Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Grundkonzeption der Einbringung in eine Kapitalgesellschaft gem. §§ 20ff UmwStG

Title: Grundkonzeption der Einbringung in eine Kapitalgesellschaft gem. §§ 20ff UmwStG

Seminar Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Diplom-Volkswirt Raoul Breton (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Grundkonzeption des deutschen Umwandlungssteuergesetzes hat sich durch das Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften, SEStEG genannt, weitestgehend verändert.
Die vorliegende Seminararbeit soll die Systematik der gesetzlichen Vorschriften für die Einbringungsvorgänge in eine Kapitalgesellschaft nach dem UmwStG darstellen und anhand dieser die steuerlichen Rechtsfolgen auf Seiten der Beteiligten erläutern.
Zunächst werden in Kapitel 2 die Einbringungsvorgänge der Sacheinbringung und des Anteilstauschs beschrieben, die unter das UmwStG fallen. Anschließend werden diese Vorgänge jeweils auf der Ebene des übernehmenden und des übertragenden Rechtsträgers behandelt.
In Kapitel 3 geht es schließlich darum, die steuerlichen Auswirkungen, die aufgrund der geltenden Rechtsvorschriften (§§ 22 und 23 UmwStG) auf beide Beteiligte nach der Einbringung zukommen, aufzuzeigen.
Da der Formwechsel gem. § 25 UmwStG, lediglich auf die Anwendbarkeit der §§ 20-23 UmwStG verweist, wird darauf in dieser Arbeit nicht näher eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sacheinbringung § 20 UmwStG und Anteilstausch § 21 UmwStG

2.1 Sachlicher Anwendungsbereich

2.2 Persönlicher Anwendungsbereich

2.3 Ebene der übernehmenden Gesellschaft

2.3.1 Grundansatz zum gemeinen Wert

2.3.2 Ansatz zum Buchwert oder Zwischenwert

2.4 Auswirkungen auf Ebene der einbringenden Gesellschaft

3. Steuerliche Auswirkungen nach der Einbringung

3.1 Rückwirkende Besteuerung auf Ebene des Einbringenden (§ 22 UmwStG)

3.1.1 Veräußerungsvorgang durch den Einbringenden nach einer Sacheinlage

3.1.2 Veräußerungsvorgang durch die übernehmende Gesellschaft nach einer Sacheinbringung oder einem Anteilstausch

3.2 Steuerliche Auswirkungen auf Ebene der übernehmenden Gesellschaft (§ 23 UmwStG)

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Systematik der gesetzlichen Vorschriften für Einbringungsvorgänge in eine Kapitalgesellschaft gemäß dem Umwandlungssteuergesetz (UmwStG) nach den Änderungen durch das SEStEG und erläutert die daraus resultierenden steuerlichen Rechtsfolgen für die beteiligten Parteien.

  • Systematik der Einbringungsvorgänge (Sacheinbringung und Anteilstausch)
  • Steuerliche Behandlung auf Ebene der übernehmenden Kapitalgesellschaft
  • Rückwirkende Besteuerung und Missbrauchsverhinderung nach § 22 UmwStG
  • Steuerliche Rechtsfolgen für den einbringenden Rechtsträger
  • Auswirkungen der Änderungen durch das SEStEG

Auszug aus dem Buch

2.3 Ebene der übernehmenden Gesellschaft

Das UmwStG zielt auf das Unternehmensfortführungsprinzip ab, d.h. bei einer steuerneutralen Einbringung sollen stille Reserven fortgeführt werden. Dies steht dem Marktrealisationsprinzip gegenüber, welches die Veräußerung und Aufdeckung stiller Reserven vorsieht. § 20 Abs. 1 und § 21 Abs. 1 Satz 1 UmwStG nennen alle tatbestandsmäßig in Betracht kommenden Vermögensübertragungen einer „steuerneutralen“ Einbringung.

Gem. § 20 Abs. 1 UmwStG können nur Sachgesamtheiten wie ein Betrieb, ein Teilbetrieb mit wesentlichen Betriebsgrundlagen oder ein Mitunternehmeranteil mit Beteiligung am Gesamthandelsvermögen sowie am Sonderbetriebsvermögen in eine KapG eingebracht werden. Gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 können beim Anteilstausch Anteile an einer KapG in eine ebensolche eingebracht werden. § 21 UmwStG kommt allerdings nicht zur Anwendung, wenn die eingebrachten Anteile Bestandteil des eingebrachten Betriebsvermögen sind.

Sowohl im Falle der Sacheinbringung als auch beim Anteilstausch muss die übernehmende KapG dem übertragenden Rechtsträger als Gegenleistung durch eine Kapitalerhöhung eigene neue Anteile übertragen. Durch diese neuen Anteile ist gewährleistet, dass die im Vermögen enthaltenen stillen Reserven richtig repräsentiert werden und der übertragende Rechtsträger Gesellschafter an der übernehmenden KapG wird. So besteht weiterhin die steuerliche Verstrickung der stillen Reserven. Dieser Erwerb von Gesellschaftsanteilen wird grundsätzlich als entgeltlicher Vorgang behandelt und stellt einen tauschähnlichen Veräußerungsvorgang dar.

Darüber hinaus können dem Einbringenden durch die übernehmende Gesellschaft gem. § 20 Abs. 2 Satz 3 und § 21 Abs. 1 Satz 3 UmwStG auch zusätzliche Wirtschaftsgüter wie z.B. Gesellschaftsforderungen oder Pensionszusagen als Gegenleistung für das eingebrachte Vermögen gewährt werden. Wichtig ist, dass das Bewertungswahlrecht dagegen beim übernehmenden Rechtsträger liegt, sodass der Einbringende die Höhe der aufzudeckenden stillen Reserven nicht selbst beeinflussen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die durch das SEStEG veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Einbringungsvorgänge in Kapitalgesellschaften und definiert den Untersuchungsgegenstand.

2. Sacheinbringung § 20 UmwStG und Anteilstausch § 21 UmwStG: Dieses Kapitel erläutert die Anwendungsbereiche und die steuerlichen Bewertungsgrundsätze für die Einbringung von Unternehmensteilen oder Anteilen in Kapitalgesellschaften.

3. Steuerliche Auswirkungen nach der Einbringung: Hier werden die Missbrauchsregelungen (§ 22 UmwStG) für den Einbringenden sowie die steuerliche Rechtsnachfolge der übernehmenden Gesellschaft (§ 23 UmwStG) detailliert dargestellt.

Schlüsselwörter

Umwandlungssteuerrecht, UmwStG, SEStEG, Sacheinbringung, Anteilstausch, Kapitalgesellschaft, steuerneutrale Einbringung, stille Reserven, Unternehmensfortführungsprinzip, Missbrauchsverhinderung, Einbringungsgewinn, Buchwertansatz, Zwischenwertansatz, Steuerliche Rechtsnachfolge, Doppelbesteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die steuerliche Grundkonzeption von Einbringungsvorgängen in eine Kapitalgesellschaft gemäß den §§ 20 ff. des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG).

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen die Durchführung von Sacheinbringungen und Anteilstäuschen sowie die steuerlichen Konsequenzen für den Einbringenden und die übernehmende Gesellschaft, insbesondere unter Berücksichtigung des SEStEG.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Systematik der gesetzlichen Einbringungsvorschriften darzustellen und anhand dieser die steuerlichen Rechtsfolgen für die beteiligten Akteure zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die juristische Auslegung und Analyse geltender Rechtsvorschriften des Umwandlungssteuergesetzes sowie die Auswertung einschlägiger Fachliteratur.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der Einbringungsarten (Sacheinbringung/Anteilstausch), die Bewertungsgrundsätze auf Ebene der übernehmenden Gesellschaft sowie die Analyse der steuerlichen Rückwirkungs- und Missbrauchsregeln.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für den Inhalt?

Besonders relevant sind die Begriffe stille Reserven, Buchwert, gemeiner Wert, steuerneutrale Einbringung und die steuerliche Rechtsnachfolge.

Warum ist das Bewertungswahlrecht für den Einbringenden von Bedeutung?

Das Bewertungswahlrecht liegt beim übernehmenden Rechtsträger, was bedeutet, dass der Einbringende die Höhe der aufzudeckenden stillen Reserven nicht direkt beeinflussen kann.

Was versteht man unter dem Grundsatz der steuerlichen Rückbeziehung?

Dies ist eine Regelung bei der Einbringung, die dazu dient, steuerliche Vorteile durch die Zwischenschaltung einer Gesellschaft zu vermeiden und eine Besteuerung in den beteiligten Staaten sicherzustellen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Grundkonzeption der Einbringung in eine Kapitalgesellschaft gem. §§ 20ff UmwStG
College
University of Freiburg  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre)
Course
Bilanz- und Umwandlungssteuerrecht
Grade
1,7
Author
Diplom-Volkswirt Raoul Breton (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V149124
ISBN (eBook)
9783640599554
ISBN (Book)
9783640599936
Language
German
Tags
Gesetz §20 Umwandlung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Volkswirt Raoul Breton (Author), 2008, Grundkonzeption der Einbringung in eine Kapitalgesellschaft gem. §§ 20ff UmwStG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/149124
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint