...] [war] Hauptzielraum der über ostgrenzen nachrückenden kontinentalen Zuwanderung.“ Deutschland wurde vom Auswandererland zum „Arbeitseinfuhrland“, da es einen starken Anstieg industrieller und landwirtschaftlicher Arbeitswanderer zu verbuchen hatte. Durch die Prozesse der Urbanisierung, Agrarmodernisierung und Industrialisierung kam es zu einer Interregionalisierung und vor allem Internationalisierung der agrarischen und industriellen Arbeitsmärkte. Jedoch, wie bereits weiter oben vermerkt, war das Deutsche Kaiserreich, beziehungsweise einige Regionen desselben, auch durch die Abhängigkeit von Importen und Exporten Teil der multilateralen wirtschaftlichen Netzwerke geworden und konnte sich nicht einfach aus dieser Stellung zurückziehen. Seit der Mitte der 1870er kam es überdies zum Verfall der Getreidepreise. Unter dem Druck des Weltmarktes und des sich herausbildenden Weltagrarmarktes war die deutsche Getreidewirtschaft in eine Krise geraten. Durch die Verbindung aus nun neu erschlossenen, gigantischen und günstiger zu bepachtenden Agrarflächen, der Technisierung und Modernisierung der agrarischen Produktion und dem Ausbau der Eisenbahn zu einem günstigen Transportmittel verbilligten sich auch die Preise für landwirtschaftliche Produkte aus den USA. Das Resultat beschreibt Autor Robert L. Nelson wie folgt: „American farmers were producing and selling grain on the world market at substantially lower prices than Germans, causing immense distress in the agrarian economy east of the Elbe.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsziel, die Ausländerpolitik im preußischen Osten zwischen 1880 und 1914 aus globalgeschichtlicher Perspektive zu untersuchen und die Rolle des Kaiserreichs in der ersten Globalisierungsphase zu beleuchten.

2 Theoretische Grundlagen für die Betrachtung: In diesem Kapitel werden zentrale Begriffe wie Globalisierung und Migration definiert sowie die methodische Herangehensweise einer globalen und transnationalen Perspektive begründet.

3 Auswirkungen der ersten Globalisierungsphase auf die Ausländerpolitik im Osten des Deutschen Kaiserreiches: Dieser Hauptteil analysiert die Einbettung des Kaiserreiches in globale ökonomische Prozesse, die Auswirkungen von Agrarkrisen auf den Arbeitskräftemangel und den Umgang mit polnischen Migranten als Teil eines kolonial konstruierten "Grenzraums".

3.1 Die Integration des Deutschen Kaiserreiches in die sogenannte erste Globalisierungsphase: Das Kapitel verortet den Untersuchungszeitraum in der Hochphase globaler Verflechtungen und erläutert den systemischen Charakter der Weltwirtschaft.

3.2 Die systemischen Zwänge des globalen Marktes und der Arbeitskraftmangel im Osten des Reiches: Es wird dargelegt, wie die Krise der deutschen Getreidewirtschaft infolge des Weltmarktdrucks zu einem Mangel an Arbeitskräften und der zunehmenden Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte führte.

3.3 Der Umgang mit polnischen Bevölkerungsgruppen in den Ostprovinzen aus einer globalen Perspektive: Dieses Unterkapitel untersucht die diskursiven Ähnlichkeiten zwischen der preußischen Polenpolitik und kolonialen Strategien sowie die Etablierung restriktiver Migrationskontrollen.

4 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass die Migrations- und Globalisierungsprozesse in einem engen Wechselverhältnis standen und die preußische Polenpolitik maßgeblich durch ein "globales Bewusstsein" und kolonialistische Deutungsmuster geprägt war.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Migration, Deutsches Kaiserreich, preußische Ostprovinzen, Polenpolitik, innere Kolonialisierung, Weltagrarmarkt, Transnationalismus, Arbeitskräfte, Grenzraum, Max Sering, Kolonialismus, Migrationsregime, Identitätskonstruktion, Arbeitswanderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die preußische Ausländerpolitik und den Umgang mit der polnischen Bevölkerung in den Ostprovinzen zwischen 1880 und 1914 unter Berücksichtigung transnationaler Prozesse.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen der ersten Globalisierungsphase, die ökonomischen Zwänge des Weltagrarmarktes und der daraus resultierende Arbeitskräftemangel sowie die diskursive Konstruktion von Migranten als Gefahr.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie globale Vernetzungen und kolonial geprägte Vorstellungen das Handeln politischer Akteure im Deutschen Kaiserreich gegenüber polnischen Personengruppen beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine globalgeschichtliche und transnationale Analyse, die den preußischen Osten nicht als isoliertes Gebiet, sondern als Teil globaler Verflechtungen betrachtet.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil analysiert die ökonomischen Krisen in der deutschen Landwirtschaft, die daraus resultierende Notwendigkeit der Arbeitskräftemigration und die ideologische Einordnung dieser Prozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird besonders durch die Begriffe Globalisierung, Migration, Arbeit, Kolonialismus und preußische Ostprovinzen geprägt.

Inwiefern beeinflusste die Krise des Weltagrarmarktes die preußische Politik?

Der Preisverfall bei Getreide durch die globale Konkurrenz führte zur Notwendigkeit einer Intensivierung der Landwirtschaft, was den Bedarf an saisonalen Arbeitskräften steigerte und die Migrationspolitik veränderte.

Wie wurde die Rolle der polnischen Arbeiter diskursiv verarbeitet?

Sie wurden oft rassistisch und kulturell als "unterwertig" konstruiert, wobei in der politischen Debatte Parallelen zur kolonialen Rhetorik gezogen wurden, um Notwendigkeit und "Gefahrenabwehr" zu rechtfertigen.

Gab es tatsächliche Verbindungslinien zur kolonialen Praxis?

Ja, der Autor zeigt auf, dass preußische Akteure teilweise explizit methodische Anleihen bei kolonialen Vorbildern nahmen und Migrationsfragen in einem kolonialen Deutungsrahmen behandelten.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Deutsche Kaiserreich in der ersten Globalisierungsphase
Subtítulo
Der Einfluss globaler Vernetzung auf die Migrations- und Siedlungspolitik in den preußischen Ostprovinzen im Zeitraum von 1880 bis 1914
Universidad
Dresden Technical University  (Neuere und Neuste Geschichte/ Zeitgeschichte)
Curso
Globalisierung
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
31
No. de catálogo
V1488099
ISBN (PDF)
9783389041826
ISBN (Libro)
9783389041833
Idioma
Alemán
Etiqueta
Deutsches Kaiserreich Globalisierung Bevölkerungspolitik Polen Kaiserreich Ausländerpolitik Polnische Bevölkerung Ostprovinzen Migration Weltwirtschaft Kolonialpolitik Kolonien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Das Deutsche Kaiserreich in der ersten Globalisierungsphase, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1488099
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